Frage von Bettinabea, 152

Zu unrecht von der polizei angezeigt?

Ich mein mann und meine tochter waren mit dem auto unterwegs mein mann war fahrer und ich nebenan. Mein handy klingelte ich ging ran es war ein verwandter hat mich was wegen meinem mann gefragt und und ich habe dann auf lautsprecher genommen das handy zu meinem mann gehalten( mein ellenbogen auf der mittellehne) und hab dem anrufer gesagt, sags nochmal.ich hab auf lautsperecher. Hinter uns war die polizei, hat uns überholt auf schnellstrasse, kurz danach die ampeln die rot waren, wir halten an, der polizist steigt mitten auf verkehr aus, klopft auf unsere scheibe und sagt wir sollen rechts ranfahren. Ich habe immernoch das handy in der linken hand auf lautsprecher auf der mittellehne und rede noch. Dann kommt eine sehr junge polizistin wahrscheinlich azubi auf uns zu und sagt meinem mann, sie kriegen eine anzeige wegen telefonieren am steuer. Wir durften uns nicht einmal äusern sie war sehr arrogant hatte nichteinmal augenkontakt mit uns. Ich habe ihr gesagt das ich das handy gehalten habe, da unterbricht sie mir schon und sagt ich kann doch zwischen männerhand und frauenhand unterscheiden. Also wir finden es ungerecht und möchten der anzeige widersprechen. Was können wir tun bitte um hilfe. Danke im voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 25

Hallo Bettinabea,

es gab ja nun schon 12 Antworten, aber anscheinend kennt keiner meiner Vorredner den Ablauf des Bußgeldverfahrens, denn auf eines ist Niemand eingegangen.

Wenn die Polizeibeamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige fertigen, erfolgt ja nicht gleich der Bußgeldbescheid. Bevor es zum Bußgeldbescheid kommt, wird Dein Mann erst einmal einen Anhörungsbogen mit folgenden Tatvorwurf erhalten:

**************************************************************************************

Tatvorwurf: Sie benutzten als Führer des Kraftfahrzeugs verbotswidrig ein Mobil- oder Autotelefon, indem Sie hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnahmen oder hielten.

Ordnungswidrigkeit gem. § 23 Abs. 1a, § 49 StVO; § 24 StVG; 246.1 BKat

**************************************************************************************

Wenn Dein Mann den Anhörungsbogen erhält, sollte er den Anhörungsbogen meiner persönlichen Meinung nach wie folgt ausfüllen:

Ankreuzen: X Der Tatvorwurf wird bestritten

Ankreuzen: X Ich äußere mich zur Sache

Sachverhaltsschilderung:

Der Tatvorwurf, dass ich das Mobiltelefon zum Telefonieren aufnahm oder hielt ist nicht zutreffend!

Während der Fahrt erhielt meine Frau einen Anruf auf ihrem Mobiltelefon. Da der Anrufer von mir etwas wissen wollte, schaltete meine Frau das Mobiltelefon auf Freisprechen und hielt das Mobiltelefon in meine Richtung damit ich antworten konnte. Während des gesamten Gespräches hielt meine Frau und nicht ich das Mobiltelefon. Zu keinem Zeitpunkt nahm ich das Mobiltelefon auf oder hielt es in der Hand.

Die Polizeibeamten, die beim Hinterherfahren offensichtlich das Telefon in meiner Hand gesehen haben wollen, können folglich nur gesehen haben, dass meine Frau mir das Mobiltelefon in Richtung Kopf gehalten hat. Das stellt aber kein Verstoß gegen die StVO dar.

Somit wird der Tatvorwurf  von mir bestritten.

Dem Anhörungsbogen füge ich eine Stellungnahme meiner Frau und meiner Tochter bei, die meine Aussage bestätigen.

**************************************************************************************

Du und Deiner Tochter als Zeugen sollten  dann eine Stellungnahme fertigen und diese dem Anhörungsbogen beifügen.

Ich denke das sollte langen, damit die Bußgeldstelle das Bußgeldverfahren einstellt.

