Frage von Ashlynn, 160

Wie könnte meine Bekannte nach Deutschland zurück kommen nachdem sie über 60 Jahre in den USA gelebt hat?

Hallo, Ich habe vor einem Jahr eine sehr alte Frau kennen gelernt die damals als 18 jährige in die USA ausgewandert ist um dort ein besseres Leben zu haben. Um es kurz zu fassen es geht ihr dort (seit ein paar Jahren) alles andere als gut und sie hat viele Schulden aufgrund ihres verstorbenen Mannes und in dem Haus in dem sie wohnt ist es schrecklich. 

Sie arbeitet zwar aber die Manager wollen sie raus haben. Sie bekommt wenig Stunden zu arbeiten und hat somit fast kein Geld. Ihr größter Wunsch ist es wieder nach Deutschland zurück zu kommen. Ich habe schon gegooglet aber finde nicht wirklich etwas dazu. 

Weiß einer von euch ob es so eine Behörde gibt die ehemaligen deutschen hilft wieder zurück zu kommen? Ich wäre euch für eine Antwort mehr als dankbar denn ich würde ihr wirklich gerne helfen. Danke.

Expertenantwort
von stufix2000, Community-Experte für USA, 53

Sie soll sich an das deutsche Konsulat in den USA wenden.

http://m.konsularinfo.diplo.de/Vertretung/konsularinfo/de/04/Hilfe/Auslandsvertr...

Außerdem herausfinden, ob sie die Deutsche Staatsangehörigkeit wieder bekommen kann.

Dazu soll sie sich diesen Link durchlesen. Es stimmt NICHT, dass man die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr bekommen kann, wenn man sie einmal abgelegt hat.

http://siegwart-law.com/Sgal-de/rechtsanwalt-beibehaltungsgenehmigung-usa-deutsc...

Sobald das geregelt ist kann sie nach Deutschland zurück.

http://www.gutefrage.net/frage/meine-tochter-lebt-seit-30-jahren-in-amerika-ist-...

Antwort
von Loon1931, 23

Wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft nie abgegeben hat (durch die Annahme der US-Staatsbürgerschaft gibt sie sie automatisch auf), kann sie sich einfach mit ihrem Pass in den nächsten Flieger setzen und nach Deutschland zurückkehren. Das ist eines der Grundrechte. Falls sie keinen gültigen Pass mehr hat, an das für sie zuständige Generalkonsulat in den USA wenden.

Antwort
von Karl37, 73

Besitzt die Frau noch die deutsche Staatsangehörigkeit? Dann könnte sie problemlos nach Deutschland reisen. Hat sie diese bei der Heirat aufgegeben, dann ist sie Amerikanerin und damit keine Möglichkeit in Deutschland Sozialleistungen zu bekommen.

Antwort
von peterobm, 53

Schulden in den USA zahlen, auf einen Flug nach Dland sparen, nur bei deutscher Staatsangehörigkeit. Anspruch auf Hartz4 möglich

Antwort
von Ashlynn, 63

Als ich sie damals mal gefragt hatte habe ich es so verstanden, dass sie Amerikanerin ist aber noch einen deutschen Reisepass (?) der aber abgelaufen sei.

Ich dachte nur es gibt vielleicht eine Hilfestelle oder so. 

Antwort
von hertajess, 55

http://www.wohin-auswandern.de/rueckkehr-nach-deutschland

Nach 60 Jahren wird sie in ein ihr fremdes Land reisen hat sie hier keine regelmäßigen Kontakte und sich nicht regelmäßig über die massiven Veränderungen in diesem Staat informiert. 

Als sie auswanderte durfte sie noch damit rechnen dass deutsche Behörden eine anständige und zuverlässige Arbeit leisten. Das ist heute tatsächlich und nachweislich nicht mehr der Fall. 

Dass sie sicherlich wie beschrieben hier eine sogenannte soziale Hängematte vorfindet - ist immerhin immer noch die Regel. Aber der Behördenkram der auf sie zukommt ist schon für daran Gewöhnte purer Stress. 

