Frage von PanikFan89, 48

Zukunft wird vom Amt verbaut. Stattdessen ist eine WfbM vorgesehen Was kann man da tun?

Hallo ihr Lieben, ich hab ein Problem. Und zwar will mich das Amt unbedingt in eine WfBM stecken, in die ich nicht reinmöchte. Das Problem ist, dass ich seit September 2015 aus einer vorherigen Maßnahme rausgegangen bin, aus psychischen Gründen. Seitdem bin ich vom Amt als arbeitsunfähig eingestuft und bekomme so kein Arbeitslosengeld, auch kein Harzt4. Die Grundsicherung könnte ich beantragen, doch da ich noch zu Hause wohne (bin 27. Jahre alt), würde ich nur anteilig an Grundsicherung bekommen (Vater verdient relativ gut, geht jedoch in knapp einem Jahr in Rente). Jetzt soll noch einmal ein neues Gutachten erstellt werden. Dafür benötigt die gute Frau vom Amt noch ein paar Unterlagen, die ich jedoch alle eingereicht habe. Nun wird behauptet, dass sie diese nie bekommen hat. Das Ganze zögert sich jetzt wieder in die Länge. Laut meiner Ärzte kommt für mich eine WfBM jedoch nicht in Frage. Wurde auch schriftlich festgehalten. Mein Ziel ist es mit Hilfe der neuen Maßnahme, für die ich vorgesehen war, eine 2. Ausbildung im Bereich der Landwirtschaft zu beginnen.

Ich fühle mich langsam mehr als nur verarscht von dieser Mitarbeiterin (Rehaberaterin, die mich nun schon etliche Jahre betreut) und auch missverstanden. Hab gestern auch einen neuen Sachbearbeiter beantreagt. Man will beim Arbeitsamt nicht verstehen, dass ich auf Grund dieses Gutachtens keine Möglichkeit habe, weder auszuziehen, noch an wirklich finanzielle Mittel ranzukommen. Auf Jobsuche bin ich derzeit auch, doch einen Arbeitgeber zu finden, der meine Probleme versteht, ist schwer. Ein weiteres Problem ist die Wohungssuche. Einen Vermieter zu finden, der jemanden vom Amt nimmt, ist eh schon schwer genung.

Habt ihr einen Rat, was ich machen könnte? Ich weiß, ich brauche im Arbeitsleben ein wenig Hilfe, aber muss man dafür wirklich in eine Werkstatt? Zumal ich weiß, dass die nun wirklich nicht gut bezahlt werden und man kaum die Möglichkeit hat, da wieder rauszukommen (laut Amt würde man da 600€ beziehen, ich weiß jedoch, das man etwa 100€ bekommt). Ich fühle mich einfach hilflos und weiß auch langsam nicht mehr, an wen man sich bei solchen Problemen wenden soll.

Liebe Grüße PanikFan89

Antwort
von rumtreiber1956, 9

Alles nur hin und hergeeiere. Mein Tipp : geh arbeiten und wenn es da wo du wohnst keine Arbeit gibt dann arbeite wo anders. Deutschland ist groß und der Arbeitsmarkt brummt. Versteif dich nicht auf Landwirtschaft, mach das was gebraucht wird. Verdiene Geld und nimm dein Leben selbst in die Hand anstatt von Amt zu Amt zu rennen und zu betteln. Der Focus liegt auf : geh arbeiten

Antwort
von teafferman, 20

1. Es gibt Sozialverbände. Finde sie im Netz, schildere per Mail Deine Situation und frage, ob sie Dich vertreten wollen. Trete erst nach positiver Rückmeldung ein. Dann hast Du da rechtlichen Beistand in der Mitgliedschaft mit drin und, natürlich, vorher Beratung. 

2. Wende Dich unbedingt an die Rentenversicherung vor Ort. Bitte so schnell als möglich um ein Beratungsgespräch. Während des Beratungsgesprächs frage an, ob Deine Leistungsfähigkeit nicht stationär überprüft werden sollte. Hier denke ich an die Psychosoziale Rehabilitation Langensteinbach. Es gibt, je nach Erkrankungsbild, noch weitere. Lasse Dir eine Liste der möglichen Einrichtungen geben. Schaue sie Dir im Vorfeld genau an. Du kannst auch hinfahren. 

Manche dieser stationären Rehabilitationsmaßnahmen beinhalten die Möglichkeit,, auch hausextern Praktika zu absolvieren. Auf der Suche danach gibt es Unterstützung. 

Die Empfehlung solcher Häuser ist in der Regel für die ARGE verbindlich. 

Ansonsten findest Du massenweise Informationen auch zu Deiner Aufgabenstellung im Hartz-IV-Forum. 

Antwort
von Sonnenstern811, 32

Du müsstest einen Landwirtschaftsbetrieb finden, wo du auch wohnen kannst, oder der dir eine günstige Wohnung in der Nähe besorgen kann. Wäre das nicht ideal für dich?

Kommentar von PanikFan89 ,

Danke dir für deine Antwort :)

Ja, das ist eben schwierig. Denn genau das wollte ich ja zusammen mit den Mitarbeitern dieser Maßnahme machen. Das Problem ist eben auch, dass ich weder einen Führerschein noch ein Auto besitze. Und die nächsten Höfe liegen alle rund 10 km von mir entfernt. Im Sommer mag das vielleicht noch machtbar sein mit dem Rad hinzukommen (frühes Aufstehen bin ich gewohnt), aber im Winter ist es eben schwer. Ich hab schon bei einigen angerufen, doch ausbilden tun diese eben nicht. Das Problem mit der Wohung ist eben auch, dass ich zu nahe an Hamburg dran wohne, weshalb die Mietpreise über dem liegen, was das Amt bezahlen würde. Und einen Vermieter zu finden, der einen vom Amt nimmt... tja, das ist eben ein Geduldsspiel. Suche seit rund einem Jahr nach einer Wohnung, leider bisher ohne Erfolg :(

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Blöde Situation. Dann bliebe wohl nur die Möglichkeit, auf einem entfernterem Hof auch zu wohnen. Und wenn du erst mal so als Hilfe wo arbeitest und später die Ausbildung nachholst?

Musst du dann nicht auch zeitweise  auf eine Landwirtschaftsschule? Zufällig kenne ich eine in Herrsching am Ammersee. Das ist nun alles andere als vor deiner Haustür. Keine Ahnung, wo noch solche Schulen sind.

Antwort
von SimonEugenJosef, 18

Ich weis nicht ob es bei dir in der Nähe so etwas ähnliches gibt aber schau doch mal hier auf der website vorbei und frag die Leute beim Amt ob sie sowas in der Nähe haben :)

http://www.dornahof.de

Nur als Beispiel, villeicht gefällts dir ja

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Liest sich gut, aber ich glaube, es liegt alles in Süddeutschland. Ruf doch einfach mal zuerst dort an, was möglich ist.

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