Sollte wieder Erwarten doch ein Bußgeldbescheid erlassen werden, muss man sich halt überlegen ob man gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegt und einem Richter entscheiden lässt, ob der Tatvorwurf aufrecht erhalten werden kann.

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von furbo ,

Gute und zutreffende Antwort.

Zusatz:

Man könnte noch den Anrufer als Zeugen benennen, der bestätigt, dass er zunächst nicht mit dem Mann gesprochen hat. Macht die Aussage noch glaubwürdiger. 

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 14

Du wirst ja noch Zeit haben, dich dazu zu äußern - bzw. dein Mann. Es ist ja noch keine lebenslange Haftstrafe verhängt worden. Warte doch den endgültigen Ausgang erstmal ab. Es ist ja nicht so, daß ihr keine Rechtsmittel hättet.

Den Hinweis auf die Azubi finde ich absolut überflüssig. Jeder fängt mal an und ihr deshalb gleich Fehlverhalten anzudichten, ist auch nicht gerade sehr fair.

Auch die Reaktion deiner Tochter, mit der du hier mitleidheischend auftrittst, verwundert mich. Sie sollte mit 10 Jahren belastbarer sein und ihr müsst ihr vermitteln, daß ihr nichts falsch gemacht habt und euch auch dagegen wehren werdet. Ihr müsst ihr da die Sicherheit geben. Wenn sie damit nicht umgehen kann, liegt das auch an euch und eurer Erziehung. Die Polizisten auch hierfür büßen zu lassen, finde ich ebenso überzogen wie alles andere. Soooo schlimm kann es ja nicht gewesen sein. Ich glaube kaum, daß sehr dramatische Zugriffe stattgefunden haben.

Viel Wind um eine ganz einfache Geschichte. Bescheid abwarten. Widerspruch einlegen. Fertig.

Und eurem Kind vermitteln, daß hier Tränen und Verzweiflung völlig unnötig sind. Dass man die Dinge klären kann und wird.

Gruß S.

Antwort
von OldJan, 69

Gegen den Bußgeldbescheid fristgerecht Widerspruch einlegen bei der zuständigen Widerspruchsbehörde (s. Rechtsbehelfsbelehrung). Bei ablehnendem Widersprcuhsbescheid vor dem Verwaltungsgericht klagen. Erfolgsaussichten hat's aber wohl nur, wenn die Tochter in einem Alter ist, dass sie den Ablauf bezeugen kann. Zwei Polizisten (in der Praxis de facto „Permiumzeugen“, da als zuverlässig, erfahren und unparteiisch geltend) gegen einen Betroffenen (Fahrer) und die emotional mit ihm verbundene Ehefrau - da ist der Ausgang wohl abzusehen, das verursacht nur zusätzlich unnötige Gerichtskosten.

Kommentar von Bettinabea ,

Es waren sogar drei polizisten der eine saß hinten auch azubi den mein mann nochmal ansprechen wollte und er gesagt hat er habe nichts gesehen wir sollten seine kollegin fragen und geht sich eis kaufen, der andere etwas älterer mann lies sich garnicht blicken saß im.auto

Kommentar von OldJan ,

Es ist zu befürchten, dass der Coprsgeist der Polizisten dafür sorgt, dass sie die Möglichkeit eines Fehlers nicht einräumen, wenn sie das überhaupt selber ernsthaft in Betracht ziehen.Vielleicht sind sie tatsächlich überzeugt, ein Telefonieren des Fahrer beobachtet zu haben (ungünstiger Winkel / gesehen, was sie dachten, dass es sein muss). Dass der Anwärter sich da lieber raushält, kann ich nachvollziehen. Vom Rücksitz hat er i. d. R. wohl tatsächlich die schlechteste Sicht. Außerdem will man es sich als kleinstes Licht nicht gleich mit den Kollegen erfahrenen verderben.

