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Zoo - tolle Einrichtung oder doch nur Tierquälerei?

gefragt von Wieselchen Wieselchen am 03.04.2008 um 22:25 Uhr

Wir waren heute im Zoo. Es war schön, unser Sohn hatte sehr viel Freude daran und hatte einen tollen Tag. Mir allerdings sind viele Tiere aufgefallen, die nur apathisch in den Ecken saßen. Ein Elefant stuppste immer mit dem Kopf gegen die Tür des Elefantenhauses, er wollte offensichtlich rein. Überall waren Elektrozäune, der Gestank in einigen Ecken war überwältigend, der Platz in manchen Gehegen kam mir doch oft sehr beengt vor. Ich merkte wieder einmal, warum ich schon so lange nicht mehr im Zoo war, mich dauern die Tiere und ich bin mir nicht sicher ob das alles so richtig ist.

Ich frage mich, ob es richtig ist, die Kinder in den Zoo mitzunehmen und


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Reply


regideur
beantwortet von regideur am 3. April 2008 22:30
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Es gibt für alles ein für und wieder. Das wieder hast Du ja schon gut beschrieben und ist nicht von der Hand zu weisen. Auf der anderen Seite ist es aber so dass eine Beobachtung von Tieren im Zoo am einfachsten und ungefährlichsten ist. Was zum Verständnis des Tieres beiträgt. Auch wären schon lange verschieden Arten ausgestorben. Auch die Zucht und Wiederauswilderung ist meist nur über Zoos machbar.

Kommentar von F41cf695fb1ed23e82026f4f52ab4a79smallImGampi am 3. April 2008 22:38

Stimmt. Aber nur, weil der Mensch massiv in die natürlichen Lebensräume der typischen Zootiere eingreift. Diese Daumen sind mir unverständlich.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:23

Ich glaube die Menschen sehen sich gerne als Retter...aber das rechtfertigt nicht warum ein Puma im Zoo in einem Gehege vor sich hin vegetiert das selbst meinen Katzen zu klein wäre!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:29

Marah, das sehe ich genauso.


kraudischen
beantwortet von kraudischen am 3. April 2008 22:28
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Ein Zoo ist schon eine tolle Einrichtung. Tiere sind dort nicht nur eingesperrt, sondern auch geschützt; und es wird auch gepaart und geforscht. Einige Tierarten würde es jetzt schon nicht mehr geben. L.G.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:42

Gepaart und geforscht... Zu welchem Nutzen? Ich sehe den Sinn in Zoos nicht. Paarung und Forschung kann man auch in Tierparks, in denen die Gehege wesentlich großzügiger angelegt sind und dafür nicht die breite Masse der Tiere zur Schau stellt.

Kommentar von Simple_avatar5smallkraudischen am 3. April 2008 23:14

Es geht doch auch hier wie immer ums Geld. Ohne Sponsoren und Einnamen kann kein Tierpark leben, leider. L.G.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:26

Wenn man betrachtet was die Wirtschaft den Tieren so antut, dann sollte der Staat für Wildparkanlagen aufkommen ...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:32

Nein, du kannst nicht immer alles dem Staat aufbürden. Der ist schon marode genug. Aber warum nicht die Tiere da lassen, wo sie hingehören und dafür gute Dokumentarfilme drehen? Mein Sohn liebt diese Dokumentarfilme genauso oder noch mehr, als er den Besuch im Zoo heute genossen hat

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:46

Ich will nicht immer alles dem Staat aufbrummen- aber wo genommen wird, sollte auch was gegeben werden. Ich würde mich freuen wenn ein Teil meiner Steuern da hin verwendet würde. Die Zoos werden sicherlich auch öffentlich gefördert...

Kommentar von Simple_avatar5smallkraudischen am 3. April 2008 23:47

Weil Morgen kein Film mehr gedreht werden kann. Elefanten von Wilderen erlegt, Tiger ausgestorben, Zebra von hungernden Ureinwohnern......u.s.w. L.G.

