Frage von edel2409, 103

Zum medizinischen Dienst, wann und in welchen Abständen?

Vor einer Woche war ich beim medizinischen Dienst, der hat festgestellt, das ich weiterhin krank bin. Das scheint der Krankenkasse nicht zu passen. Jetzt habe ich für nächste Woche wieder einen Termin zum medizinischen Dienst, aber diesmal in eine andere Stadt. Kann die Krankenkasse mich beliebig oft zum medizinischen Dienst schicken? Von einer Stadt zur nächsten bis einer mich für arbeitsfähig hält?

Antwort
von Seanna, 95

Klär erst mal ob beides von der Krankenkasse veranlasst wurde.

Klingt eher nach unterschiedlichen Auftraggebern zb KK, Rentenversicherung, Arbeitgeber...

Kommentar von edel2409 ,

hallo Seanna,

es kommt von der Krankenkasse. Auf Wunsch meines Sachbearbeiters.

Kommentar von Seanna ,

Und wie erklärt der dieses Vorgehen? Welche Qualifikation hat der zweite Arzt mehr, die der erste nicht hatte, nun aber notwendig ist? Warum wurdest du nicht sofort dorthin geschickt?

Kommentar von edel2409 ,

Dieser Arzt soll sich angeblich für die Untersuchung ca. 30 min. Zeit nehmen. Üblicherweise dauert es sonst ca. 5 min.

Kommentar von Seanna ,

Warum wurdest du dann nicht gleich dahin geschickt, wenn die sonst üblichen 5 Minuten nicht ausreichen? Und was soll die Dauer über die Qualität Aussagen? // Ich kenne Begutachtung durch den MDK bei psychischen Leiden eher im Umfang von 30-90 Minuten. Auch wenn das in keinster weise garantiert, dass die Qualität stimmt.

Kommentar von edel2409 ,

ich weiß auch nicht was das soll. Bei mir geht es um 3 Bandscheibenvorfälle. 2 x Hws und 1 x Lws.

Die Bilder vom MRT zeigen das genau an.

Ich vermute, das der Arzt vom med.Dienst mich gesund schreiben soll. Denn es sollen bei mir die Bandscheiben (Lws) versteift werden.Dazu muss ich erstmal 20 kg abnehmen und das dauert ein paar Monate. Scheinbar möchte die Krankenkasse diese Zeit irgendwie umgehen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Kommentar von Seanna ,

Naja, bist du denn bis dahin grundsätzlich nicht arbeitsfähig oder nur in diesem Beruf nicht? Solange du Leistungen beziehst, könnte man im Zweifel sogar verlangen dass du einen ggf vorhandenen Job kündigst, um deinen Leistungsbezug zu verringern. Zumindest macht es das Arbeitsamt so. Und ich kann mir vorstellen, bei Abnahme auf unbestimmte Zeit hält es die Krankenkasse genauso. Du kannst natürlich auch Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit beantragen, das geht auch befristet. Dann geht dir die Kasse nimma aufn Geist, weil die aus den Leistungen raus ist.

Kommentar von edel2409 ,

Hallo Seanna, zur Zeit könnte ich nur eine Arbeit machen bei der ich nur sitzen und liegen muss, die gibt es leider nicht.

Die Abnahme habe ich schon bis zur Hälfte geschafft, aber 3 - 4 Monate würde ich noch brauchen. 

Wo und wie muss ich diese befristete Erwerbsminderung / Erwerbsunfähigkeit beantragen?

Kommentar von Seanna ,

Die wird bei der Rentenversicherung beantragt. Damit müsste sich auch die Krankenkasse zufrieden geben, weil die dann aus der Zahlung raus sind. Sollte dort auch gemeldet werden, kannst es aber auch vorab dem Sachbearbeiter schon mitteilen dass du das vor hast. Allerdings ist Voraussetzung dass die Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit 6 Monate oder länger bestehen wird. Nun wirst du aber ja nach Abnahme auch noch operiert und Reha wird folgen... Könnte klappen. Evtl rufst du mal den Integrationsfachdienst (IfD) an, der kann da auch beraten. Sind speziell für Erkrankungen und Arbeit zuständig. Reden auch mit Krankenkasse und Arbeitgeber um Dinge zu klären. Gehen sogar mit hin. Jedenfalls geht die Befristung zwar idr 2 Jahre, bei erheblicher Veränderung des Zustands kann das jedoch auch vorher aufgehoben werden - das wäre ja bei dir der Fall.

Kommentar von edel2409 ,

Hallo Seanna, ich danke Dir für Deinen Rat, jetzt weiß ich wie ich weitermachen muss. LG  Edel

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