Frage von Seelenloseleere, 58

Zufrieden und auf einer hohen ebene?

Hallo leute. Kann man eine bestimmte stufe erreichen wo man so zufrieden und ohne stress ist dass einem alles egal ist.

Oder wenn z.b. man so voller liebe ist und sogar seine Feinde lieben kann, aber diese person einem was unrechtes antut es einen aber nicht stört und sich sagen wir mal nicht wehrt. Geht sowas?

Ich meine was würde jesus tun? danke für die antworten

Antwort
von kami1a, 18

Hallo!

Oder wenn z.b. man so voller liebe ist und sogar seine Feinde lieben kann, aber diese person einem was unrechtes antut es einen aber nicht stört und sich sagen wir mal nicht wehrt.

Genau das ist Jesus. Fällt uns Menschen halt extrem schwer aber einige wenige schaffen das. Die Evolution hat den Menschen halt anders gemacht sonst hätte er nicht überlebt. Ist leider so.

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

Antwort
von BenniXYZ, 5

Was hat das mit Jesus zu tun?

Natürlich kann man so zufrieden mit sich sein, daß man auch seinen Feinden nicht mehr böse ist. Sollen sie doch, schade, daß die Feinde ihr Glück nicht so genießen können, die Armen. Sei stolz darauf, wenn du so fühlen kannst und speichere den Augenblick bewußt. Koste ihn aus, merke dir das Gefühl dabei. Für Situationen in denen es dir schlechter geht.

Es geht auch ohne die Feindfrage. Man kann völlig mit sich zufrieden sein, ohne Streß. Z.B. nach einem Erfolg, nach einer bestandenen Prüfung, nach einer besonderen Auszeichnung, mit dem ersten Schrei eines Neugeborenen, nach dem Sex, mit dem Führerschein in der Hand, oder als Fußballfan, wenn Dl Italien besiegt.... die Liste ist lang...

Lege dich in ein Boot und fahre 4 Uhr in der Früh auf See hinaus bis du in keiner Himmelsrichtung mehr Land erkennen kannst. Dort wirst du diesen Augenblick der völligen Zufriedenheit finden, irdisch und göttlich!!

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 7

Hallo Seelenloseleere

Was würde Jesus tun

Ich denke nicht, dass eine Gestalt wie der biblische Jesus heutzutage irgendeiner dieser modernen Licht-und-Liebe-Prediger wäre.

Jesus Umgang mit den damaligen gesellschaftlichen Normen war revolutionär und unkonventionell und damit alles andere als gleichmütiges Erdulden.

Er umgab sich mit gesellschaftlich geächteten Personen, war gegen den Missbrauch der Religion, sprach soziale Probleme an -  und lehnte dennoch eine gewaltsame Revolution ab.

Er erklärte, das die Letzten einmal die Ersten sein werden und es reichen Menschen schwer fallen dürfte, ins Paradies zu gelangt

Das ist für mich nicht das Bild eines mild lächelnden und alles hinnehmenden Weisen, sondern eines Sozialreformers, der die Moral der Menschen ändern will.

Die Legenden von den Wundertaten, der Kreuzigung und Wiederauferstehung und das Pfingstwunder sind religiöse Motive - die sonstigen Handlungen Jesu sprechen dagegen für soziales Engagement.

Schon alleine dass er predigte war ein Zeichen seines Engagements, denn er hätte sich ja auch alleine in der Wüste zurückziehen können.

Im Buddhismus nennt man so eine Person, die erwacht ist, aber ablehnt, andere zu unterweisen, "Pratyeka-Buddha" - eine spirituelle Einsicht mag da sein, aber es fehlt das Mitgefühl, die Verantwortung auf sich zu nehmen und zu helfen.

Jesus war dagegen offenbar ein engagierter Mensch - selbst seine Empfehlung "auch noch die andere Wange hinzuhalten" muss daher nicht unbedingt verstanden werden als "macht euch zum passiven Opfer" sondern eher als "Lasst euch durch eine Backpfeife nicht provozieren und macht eure Sache unbeirrt weiter".

Geht sowas?