Kommentar von Simple_avatar5smallkraudischen am 3. April 2008 23:50

Hallo Mahra, nicht der Staat(wir) sondern die Wirtschaft sollte für die Schäden aufkommen. Leider haben wir noch kein Gesetz . L.G.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 4. April 2008 00:04

Ja so meinte ich das im Prinzip auch. Die Konzerne müssen natürlich zur Verantwortung gezogen werden aber das geht nur über den Staat (hab ich mit Politik in Verbindung gebracht). Aber wenn ich wüsste das mein Geld für solche Dinge verwendet würde und nicht die Falschen bekommen...Och- ich kann mich heut einfach nicht vernünftig ausdrücken :-(


sheela2011
beantwortet von sheela2011 am 3. April 2008 22:31
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Weißt Du die Kinder sehen nur die Tiere und den Spaß und nicht die Probleme die wir Erwachsene dahinter sehen.

Bei uns in der Nähe ist die Wilhelma, die ich schon oft besucht habe, solche Probleme sind mir dort noch nie aufgefallen, obwohl ich auch immer sehr kritisch und mit offenen Augen durch den Zoo gehe.

Mich dauern halt die Tiere die sich nicht in ihrer natürlichen Umgebung aufhalten, viele, wenn nicht sogar alle sind aber in Gefangenschaft geboren und kennen es nicht anders, in freier Wildbahn würden die zugrunde gehen. Artgerechte Haltung wird in guten Zoos großgeschrieben.

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 3. April 2008 22:36

Die Wilhelma ist ja auch ein sehr guter Zoo! Ich war da ein paarmal, und würde gerne mal wieder hin.

Kommentar von 90d403d723aa221c992a7c09d16139aasmallsheela2011 am 3. April 2008 22:40

Ja, in den Pfingstferien werden wir vielleicht einen Besuch machen, jetzt haben wir ja einen Wilbär....;o)

Kommentar von F41cf695fb1ed23e82026f4f52ab4a79smallImGampi am 3. April 2008 22:39

Einfach lachhaft! Artgerechte "Haltung" gibts einfach nicht.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 22:44

@ ImGampi - warum gibt es die nicht? Hast Du da vielleicht ein paar Links, die Du uns hier geben kannst?

Und - wir Menschen leben auch nicht "artgerecht" - aber wer bestimmt, was "artgerecht" ist?

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 22:52

@imgampi - Meines Wissens gibt es die schon - es gibt ein Gesetz, das sich damit befasst und das eingehalten werden muss.


raubkatze
beantwortet von raubkatze am 3. April 2008 22:33
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Sicher eine umstrittene Einrichtung! Aber manche Arten haben leider nur noch im Zoo eine Überlebenschance. Und ich finde es wichtig, daß wir auf diese Weise eine Möglichkeit haben, fremde Tiere kennen und schätzen zu lernen. Oft ist ein Zoo auch eine Aufnahmestätte für nicht artgerecht gehaltene, vereinsamte und verhaltensgestörte Tiere, die in der Wildnis keine Chance mehr hätten.


ImGampi
beantwortet von ImGampi am 3. April 2008 22:27
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Zoos sollten dringend per Gesetz verboten werden. Zirkusse mit Tieren ebenfalls. Schlimm, dass die "modernen" Menschen sowas noch goutieren und dafür noch Eintritt bezahlen. Anachronismus pur.




Kommentar von skeptiker007 am 3. April 2008 22:30

Zu Glück gibt es schon viele Zirkusse, die auf Tiernummern verzichten.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 22:39

Und die sind oft leider auch sehr "langweilig" - Zum Zirkus gehören einfach Elefanten, Raubkatzen, Pferde usw. Ohne das ist es bestenfalls ein Varieté...


HerrLich
beantwortet von HerrLich am 3. April 2008 22:35
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Ich stehe da auch immer zwischen zwei Meinungen. Auf der einen Seite tut mir jedes Tier leid, dem die Freiheit genommen wurde. Auf der anderen Seite würde man so manche Tierart sonst nie in seinem Leben zu Gesicht bekommen. Fragt sich nur, was ist wichtiger.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 22:41

Auch als Denkanstoss - wenn ein Tier schon im Zoo geboren wurde und seine Elten ebenfalls im Zoo geboren wurden - dann wurde ihnen die freiheit doch gar nie genommen, weil sie nie eine "freiheit" in dem Sinn hatten....?

