Zurückgeblieben 3 klasse?

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9 Antworten

meinen Eltern wurde damals (als ich dabei war!) erzählt ich könne froh sein "gerade noch so" eine Realschulempfehlung wegen den Noten zu haben, sie sollen aber froh sein wenn ich überhaupt die Hauptschule schaffe und nicht auf die Sonderschule muss, weshalb sie mich direkt auf der Hauptschule anmelden sollten.

 Ich sei einfach dumm und sie sollten aufhören Ausreden zu suchen, es einfach akzeptieren und alle Hoffnungen in meine Schwestern (beide auf dem Gymnasium damals) stecken. Ich habe nämlich Legasthenie, die ich aber dank einer Therapie gut im Griff habe und eine Hörverarbeitungsstörung, weshalb ich bei vielen Störgeräuschen Sachen nicht verstehe und mich nur schwer konzentrieren konnte, wo meine Ärzte aber auch meinten, dass es besser wird wenn man älter wird, da man lernt damit zu leben und sich auf die Schule zu konzentrieren (auch wenn es schwerer ist als für andere). Für beides hatte ich Atteste vom Arzt. Und ich führe heute ein ganz normales Leben, wie die Ärzte meinten und hatte in der Schule nie Extrawürste deswegen.

Wegen der Legasthenie konnte ich aber dann in der 3. Klasse die Textaufgaben nicht verstehen, was meine Lehrerin nicht einsehen wollte (wenn ich die Textaufgaben gehört habe, konnte ich sie sofort lösen, nur lesen und verstehen ging damals eben nicht). Sie meinte immer Mathe hätte damit nichts zu tun und ich sei eben einfach dumm. Das sie keine Rücksicht auf das hören genommen hat, hat die Lage auch nicht verbessert... So hat sie im Diktat weiter geredet wenn der Rasenmäher direkt vor dem Fenster war und ich einfach nichts zuhören konnte, anstatt trotz Nachfrage von mir kurz 5 Sekunden zu warten bis es wieder ruhiger ist. Ihre Antwort damals: ich solle mich einfach konzentrieren und keine Ausreden suchen warum ich nichts verstehe. Ich war sogar zeitweise so frustriert und wütend, dass ich angefangen habe bei ihr den Unterricht zu verweigern, weil ich in dem Moment nicht mehr weiter wusste.

Meine Eltern haben mich trotzdem auf die Realschule geschickt, ich habe in der 10. als Jahrgangsbeste meinen Abschluss gemacht, danach das Abitur bestanden und jetzt das Studium.

Manche Grundschullehrer sind offen für sowas und versuchen zu helfen, andere nicht. Meine Therapeutin hatte sogar mal angeboten ohne Bezahlung denen etwas darüber zu erzählen z.B. über Warnsignale, aber das wurde abgelehnt, da ja kein Bedarf bestehe. Auf der Realschule wurde das Angebot dankend angenommen!  


Zurück zu deiner Schwester:

Der Test kann sicher nicht schaden, vielleicht hat sie ja wirklich auch eine Rechtschreibschwäche oder etwas anderes, das könnte man dann evtl. mit einer Therapie gut behandeln, je früher desto besser.

Kurze Tests, wie nur kurz das Puzzle machen, sind eben sehr ungenau, da sie ja auch einfach einen schlechten Tag gehabt haben könnte oder in dem Bereich eine Schwäche hat, wo anders aber nicht. Ein längerer Test zeigt da meist mehr.  

Dass deine Eltern ihr nicht einreden sollen, dass man unbedingt gut sein MUSS, soll deiner Schwester vielleicht nur ein wenig den Stress nehmen. Vielleicht war die Arbeit ja nur schlecht, weil sie sich zu viel Stress gemacht hatte und dann nichts mehr wusste.

Selbst falls es in dem einen Jahr mit dem Gym nicht klappt, kann sie immer noch danach irgendwann aus Gym wechseln.

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Es kann sein, dass deine Schwester tatsächlich nicht auf dem Entwicklungsstand ist, der auf einem Zettel steht. Leider haben Grundschullehrer wahnsinnig viele Schüler, müssen oft Berichte abgeben und wenn die Lehrerin noch recht jung ist, kann es sein, dass sie jemanden von der Sonderschule rufen muss, weil sie sonst selber eine schlechte Beurteilung bekommt. Insgesamt vielleicht einfach eine doofe Situation, sowas kommt vor.

Nur, weil deine Schwester begutachtet wird, bedeutet das nicht, dass sie auf die Sonderschule kommt. Vielleicht wird ihr auch einfach empfohlen, einen Förderunterricht zu besuchen, wo trainiert wird, was sie nicht so gut kann, oder sie bekommt ärztliche Hilfe (ich kenne einen Jungen, der hatte lange schlechte Noten in Deutsch, weil er nicht richtig hören konnte; er bekam ein kleines Hörgerät und die Noten verbesserten sich total).

Lasst diese Untersuchung einfach auf euch zukommen und sprecht danach nochmal mit der Lehrerin, such euch bei Bedarf noch die Meinung eines zweiten Experten. Ihr könnt das Mädchen auch von einem Kinder- und Jugendpsychologen begutachten lassen (da anfragen, was es kosten würde, die "Preise" sind sehr unterschiedlich. Manchmal wird's auch von der Kasse übernommen, da auch fragen). Vielleicht hat der einen Tipp.

