Frage von SmnthFrdrch, 56

Zu wenig Geld vom Amt - berechtigt?

Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage:

Ich bekomme bis nächsten Monat BAföG, da ich noch Schülerin bin. Da sich das ab den nächsten Monat ändert, muss ich Arbeitslosengeld bekommen. Dies habe ich auch schon beantragt und auch die Bewilligung bereits erhalten. Nun folgendes Problem:

Mein Vater hat mir die letzten vier Monate jeweils 200 Euro überwiesen, damit ich meiner Oma das Geld für die von ihr geliehenen Kaution in Höhe von 900 Euro zurück zahlen kann. Ich habe dies dem Arbeitsamt natürlich auch so erläutert, trotzdem haben die das Geld meines Vaters als Kindesunterhalt angerechnet. Ich bekomme also vom Jobcenter nun nur 311 Euro. Kosten übernehmen, außer der Miete, tun die nicht. (Für die, die danach fragen: Einen Heizkostennachweis habe ich nicht, deshalb übernehmen die diese Kosten nicht, ist aber auch gar nicht so wichtig)

Nun ist es so, dass mein Vater ab letzten Monat nicht mehr zahlt, da ich die Kautionsschulden bei meiner Oma vollständig abbezahlt habe. Kann ich das Geld dann vom Amt einfordern oder muss ich jetzt komplett auf die 200 Euro verzichten? Denn 311 Euro ist wirklich gar nichts und ich weiß echt nicht, wie ich damit zurecht kommen soll...

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld & Jobcenter, 9

Wann hast du deinen ALG - 2 Antrag gestellt und wann hat dein Vater dir die letzte Rate ( 200 € ) überwiesen bzw.wann war sie auf deinem Konto ?

Bekommst du auch noch Kindergeld ?

Das würde dir ja zustehen wenn die Eltern nicht leistungsfähig sind und du die Anspruchsvoraussetzungen dann weiterhin erfüllen würdest.

Wenn du keine finanzielle Unterstützung mehr bekommst,schickst oder bringst du eine Veränderungsmitteilung zum Jobcenter,findest du im Internet,einfach mal eingeben ,, ALG - 2 Veränderungsmitteilung ",die kannst du dann ausdrucken.

Dazu fügst du dann noch aktuelle Kontoauszüge bei oder legst sie zur Einsicht im Original vor.

Dann muss dein Bedarf neu berechnet werden.

Es durfte auch nicht das volle Geld deines Vaters angerechnet werden,weil das was du im Monat vor der Antragstellung auf dem Konto hattest als Vermögen zählt und bis zum so genannten Schonvermögen keinen Einfluss auf deinen Leistungsanspruch haben darf.

Das Schonvermögen liegt bei 150 € pro Lebensjahr + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,min. aber 3100 € + diese einmaligen 750 €.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 35

Die Frage ist ja, ob dein Vater unterhaltspflichtig ist oder nicht - wenn er das ist, wird dir der Unterhalt auch angerechnet.

Prinzipiell lohnt es sich aber natürlich immer Widerspruch einzulegen und die Sache nochmal prüfen zu lassen.

Kommentar von SmnthFrdrch ,

Nein, mein vater ist nicht unterhaltspflichtig, das wurde vom BAföG Amt überprüft 

Antwort
von Ostsee1982, 17

Das was auf dem Konto liegt wird zur Berechnung heran gezogen. Das Geld hätte er dir besser in Bar gegeben und nicht aufs Konto überweisen. Vom Amt bekommst du nichts zurück. Wenn von deinem Vater keine weiteren Zahlungen eingehen, Kontoauszüge vorlegen und beim Sachbearbeiter vorsprechen. Außerdem bekommst du kein Arbeitslosengeld sondern Sozialhilfe! Arbeitslosengeld bekämst du dann wenn du vorher gearbeitet hast und davon 67% vom Nettoeinkommen.

Kommentar von isomatte ,

Bei einem Single ohne Kind sind es 60 % !

Antwort
von hundeliebhaber5, 15

Du teilst einfach in einem Geschäftsbrief mit, dass du von deinem Vater kein Geld mehr bekommst. Dann bekommst du vom Amt den Regelsatz. Das sind 404€.

Darin ist auch Geld für Strom enthalten.

Willst du die Kosten für die Miete erstattet bekommen, sende eine Kopie seines Mietvertrages mit dem Schreiben an das Jobcenter.

Wenn du eine Pauschalmiete bezahlst, dann wird das auch übernommen. Wenn das Jobcenter dann einen Heizkosten Nachweis fordert, machst du von diesem Schreiben eine Kopie. 

Schreib an deinen Vermieter:

Sehr geehrte Frau / Herr,

ich habe diesen Brief (in Anlage) vom Jobcenter bekommen. Bitte schicken Sie mir die entsprechenden Unterlagen zu.

MfG

(dein Name)

Das schickst du an deinen Vermieter. Wenn er dir geantwortet hat, mach eine Kopie und dann schreibst du ans Jobcenter:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier im Anhang die geforderten Unterlagen von meinem Vermieter.

MfG

(dein Name).

Immer die Originale aufheben und Kopieen versenden.

ciao

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