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zur arbeit 70 km für 730 brutto??

gefragt von Prisonbreak am 12.03.2008 um 11:30 Uhr

Mein Bruder hat ein Arbeitsangebot bekommen als Postzusteller in Teilzeit. Er müßte 5 Tage die Woche arbeiten und an einem Tag 70 km fahren (hin und rückweg). Verdienen würde er 730 brutto. Er meint das würde sich nicht lohnen, ich bin da aber ganz anderer meinung! Wie seht ihr das?

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arbeit x 14.505 verdienst x 520

andreas48
beantwortet von andreas48 am 12. März 2008 11:37
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730 Euro Brutto, das bedeudet ca. 600 Euro netto und dazu bei einer 5-Tage Arbeitswoche 350 km, was wiederum ca. 160 Euro Benzinkosten im Monat ausmacht..

bleiben also 460 Euro zum Leben..was besser ist als 345 Euro, allerdings ohne einen gewissen Zuschuss für Miete vom Amt geht da nicht viel..weil der Verschleiß des Fahrzeuges hier nicht eingerechnet ist..


valvetvipe
beantwortet von valvetvipe am 12. März 2008 11:32
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Das ist ja ohnehin zu wenig zum Leben. Aber besser Teilzeit wie gar nix! Den Rest wird wohl das Amt draufzahlen.


wj2000
beantwortet von wj2000 am 12. März 2008 11:32
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Meine Frau fährt täglich 150 km hin und zurück. Diese Entfernung ist heutzutage zumutbar. Wenn er die Arbeit abschlägt kann er weniger Arbeitslosengeld bekommen.

Kommentar von D7b4e78b0406fcf2527c4379d6965c8fsmallboriswulff am 12. März 2008 11:37

Ich hoffe mal das Deine Frau etwas mehr als 730 Euro dafür bekommt.


kiralee
beantwortet von kiralee am 12. März 2008 12:00
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Wenn sein Verdienst einen bestimmten Betrag nicht übersteigt, zahlt er nur minimale Steuern. Die Fahrt mit ihren Kosten kann er steuerlich absetzen. Des weiteren liest es sich in einem Lebenslauf sicher besser, wenn man gearbeitet hat. Er kann die Arbeit annehmen und dann aus dieser gesicherten Position eines Arbeitenden weiter suchen.


anonym
beantwortet von benutzer27 am 12. März 2008 11:36
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Wie er das sieht ist die eine Sache, wie es das Arbeitsamt sieht eine ganz andere. Verlust / Kürzung von ALG könnte die Folge sein, wenn das aber nicht der Fragehintergrund ist: Ich würde auch nicht fahren: 70km x 5Tage x 4 Wochen = 1400km, =rd. 140 l * 1,40 EUR entspricht rund 200 EUR Spritkosten + (bzw. -) gesetzliche Abzüge, KK, ... => Nullsummenspiel (ist aber immer noch besser als sinnlos zu Hause rum zu sitzen!!!)


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 12. März 2008 11:36
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Rechne mal 730 Euro durch 20 Arbeitstage. Das sind pro Tag 36,50 Euro.

Bezingeld wären für 70 km schon um die 10 Euro je nach verbrauch.

Dazu kommt dann noch die Abnutzung des Autos etc. Da bleibt unterm Strich nichts mehr übrig.

Kommentar von E7b66e6b5d29f7f3b561e45078d26a04smallkiralee am 12. März 2008 12:03

Deshalb geht er dann am besten erst gar nicht arbeiten? Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung?

Kommentar von D7b4e78b0406fcf2527c4379d6965c8fsmallboriswulff am 12. März 2008 12:27

Er soll ja ruhig arbeiten gehen. Aber es ist vokswirtschaftlicher Unsinn wenn dabei Mehr Fahrtkosten anfallen als man selber dadurch verdient. Man müßte wenigstens eine Bahncarte dagegen rechnen. Denn wenn man mal kein Auto hat muss man ja auch irgendwie zur Arbeit kommen.