Viel Erfolg euch :)

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Ich würde Deiner Mutter raten, Deine Schwester von vielen unterschiedlichen Experten untersuchen zu lassen. Gerade die sogenannten Untersuchungen in der Grundschule sind nicht so optimal. Unabhängige Expertenmeinungen sind in Ordnung. Deshalb auch mehrere befragen.

Lehrer wissen meistens schon ab der 2. Klasse in welche weiterführenden Schulen, die Kinder gehen werden oder nicht :-(

Lehrer sind auch nur Menschen und nicht immer so "neutral" wie sie sich selbst gerne sehen. Also befrage die Experten und entscheidet Euch im Sinne Deiner Schwester.

Wenn Sie einmal auf der "Sonderschule" ist, ist es schwierig wieder zu wechseln. Vielleicht braucht sie einfach nur noch etwas Zeit.

Es wäre auch denkbar, wenn die Experten der Meinung sind, dass Deine Schwester absolut ok ist, Ihr dann die Klasse wechselt.

Viel Glück.

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.. ich habe schon oft davon gehört, dass Lehrer Eltern geraten haben ihre Kinder auf die Sonderschule zu schicken, obwohl das überhaupt nicht sinnvoll war. manche haben sich dem Rat widersetzt und haben ihre Kinder trotzdem auf die Realschule oder Gymnasium gelassen, und sie haben es ohne Probleme geschafft.

Menschen entwickeln sich einfach unterschiedlich schnell und nicht nur das: je nachdem wie viel sich Kinder fordern (z.B mit Mathematik lernen, logisch Denken), desto intelligenter werden sie auch. also.. sie auf eine Sonderschule zu schicken wo sie nicht gefordert wird, könnte sehr schlecht für sie ausgehen.

meiner meinung nach sollte man da als Eltern auf seine Kinder vertrauen, und nicht auf das (unverantwortliche) Gelaber der Lehrer hören.

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Kommentar von Demelebaejer
29.04.2016, 11:04

Das mit dem "unverantwortlichen Gelaber der Lehrer" möchte ich doch entschieden zurückweisen! Wen sonst außer den betroffenen Lehrern sollen Eltern befragen? "Auf seine Kinder vertrauen", das ist ein unverantwortlicher Ratschlag!

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Manche Lehrer halten sich für (Hobby-) Psychologen. Da gibt es extreme Fehleinschätzungen. Wirklich beurteilen kann das nur ein/e echter Psychologe/in. Wenn die Mutter zu viel Druck auf das Kind aus übt kann das schädlich sein. Also zum Schulpsychologen gehen und sie testen lassen (Rechtschreibschwäche?) und außerdem seinen Rat befolgen. Ihr Leistungseinbruch kann z.B. auch mit der bevorstehenden/frühen Pubertät zu tun haben. Das bedeutet ja Umbauarbeiten im Kopf. Über mich hat auch mal eine Lehrerin totalen Quatsch erzählt, das lag aber an ihrem übermäßigen Alkoholkonsum. Ich habe dann dafür gesorgt das sie keine Lehrerin mehr war.

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Es ist toll, wenn man jemand unterstuetzen moechte, aber man sollte auch auf Experten hoeren und sich zumindest einmal alle Moeglichkeiten darlegen lassen. Die Lehrer werden den Eltern das nicht zum Spass erzaehlt haben.

Sehr viele Rechtschreibfehler und ein schlechtes Ergebnis, bei einem sicherlich sehr simplen Test sprechen nun einmal nicht unbedingt fuer Gymnasium-Potential, fuer eine angehende Aerztin oder fuer jemanden, der keine Nachhilfe braucht. Da muss man vielleicht auch mal kritisch werden und am Ende vielleicht einsehen, dass eben doch keine Aerztin in der kleinen Schwester steckt.

Nehmt das Angebot der Lehrerschaft wahr und findet dann gemeinsam mit Familie, Schwester und Lehrerschaft eine Loesung, die am Ende die Schwester gluecklich macht (und zwar nicht nur auf persoenlicher, sondern auch auf schulischer Ebene).

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Diese Frage hier zu stellen, wo niemand Deine Schwester noch die Lehrer kennt, ist Unsinn. Als früherer Grundschulleiter finde ich das Vorgehen ungewöhnlich, aber eine Untersuchung heißt noch gar nichts. In welchem Bundesland lebt ihr denn? In Hessen bestimmen die Eltern, wohin ein Kind geht.

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Kommentar von Lauraaaaa12334
29.04.2016, 10:59

In Hamburg, ich frage ja auch nur weil ich nicht verstehen kann wieso die Lehrer aufeinaml sowas sagen? Denn vor 2/3 monaten sagten sie, dass meine Schwester eine super schülerin ist etc. und dann aufeinmal das sie wahrscheinlich in die Sonnderschule muss? 

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Was spricht dagegen, wenn deine Schwester einfach mal untersucht wird?

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Kommentar von Lauraaaaa12334
29.04.2016, 10:52

Nichts! Aber wie kommen sie auf einmal darauf??? Nur weil sie zwei Teste falsch geschrieben hat ? 

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Kommentar von Irina55
29.04.2016, 10:54

Ich weiß es nicht, wie die Lehrer drauf kommen. Aber wenn mit deiner Schwester wirklich alles klar ist, könnt ihr denen ja mit der Untersuchung das Gegenteil beweisen.

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Hast du das nicht schon mal gefragt 

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