Frage von Lo1001, 42

Zu empfehlende gute (Anfänger-)Stative unter 100/150€ für eine D-SLR?

Antwort
von beamer05, 27

Ich würde dir empfehlen, dich entweder bei Berlebach umzusehen, die "klassische" Holzstative in hervorragender Qualität bauen - allerdings leider im höherpreisigen Bereich (auch ein Kugelkopf - für "Einsteiger" wohl die empfehlenswerteste "Kopf-Variante" muss noch besorgt werden), oder -günstiger und dennoch gut:

Manfrotto bzw. Nachbauten davon, welche mittlerweile wirklich kaum schlechter, aber deutlich preiswerter zu haben sind.

Neben zwei original Manfrottos, die ich seit Jahren besitze, habe ich insbesondere für "unterwegs" einen Nachbau von Mantona. Hier erhältst du sehr viel Stativ für dein Geld. Ein Beispiel:

https://www.amazon.de/Mantona-Dreibeinstativ-Arbeitsh%C3%B6he-Belastbarkeit-eing...

oder suche mal nach "Mantona Scout MAX" (z.b. bei einem großen Versandhaus...)

Bitte beachte, dass die jeweils bei Stativen oder Köpfen angegebene Belastbarkeit nur mehr oder weniger Phantasiezahlen sind, allenfalls sollte deine Kamera-Objektivkombi halb so schwer sein, wie die angegebene Belastbarkeit, sonst kann's leicht wackeln - und genau DAS soll das Stativ ja vermeiden helfen.

Solltest Du auch ein Stativ suchen, das dich bei Macroaufnahmen unterstützt, kannst du eines wählen, dessen Mittelsäule man waagerecht stellen kann, z.B. so eitwas:

https://www.amazon.de/Mantona-Makrofotografie-inkl-Stativ-Auslegearm/dp/B00M3SYV...

(oder halt - falls der Link verschwindet: "Mantona Makrofotografie Stativ")

... und zuletzt, da du dich ja eher als Anfänger bezeichnest:

www.fotolehrgang.de

Viel Spaß damit!

Kommentar von Lo1001 ,

Wenn ich das richtig verstanden habe: Das Scout MAX ist sozusagen das Stativ und beim Makrostativ ist nur diese Stange da anders, also bodennäher und kippbar oder wie? ich mache jetzt schon sehr viele bodennahe und makroaufnahmen allerdings habe ich auch vor Langzeitbelichtungen zu machen, ist das dort ein Nachteil? danke!

Kommentar von beamer05 ,

Nun, das "MAX" hat halt, anders als das vorgenannte, eine zusätzlich zu befestigende Strebe (wie auf dem Bild ja zu sehen). Dort kann man dann die Kamera auch Richtung Boden befestigen, ohne dass man gleich die Stativbeine im Bild hat.

Insgesamt aber durch die langen Hebel (Auslenkung der Zusatzstrebe aus der Mitte) nicht maximal stabil...

Bei ("original") Manfrotto gibt es die Variante, dass die Mittelsäule selbst kippbar ist (nur 1 Handgriff), was sehr praktisch sein kann. Kostet aber halt das doppelte und ist insgesamt nicht "doppelt" so gut.

Und ja, wie bereits von Airbus380 erwähnt, kann man Stative recht gut auch gebraucht kaufen. (Und nein, die 25 € Stative (Neupreis) sind KEINE gute Investition, allenfalls mal als Stativ für nen externen Blitz...)

Kommentar von Lo1001 ,

Okay, ich werde mir heute eine Liste machen, was ich alles brauche usw. und was ich investieren will. Dann frage ich nochmal, scheint komplizierter zu sein:/ Danke für deine Hilfe!

Kommentar von Lo1001 ,

gibt das scout max mit auslegearm grade in Form eines amazon-blitzangebotes grade für 74,99€. soll ich zuschlagen? danke

Antwort
von Kai42, 28

Was für eine DSLR hast du denn? Und wofür benötigst du ein Stativ genau? Also was werden die Motive sein?

Warum frage ich das? Wichtig ist zu wissen, was für eine Tragkraft das Stativ hat. Wenn deine Kamera als ca. 500 Gramm wiegt und das Objektiv auch nochmal 700 Gramm, dann bist du bei 1,2kg. Also ist alles unter 3-4 Kilo Tragkraft Quatsch, denn ein bisschen Puffe solltest du auch einrechnen.

