Zusammenstellung von Aquariumpflanzen?

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1 Antwort

Hallo,

Ob, was und wie viel du die Pflanzen Düngen musst hängt von deinen Wasserwerten ab.

Wie sind denn deine Kh, Gh, Ph, No3, Po4, Mg, K, Fe, Ca, Co2 Werte?

Micranthemum  Arten werden Häufig für Aquascape Becken benutzt und brauchen relativ starkes Licht und haben hohe Nährstoffanforderungen. Jedoch nicht so hoch wie manch andere Aquascape Pflanzen. Mit Cryptos machst du eigentlich nichts falsch sie sind relativ Pflegeleicht, die Ludwigias auch. Es könnte nur sein, dass die Ludwigias ihr Sattes Rot verlieren wenn nicht Entsprechend gedüngt wird. Im Satten grün sehen sie aber auch sehr schön aus. Bacopa ist ebenfalls einfach in der Haltung, vermehrt sich wohl sehr langsam.

Übrigens ist das Becken viel zu klein für Skalare. Zebrarennschnecken sind auch nicht für den Erstbesatz geeignet da ihre Hauptnahrung Algen sind.

Lg

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Kommentar von tastenkrueppel
22.05.2016, 11:44

Stimme da weitestgehend zu, bis auf ein paar kleinere Details. Micranthemum umbrosum wuchs bei uns auch im ungedüngten Gesellschaftsbecken mit Standardbeleuchtung gut. Unser Exemplar zumindest fing als "blinder Passagier" in Form eines 5-6cm langen Stängels an und wuchs innerhalb weniger Wochen zu einem stattlichen Busch heran.

M. micranthemoides (in unserem Fall die "Monte Carlo") ist uns dagegen beim ersten Versuch verreckt und wuchs erst in einem anderen Becken unter stärkerer Beleuchtung und mit CO2-Düngung gut.

Bacopa caroliniana hat sich bei uns als mit das robusteste herausgestellt, was man sich ins Becken stellen kann. Auch ohne zusätzliche Düngung und unter weniger starkem Licht (bzw. Standardlicht und Abschattung durch Schwimmpflanzen). Selbst dort entwickelt sie an den Spitzen eine leichte Bronzefärbung. Zu Bacopa monnieri habe ich allerdings keine praktischen Erfahrungswerte.

Hygrophila polysperma wächst wie Unkraut. 1 Topf, 2 Wochen und ein 30-Liter-Cube ist randvoll.

Lilaeopsis brasiliensis wuchs auch gut unter Standardlicht. Diese wird manchmal auch mit der L. nova-zelandiae verwechselt und als solche verkauft (und andersrum).

Echinodorus bleheri (eigentlich E. grisebachii bleherae) wird ein Monster. Der kann dir das komplette Becken einnehmen, wenn er Bock hat und fit ist. Generell mögen Echis (und viele andere Rosettenpflanzen wie auch z.B. Cryptos und Vallisnerien) Bodendüngung. Die dann bitte lieber gezielt via Düngekugeln, lass dir da bitte keinen Nährboden aufschwatzen.

Summa summarum machst du mit der Zusammenstellung nix verkehrt, bloß würd ich den (m.E. langweiligen) Echi durch nen anderen, "kleineren" wie beispielsweise "Kleiner Bär" austauschen. Der erreicht "bloß" in etwa Medizinball-Format plusminus.

Probier auch ruhig als wirklich kleiner bleibenden Echi den E. grisebachii "Tropica" für vorne. Soll wohl die 10cm nicht wesentlich überschreiten, ist bei mir aber noch nicht so lange, als dass ich groß Erfahrung dazu beitragen kann. Zumal er bei mir im stärker beleuchteten Becken mit dezenter CO2-Zugabe steht.

Was die Skalare angeht: die würde ich nicht in Becken unter 60cm Höhe halten. Dafür habe ich schon zu oft gesehen, dass Leute mit "flacheren" Becken mit den Tieren auf die Nase gefallen sind, weil sie völlig unterschätzt haben, wie hoch die Tiere wirklich werden können. Es können halt doch 25-30cm werden. Und je nach Charakter können sie auch mal in "Kill everything that moves"-Stimmung geraten, auch einfach so.

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