Kommentar von E2fa440c10c0c80559920d054009341dsmallHugo Geier am 3. April 2008 22:50

Das ist ein Freiheits-Standpunkt, der aus der Sicht des Menschen automatisch angenommen wird - ist auch ganz "natürlich".

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:52

Rolf, hat man das nicht auch in den Südstaaten über die Sklaven gesagt?

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:02

@ Tanzwiesel - da ist der grundsätzliche Fehler gewesen, dass die Sklaven Menschen waren, denen aber das "Menschsein" nicht anerkannt wurde. Hier sprechen wir aber von Tieren - nicht das ich "Tiere" herabsetzen will - und da liegt m.E. die Sachlage schon ein wenig anders.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:19

Nein, Rolf. Da kann ich nur sagen, das stimmt nicht. In den Instinkten der Tiere steckt auch der Drang nach Freiheit und Bewegung, die in Zoos nur unzureichend simuliert werden können. Genauso verhält es sich mit dem Jagdtrieb usw.

Ich will die Bemühungen der Tierpfleger nicht schmälern, sie alle geben ihr Bestes, um den Tieren ein gutes Zuhause zu bieten. Nichtsdestotrotz ist eine Gefangenschaft eine Gefangenschaft und somit für mich unerträglich, egal ob Mensch oder Tier.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:34

Ok Tanzwiesel - ich akzeptiere Deine Meinung. Aber ich hoffe, dass Du mir nicht böse bist, wenn ich trotzallem bei meiner Ansicht bleibe.

Nur komme ich aber auch, beim Weiterdenken über Deinen Standtpunkt zu der Erkenntnis, dass wir Menschen ja dann eigentlich auch völlig "falsch gehalten" werden - wir werden ja auch gezwungen, Dinge zu tun, die wir nicht wollen, bloss weil andere uns dazu bringen was zu tun, was SIE wollen und wir werden traurig, agressiv und apathisch dadurch - und unglücklich...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 4. April 2008 00:00

Rolf, ist das ein Grund, es den (schwächeren) Tieren gleichzutun? Hat deine Mama dir nicht beigebracht, dass man keine Brillenträger und keine Mädchen hauen darf.... ;-)

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 4. April 2008 00:02

Nö - ich war immer der Brillenträger, den man gehauen hat... <schluchz>

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:55

HerrLich, für mich persönlich ist es nicht so wichtig, ein Tier mal "live" zu Gesicht zu bekommen, denn das Verhalten in freier Wildbahn ist eh anders und auch m.E. wesentlich besser in Dokumentationen zu erfassen und zu begreifen als im Zoo, da bei einer Dokumentation auch noch ein Forscherteam erläutert, was ich da gerade sehe.


Maienblume
beantwortet von Maienblume am 3. April 2008 22:46
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Wie bei fast allen Dingen gibt es auch unter den Zoos sehr gute, und sehr schlechte Einrichtungen.

Heutzutage hat ein moderner Zoo keine Ähnlichkeit mehr mit dem "Tierknast" früherer Tage. Im Gegenteil wird oft das Menschenmögliche getan, um den Tieren ein weitgehend artgerechtes Verhalten zu ermöglichen.

Ohne die Erhaltungszuchten der Zoos wäre manche Tierart längst ausgestorben, und manche Wildpopulation ist nur durch Zootiere wieder möglich geworden (Przewalski-Pferd in der Mongolei).

Viele Forschung könnte nicht stattfinden ohne die Beobachtungen in Zoos. Dadurch wachsen stetig die Erkenntnisse über Verhalten und Physiologie.

Und zuletzt, aber vielleicht am Wichtigsten: wo sonst könnte der moderne Mensch seine Liebe zur Kreatur noch entdecken, wenn nicht als Kind im Zoo? Das halte ich für extrem wichtig, und wer genauer hinguckt, kann auch als Erwachsener im Zoo noch eine Menge lernen!

