Frage von Tasha, 15

Zunahme nach Whipple-OP durch Wasser?

Ich hatte hier schon mal über meinen Bekannten geschrieben, der sich einer Whipple-OP unterziehen sollte (Bauchspeicheldrüsenkrebs stand im Raum). Das ist nun geschehen und es gibt noch keine Ergebnisse, es geht ihm aber "sehr gut", wenn man bedenkt, dass er gerade operiert wurde. Nun folgende Frage: Bei der Einlieferung ins Krankenhaus am Montag dieser Woche (!) wurde er gewogen und wog 63 kg. Am Dienstag war die OP. Heute wurde er erneut gewogen (zweimal, zwischenzeitlich wurde der Stuhl, auf dem er gewogen wurde getauscht) und wog 68 kg. Wie kann das sein?

Er wurde wohl, ich sage mal laienhaft, "während der OP mit Wasser gespült", es wurde also etwas Wasser zugeführt. Aber 5 kg?

Kann das hinkommen, gibt es dafür Erklärungen? Von den Ärzten hat er wohl (noch?) keine gehört.

Im Allg. heißt es ja, dass man nach der OP stark abnehmen könnte. Aber vermutlich noch nicht gleich 2 Tage danach. Er hat einen Katheter, es wird also Urin abgeführt, ebenso Magensaft. Der Magensaft ist schwarz. Ich habe mal nichts dazu gesagt, aber kann das auf eine Verletzung hindeuten (schwarz = Färbung durch Blut?).

Kann sich jemand zu diesen Symptomen, 5 kg-Zunahme und schwarzer Magensaft nach der OP äußern?

Antwort
von sabbsi, 7

Das soll dein Bekannter bitte mit den Ärzten klären. Allein schon die Whippelsche Operation ist so speziell, da wirst du doch kaum glauben, dass du hier in einem Laienforum jemanden findest, der sich mit der Nachversorgung auskennt.

Diese Spülung, die du meinst, könnte die ganz normale Wundspülung sein, um das Blut aus dem Bauch zu spülen und um zu sehen, wo es noch blutet. Das können bei so einer großen OP gerne mal 5 Liter oder noch mehr sein, das wird aber alles wieder abgesaugt.

Ansonsten bekommt der Patient von der Anästhesie die Infusionen, damit er nicht austrocknet, um Nährstoffe zu bekommen etc.

Dass er einen Katheter bekommen hat, ist auch klar, immerhin dauert die Operation schon mehrere Stunden und danach darf er einige Tage nicht aufstehen.

Wie es mit dem Magensaft aussieht, kann ich dir nicht sagen. Aber schwarz deutet wenn dann schon auf altes Blut hin, kein frisches. Immerhin wird bei der Whippelschen Operation auch ein Teil des Magens entfernt.

Was das Gewicht angeht, kann ich dir nichts dazu sagen. Ich könnte mir denken, dass es auch damit zu tun hat, was eben alles an Organen entnommen wurde, da spielt ja alles verrückt. Da muss sich der Körper ja erst mal dran gewöhnen und sich umstellen. Zudem wird dein Bekannter ja auch was zu Essen bekommen bzw hat Kostaufbau und bekommt irgendwelche Infusionen, er hat aber überhaupt keine Bewegung. Bei manchen schlägt das eben gleich an.

Wie gesagt, er soll das mit seinen Ärzten abklären, das hier ist nur ein Laienforum.

Antwort
von Heduda12, 8

Bei großen Bauchchirurgischen Operationen wird sehr viel Flüssigkeit infundiert, auch während der anschließenden Nachversorgung auf der Intensivstation. Im Grunde genommen sind dabei 5kg normal, wobei es immer darauf auch ankommt wie stabil der Patient ist, ob er Kreislaufznterstützende Medikamente benötigt. Die Flüssigkeit lagert sich u.a. im Gewebe ein, und wird nach Stabilisierung wieder ausgeschieden.

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