Kommentar von Bettinabea ,

Meine tochter ist 10 jahre alt und ihr ging es danach sehr übel weil sie alles mitbekommen hat und auch geweint hat weil polizei uns zu unrecht beschuldigt 

Antwort
von Fabian10000, 26

Wenn du das äusserst was du hier schreibst , steht es aussage gegen aussage.
Der Staat braucht wieder Geld ;)
Ein bekannter wurde auch angehalten.
Der Herr Polizist schaut aufs Auto und meint die Kurbelwelle sei kaputt und das fahrzeug sei nicht verkehrstauglich.
Daraufhin wurde es stillgelegt.
Sie war weder kaputt noch sonstetwas.
Tüv beleg war vorhanden.
Dass das Profil der reifen aber nicht mehr in ordnung war , daasss hatter nicht gesehen.
Der herr musste ein echt gutes auge haben ;)
Wie gesagt , lege wiederspruch ein, zu not musst du halt einen anwalt hinzu ziehen.
Dann bringst du das ganze halt vor gericht.
Das was die Polizisten euch unterstellt hat ist eine Verleugnung.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ohne Grund wird kein Fahrzeug stillgelegt. Erzähl doch keine Märchen.

Kommentar von Fabian10000 ,

Echt nicht ? Auch nicht wenn der Nette herr kollege Schon beim Anwalt des bekannten "bekannt" ist da er jede Woche ein Fahrzeug stilllegt ? Versuche doch bitte ohne das auto auf eine Hebebühne zu fahren herrauszufinden ob die Kurbelwelle kaputt ist! Ich bitte dich.. na den mann der das schafft lass ich sofort einstellen.!

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Und wie üblich - völlig uneinsichtig.

Na, hier könnt ihr euch dann ja austoben mit eurer Wut. Traurig.

Kommentar von Fabian10000 ,

Das ist doch nicht meine sorge ^^ War das mein Fahrzeug? Ich versuche dir nur zu erklären das der Beamte aus 2m entfernung sagte die Kurbelwelle ist Kaputt. Das ReifenProfil was abgefahren war hat den Beamten nicht gestört oder wie ? und komischer weise kam auch keine Post bei ihm an ? Ich bin weder Wütend noch uneinsichtig. Ich versuche dir nur etwad klar zu machen. Wie gesagt das Angebot läuft :D

Antwort
von Philippus1990, 16

Du kannst gegen den zu erwartenden Bußgeldbescheid Einspruch erheben. Dann wird die Sache vor dem Amtsgericht verhandelt und Ihr könnt euch dort äußern. Ob euch die Sache das wert ist musst Du wissen.

Antwort
von Flash8acks, 39

Also es liesst sich alles so als wenn Ihr/Du im Recht seid, dein Mann hat nicht aktiv telefoniert, sondern du hast das Handy gehalten und er hat die Freisprecheinrichtung benutzt.

Ihr habt den Vorteil das Ihr zu dritt seid. Es wird zu einer "Aussage gegen Aussage" Situation kommen. Ihr habt in der Anzeigeschrift natürlich die Möglichkeit stellung zu nehmen, ich würde auch raten einen Anwalt einzuschalten.

Ich finde auch das die Polizei immer agressiver und unfreundlicher wird, der "Freund und Helfer" ist schon lange vorbei. Ich bin mal wg. zu hoher Geschindigkeit angehalten worden, der Polizist war noch sehr sachlich, die Kollegin hatte einen Ton am leibe als wenn ich gerade ein Verbrechen begangen hätte das Leben gekostet hat... ich kam auch nicht zum Antworten. Beim weggehen sagte Sie sogar noch Ich könne Froh sein, dass Sie zu einem anderen Einsatz gerufen würden, Sie hätte mir die Hölle heiß gemacht... Hallo gehts noch, die klingen sogar bedrohlich? Amtsmissbrauch ist das für mich.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ich bin mal wg. zu hoher Geschindigkeit angehalten worden,  … die Kollegin hatte einen Ton am leibe als wenn ich gerade ein Verbrechen begangen hätte

Du bist zu schnell gefahren und warst dadurch ein Risiko für dich und andere Verkehrsteilnehmer. Je nachdem, wo das war, wurden vielelicht Kinder gefährdet oder sonstwas. Die Polizistin war völlig im Recht, wie auch deine völlig fehlende Einsicht deutlich belegt.