Bei ihr kommt hinzu dass sie keine Arbeit mehr finden wird. Da brauchen wir uns Nichts vormachen. Eine Festanstellung kann sie vergessen denn ab spätestens 50 gelten wir Deutschen als zu alt für eine Neuanstellung, das Arbeitsamt kann schon manches Jahr vor regulärer Rentenberechtigung dazu zwingen in vorzeitige Rente zu gehen - mit entsprechenden Abzügen versteht sich. 

Dann wird sie hier einen Anspruch auf durchschnittlich 45 qm haben. In einer Mietwohnung. Diese wird dann auch manche für sie unbekannte Regelung beinhalten. 

Ja. In USA muss sie arbeiten um nicht obdachlos zu werden. Aber da Arbeit zu finden ist tatsächlich leichter als hier. Hier prügeln sich teilweise die alten Menschen um für sie noch mögliche sogenannte Minijobs. Also Jobs mit Arbeitsbedingungen die gerne prekär sind. Der Verdienst wird dann großteils vom sogenannten Sozialtransfer abgezogen. 

Dann ist da der Gedanke an unser Gesundheitssystem. Es entspricht nicht internationalem Standard sondern bleibt in weiten Bereichen darunter. 

Dass pflegebedürftige Menschen zu einem durchaus beachtlichen Teil unter lebensunwürdigen Bedingungen auf ihr Ende hoffen ist schon lange öffentlich dokumentiert ohne dass es die Mehrheit der Bevölkerung interessiert. 

Nun ja. Ihre Alternative, in USA obdachlos zu werden, ist schlechter. Keine Frage. Bedeutend schlechter. Aber sie sollte sich keinen Illusionen hingeben. 

Kommentar von hertajess ,

Was mir noch einfiel: 

Wenn sie Internet hat kann sie sich manche Online-Ausgabe deutscher Medien abonnieren. Da hat sie viele verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl angefangen mit dem RSS-Feed bis hin zu Benachrichtigungen in sozialen Netzwerken. So eine Seite wie Facebook ist da durchaus empfehlenswerter als der RSS-Feed denn da werden dann noch weitere Vorschläge unterbreitet die sich immer mehr ihren tatsächlichen Interessen anpassen können. Und sie kann eine solche Seite nutzen um sich in unsere alltäglichen Diskussionen und Interessenlagen einzulesen. 

Beispiel jetzt Köln. Dank weniger unterschiedlicher Abfragen ist es möglich auf mehr als eine Seite zu kommen wo darüber diskutiert wird auf durchaus kontroverse Weise. Da stehen dann auch gleich mal Links und andere Hinweise auf weitere Quellen die erst mal einfach nur zur Kenntnis genommen oder gleich abonniert werden können. Und sie kann sich gleich auch mit einbringen, Kontakte knüpfen. 

Kommentar von Ashlynn ,

Die "Ansprüche" gelten wahrscheinlich alle nur wenn sie noch die deutsche Staatsbürgerschaft hat oder? 

Vielen Dank für die Antwort. 

Kommentar von hertajess ,

In diesem Staat sind alle Menschen gleich. Findest Du im Grundgesetz festgelegt. 

Zunächst mal. Da sie aber eh bei uns als im Rentenalter seiend gesehen wird laut geltendem Recht erübrigt sich tatsächlich die Frage nach der Staatsangehörigkeit insofern als ja nicht mehr Fragen rund um Arbeit im Raum stehen. 

Hinzu kommt, natürlich, die Frage ob sie je ihre Deutsche Staatsangehörigkeit aktiv aufgegeben hat. Diese Frage sollte sie vor einem Umzug möglichst in USA klären. Also bei einem Deutschen Konsulat, einer Vertretung der Deutschen Botschaft wenn irgend möglich. Ansonsten würde ich mich an das Innenministerium wenden oder das Außenministerium. Ich würde tatsächlich bei beiden versuchen mir per Mail eine schriftliche Auskunft einzuholen wenn es unmöglich ist vor Ort mit einer deutschen Vertretung in Kontakt zu kommen. 

