Frage von NickiLittle, 19

zum themna abschaltung des digitalen Fernsehns, ist es nur moralisch verwerflich oder auch rechtlswiedrig?

Als die Abschaltung des analogen Satelitenempfangs zum 30.04.2012 angekündigt wurde, hatte Unitymedia großmundig versprochen: "wir schalten das analoge Fernsehn nicht ab!"

mir war von anfang an klar, dass sich das früher oder später als leeres versprechen entpuppen würde. mir persönlich ist oder war es eigendlich egal, da ich a.) über Satelit gucke und mir b.) bewusst ist, dass die umstellung an dieser stelle alles andere als ein Drama ist. bei nicht DVB-C fähigen TV ist nur ein Reciver erforderlich. an sonsten - Sendersuchlauf!

Mir stellt sich viel mehr die frage, ob es nicht rechtswiedrig war, ein solches versprechen zu geben. Mir ist auch klar, dass es verbraucherrechtlich äußerst schwierig werden dürfte, dagegen anzugehen. nicht zu letzt, da die im fraglichen Zeitraum abgeschlossenen verträge so wie so schon digitalverträge gewesen sind.

in Frage kommt für mich aber ein wettbewerbsrechtlicher verstoß. da hier mit einem Versprechen für ein Produkt geworben worden ist, das nicht zu halten war.

selbst mir als Laie war eigendlich schon lange klar, dass früher oder später die Abschaltung des analogen Kabelfernsehns ein notwendiger Schritt gewesen ist.

lg, Nicki

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Charlybrown2802, 12
rechtlich fragwürdig

was hat das mit Moral zu tun?

Kommentar von NickiLittle ,

tja, was recht mit moral zu tun hat, das frage ich mich hin und wieder auch...

Antwort
von TechnologKing68, 10
"nur" moralisch verwerflich

Ein mündliches Versprechen ohne Schriftteil mit Unterschrift kann von so einem Unternehmen kaum als Zusicherung gewertet werden, somit dürfte es rechtlich auch nicht anfechtbar sein. 

Anfechtbar wäre dann allenfalls der Fernsehvertrag, wenn du ohne Receiver nicht mehr schauen kannst (Sonderkündigungsrecht), hier müssten sie dann vielleicht einen Receiver kostenlos anbieten.

Kommentar von NickiLittle ,

das sehe ich nicht so. auch mündlich geschlossene verträge gelten. bleibt die frage nach der beweisbarkeit. die sollte hier aber gegeben sein. es müsste ja genügend zeugen geben...

Kommentar von TechnologKing68 ,

Mündliche Verträge ja. Mündliche Zusicherungen nein. Charakteristisch für mündliche Verträge ist aber, dass man sie auch mündlich annehmen muss.

Antwort
von Schnoofy, 8

Warum fehlt in Deiner Auswahlmöglichkeit der Punkt

"rechtlich einwandfrei"?

Kommentar von NickiLittle ,

moralisch fragwürdig ist ja rechtllich einwandfrei...

fakt ist aber, dass es irgendiwe einen faden nachgeschmack hat,wenn so groß posaunt wird "wir schalten das analoge fernsehn nicht ab, und dann bums, nur 4 Jahre später tun sies doch...

und ich gehe NICHT davon aus, dass zu dem zeitpunkt im Unternehmen noch keiner wusste, dass es so kommt. wenn doch - armes deutschland, wenn in allen großkonzernen so agiert wird :-)

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