Frage von Anasef, 29

Zusammenveranlgung bei unterschidlichen Hauptwohnsitzen?

Ich (Freiberufler) bin aus beruflichen Gründen in Ort A (in NRW), wo ich ein paar Tage die Woche tätig bin, als Hauptwohnsitz und in Ort B (in RLP) als Zweitwohnsitz angemeldet. Meine Frau (Hausfrau) dagegen ist mit den Kindern in Ort B als Hauptwohnsitz angemeldet. Ich bin von meiner Frau in keinster Weise getrennt und bin – wie gesagt – in Ort A nur beruflich bedingt unterwegs. Meine Frage:

Kommt hier (wie ich gelesen habe) tatsächlich die Zusammenveranlagung in Frage? Und wenn ja, soll ich eine gemeinsame Steuererklärung in Ort A abgeben und dabei meine Adresse (Ort A) und die Adresse meiner Frau (Ort B) angeben?

Vielen Dank vorab für eure Antworten!

Antwort
von BarbaraHo, 5

Also ich bin auch für Ort B. Google mal nach doppelter Haushaltsführung.

Antwort
von PatrickLassan, 14

Kommt hier (wie ich gelesen habe) tatsächlich die Zusammenveranlagung in Frage?

Ja.

soll ich eine gemeinsame Steuererklärung in Ort A abgeben und dabei
meine Adresse (Ort A) und die Adresse meiner Frau (Ort B) angeben?

Zuständig wäre meiner Meinung nach das Finanzamt, das für Ort 'B' zuständig ist. § 17 Abgabenordnung:

bei mehrfachem Wohnsitz eines verheirateten oder in Lebenspartnerschaft
lebenden Steuerpflichtigen, der von seinem Ehegatten oder Lebenspartner
nicht dauernd getrennt lebt, ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die
Familie vorwiegend aufhält

https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__19.html

Kommentar von Anasef ,

Vielen Dank für die Antwort!

Spielt da keine Rolle, ob ich als der Berufstätige in der Familie vorwiegend (ca. 4 tage die Woche) in Ort A tätig bin?  Ich muss nämlich in Ort A (eine Großstadt) wegen der Kundenbindung angemeldet bleiben. Ort B ist ein kleines Dorf und wäre als Standort für meine Tätigkeit unvorteilhaft. Bliebe mir in so einem Fall nur die getrennte Veranlagung als Option?

Kommentar von PatrickLassan ,

Du kannst die Zusammenveranlagung wählen, da die Voraussetzungen vorliegen.

Welches Finanzamt für dich zuständig ist, ist ein anderes Thema und hat mit der Wahl der Veranlagungsart nichts zu tun.

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