Kommentar von Flash8acks ,

Es war an einem Sonntag Morgen um ca. 05:00 Uhr und schon Taghell, in einer 30er Zone in der ich wahrscheinlich 40 gefahren bin. (Ich glaube immer noch ca. 35)

Einsichtig bin ich gewesen, habe gesagt das der eine Polizist sehr sachlich mit mir gesprochen hatte. Leider warst du nicht zugegen, dir wäre auch die Kinnlade runtergefallen...

Kommentar von Flash8acks ,

Ich habe nicht mal die Zeit gehabt etwas zu der Ordnungswidrigkeit zu sagen, es kam erst die Frage nach Alkoholgenuss und Papiere von Ihm, dann ging das Geschrei auch schon los von Ihr.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

In einer 30er-Zone. Wer in einer 30er-Zone zu schnell fährt, soll gefälligst zahlen und kapieren, dass man dort nicht nach Belieben rumrasen kann.

Du siehst deinen fehler ja immer noch nicht ein. Was zu bewesien war.

Kommentar von Flash8acks ,

Na ja ist auch egal, mir ist nichts weiter passiert, habe auch keinen Bescheid oder so erhalten, soviel zu der Schwerstrafe die ich begangen haben sollte.

Es geht hier auch nicht um den Tatbestand den ich begangen haben soll, sondern um die Art der einen Polizistin mit Menschen zu kommunzieren. Ob ich vor Ort ein Geständnis/Einsicht ablege oder nicht, das hat Sie nicht zu entscheiden. Das kann ich mit meinem Anwalt besprechen und vor Gericht verhandeln. Das nächstemal schlägt Sie noch um sich und erzwingt eine Aussage wie es Ihr passt weil Sie mit Ihrer Einschüchterden Art nicht weiter kam?

Kommentar von Flash8acks ,

Ich will hier auch nicht damit sagen dass alle Polizisten so sind, nein, das will ich nicht verallgemeinern. Es fällt mir nur auf, dass der Ton der Polizei nicht mehr so ist wie vor 20 Jahren.

Kommentar von Sirius66 ,

Das kann auch nicht so sein, weil auch das "Gegenüber" nicht mehr so ist wie vor 20 Jahren.

Kommentar von Gierschlund ,

Das entschuldigt aber auch nicht die unprofessionelle Art der Polizistin, wie sie zumindest hier dargestellt wird.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Gierschlund: gehe mal davon aus, dass die Polizistin das erheblich anders darstellen würde. Temposünder, besonders uneinsichtige Temposünder, sind in der Regel störrisch, aufbrausend und stänkern die Cops an.

Kommentar von Flash8acks ,

Oha, nein, das ist definitiv nicht so OnkelShorsch... ich bin ein ruhiger Geselle. Nur weil ich hier einen Fall lese, der mir in der Form ähnlich vorkommt und ich dazu ein Kommentar abgebe heisst es noch lange nicht, das ich ein aufbrausender Störer bin.

Es wird schon Gründe geben warum du vehement die Art der Polizistin verteidigst, aber man muss auch mal in die andere Richtung schauen bevor man ein Urteil fällt. Dann sieht man ggf. auch mal Dinge die man für unmöglich gehalten hätte statt Sie von vorn herein auszublenden und zu unterdrücken.

Schlimm finde ich auch, dass der Polizist nicht eingeschritten ist als sie sich im Ton vergriff. Wie gesagt ich habe mich noch nicht einmal zu Wort melden dürfen, wie auch in dem aktuellen Fall.

Kommentar von Sirius66 ,

Wir hörebn hier doch auch nur die eine Seite der Geschichte. Wer sich wann zuerst im Ton vergriff, können wir doch nicht beurteilen. Und der TE sucht hier natürlich Bestätigung und wird sich dann auch so ausdrücken, daß er sie bekommt.

Antwort
von Messkreisfehler, 48

WIderspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.

Irgendwann landet es dann vor Gericht und wie viele Richter ticken wird den Beamten mehr Glauben geschenkt.

Kommentar von Bettinabea ,

Danke sehr schnell geantwortet.