Ach ja: es gab mal ein Ranking aller deutschen Zoos, durchgeführt vom "Stern": Spitzenreiter war Köln, zweiter (glaube ich) die Wilhelma in Stuttgart, und dritter der Nürnberger Tiergarten (der Punktabzug bekam wegen des Delphinariums).Oft im Tiergarten zu sein war eines der beglückendsten Erlebnisse meiner Kindheit, und ich gehe heute noch leidenschaftlich gerne dorthin. Trotz dem Rummel wegen "Flocke".

Kommentar von 1a7719370b030074d1e4671d0e54bd94smallraubkatze am 3. April 2008 22:59

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.... ;) Hack mal drauf, ich beiss´ zurück! ;)) Bussi

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 3. April 2008 23:10

Anm.: "Trotz DES Rummels wegen Flocke". Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod undsoweiter...

Aber eines noch, weil ich inzwischen eine Menge Antworten zum Thema hier gelesen habe: Leute, Ihr geht teilweise superemotional heran! Ein Tier, das in Gefangenschaft geboren wurde, KENNT die Welt nicht anders, und kann sich daher ein freies Leben nicht einmal vorstellen! Soweit gehen die kognitiven Fähigkeiten gar nicht!

Ich bin bestimmt ein rettungsloser Tierfreund und liebe alles, was kreucht und fleucht, aber man muß schon differenzieren können, wenn man sich diesem komplexen Thema nähert!

Einem Tiger gegenüberzustehen, schlägt alle, aber auch alle Dokumentationen im TV, weil das Tier durch alle Sinne "erfahrbar" wird! Mein Verständnis für Tiere steigt durch unmittelbare Erfahrung exponentiell an, nicht durch Vorgekautes, Vorverdautes in der Glotze!

Und was wir oft als "gequält" wahrnehmen, ist der alleinige Feind des Zootieres: die Langeweile. Aber auch dagegen wird viel unternommen, z.B. durch Vergesellschaften mehrerer Arten im gleichen Gehege, Spielzeug und vieles mehr. Verantwortungsbewußte Zoos gehen gut mit ihrem Kapital um.

So, nun habe ich mich erstmal ausgetobt.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:15

Einen goldenen DH mein liebes Maienblümchen....

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:16

Maienblume: "Ein Tier, das in Gefangenschaft geboren wurde, KENNT die Welt nicht anders, und kann sich daher ein freies Leben nicht einmal vorstellen!"

Das wurde seinerzeit auch in den Südstaaten über Sklaven gesagt...

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:24

Tanzwiesel: Auch hier noch einmal die Anmerkung Die Sklaven waren Menschen, die sehr wohl dazu in der Lage waren das zu empfinden. Und weil es Menschen waren, war alles Schlimme, was man ihnen angetan hat ein riesengrosses Unrecht und unMENSCHLICH.Bei Tieren (ausser eventuell bei den Primaten) dürfte die Vorstellungskraft über die Freiheit und die Realisation, WAS Freiheit ist und der "Wunsch" "frei" zu sein nicht relevant sein. Das ist m.E. eine Art Vermenschlichung, die wir Menschen bei den Tieren anwenden/vermuten.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:33

Ich mag die Art nicht, wie du Menschen über Tiere stellst, Rolf. Deswegen breche ich die Diskussion lieber ab.

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 23:42

@ Tanzwiesel - was ist an Rolfs Meinung so schlimm - er sieht das realistisch: Menschen haben eine viel komplexere Psyche und Verhaltensweise als Tiere - das ist nun einmal Fakt. Er stellt keineswegs den Menschen ÜBER die Tiere, er hat nicht behauptet, dass wir Menschen besser sind, wir sind nur komplexer und anders.