Denn, auch diese Frage ist im Grundgesetz geklärt, der Entzug der Deutschen Staatsangehörigkeit kann nur aufgrund eines Gesetzes erfolgen. 

Es wird ihr auch nicht schaden dieses unser Grundgesetz mal online zu lesen. Es hat sich massiv verändert seid sie auswanderte. 

Antwort
von Zumverzweifeln, 13

Als sie auswanderte durfte sie noch damit rechnen dass deutsche Behörden eine anständige und zuverlässige Arbeit leisten. Das ist heute tatsächlich und nachweislich nicht mehr der Fall.

Es mag Fälle geben, in denen Behörden nicht zuverlässig gearbeitet haben, aber deine Behauptung in der Form ist eine Beleidigung für alle, die im Öffentlichen Dienst tätig sind. 

Antwort
von larry2010, 56

die frage ist, ob es ihr hier besser gehen wird, wenn sie mit 18 ausgewandert ist, hat sie hier kaum rente eingezahlt und zudem keine krankenkasse.

ich habe hier einen fall verfolgt, wo amerikaner hier ein haus kauften und hier wohnen wollten, ihr problem war, das sie rentner waren und deshalb die krankenversicherung hier für sie zu teuer war. sie gingen wieder in die usa zurück. das ganze dauerte anderthalb jahre, wobei sie auch einen anwalt hatten, der alles probierte.

an sich würde ich entsprechende ämter, wie ausländeramt, sozialamt oder auch krankenkassen mal fragen

Antwort
von Muellermaus, 61
Antwort
von MrLifeDoctor, 59

Hallo :-)

Wenn du uns ihre Staatsbürgerschaft mitteilst, können wir dir besser helfen.

Viele Grüße :-)

Kommentar von Ashlynn ,

Ich schätze die amerikanische.

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Wenn Sie tatsächlich, die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, dann darf sie visumfrei für eine Aufenthaltsdauer bis maximal 90 Tagen in das Bundesgebiet einreisen. Anschließen muss sie sich bei der Ausländerbehörde melden und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, sofern sie längerfristig in Deutschland leben möchte.

Antwort
von nurlinkehaende, 50

So viel zum Thema besseres Leben.

Kommt auf die Staatsangehörigkeit an. Wenn sie Deutsche ist, hat sie das Recht hierherzukommen (und ich darf dann finanzieren, dass sie dort ein besseres Leben hatte, so viel zum Thema Vollkasko-Leben in Deutschland).

Kommentar von Ashlynn ,

Sie hatte alles andere als ein besseres Leben. Und damals sind sehr viele geflüchtet. 

Kommentar von nurlinkehaende ,

Vor 60 Jahren war es 1955. Wieso ist sie da geflüchtet? Und warum ist sie nicht gleich zurück gekommen, als es nicht besser wurde?

Vor 70-80 Jahren verstehe ich eine Flucht (und würde die Rückkehr auch unterstützen, da könnte man mal nachfragen ob die Staatsangehörigkeit nicht unfreiwillig aufgegeben wurde).

Kommentar von larry2010 ,

ich weiss ja nicht, ob sie politisch verfolgt war und deshalb deutschland verliess bzw. ihre eltern. da wäre es eine andere sache, aber wo man da hinwendet, weiss ich nicht. evtl. jüdische organisationen, die sollten da doch auskunft geben können.

Antwort
von CocoKiki2, 56

oh ja, in den usa ist es nicht ratsam alt oder krank zu werden. welche staatsbürgerschaft hat sie denn?

Kommentar von Ashlynn ,

Die amerikanische glaube ich. 

Kommentar von aetnastuermer ,

Mit Glauben kommt man nicht weiter. Es geht hauptsächlich um die Antwort zu der Frage: Besitzt sie noch die deutsche Staatsangehörigkeit oder nicht? Mein dringender Rat: Mit dem abgelaufenen deutschen Reisepass zum nächsten deutschen Konsulat in USA, um diese Frage zu klären. Erst danach kann man weiter recherchieren.

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