Frage von Schiweg, 46

Zusammenhang Kaiser, Reichsstände, Landstände?

Hallo,

ich habe eine Frage zum Verständnis in Geschichte. Im HRR steht der Kaiser an oberster Stelle, ist aber kein absolutistischer Herrscher, sondern abhängig von den Reichsständen und zur Konsensfindung verpflichtet. Diese bestehen wiederum aus Kurfürsten, Reichsfürsten und Reichsstädten. Und die Reichsfürsten sind abhängig von den Landständen und auch hier zur Konsensfindung verpflichtet. Habe ich das so richtig verstanden? Stimmt es auch, dass dies dann annähernd einer vertikalen Gewaltenteilung entspricht, während Reichsfürst und zugehöriger Landstand eher horizontal geteilt ist?

Freue mich über jede Antwort :)

LG

Antwort
von Kuppelwieser, 28

Damit habe ich mich noch nicht befasst, doch scheint mir die vertikale Gliederung richtig zu sein. Mit horizontal meinst Du wohl die Herzogtümer und reichsunmittelbaren Grafschaften und Städte, die im Reichstag die gleiche Stimme hatten? Deutscher König war ja der Kaiser selbst!

Kommentar von Schiweg ,

horizontal bedeutet ja meines Wissens nach eher die Aufgliederung in Legislative, Exekutive und Judikative. Meine Frage besser formuliert: sind die Reichsfürsten, die ja im Reichstag vertreten sind, weiterhin von ihren Landständen abhängig? hierbei würde sich dann ja die horizontale "Gewaltenteilung" ergeben oder andeuten (Landstände als Legislative aufgrund wachsender Mitsprache gegenüber Fürsten; Fürst als Exekutive). Die Reichsstände könnten ja eigentlich aufgrund ihrer parlamentähnlichen Zusammensetzung gar nicht nochmal horizontal geteilt sein... Vielen Dank für deine vorhergegangene Antwort!

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