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:45

@ Tanzwiesel: Ich stelle den Menschen doch nicht ÜBER die Tiere. Wir Menschen sind nun mal anders in unserer Denkens- und Gefühlsweise - und nichts anderes als das schreibe ich doch gerade zu allem hier.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:42

Tut mir leid Rolf aber ich denke Du schätzt Tiere vollkommen falsch ein. Tiere brauchen ihre Freiheit und auch wenn sie in Gefangenschaft geboren sind und es nicht anders kennen, bringt die Gefangenschaft Nachteile die sie sehr wohl spüren. Eine Wohnungskatze, die nie draussen war, vermisst die Freiheit auch. Das zu erkennen hat nichts mit Vermenschlichung zu tun. Woher möchtest Du bitte beurteilen, was Tiere realisieren und was nicht? Nur weil sie es nicht aussprechen und formulieren können???

Kommentar von 309dce285d4088b3857c5f2dfeb4e306smallRolf u. Högemann am 3. April 2008 23:54

@marah - aber aufgrund deines Argumentes könnte man ja auch nicht mit Bestimmtheit das Gegenteil meiner Meinung beweisen: Ein Tier kann Dir ja auch nicht sagen/formulieren, DASS es lieber "frei" sein möchte. Ebenso wie es nicht sagen kann, dass es lieber im Käfig/im Gehege/ in der Wohnung bleiben möchte.

Aber ich akzeptiere Euer aller Meinung - möchte aber auch hoffen, dass Ihr es akzeptiert, dass ich meine Meinung ebenso beibehalte - ebensowenig wie ich Euch "überzeugen" konnte, konntet Ihr mich "überzeugen". Und jetzt könnt Ihr mich steinigen... <g>

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 4. April 2008 00:08

Solange die Möglichkeit besteht das die Tiere ihre Freiheit vermissen könnten, sollten wir das auch als MÖGLICH in Betracht ziehen und uns nicht einfach drüber hinwegsetzen-nach den Motto:"Die kriegen ja sowieso nichts mit" Steinigen wird Dich schon keiner :-) Ich habe täglich mit solchen Argumenten zu tun- das habe ich mir selber eingebrockt- inzwischen kann ich sachlich damit umgehen.LG

Kommentar von 9b60c7ef4282523335108252ad82a974small Cy am 3. April 2008 23:16

@ Maienblume: Ja, die arabische Oryx zum Beispiel, eine Bergziege, die in der freien Natur bereits ausgestorben war, wurde in den 80er Jahren vom Sultan von Oman in den Zoos in Europa gekauft. Er ließ sie züchten, und nun lebt sie wieder frei im Oman. Der Kick ist, dass die Beduinen, die früher zu ihrer Ausrottung herzhaft beigetragen haben, jetzt als Wildhüter ALLES tun, um die Oryx vor Wilderern zu beschützen. Sehr erfolgreiche Strategie!! Wäre ohne unsere Zoos aber nicht möglich gewesen.

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 3. April 2008 23:39

@Cyberoma: ich weiß noch einige Beispiele mehr, aber das ist ein besonders gutes.

@Tanzwiesel: hier liegt genau die Vermenschlichung, die zur Denkfalle wird! Die Sklaven waren durchaus fähig, sich ein anderes Leben vorzustellen, es wurde ihnen ja auch direkt vorgelebt von der Herrschaft. Aber ein Tier hat keine Sprache, um seinen Kindern zu erzählen, wie´s früher in der Savanne war, rechts vom Ngorongoro...und Wildfänge kommen nur noch selten herein. Es kann sich ein anderes Leben nicht vorstellen, ich sagte bereits, daß die kognitiven Fähigkeiten dazu fehlen.

Auf einer anderen Ebene betrachtet würde ich sogar soweit gehen zu behaupten: um ein Interesse aller Menschen zu wecken an der belebten, intakten Natur, ist es legitim, ein paar Individuen der Deprivation durch die Zooumwelt auszusetzen. Denn diese paar Individuen tun damit Gutes für ihre gesamte Art. Uns für alle anderen Arten auch, die sonst unserer Aufmerksamkeit entgehen würden.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:51

Die kognitiven Fähigleiten der Tiere sind noch nicht genügend erforscht- der Mensch kann nur spekulieren welche Ausmaße dort vorliegen. Ich denke mit diesem Argument sollte der Mensch sich zurückhalten- die anderen Dinge die Du sagst machen aber schon wirklich Sinn. Vielleicht müssen ein paar Tiere einfach leiden, damit der Mensch seine Augen öffnet...

