Frage von Alpaka3, 54

Zu Hohe Inkasso-Gebühren?

Hey,

ich hätte da mal noch ne Frage:

Vor etwa nem Jahr war ich bei Rewe einkaufen und hab mit Karte bezahlt. Da ich kurz danach aufgrund meines Jobverlustes (und wegen zu der Zeit noch laufender Kredite) schnell ins Minus mit meinem Bankkonto gekommen bin, konnte Rewe die Zahlung (ca 20 Euro) nicht abbuchen.

Ich wurde dann aufgefordert die 20 Euro nachträglich zu bezahlen.

Als ich das bemerkt hab (das Schreiben kam erst nach ca 4 Wochen) war ich bereits in der Schuldnerberatung und meine Beraterin hatte mir empfohlen (da ich nur hartz 4 beziehe) erstmal nichts zu bezahlen, sondern zu schauen das ich überhaupt über die Runden komme und danach Ratenzahlungen zu vereinbaren.

Mittlerweile hab ich das meiste in den Griff bekommen und bezahle auch meine Schulden in Raten brav zurück.

Aus den Rewe-Schulden sind jedoch mittlerweile (wurde an Inkasso Unternehmen übergeben) 139 Euro geworden.

Klar ich bin selbst schuld, aber ist das nicht ein bisschen hoch für ursprünglich 20 Euro?

Die Begründung lautet

  • 20 Euro urpsrüngliche Schuld
  • 65 Euro Inkasso Gebühr
  • 54 Euro Ratenzahlung-Gebühr

Ich mein ich zahl auch die 139 Euro zurück, so isses nich, ich wollte nur mal aus Interesse nachfragen (und bevor ich beschissen werde), ob das okay ist, so hohe Kosten zu verlangen?

Natürlich bereue ich meinen Fehler, je Schulden gemacht zu haben, zutiefst und werde diesen Fehler auch sicher nicht erneut machen!

Antwort
von franneck1989, 43

Hast du etwa eine Ratenzahlungsvereinbarung mit dem Inkassobüro abgeschlossen? Hast du ein Schuldanerkenntnis unterschrieben? Hast du bisher schon was gezahlt?

Kommentar von mepeisen ,

Und solltest du noch nichts unterschrieben oder bezahlt haben: Inkassogebühren und Ratenzahlungsgebühren kann man sich durchaus sparen. Die HF samt nachvollziehbarem Schaden überweisen und fertig.

Nachvollziehbar sind:

1. Rücklastschrifgebühr (maximal 5€)

2. Zinsen (einige Cents)

3. Briefporto u.ä. (maximal 2,50€)

4. Adressermittlung (je nach Bank bis zu 15€)

Kommentar von Alpaka3 ,

Soll ich die dann an das Inkassounternehmen überweisen oder an Rewe? Und was soll ich machen wenn die sagen dass da noch was fehlt?!

Kommentar von Alpaka3 ,

Ich hatte bei dem Inkassounternehmen angerufen die meinten wir können eine Ratenzahlung vereinbaren, das währen dann die 139 Euro insgesammt, die schicken mir ne neuen Brief zu. Bezahlt habe ich noch nichts und unterschrieben auch nicht.

Kommentar von franneck1989 ,

Zahle das direkt an REWE. Im Verwendungszweck angeben: "Hauptforderung + Rücklastschrift + Zinsen + Porto" Dem Inkasso kannst du dann schreiben dass du deren Gebühren nicht anerkennst und alles weitere, was nicht vom Gericht kommt ignorieren. Die werden sicher noch ein paar Bettelbriefe schicken, aber die sind belanglos.

Antwort
von soissesPDF, 21

Zahle die Hauptforderung an Rewe und ignoriere das Inkasso.
Wenn die was wollen müssen die schon gerichtlicht glaubhaft machen, das kannst Du in Ruhe abwarten.

Antwort
von geheim007b, 17

Es ist zwar gut das der Schuldnerberater gesagt hat du sollst erstmal dein überleben sichern... es war aber absolut dumm nicht gleichzeitig ein proaktives melden beim Gläubiger mit Schilderung der Situation zu raten, wäre das erfolgt hätte er überhaupt keine Rechtfertigung gehabt ein Inkassobüro zur Hilfe zu nehmen da ihm deine Zahlungsunfähigkeit bekannt gewesen wäre. Aber auch so streichen bei Konzernen die Gerichte die Inkassokosten zusammen, so das du wenn du nur Hauptforderung, Rücklastschriftkosten und Adressermittlungskosten + ein paar euro Mahnkosten zahlst damit durch kommst. REWE nutzt AFAIK Easycash als Zahlungsdienstleister, vermutlich kannst du ab sofort nur noch via Pin bezahlen. Ansonsten dürften sich die Konsequenzen im rahmen halten.

Viel Glück beim wieder rauskommen

Antwort
von Comp4ny, 11

Den zunächst einmal ist diese Forderung komplett Ungültig.

Die Hauptforderung beträgt 20 Euro sagst du?
Somit darf das Inkasso MAXIMAL 15 Euro Inkassogebühr verlangen und keine 65 Euro.

Ratenzahlungsgebühren? Sind freiwillig!
Bezahlen muss man die nämlich nicht. Es sei den man hat ausdrücklich zugestimmt diese bezahlen zu wollen!

- Und das bezog sich nur auf die 3 oben genannten Posten des TEs.

Briefkosten / Portokosten sind nicht mit 2,50 Euro zu tragen, sondern dürfen MAXIMAL 20% (höchstens 20 Euro (Einmalig !) zzgl. zu den Inkassokosten angerechnet werden.

Das heißt bei 20 Euro Schulden + 15 Euro + 20% macht also 3 Euro die man einmalig verlangen kann.

Gebt den Inkasso-Betrügern keine Chance, und zahlt korrekte Gebühren wenn Ihr schon Post bekommt:

http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht...

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