Zu einem Psychologen gehen, aber wie ?
Ich habe eine Freundin, die dringend zu einem Psychologen, Psychotherapeuten o.ä. muss (v.a. sehr starke Depressionen). Nun meine erste Frage: Wie finde ich einen Psychologen, zu dem sie kann? Ich habe eine Seite gefunden auf der knapp 300 Psychologen aufgelistet sind, wie ist es da mit den Wartezeiten bzgl. Terminen ? Meine zweite Frage ist, ob so eine längerfristige Therapie etwas kostet (Kassenpatienten) ?
Vielen Dank im Voraus =)
P.s. (wohnen in München, falls das jemand hilft)
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Bei Depressionen geht man in der Regel zum Psychiater! Zumindest als Erstes..
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Zuerst sollte sie zu einem Arzt, der die Depressionen auch gesichert diagnostiziert - nicht, dass es etwas anderes ist. Außerdem sollten natürlich organische Ursachen ausgeschlossen werden. Und das geht nun mal nur beim Arzt. Der erste Weg führt deswegen zum Hausarzt. Dieser wird dann bei Bedarf eine Überweisung zu einem Psychiater ausstellen. Auch geht der Weg von ihm aus ggf. zu einem Psychotherapeuten. Dabei kann man ihn um Rat fragen, was für ein Psychotherapeut das sein soll: ist eher eine Verhaltenstherapie angebracht, oder vielleicht eine tiefenpsychologische Therapie? Oder ein Mix aus allem? Diese Fragen wird der Hausarzt oder der Psychiater beantworten können.
Meistens habe Psychiater und manchmal auch Hausärzte Listen von Therapeuten, die sie selber oder Patienten von ihnen empfehlen können. Die telefoniert man dann durch und fragt nach einem Ersttermin. Häufig bekommt man diesen Ersttermin recht schnell. Der eigentliche Therapiebeginn kann allerdings sehr lange dauern. Wartezeiten von 6 Monaten oder länger sind nicht unüblich! Deswegen ist es ratsam sich a) so schnell wie möglich um alles zu kümmen und b) bei mehreren Psychologen anzurufen. Manchmal wird ja bei einem kurzfristig ein Therapieplatz frei (z.B. weil jemand eine Therapie abbricht).
Die Therapie an sich kostet deine Freundin gar nichts. Wenn ein Arzt und der Therapeut auf einmal Antrag die Notwendigkeit und die Dringlichkeit zum Ausdruck bringen, dann übernimmt die Krankenkasse die kompletten Kosten.
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Versuchs mal auf http://www.psych-info.de/, dort gibt es viele Therapeuten, die noch Plätze frei haben.
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Entweder beim Hausarzt oder bei der Krankenkasse nachfragen - diese haben dann eine Liste mit Therapeuten, die eine Kassenzulage haben (also bei der die Kasse die Behandlung übernimmt)
Die Wartezeiten sind meist leider sehr lang; mehrere Monate sind keine Seltenheit. Ggf könnte man in der Zeit eine medikamentöse Behandlung machen, damit es deiner Freundin ein bisschen besser geht
Eine Therapie wird von der Krankenkasse gezahlt wenn folgende Kriterien vorliegen:
(1) Therapeut mit Kassenzulage
(2) anerkanntes Therpieverfahrne
(3) Störung mit Behandlungswert (ein Erfolgscoaching o.ä. wird beispielsweise nicht bezahlt)
Die ersten Stunden sind Schnupperstunden; hier kann sich deine Freundin ein Bild vom Therapeuten machen und umgekehrt. Will sie danach eine Therapie machen, so schickt der Therapeut einen ANtrag auf Kostenübernahme an die Krankenkasse.
