Frage von JZG22061954 15.05.2011

Zuhören können

  • Hilfreichste Antwort von aniela 17.05.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Lieber JZG,

    wer Deine GF-Beiträge regelmäßig liest, wird kaum auf die Idee kommen, dass Du irgendetwas falsch machen könntest, was Ratschläge und Freundschaften anbetrifft. Du sprichst in Deinem Kommentar hier von einer empfindlichen Person, die Du vielleicht "falsch" angegangen bist. Du kannst es nicht allen recht machen; mit manchen wirst Du mehr Ärger haben als mit anderen (ich spiele jetzt auch mal auf das Thema Mann-Frau an, denn Frauen wollen eher einen Zuhörer, Männer einen konkreten Rat, nur so am Rande...)

    Nun bin ich der Meinung, dass vor allem Authentizität zählt. Sei einfach wie Du bist. Wenn Du das Gefühl hast, eine Person möchte gerade keinen Rat, dann geh einfach einen Schritt zurück. Freunde können doch auch signalisieren, wenn ihnen ein Thema nicht behagt. Oft wird der Rat ja doch beherzigt, was in der bestimmten Situation nicht gerne zugegeben wird.

    LG, aniela

     

     

  • Antwort von Timeoscillator 02.09.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Tolle Frage ! Ich würde sagen 60:40 für's Zuhören. Problem dabei: Jeder ist täglich anders drauf. Mal mehr intro- und mal mehr extrovertiert. "Schön" ist es zum Beispiel mit meinem Nachbarn "Andreas" sollten wir beide gleichzeitig an dem Tag extrovertiert drauf sein... lach
    Das Problem bei ihm - er redet ohne Ende und wenn man selber was sagen will wird seine Stimme sogar noch lauter.

    In jedem Fall halte ich das Zuhören für wichtiger. Wenn das der Gesprächspartner ebenso sieht - Optimal !! Ansonsten bleibt man mit seinen eigenen Kommentarwünschen etwas zurück. Läßt sich eben leider nicht vermeiden.

    Aber: Wenn es mir wichtig ist und ich möchte dem Anderen zwischendurch was entgegnen hebe ich meine Hand. Dann wird der Andere nicht unterbrochen und kann sich danach auch meiner Gedankenwelt zuwenden...

    LG

  • Antwort von VielesNeu1968 11.06.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, es ist nicht einfach zu trennen, Zuhörer oder Ratgeber. Weitermachen!

    Auch ich habe früher einfach unbekümmert meinen Senf dazugegeben. War voller Tatendrang und die Worte dazu kamen leicht. Habe auch viel erreicht und durchgestanden, ...

    Heute bin ich da zurückhaltender geworden. Zum einen aus dem Grund, weil ich von den Idealen, die ich habe selber nicht alles erfüllen kann. Diese Idelae gebe ich aber deswegen nicht auf. Ich arbeite daran und habe damit genügend oder mehr mit mir selbst zu tun. So bin ich etwas schweigsamer geworden. Nach dem Motto "Kehre erst mal vor Deiner eigenen Türe".

    Zum anderen ist mir einfach auch mehr und mehr bewusst geworden, dass andere auch nicht dumm sind. Dass andere auch nachdenken und etwas gelernt haben. Auch ich höre mehr zu als früher. So mache "grossen Worte" und auch Probleme überlasse ich inzwischen gerne anderen. Ich denke auch, dass ich mich erst mal tief in eine Situation hineindenken sollte, bevor ich die "offensichtliche" Lösung glcih so daherrede. Das Gegenüber steckt viel tiefer in der Sache, und ist nicht umsonst ratlos. Da kann es nicht sein, dass ich die Lösung schon weiss, bevor ich mir lange Zeit genommen habe.

    Ich glaube und hoffe auch, dieser Rücktzug findet statt, weil wir reifer geworden sind. Wenn ich an ausgeglichene alte Menschen denke, so achte ich vor allem ihre Ruhe, ihr Bedachtsein. Und sehe mich selbst hoffentlich auf dem Weg dorthin.

    Vieleicht wirst ja auch Du einmal ein weiser alter Mann, wenn Du so weitermachst.

  • Antwort von August22 11.10.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hi,

    Ich hab hier mal so eine ähnliche Frage gestellt, weil genau das Problem hatte ich auch, nur nicht mir der Freundin (bezogen auf meine Frage von damals), sondern mit den Eltern und vielen Bekannten und Freunden...

    Ich weiß jetzt zumindest, dass es Leute gibt, die einem vorwerfen, nicht zuhören zu können, aber selber nicht zuhören!

    Die Kommunikation untereinander verläuft nie ganz Reibungslos, vielleicht erst dann, wenn man sich "ganz ohne Worte versteht" und alles gequatsche und gerede einfach bloß da ist, weils Spaß macht und gut tut.

    Viele Unklarheiten sowohl bei sich selbst, als auch mit dem Anderen, kann man eben sehr gut durch reden lösen.

    Mein Fazit: Wer nicht zuhört, dem nichts sagen. Wer zu viel plappert, dem nicht zuhören oder mal STOPP sagen, klappt aber nicht bei jedem gleich gut. Manche Leute sind scheinbar prädistiniert dafür, Missverständnisse hervorzurufen. Solange das aber auf Gegenseitigkeit beruht, ist das ok und man wird schon irgendwie einen Konsens finden. Alles andere ist eher so ne Art Lehrer- und Schüler oder Chef -und Mitarbeiter - Rollenverteilung.

    Missverständnisse zwischen Partnern sind und waren von vornherein vorprogrammiert^^

    Gruß, August

  • Antwort von pillipower 15.05.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es verwirrt mich, dass du das so klar trennen willst.

    Sollte man Freunden in der Not nicht eher beides, nämlich Zuhörer UND Ratgeber sein?

    Eigentlich ist doch lediglich ein schlechter und wenig durchdachter Rat schlechter als gar keiner. Ein guter Rat hingegen sollte eigentlich immer erwünscht sein, weil er demjenigen mit dem Problem helfen kann selbiges zu bewältigen.

    Ich glaube es wird schwierig dir zu helfen, wenn du so allgemein bleibst. Ein Fallbeispiel könnte vieleicht helfen dir besseren Rat zu geben.

  • Antwort von nicknamelustig 15.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    so wie sich das anhört bist du auf dem richtigen weg, sei nicht zu streng mit dir selbst, dann bist du irgendwann nicht mehr spontan und authentisch genug.

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