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 4. April 2008 00:03

@Marah: ich bin bestimmt jemand, der alle Sinne weit aufsperrt, um in den Tieren zu "lesen", um zu erfassen, was in ihnen vorgeht, und ich bin froh, wenn Tiere so nett sind, mir das auf verständliche Weise mitzuteilen. Über die Grenzen der Forschung gebe ich Dir absolut Recht. Ich habe Zoologie studiert, und bin nicht konform gegangen mit manchem, was uns damals eingetrichtert wurde - jetzt erst, nach vielen Jahren, ist man überhaupt erst so weit, den Tieren Gefühle zuzugestehen! Das wäre damals ein Unding gewesen, so etwas zu behaupten!

Ich ziehe auch Grenzen - die Zoohaltung der Menschenaffen ist mehr als fragwürdig - aber im Großen und Ganzen hat sich viel getan, und es wird sich noch viel mehr tun, im Positiven, dessen bin ich mir sicher. Und daß Zoos dabei helfen, auch. Mit allen Seiten, den Guten und den Schlechten!


Süßzahn
beantwortet von Süßzahn am 3. April 2008 22:28
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na ja...die kinder lieben den zoo...und wir erwachsenen schauen uns auch gerne tiere aus der nähe an...ob es richtig ist tiere einzusperren !?!? mit sicherheit NEIN !!!! aber es wird sich leider nie ändern...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:40

Ändern wird sich nur dann nichts, wenn wir für unsere Überzeugungen nicht einstehen.


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 3. April 2008 22:34
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eigentlich finde ich zoo auch recht schön, allerdings stimmt es auch, dass die tiere da manchmal nicht ganz glücklich sind.

jedenfalls hat man den eindruck, kann aber auch sein, man deutet das nicht ganz richtig.

ich war bisher in zoos wo solche zustände, wie du sie schilderst nicht zu beobachten waren.

im gegenteil, die gehege waren schön groß und viele tiere lebten sogar im freigehege.

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 22:56

Woher weiss "man", ob die Tiere da glücklich sind? Interpretieren wir Menschen in die "Gesichter" der Tiere nicht eher Dinge hinein, die wir selber empfinden?

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:30

Wenn man Erfahrung mit Tieren hat, sieht man sofort welche Verhaltensweisen krankhaft sind.

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 23:39

Wieviele Menschen, die von den "unglücklichen" Tieren sprechen, haben denn Erfahrung mit den Tieren, von denen Sie glauben dass sie unglücklich sind? Vielleicht mal einer von fünfhundert.

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 3. April 2008 23:46

@weissvogel: ich sagte ja auch, dass es sein kann man deutet das nicht richtig.

die augen sagen viel aus, da gehe ich von meinem hund aus, da sehe ich alles sofort.

natürlich bin ich kein experte mit zootieren :o))


sunpoint
beantwortet von sunpoint am 3. April 2008 22:29
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Auch wenn es "stinkt" und manchmal etwas eng ist....ohne Zoo würden Deine Kinder die meisten Tiere nicht mehr "live" sehen.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:39

Den Geruch habe ich nicht gemeint, auch nicht dass es für uns eng war. Mir geht es um die Tiere. Sie leben oft in sehr beengten Verhältnissen, in ihnen eigentlich fremden Witterungsbedingungen, müssen es in der Nähe ihrer Fäkalien aushalten...

Ich weiß nicht, ob wir da nicht lieber drauf verzichten sollten, auch wenn das hieße, dass mein Sohn diese Tiere niemals live zu sehen bekommt.

