Frage von skivenena, 76

Zum pferd stellen die hand nach innen eindrehen oder leicht hoch nehmen?

Das klassische ist das nach innen oben eindrehen. Mir hat mal jemand gesagt sie nimmt die hand immer erstmal hoch, da das sanfter ist. Wenn es sanfter ist wieso machen dann die meisten reiter das andere? Wie macht ihr das und warum?

Antwort
von Unwissend123321, 46

Ich habe stets beide Hände auf einer Höhe. Faust öffnen und schließen reicht. Hilfen sollen für Außenstehende unsichtbar, fürs Pferd aber möglichst deutlich sein. Ein ruhige, konsequent stehende Hand, die durch Fingerbewegung Impulse gibt, ist für das Pferd deutlich. Weder die Höhe wechsel ich (soll ich sonst bei jedem Handwechsel die Händchen abwechselnd hoch und runter nehmen?) noch drehe ich da irgendwas - im Normalfall. Gibt immermal Situationen (ich habe zb. Korrekturpferde, die nicht so fein reagieren/reagieren möchten) in denen man den Impuls eben stärker geben muss, als es allein so möglich ist. Dann kann sich das Handgelenk durchaus mal drehen (nach innen, nicht nach oben oder unten). Oder aber Jungpferde, Schrecksituationen...Momente eben, in denen die Hand nicht da bleiben kann, wo sie im Lehrbuch abgebildet ist.

Antwort
von trabifan28, 58

Ich drehe da gar nichts ein. Hände bleiben wo sie sind - eine Hand breit über dem Widerrist, aufgestellt, schön nah beieinander.

Die innere Hand nimmt man beispielsweise auf dem Zirkel normalerweise immer ein Stück höher als die äußere. Die äußere Hand bleibt.

Warum ich das so mache.... naja, ich habe das eben so gelernt. Deswegen behalte ich das auch so bei, nachdem ich es schon seit Jahren so mache.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 28

Durch eindrehen würde man bremsen, das innere Hinterbein blockieren und so die Graderichtung behindern. Die innere Hand darf  etwas höher gehen, und bei Bedarf    leicht seitwärts wirken, " öffnen", also ein wenig vom Hals entfernen.

Antwort
von Viowow, 18

leicht anheben und notfalls etwas seitlich gehen. als wenn man eine tür öffnet. viel wichtiger ist aber nach wie vor der führende und begrenzende äussere zügel sowie die komplette hilfenkombination.

Antwort
von HihihiMeee, 19

In Situationen wo man durchkommen muss ist das Hochnehmen der Hand kurzzeitig vielleicht mal sinnvoll. So zb wenn das Pferd erschrickt. Ein kurzes, deutliches Heben der inneren Hand kann da das Pferd wieder zurückholen. Ansonsten hat diese Bewegung nichts auf dem Pferd zu suchen. Sie blockiert das Pferd und hat nichts mit feinem Reiten zu tun. Genauso wie das eindrehen der Hand. Ein öffnen und schließen des Ringfingers reicht vollkommen aus. (Lass dir das mal zeigen wenn bei dir im Stall wer reitet. Anhalten, Pferd gerade richten und beobachten was mit dem Druck aufs Gebiss passiert schließt und öffnet man den Ringfinger. Völlig ausreichend diese Bewegung.

Kommentar von Viowow ,

kommt auf die reitweise an. klassisch/barock nimmt die hand höher, um genau das, was du als richtig erklärst, zu vermeiden: druck auf die zunge. aua. durch das anheben der hand geht der druck auf die maulwinkel. wobei die zügelführung wahrscheinlich ansich schon etwas höher angesetzt ist. man nimmt die hand übrigens auch nur so hoch, das es kaum zu sehen ist, eine hilfe wie jede andere. blockiert habe ich ein pferd damit noch nie. hier werden sie vom großteil der reiter eher mit hand auf oberschenkelhöhe und nutzlosem zwischentreiben blockiert

Antwort
von Saskia191, 30

Hallo,

ich nehme in Wendungen die innere Hand eine halbe Hand breit höher. ich mache das so, weil ich es als Kind so gelernt habe. Und weil es funktioniert.

Nach innen/oben eindrehen habe ich für das Stellen noch nie gehört.

Viele Grüße

Saskia

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