Widerspruch werden wir sowieso einlegen und das die richter der polizei mehr glaubt als uns ist auch klar nur wie könnten wir das beweisen bzw.können wir das

Kommentar von Sirius66 ,

Das ist einfach Unsinn. "Mehr glauben" tun auch Richter nicht. Ihr müsst nicht immer davon ausgehen, daß denen ihr Eid nichts wert ist.

Wenn ihr nachweisen könnt, daß der Fahrer das Handy nicht in der Hand hatte, wird ein Richter das auch so werten.

Kann es nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, wertet er es eben auch dementsprechend.

Ich finde die Idee, den Gesprächspartner als Zeugen anzugeben, gut. Er muss dann gehört werden und kann sagen, daß er zunächst nur mit dir und dann über Lautsprecher gesprochen hat.

Wahrscheinlich wird es nach der Anhörung eingestellt und du hast dich völlig umsonst aufgeregt - und dein Kind mit!

Das finde ich am Schlimmsten. Du musst Sicherheit ausstrahlen. Du vermittelst deinem Kind Angst und Mißtrauen.

Antwort
von Gierschlund, 68

Ich würde eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Beamten einreichen. Wenn sich soetwas häuft, kommt das sicher nicht gut an und könnte die Polizisten sensibilisieren.

Natürlich würde ich auch dem Bescheid widersprechen, unabhängig von den Erfolgschancen, einfach aus Prinzip.

Ihr habt ja sogar zwei Zeugen, neben deiner Tochter nämlich noch den Sprecher am anderen Ende der Leitung. Dieser wird doch bestätigen können, dass du das Gespräch angenommen hast und gesagt hast, dass dein Mann sprechen kann, da du es auf laut gestellt hast. Idealerweise hast du das Handy angeschaltet gelassen, bis die Stimmen der Polizei zu hören waren.


Kommentar von Gierschlund ,

Achja, ich würde frühzeitig mit der Person am Telefon ein Gesprächsprotokoll anfertigen, das ihr dann alle unterschreibt. Bis es tatsächlich zu einer Gerichtsverhandlung kommt, kann es eine Weile dauern. Besser man dokumentiert alles, wenn es noch frisch im Gedächtnis ist.

Antwort
von Racio, 36

Leider haben sie das Recht auf eine Anzeige, aufgrund der Straßenverkehrsordnung § 23 Abs. 1a:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.[...] 

Sein Gehör wurde durch das Gehör beeinträchtigt, auch wenn du das Handy eigentlich in der Hand hast. Daher ist es Strafbar.

Kommentar von Flash8acks ,

Na ja, das nutzen einer Freisprecheinrichtung ist also Grund für eine Anzeige? Dann müssten alle Personen die einen Anruf über Lenkrad oder "Voice" annehmen sich strafbar machen?

Woher sollten die Polzisten wissen, dass die Frau nicht das Handy etwas weiter weg vom Ohr gehalten hatte da Sie nicht wüsste wie man die Lautstärke verstellt? Die Polizisten haben sich den Sachverhalt nicht angehört, gemutmaßt und überreagiert. Ich würde einen Anwalt einschalten und auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde abgeben.

Kommentar von Racio ,

Sie haben diese Frage als Beweis:

Mein handy klingelte ich ging ran es war ein verwandter hat mich was wegen meinem mann gefragt und und ich habe dann auf lautsprecher genommen das handy zu meinem mann gehalten

Sie hat also "absichtlich" sein Gehör beeinträchtigt, da sie ihm den Anruf hören lassen wollte.

Diese Sache mit der Voice-Funktion ist auf für mich verwirrend, wenn man an diesen Paragraph denkt...

Kommentar von OldJan ,

Völliger Blödsinn. Wenn die Stereoanlage so dröhnt, dass man Hupen und Martinshorn nicht mehr hört, ist das ordnungswidrig. Der Geräuschpegel eines Handys auf Lautsprecher ist völlig unbedenklich. Da müsste man ja auch jedem ein Knöllchen geben, der sein Radio an hat.

Im Übrigen ist der zitierte Paragraph ein Gebot und kein Bußgeldtatbestand. Die stehen im Bußgeldkatalog (Anhang der Bußgeldkatalogverordnung).