Kommentar von 185a409cd19fc9526d3b7fb6bec6f5edsmallsunpoint am 3. April 2008 22:42

Da hast Du Recht...aber ich denke immer das man ohne den Zoo viele Tiere nicht mehr "live" sehen würde. Und Mühe geben sie sich doch das es einigermaßen ordentlich und artgerecht zugeht.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:22

Mühe allein genügt aber nicht, sunpoint. Du kannst dir noch so viel Mühe geben, wenn ein Tier unter deiner Mühe leidet, wird es dadurch nicht besser, weil du redliche Absichten hattest.


Rolf u. Högemann
beantwortet von Rolf u. Högemann am 3. April 2008 22:36
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Nur als Denkanstoss - manche Tierarten würde es gar nicht mehr geben, wenn sie im Zoo nicht ein sicheres Zuhause hätten und sich dort vermehren würden.

Es kommt ja wohl auch darauf an, wie dieses Zoos geführt werden. Und in den grossen Tierparks wie Hamburg, Berlin, Stuttgart, München usw. habe ich keinen Zweifel an den Kompetenzen.

Ausserdem sind ein Grossteil dieser Tiere schon in Gefangenschaft gezeugt und geboren worden - die würden in "freie Wildbahn" gar nicht mehr überleben...

Kommt da nicht wieder unser "emotional gelenktes" Denken zum Vorschein? "Ich würde es nicht lieben, so zu leben, wie das Tier dort im Gehege - also WILL das Tier auch nicht so leben und wäre glücklich, wenn es "in Freiheit" wäre."

Und zum Geruch - Tiere in Freiheit haben auch niemanden, der ihren "Mist" wegmacht - und wenn sie zu einer Gattung gehören, die zum Sch....en immer den gleichen Platz nehmen, dann stinkt es in freier Natur auch an diesen Plätzen "wie im Pumakäfig."

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:51

Danke für den Denkanstoss. Natürlich wird der Fortbestand mancher Tiere nur im Zoo gewährleiset. Aber ist das wirklich so erstrebenswert? Wenn Tiere in der freien Wildbahn nicht mehr überlebensfähig sind, bleiben meist nur ein paar davon übrig, die sich dann weiter entwickeln. So was nennt man Evolution. Dass man Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden, nicht gleich auf die Straße setzen kann, ist mir auch klar. Aber man könnte gleich nach der Geburt anfangen, sie auszuwildern. Das geht. Und was die Fäkaliensammlungen in freier Wildbahn angehen: Wenn die Tiere ihre Notdurft in freier Wildbahn schon an ein und derselben Stelle verrichten, bleiben sie aber dennoch nicht freiwillig im Dunstkreis dieses "Klos", sondern suchen ihn wirklich nur zur Erledigung ihrer Geschäfte auf.

Und das emotional gelenkte Denken würde bei mir immer anschlagen, wenn ich Tiere sehe, die apathisch in den Ecken liegen oder am Käfig hängen. Und auch dann, wenn ein Tier ins Tierhaus zurückwill, aber nicht darf, weil draußen grad eine Horde Menschen darauf wartet, dass die Show weitergeht...

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 23:14

Handeln wir dann nicht an unseren Kindern genau so schlimm? Ich habe neulich erlebt, dass vor einem Kindergarten ein Kind nicht reinwollte sondern mit seiner Mama wieder nach Hause und das Kind musste trotzdem in den Kindergarten obwohl es offensichtlich nicht wollte - aber nicht durfte, weil das Leben mit seinen Pflichten weitergehen musste... Und das passiert ja wohl auch sehr oft und viel in unserem Land sehr viele Menschen müssen Dinge tun, die sie nicht wollen und die sie schmerzen und wehtun - und bei Tieren ist das glaube ich ebenso. Müssten wir dann nicht eher unsere ganze Welt ändern um Zwang gegen Mensch UND Tier aufhören zu lassen? Aber würde dann nicht JEDER tun was er/es will - ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Menschen/Tiere... Oh - ich glaube, das kann man noch viel weiter ausspinnen....

