Frage von Franz577, 99

Zugunglück in Bad Aibling - Wie konnte festgestellt werden, daß der Fahrdienstleiter mit dem Handy gespielt hat?

Dieser Fall erfährt ja nun eine Wendung, weil bekannt wurde, daß der Fahrdienstleiter durch Spielen mit dem Handy abgelenkt war.

Was ich mich aber frage:

Wie konnte das rauskommen? Von selbst zugegeben hat er es ja scheinbar nicht.

Wurde da sein Handy beschlagnahmt und kontrolliert? Wenn ja, muß es dafür ja einen Verdacht gegeben haben.

Und wie kann, sofern es kein Online-Spiel war, festgestellt werden, wann genau damit gespielt wurde?

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Handy, 44

Der Netzanbieter speichert alle Verbindungen für mindestens 90 Tage. Dabei können auch die aufgerufenden Internetseiten herausgefunden werden.

Kommentar von Franz577 ,

Ja, sofern es ein Onlinespiel war geht das und vermutlich muß der Netzanbieter in so einem Fall die Daten auch herausgeben. Aber was, wenn es ein Offline-Spiel war?

Antwort
von DBLokfuehrer, 28

Der Fahrdienstleiter hat zugegeben, dass er mit dem Handy gespielt hat, wobei er allerdings bestritt, dass er dadurch abgelenkt war. Das Handy wurde beschlagnahmt, womit herausgefunden wurde, dass das Handy zum Unfallzeitpunkt in einem Onlinespiel eingeloggt war.

Antwort
von ecki2000, 58

Vielleicht hat er es ja einfach gestanden. Da sind 11Leute gestorben, der Fdl wird komplett fertig mit der Welt sein. Ihm gegenüber sitzen erfahrene Ermittler, die genau wissen, wie man Geständnisse aus einem rausholt.

Im Übringen sollte man diese Sache nicht zu überbewerten. Die Bahn hat einen Sündenbock, schön für sie. Der Fdl war abgelenkt, richtig. Ab ob er nun gerade Kaffee gekocht, in der Nase gepopelt, aufm Handy gezockt, oder gar in Vorschriften gelesen hat, ist am Ende egal. Das große Problem liegt sicher woanders.

Kommentar von Franz577 ,

Das mag ja sein und ich wäre an seiner Stelle sicher auch fertig mit der Welt. Aber ganz gewiss würde ich dann zu allem Überfluss nicht auch noch Dinge zugeben, die mich zusätzlich belasten würden und die Situation für mich dadurch noch mehr verschlimmern. Denn lebendig macht das die Opfer auch nicht mehr.

Und klar, Ablenkung kann vielfältig sein.

Aber wenn er etwas getan hat, das ausdrücklich nicht erlaubt war, dann kann ihm das eben zur Last gelegt werden.

Antwort
von Glasratz, 56

Das Handy wurde damals gleich als man ihn in Verdacht hatte beschlagnahmt. Die Auswertung war wohl erst jetzt fertig.

Antwort
von Marcel9619, 53

Ganz unlogisch von mir jetzt aber vllt hat das Handy noch funktioniert und beim öffnen haben sie das Spiel gesehen oder alles ist eine ausrede um iein Fehler zu vertuschen. (Habe nicht viel davon gehört und habe vllt nur mist jetzt geschrieben)

Kommentar von Pusteblume900 ,

wieso sollte das handy denn nicht mehr funktionieren?!

Antwort
von AssassineConno2, 8

1.: Er könnte gestanden haben.

2.: Ein Kollege könnte ausgesagt haben.

3.: Es könnte durch aufzeichnungen zu d3m Verdacht gekommen sein und er hat dann gestanden.

Kommentar von Franz577 ,

1. Wenn er das gestanden hat, ohne daß es ihm nachgewiesen werden konnte und ohne daß das noch in Fokus der Ermittlungen stand, dann halte ich das nicht für besonders klug. Er muß sich ja zu allem Überfluss nicht auch noch selbst belasten. Auch wenn ich es natürlich unterm Strich gut finde, daß es rausgekommen ist.

2. Welcher Kollege sollte aussagen? Ich dachte, der Fahrdienstleiter ist dort alleine. Sonst hätte ja ein Kollege evtl. auch noch eingreifen können. Wobei ich es abgesehen davon schon ziemlich riskant finden würde, so eine Position mit nur einer Person zu besetzen. Die kann ja auch mal umkippen. Oder was ist, wenn der mal zur Toilette muß?

3. Ein Verdacht kann immer bestehen, aber dann muß auch ein zweifelsfreier Nachweis geführt werden. Man muß sich in einem Ermittlungsverfahren gegen die eigene Person nicht selbst belasten.

Kommentar von AssassineConno2 ,

zu 2. Fahrdienstleiter sind mMn nie allein.

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