Dann macht es einen Unterschied, ob du draußen oder drinnen arbeitest. Drinnen sind Umwelteinflüsse wie Wind nicht gegeben. Dann kann das Stativ vielleicht etwas einfacher sein. Für draußen würde ich immer wesentlich stabilere Stative nehmen. Sogar welche, wo du die Möglichkeit hast, deinen Rucksack oder andere etwas schwerere Dingen unten dranzuhängen. Eben dass kein Wind dir das Stativ zum wackeln bringt.

Aber dann wirst du definitiv nicht mehr mit 100-150 Euro auskommen. Evtl. gebraucht. Ich selber schwöre auf Sirui. Aber dann dir großen, mit bis zu 12 Kilo Traglast.

Meine Kamera wiegt zwar "nur" 1kg und das schwerste Objektiv dann noch knapp 4 Kilo dazu. Dann sind wir bei 5kg. Aber an den Haken unten am Stativ kommt noch mein Rucksack und der wiegt auch 2-3kg. Das ist stabil, auch am Strand und da verwackelt dann nichts mehr so schnell.

Last but not least musst du dir dann auch Gedanken um den Stativkopf machen. Denn ohne den, nützt dir das beste Stativ nichts.

Wie wäre es sonst am Anfang mit einem einfachen Bohnensack? Den habe ich auch immer dabei, wenn ein Stativ zu klobig ist.

Antwort
von Airbus380, 27

Stative fuer unter 200 Euro (Neupreis) sollten besser "Labiv" heißen..;-)Stativkauf ist schwieriger als Kamerakauf und viele Leute haben nicht nur eins sondern mehrere. Schließlich kann ein Stativ gar nicht fuer alle Anforderungen reichen. Moeglichst schwingungsarm und stabil sollten alle sein. Aber dann gibt es auch noch Begriffe wie Auszugshoehe, Mindesthoehe, Packmaß, Gewicht, Flexibilitaet, Ersatzteilversorgung usw. Stative werden uebrigens nicht notwendigerweise mit Stativkopf verkauft. Ob Kinoneiger oder Kugelkopf oder gar Getriebeneiger oder Gimbalkopf ist Geschmack- und Motivsache.

Stative kann man auch sehr gut gebraucht kaufen. Da gibt es sehr gute alte Markenstative vom z.B. Gitzo, Berlebach, Wolf, Benbo und andere  fuer unter 100 Euro, die mal ein Mehrfaches gekostet haben.

Aber auch Manfrotto und Velbon Stative aus dem letzten Jahrtausend sind sehr brauchbar.

Es gilt halt das Dreieck aus Gewicht, Preis und Stabilitaet!

Antwort
von Startrails, 28

Hallo,

bei Stativen würde ich nicht unbedingt auf günstig setzen - im Nachhinein wirst du dich vermutlich nur ärgern. Ich fing auch an mit einem günstigen Stativ von Hama, aber die Freude verging schnell damit. Es war sehr wacklig und die Schrauben ließen sich nicht richtig feststellen.

Die Stative von Manfrotto befinden sich im Bereich um die 100,- Euro und die sind ganz gut. Ich kenne Leute die auf dieses Stativ ne DSLR, eine Vixen Polarie und ein zweites Objektiv zum Guiden packen und das ist stabil.

Holzstative finde ich persönlich besser weil die die Schwingungen vom Boden besser abdämpfen. Berlebach ist hier ganz weit vorne was die Qualität angeht, aber die kosten auch gerne mal zwischen 250,- und 300,- Euro. Da könntest du mal schauen ob du ein gebrauchtes Stativ bekommst. Ich bin mit meinem mehr als zufrieden - selbst bei dem Gebrauch von Kamera mit Batteriegriff und Brennweiten über 500 mm kann man die Kamera ohne Selbstauslöser oder Fernauslöser bedienen und die Bilder verwackeln nicht.

BILORA ist auch nicht schlecht.

Antwort
von BurkeUndCo, 17

Lies bitte die wirklich gute Antwort von Airbus380.

Es gibt keine "Anfängerstative".

Es gibt nurr gute Stative, und die kosten halt ihr Geld, und schlechte Stativre, die die Bilder verwackeln. Aber zum Verwackeln braucht man kein Stativ.

Das Geld für billige Stative ist verschwendet (zum Fenster raus). Besser auf ein gutes Stativ sparen.

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