Frage von joker42, 143

Zukunftsaussichten mit schlechten Abi Noten?

Hey

Also meine bisherigen Zeugnisse aus der Qualifikationsphase waren bisher nicht gerade die besten. Hab so 5-8 Punkte auf meinen Zeugnissen, wobei meine Leistungskurse bei 5-6 Punkten stehen. Ich glaube, dass das Zeugnis aus der 13.1 auch nicht gerade das beste wird. Hab ich bei solchen Noten überhaupt noch Chancen, dass ein Unternehmen mir ein duales Studium anbieten würde? Und kann ich meinen NC eigentlich noch durch die Abi Klausuren aufwerten, wenn ich die gut schreibe?

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Ausbildung, Bewerbung, Schule, 102

Hallo joker42,

das kann man nicht verallgemeinern. Welche Rolle die Schulnoten als Auswahlkriterium spielen - und welche Noten dabei besonders wichtig genommen werden - ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Allgemein kann man aber sagen, dass in fast allen Unternehmen die Noten zumindest eine gewisse Rolle spielen. Das liegt daran, dass

◦ Schulabgänger i. d. R. noch keine Berufserfahrung haben,

◦ Schulnoten leicht vergleichbar und scheinbar objektiv sind und

◦ Schulnoten Rückschlüsse auf das zu erwartende Arbeitsverhalten erlauben (Lernfähigkeit, Fleiß, Disziplin, Sozialkompetenz).

Jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate ich daher, bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B. durch persönliches Auftreten.

Nimm am besten mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben persönlich (bei kleineren) oder telefonisch (bei größeren) Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen könnte. Auch empfehle ich Dir, Dich dabei nicht auf ein Duales Studium zu fixieren, sondern auch eine Duale Ausbildung in Betracht zu ziehen.

Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt.

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am besten erstmal Deinen Entwurf hier ein (bitte vollständig und anonymisiert) und fragst nach Verbesserungsmöglichkeiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest Du z. B. hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 99

Es kommt ja darauf an, was du für eine fachliche Richtung anstrebst. Es liegt doch in deinem Interesse und im Interesse des Arbeitgebers, dass du das duale Studium auch erfolgreich bestreitest. Woran liegen denn die schlechten Noten? Was hast du dem Arbeitgeber noch anzubieten, was deine Leistungsfähigkeit zeigt?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community