Meine Mutter hat Probleme mit ihrem rechten Fuß.Der fängt plötzlich an zu kribbeln,als seien 1000 Ameisen da am krabbeln.Durchblutungsstörungen sind es aber laut des Arztes nicht.Sie war auch nicht nur bei einem Arzt.Sobald das Kribbeln im Fuß auch anfängt,wird sie sehr unruhig,was sich dann wieder auf ihren Bluthochdruck auswirkt.Sie ist beim Kardiologen,Neurologen,zur Endoskopie,ach,ich kann die Ärzte nicht mehr alle aufzählen,wo sie schon war.Überall bekommt sie zu hören,es sei alles in Ordnung.Ich weiß bald nicht mehr,was ich machen soll,wenn sie mir dauernd vorhält,daß ihr Fuß wieder anfängt zu kribbeln.Manchmal nervt es auch schon,besonders,weil ich ja kein Arzt bin.

Hat sie das nur, wenn sie ruhig wird, d.h. abends und nachts? Dann würde ich auf das restless legs syndrom tippen. Die Auswirkungen zeigen sich indem sie die Füße und Beine bewegen m u s s oder diese es von alleine, ohne willentliche Steuerung tun. Ein Neurologe hönnte hier Abhilfe schaffen. Ein Bekannter bekommt ein L-Dopamin Präperat. (Haben wir damals auch im Internet recherchiert - gabs aber 'GF' noch nicht :-)
Vielleicht sollte sie mal zu einem Orthopäden gehen. Kann evtl. auch von einem eingeklemmten Nerv im Rücken kommen.
Ist ein guter Tipp,doch da war sie auch schon.Auch da wurde nichts gefunden.Ich glaube bald,das es bei ihr mehr Suche nach Aufmerksamkeit ist,denn so viele Ärzte können sich doch nicht vertun mit der Diagnose.
Naja, wieviel Ärzte sich vertun können sei mal dahin gestellt... Ist denn irgendwas besonders passiert, dass sie sich die letzte Zeit "unbeachtet" fühlt? Wenn du den Verdacht hast dass es daran liegen könnte, versuche sie zu animieren sich mit anderen zu treffen zum Sport oder je nach Alter zu irgendwelchen Seniorentreffen oder so.
Meine Mutter ist und war immer schon sehr interessenlos,mein Vater war von Okt.2007 bis Juni2008 im Pflegeheim,beide Beine amputiert und dement,ist im Juni an Gehirnblutung verstorben.Sie führten aber die ganzen Jahre keine gute Ehe,so daß sie einerseits froh war,das er im Heim kam.Auch wenn sie versucht,alles zu überspielen,glaube ich aber,das es mit dem alles zusammenhängt.Sie blieb auch die ganzen Jahre nur bei ihm,weil sie alleine nicht zurechtkam und auch noch nicht kommt.Das merke ich nämlich,wenn es um Papierkram geht,sie hat von Tuten und Blasen keine Ahnung,weil sie alles dem Vater überlassen hat und sich nie damit beschäftigt hat.Hört sich hart an,ist aber leider so.
Mein Vater ist vor vier Jahren gestroben und meine Mutter kann auch nicht mit Papierkram umgehen. Das ist aber für uns kein Problem, dass wir ihr das dann vorbereiten. Ich denke das geht vielen Frauen so, die mit der alten Rollenverteilung aufgewachsen sind. Allerdings haben wir unsere Mutter animiert in einen Sportverein zu gehen und auch mal was mit den neuen Freunden zu unternehmen. Auch nehmen wir sie häufig mit oder laden sie zum essen ein - oder wir laden uns bei ihr ein. Nun ist Dein Vater ja erst vor kurzem gestorben, so dass es schon daran liegen könnte. Wie du ihr da am besten helfen könntest, weiß ich auch nicht wirklich. Vielleicht hilft es, wenn du mal das Gespräch zu ihrem Arzt suchst. Vielleicht kann er ihr ja sagen, dass bei ihren Symptomen Bewegung gut wären und sie so in einen Verein vermittelt.
Ist ja gut und schön,ich wär ja auch hilfsbereit und tu auch was ich kann.Nur hat sie solch eigenwillige und rechthaberische Art an sich,wenn ich ihr helfen will,dann weiß sie nämlich doch plötzlich alles besser und meint,ich hätte keine Ahnung.Dann kommt immer nur noch der Satz,wenn die was wollen,sollen sie selber kommen und können sich alles raussuchen,was die brauchen.Sie hätte es nicht mehr nötig,sich mit 73 Jahren mit solchen Dingen rumzuärgern.Dann macht das Helfen einfach keinen Spaß mehr.
Kann ich nachvollziehen! Wollte auch nicht dass es wie ein Vorwuf klingt. Es gibt Menschen die sind zwar einsam, möchten aber nicht selbst aktiv werden. Diese werden dann lernen - oder auch nicht - dass es ohne Eigeninitiative nicht geht. Ärgere dich nicht, sie ist viel unglücklicher als du und du hast ihre Lage nicht zu verantworten.
Ich hab es auch wirklich nicht als Vorwurf von Dir empfunden.

Ich würde ihr mal zum Lymphologen raten. Das ist auch Gefäßchirurgie. Gerade bei dem kribbeln würde ich darauf tippen das was mit der Durchblutung nicht stimmt

Wenn sie die Schulmedizin ausgereizt hat, dann wäre es an der Zeit, mal einen Heilpraktiker aufzusuchen. Vielleicht hat der eine Idee!
neurodoc am 7. September 2008 10:41 Die Schulmedizin ist nicht ausgereizt, sondern nicht konsequent zuende geführt!

Das Kribbeln ist in erster Linie eine Sache des Neurologrn.Dafür gibt es einege Möglichkeiten, die systematisch durchuntersucht werden müssen bis hin zum MR des Kopfes. Man muss nur konsequent dran bleiben auch als Patient, wenn der Arzt nicht weitermacht, immer fragen: und nun? Ich denke, man wird es herausfinden.
Das ist ja ihr Problem,denn das hab ich ihr auch gesagt.Nur dann bekomm ich zu hören:Was soll ich denn noch da,die sagen sowie,das da nichts ist.Dann hat sie ihren eigenen Kopf.Und das nervt.Ich will mir das auch nicht immer anhören.Da macht helfen und kümmern einfach keinen Spaß mehr,sondern nervt nur noch.

Könnte möglicherweise auch eine Reizung des Ischiasnerv sein.
Gibt es auch gelegentlich einseitig, meistens beidseitig.
Jepp
Das hat sie meistens tagsüber,wenn sie auf der Couch sitzt.Dann spürt sie es und legt ihren Fuß hoch.Nach einer Weile wird es wieder besser,sagt sie.Sie war zwar schon bei einem Neurologen,aber das werde ich noch mal ansprechen mit dem L-Dopamin-Präperat.Danke.War ein guter Tipp.
Der Dank ist auf meiner Seite :-)und ich hoffe Deiner Mutter kann geholfen werden! Ich weiß, dass soetwas einen fast in den Wahnsinn treiben kann - vor allem, wenn k e i n Arzt das ernst nimmt... Alles Gute
Alles klar.Wenn ich diesen Weg gegangen bin,teile ich Dir auch mit,was dabei rausgekommen ist.Nochmals danke!