Kommentar von Gierschlund ,

Und Radiohören ist dann wohl auch nicht erlaubt.

Antwort
von Rolladengurt, 32

Widerspruch einlegen, Anwalt einschalten, dann geht es Aussage gegen Aussage

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Und der Anwalt kostet 600 Euro, die STrafe kostet 60 Euro. Und da rätst du zum Anwalt?

Unfassbar, was für ein Unfug hier manchmal geschrieben wird.

Kommentar von Flash8acks ,

60 euro und einen Punkt im Flensburg ... und die Gerechtigkeit hat vor dem Rechtstaat wiedermal versagt.

Kommentar von Sirius66 ,

SOWEIT IST ES DOCH NOCH GAR NICHT - hör doch mal auif damit. Warte doch mal ab!

Kommentar von Sirius66 ,

Das schafft man - wenn der Fall so ist wie geschildert - auch ganz allein.

Antwort
von OnkelSchorsch, 17

Und wem sollen wir glauben? Dir oder den Cops?

Ich will ehrlich sein: ich glaube dir die Story mit dem "Handy auf Lautsprecher und Hand auf Mittellehne gestützt" nicht,. Das ist mir zu konstruiert, zu ausgedacht. Und ebenso wird das ein Richter sehen.

Mein Rat wäre, dass ihr euch eure Ausreden und Anwaltkosten einfach spart, die Strafe zahlt und so am schnellsten und am billigsten davonkommt.

Kommentar von Flash8acks ,

Na ja, die Situation hab ich auch schon gehabt, das meine Frau das Handy hielt und ich über Lautsprecher mitgehört habe.

Wer wem glauben schenkt vor Gericht ist immer noch Richtersache, und wenn die Familie mit Anwalt die Situation beschreibt wird diese auch beim Richter gehör finden... zu gleichen teilen wie die der Beamten. Die Staatsanwaltschaft meinst du warscheinlich, die muss man erst von der Unschuld überzeugen.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Hier geht es nicht um deine Frau und ihr Handy.

Ein Anwalt wird übrigens auch zur Zahlung raten, weil die Sache aussichtslos ist. Sollten die Betroffenen dennoch einen Anwalt einschalten, werden die Anwaltskosten höher als die Strafe fürs Telefonieren während der Fahrt.

Hört doch einfach mal damit auf, eure sachlich falschen und wertlosen Pseudotipps zu geben, durch die Fragesteller nur noch mehr Ärger bekommen.

Kommentar von Flash8acks ,

Vieleicht haben die eine Rechtschutzversicherung ... und ich glaube das oft von der Polizei spekuliert wird "die melden sich nicht" oder "die wehren sich nicht". Auf jeden Fall sollten die hier betroffenenen eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Wenn es öfter vorkam oder noch vorkommen wird, kann die Polizistin ggf. nachgeschult werden. Sonst fällt Ihr Verhalten nie auf und wer weiß wieviele Betroffene zu unrecht beschuldigt wurden.

Kommentar von Sirius66 ,

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde schießt völlig über das Ziel hinaus. Wofür denn? Selbst wenn die Beamtin sich da optisch getäuscht hätte, wird das mit Sicherheit keine disziplinarische Maßnahme rechtfertigen! Das sind auch nur Menschen und so werden sie auch behandelt.

Alle machen ihre Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. Unfreundlichkeit ist subjektiv. Können wir hier absolut nicht beuteilen. Darum sollten wir das lassen. Die Polizisten hat sicher ihre eigene Wahrnehmung und Schilderung des Vorfalls.

Da gibt es dann oft keine WAHRHEIT, sondern eben Actio - Reaktio. Das wird kein Richter überbewerten, solange keine Beleidigungen hin und her fliegen.

Antwort
von LustgurkeV2, 43

Ihr werdet noch Post bekommen. Diesem (wahrscheinlich) Strafbefehl kann man widersprechen.

Kommentar von OldJan ,

Häh, Strafbefehl?? Wir reden hier von ner OWi!

Kommentar von LustgurkeV2 ,

ok.. ich meinte strafzettel..

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten