Frage von schnuggi96, 6

zueigung: beitzwille bei mordwaffe?

Eine zueigung im strafrecht ist ja die "Inbesitznahme einer Sache, mit dem Willen, sie nunmehr zumindest vorrübergehend als eigene zu besitzen und dem Eigentümer auf Dauer den ihm zustehenden Besitz vorzuenthalten" wenn jemand jetzt etwas an sich nimmt (z.b. ein Messer) was ihm nicht gehört, jedoch nur um sofort danach jemanden damit umzubringen (also nicht WEIL er es beitzen will), ist das dann immernoch eine zueignung? vielen dank schonmal

Antwort
von marcussummer, 1

Nach der von dir genannten Definition ist das keine Zueignung. Es fehlt das Element der DAUERHAFTEN Besitzvorenthaltung gegenüber dem Eigentümer. Eine kurze Verwendung als Tötungswaffe kann die Anforderungen an das Zeitmoment nicht erfüllen, zumindest solange das Messer nur in der konkreten Auseinandersetzungssituation in der Hand des Täters ist. Eine Einordnung in den Eigenbesitz des Täters ist nicht erkennbar und auch vom subjektiven Tatvorsatz nicht getragen, da der Täter das Messer nur für den Zeitraum der Auseinandersetzung unmittelbar besitzen will.

Kommentar von schnuggi96 ,

vielen Dank, das hätte ich mir auch so gedacht.

Antwort
von GammelKnight, 2

Ich würde mir eher um den Mord sorgen machen, wenn du jemanden mit der Waffe von einem anderen ermordest hast du immernoch einen Mord begangen.

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