Mir ist von beidem schon abgeraten und beides schon empfohlen worden. Was ist der Königsweg?
Wenn Schuldnerberatung, zu welcher, und was muß man mitnehmen? Eine Aufstellung? Die Akten?
Wenn nicht, wie spricht man Gläubiger am Besten an? Gleich um Vergleich bitten oder erstmal um ne Forderungsaufstellung?
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Wenn es sich um mehrere Gläubiger handelt, würde ich eine Schuldnerberatung aufsuchen. Die haben jahrelange Übung mit Gläubigern und haben daher auch entsprechendes Verhandlungsgeschick. Bei der Caritas wird auch eine Schuldnerberatung angeboten, dort würde ich es erst mal versuchen. Hände weg, wenn eine Schuldnerberatung erst mal Geld von Dir haben möchte, dann handelt es sich um einen unseriösen Anbieter. Viel Glück.

Also zuerst solltest Du mal einen Überblick der Gläubiger aufstellen, eine Liste mit Angaben jedes Gläubigers und die Summen. Diese Liste entsprechend kopieren, dazu einen Nachweis Deines aktuellen Einkommens oder Arbeitslosengeldbescheides geben mit einem Anschreiben an den Gläubiger, ihn monatlich mit Summe X bedienen zu wollen oder mit einer Einmalzahlung auf die Restschuld zu verzichten. Dazu solltest Du wirklich mit offenen Karten spielen, nur so hast Du eine Chance, daß sich die Gläubiger darauf einlassen. Viel Glück wünsche ich Dir auf jeden Fall dabei:-)
Danke schon mal - für die Tips und die Wünsche... :)
Meinst ich sollte die Aufstellung oder zumindest eine Summe der Gesamtschulden (Hauptforderungen?) an jeden Gläubiger mitschicken? Und was mach ich, wenn einer der Gläubiger statt ner Antwort mir ne Lohnpfändung aufdrückt, und ich dann die restlichen nicht bedienen kann? :(
ArianeHD am 11. April 2007 14:30 Nun, die hättest Du ja schon - also die Lohnpfändung, wenn der Gläubiger einen Titel gegen Dich hat. Mit dem Titel eines Gläubigers bist Du auch vor dem Gerichtsvollzieher nicht gefeit. Wenn Du erstmal hier angekommen bist - und das geht mitunter ganz fix - sind die Gläubiger oft froh, überhaupt nochmal Geld zu sehen, wenn Du als Beispiel bei einem Gläubiger eine Summe von 3 000 Euro offen hast, leg ihm die Liste der anderen Gläubiger bei, biete ihm eine realistische Einmalzahlung von 500 Euro max. an...er wird reagieren...wenn er auf nur wenig verzichten möchte...geh zur Schuldnerberatung (also bei den hartnäckigen Fällen). Es ist jedoch insgesamt tatsächlich auch eine Frage, wie hoch sind denn die Schulden, um die es sich handelt. Gehen sie ins Bodenlose, wäre eine Privatinsolvenz, wie Claudia sie schonmal behandelt hat, sinnvoller. Bei Summen bis 10 000 Euro kannste das schon selbst erledigen...aber das ist nur meine einzelne Meinung:-)
Danke für Deine "nur-Meinung" :) - und auch an die anderen Schreiber! Das hilft schon mal weiter...
Den Gerichtsvollzieher hab ich schon kennengelernt. Na dann werd ich mal weiter an meiner genauen Aufstellung basteln, mal sehen, wieviel es ist.

Da ich mich mit sowas gar nicht auskenne, wuerde ich zur Schuldnerberatung gehen. Vielleicht auch nur um mich beraten zu lassen was ich tun kann, und dann selbst zu den Glaeubigern (ich weiss aber nicht ob das geht)

Wenn Du Dir das zutraust und wenn Du den Überblick über Deine Schulden noch nicht verloren hast, dann solltest Du die Gläubiger direkt ansprechen und ihnen einen realistischen Vergleichsvorschlag machen - erfahrungsgemäss geht das schneller und problemloser, als bei den chronisch überlasteten Schuldnerberatungen.
Auch auf Grund deiner Antwort an Ariane - lieber den Profi ranlassen, wenn man selber sich nicht auskennt.
http://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-das-vorgehen-bei-privatinsolvenz
Ich verweise nur mal auf eine bereits gestellte Frage und meiner detaillierten Antwort.
Eine PrivatInso ist gerade das, was ich vermeiden wollte.
Du musst aber genau so vorgehen, um Deine Verbindlichkeiten in den Griff zu bekommen. Viel Erfolg!