Kommentar von Simple_avatar10smallradar74 am 12. März 2008 12:56

@kiralee: Im Prinzip hat er aber Recht. Persönlich würde ich so eine Arbeit auch nicht annehmen. Besser wäre es sich weiterzubilden und einen Job zu bekommen wo man ohne Zuschuß vom Staat überleben kann.

Kommentar von E7b66e6b5d29f7f3b561e45078d26a04smallkiralee am 12. März 2008 14:02

Klar - Bildung ist immer das Bessere. Aber wir wissen nicht, wie es derzeit um ihn bestellt ist - weißt du, wie viele Stellen er schon abglehnt hat? Und eine einfache Strecke von 30-35 km als unzumutbar hinzustellen, kann als Grund vom Arbeitsamt nicht akzeptiert werden


summertime81
beantwortet von summertime81 am 12. März 2008 11:35
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Für € 730 brutto würde ich auch nicht arbeiten gehen. Da bleiben ja nicht mal € 600,00 übrig. Bekommt er denn wenigsten Fahrtgeld? Außerdem ist er ja dann täglich ca. 2 Stunden unterwegs, nur um zur Arbeit zu kommen.

Kommentar von Prisonbreak am 12. März 2008 11:36

soweit ich weiß würde er eine pauschale kriegen aber genau weiß ich das auch nicht...

Kommentar von E7b66e6b5d29f7f3b561e45078d26a04smallkiralee am 12. März 2008 12:01

Wie lange fährst du denn für 35 km?

Kommentar von Prisonbreak am 12. März 2008 12:15

von ihm aus wären das so 30- 40 min. denk ich mal


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 12. März 2008 11:35
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Dir stehen Zuschüsse zum Lebensunterhalt zu, wenn dein Gehalt unter den Mindestsatz rutscht. Dazu gehört auch das Fahrgeld das als Werbungskosten ertragsmindernd ist.

Besser einen Job, der etwas weiter entfernt ist als gar keine Chance. Es kann dann ja nur aufwärts gehen.


dianahitra
beantwortet von dianahitra am 12. März 2008 11:34
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Ja ja...die strecken....Das mit dem abschlagen stimmt....Kann sein das es weniger Arbeitslosengeld gibt. Aber zb. wenn man befristet ist und im Arbeitsamt einen Antrag auf Fahrtkostenbeihilfe beantragt...bekommt man meist das erste halbe Jahr Fahrtkostenbeihilfe. Also den vollen Preis für den Benzin den man verfährt..So gehts mir nämlich.....


anonym
beantwortet von Nicky1972 am 12. März 2008 11:33
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Zum leben zu wenig, zum sterben zuviel. Ich denke er kann ergänzendes Hartz IV dazu beantragen. Wenn er die Arbeit ausschlägt, kann es zu einer Kürzung der Hilfe kommen.


anonym
beantwortet von anjanni am 12. März 2008 11:35
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Bei 70 km pro Tag würde er im Monat ca. 1500 km fahren.

Ausbezahlt von den 730 Euro werden vielleicht so um die 550 (kann man irgendwo nachrechnen).

Es bleibt also auch nach Abzug der Fahrtkosten noch was übrig.

Ob sich das lohnt? - Was bedeutet "lohnt sich"?

  • Wenn er schon länger arbeitslos ist und ihm dieser Job einen Einstieg in das Berufsleben bietet - kann sein.

  • Wenn er stattdessen ein Angebot für 600 Euro Brutto gleich nebenan bekommen könnte - eher nein.

Kommentar von Simple_avatar10smallradar74 am 12. März 2008 12:52

Was übrig bleibt kann man hier errechnen. http://www.lohn1.de/


mou2000
beantwortet von mou2000 am 12. März 2008 11:34
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Das wird knapp mit dem Gehalt da bleibt nicht viel über.


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