Für mich hat extremer Gleichmut nicht automatisch etwas mit einer "hohen Ebene" des Bewusstseins zu tun, sondern ist aus meiner Sicht eher so etwas wie gezielter Selbstbetrug. Eine Art rosarote Brille für die Realität.

Man kann sich viel schön reden und suggerieren ("Positives Denken") und wenn man sich in einer harmonischen Umgebung befindet, die diese geistige Haltung fördert, weil sie einen von der harten Realität isoliert, ist es noch einfacher.

In einem Ashram, einer Einsiedelei, oder einem Kloster ist es leichter, gelassen in manchen Dingen zu sein - weil man sich nicht mit ihnen abgeben muss und diese Probleme außerhalb der eigenen Mauern bleiben.

Auch geistig kann man sich einmauern und seinen Geist mit Licht-und-Liebe-Denken vernebeln.

Diese mild lächelnden und stets gütigen Gestalten sind daher für mich eher Beispiele für extreme Weltflucht und Realitätsverweigerung auf hohem Niveau.

Es gibt da eine tibetisch-buddhistische Geschichte:

Einst kam ein Gast zur Höhle eines Einsiedlers und sah ihn dort meditieren. Der neugierige Gast fragte den Einsiedler, was er dort mache und wozu es nützlich sei.

"Ich meditiere seit 60 Jahren und habe dabei die Stufe von transzendentalem Gleichmut und höchster Geduld erreicht" erklärte der Einsiedler.

"Klingt ja toll" sagte sein Gast, beugte sich dann jedoch zu ihm herunter und flüsterte ihm verschwörerisch ins Ohr "...aber wir beiden alten Schlitzohren wissen natürlich, dass das alles totaler Quatsch ist, stimmt's nicht, altes Haus?"

Der Einsiedler wurde wütend "Wer bist du? Wie kannst du mir unterstellen, meine spirituelle Praxis sei eine Täuschung?"

"Tja..." sagte der Gast "wer bin ich....wer bist du... - und wo sind dein transzendentaler Gleichmut und deine höchste Geduld hin verschwunden?"

Antwort
von nowka20, 2

das ist denken der zukunft

Antwort
von Hamburger02, 7

Ja,das geht. Dazu muss man aber als allererstes sich selbt bewusst werden und danach mit sich selber ins Reine kommen. "Erkenne dich selbst, optimiere dich selbst".

Antwort
von PurpurSound, 44

Ja kann man, aber ist ein weg langer erfahrung und erkenntnissuche. Das ergebnis kann aber auch leicht mit lethargie und emotionaler lähmung verwechselt werden, lebendiges totsein sozusagen...

Kommentar von Seelenloseleere ,

wäre das aber nicht hinderlich...könnte man so überhaupt richtig leben. man könnte ja ausgenommen werden und es wäre einem egal

Kommentar von PurpurSound ,

Das meinte ich eben: theoretisch möglich aber praktisch (zumindest in einer gesellschaft wie der unseren) kaum realisierbar. Wenn einem alles "egal" wird setzt nicht nur der selbsterhaltungstrieb aus...

Antwort
von Kabisa, 2

Das ist ein vorübergehender Gefühlszustand den man erreichen kann ja, aber ich ich denke nicht dass man soetwas als festen Zustand sehen kann - schliesslich sind wir alle Menschen und voll von Gefühlen, da hält soetwas nicht lange an.

Was würde Jesus tun? Was weiss ich. Vielleicht Crack rauchend auf nem Dach sitzen.

Antwort
von fricktorel, 5

Die richtige Einstellung zeigte Paulus (Phil.3,14).

Jesu opferte sich für uns (Mk.8,34).

Bist du jetzt noch auf einer "höheren" Ebene "zufrieden" ??

Antwort
von Florian2701, 28

Ich denke, dass das z.B. für Jesus gehen würde aber Menschen sind nicht wie Jesus. Ausnahmen bestätigen die Regel natürlich aber es ist normal Gefühle wie Eifersucht oder Hass zu empfinden. Das macht uns menschlich und das ist doch das, was uns ausmacht :) !

Kommentar von Seelenloseleere ,

man könnte ihn doch als Vorbild nehmen. oder wäre das nur eine Flucht vor seinen problemen? weil man ja einfach alles akzeptiert?

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