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Generell muss deine Freundin, so weit ich weiß, erst mal zu ihrem Hausarzt gehen und sich von ihm zu einem Psychologen bzw. Psychiater überweisen lassen. Wenn der Hausarzt es für sinnvoll erachtet, dass sie einen solchen Fachmann (bzw. Fachfrau) aufsucht, übernimmt die Krankenkasse meines Erachtens auch die anfallenden Kosten. Viele Hausärzte können sicherlich einen guten Psychologen/Psychiater empfehlen, sodass auf diese Weise die Suche für deine Freundin erleichtert wird. Allerdings habe ich auch gehört, dass es dauern kann, bis sie dann schließlich den ersten Termin beim Psychologen/Psychiater hat. Eine gute Möglichkeit, die Wartezeit zu überbrücken, ist es, zur Krisenhilfe zu gehen. So etwas gibt es in allen größeren Städten, also garantiert auch in München. Einfach mal bei google "Krisenhilfe München" eingeben! Und: Falls der Hausarzt keinen Psychologen-Tipp hat: Bei der Krisenhilfe kennen sie sich garantiert aus und helfen bei der Suche nach einem geeigneten Facharzt!
Kommentar von kayo1548kayo1548 19.06.2012Der Hausarzt entscheidet das nicht, sondern der Therapeut entscheidet ob eine Therapie sinnvoll ist.
Mit einer Überweisung spart man sich natürlich die 10€; wenn man schon lange Zeit beim Hausarzt ist und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, kann es natürlich einfacher sein erstmal mit ihm darüber zu sprechen. Und wie du schon geschrieben hast können die dann meist auch einen Therapeuten empfehlen.
Kommentar von monk16monk16 19.06.2012Ist schon klar, dass letztendlich der Therapeut entscheidet, ob eine Therapie sinnvoll ist oder nicht. Ich meinte eher, dass der Hausarzt, wenn er es für sinnvoll erachtet, dass ein Psychologe/Psychiater aufgesucht werden soll, die entsprechende Überweisung ausstellen kann. Ich dachte auch, dass man tatsächlich zuerst zum Hausarzt gehen muss und nicht direkt zum Therapeuten. Auch, um sicherzustellen, dass die Krankenkasse die Kosten für eine psychologische/psychiatrische Behandlung übernimmt. Oder irre ich mich da?
Kommentar von kayo1548kayo1548 19.06.2012Theoretisch kann man auch direkt zum Therapeuten gehen; bei manchen Beschwerden, so z.b. psychosomatischen, ist eine medizinische Abklärung natürlich notwendig.
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Laut Krankenkasse kann sie sich 2 Psychologen selber aussuchen, kann aber auch die Krankenkasse telefonisch befragen..........dann hat sie, ich glaube 4 oder 6 Wochen, jeden der 2 zeitmässig in mehreren Therapiestunden zu konsultieren....muss sich dann aber für einen der 2 für eine Behandlung entscheiden........bezahlen muss sie nichts.....die Behandlung wird dann vom der Krankenkasse übernommen.....alles was papierkrammässig mit der Krankenkasse abgewickelt werden muss macht dann auch der Psychologe/In.
Man kann sich aber auch vom Hausarzt überweisen lassen! Nein, man kann auch zum Psychologen gehen!
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Moin,
Die Therapie kostet natürlich nichts, naja für den Patienten natürlich nicht. Termine bei Psychologen bekommt man aber seltenst in annehmbarer Zeit. Oft wartet man bis zu einem Jahr auf freie Termine...
Für wirklich akute Zustände/Erkrankungen gibt es Notfallambulanzen und Tageskliniken. Darauf kann man dann mit einer Psychotherapie aufbauen. Erkundigt euch mal bei der zuständigen Krankenkasse. Die wissen, an welche Institution man sich wenden kann. Und da dann einfach hingehen und sich aufnehmen lassen.
Viel Glück.
Kommentar von ostIcrimeostIcrime 19.06.2012also bis zu einem jahr wäre deutlich zu lang, ihrer krankenkasse weiß ich nicht, frage sie aber sobald wie möglich
Kommentar von Agonie6Agonie6 19.06.2012Das ist echt das Problem. Grade bei akuten Geschichten...
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Okay, danke, das wusste ich nicht :-)