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:35

WeißVogel, du hast Recht, und das sollte eine meiner weiteren Fragen werden. Der Zwang, unter dem Kinder aufwachsen ist wirklich teilweise so was von schlimm, das macht mich immer wieder betroffen. Also warte auf meine nächste Frage, da kannst du dann so richtig mitmischen ;-)


Marah
beantwortet von Marah am 3. April 2008 22:56
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Kommt auf den Zoo an. Ich bin im Ruhrgebiet schon heulend durch einen Zoo gelaufen und der Rest der Schulklasse hat das Leid der Tiere nicht im geringsten mitbekommen. Im Tv habe ich allerdings einen Bericht über einen Holländischen Zoo gesehen und der hat mich sehr beeindruckt: Eine Riesenanlage wo fast eine artgerechte Haltung möglich war-da würde ich mir auch sehr gerne mal die Tiere ansehen und hätte kein schlechtes Gewissen.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:23

Ruhrgebiet - Wo? Duisburg?

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 3. April 2008 23:33

Wuppertal- war echt grausam :-(

Kommentar von 9b60c7ef4282523335108252ad82a974small Cy am 3. April 2008 23:37

Der Kölner Zoo bekommt immer sehr gute Noten!! Er ist sehr modern, nach den neuen Erkenntnissen der Tierhaltung, und hat auch viel Platz.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:39

Vor rund 15 Jahren war Wuppertal mal schön, da hatten sie fast nur heimische Tiere. Da war es mein bevorzugter Tierpark. Ich war heute in Duisburg, und die Beklemmung, die mich da überzogen hat, habe ich immer noch nicht wieder los.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 4. April 2008 00:13

Ja- Duisburg ist auch echt übel. Aber da war ich schon seit meiner frühen Schulzeit nicht mehr. Ich habe auch meinen Eltern damals gesagt, dass ich nicht mehr in den Zoo möchte. Wenn ein Kind sowas sagt, ist das schon heftig. Ich bin aber froh, dass ich das schon damals so erkannt habe.


Miguelgonzerres Paolopestossolos
beantwortet von Miguelgonzerres Paolopestossolos am 3. April 2008 22:28
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Wir gehen doch alle hin und finanzieren das... also ? Müssten eigentlich alle gut darüber schreiben... Ich habe darüber eine nicht so tolle meinung, finde es aber auch lehrreich und niedlich meine Freundem, die Erdmännchen mal aus der Nähe betrachten zu dürfen...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 22:37

M.P., das ist aber gerade meine Frage? Soll ich weiterhin mit meinem Sohn da hingehen, weil er da so einen großen Spaß hatte oder soll ich es lieber sein lassen und ihm meine Bedenken erklären...

Kommentar von 431713c69ed49774c677dcee44bcf6e1smallWeissVogel am 3. April 2008 22:54

Tanzwiesel, warte bis, Dein Sohn das selber entscheiden möchte und lass ihm jetzt einfach die Freude. Vielleicht könnt Ihr ja mal Bücher zusammen über das Thema lesen oder auch mal die Biografie von Karl Hagenbeck.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallMiguelgonzerres Paolopestossolos am 3. April 2008 22:56

Natürlich sollst Du weiter da hin gehen... es wird ja auch weiter gerast und im Verkehr getrunken ( Alc. ) What else... Ich meinte ja... Mir tun diese Tiere auch sehr leid in der NICHT NATURELLEN UMGEBUNG... Den meisten zumindest wird doch trotzdem versucht, ein recht nettes Umfeld zu geben... Aber man sieht niocht selten, dass es auch ebenso vielen Leid bringt... Langes Diskussionsthema... Ich hatte heute gerade mit Freunden und deren Kindern das Thema... Stelle Euch vor, euer Bruder / schwester wäre einer der Täter aus NDS ( Holz ) ... Auch, wenn es hier den Rahmen sprengt... Für solche "Menschen" will man ja auch Verständnis... Viel, viel Überlegungsarbeit...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:21

"es wird ja auch weiter gerast und im Verkehr getrunken " ... und das sind auch Dinge, die ich nicht tue, egal wie viele Menschen da bewusst in Kauf nehmen, andere zu schädigen und u.U. sogar zu töten.

Der Spruch war doch nun wirklich nicht dein Ernst, oder?


waldgeist
beantwortet von waldgeist am 3. April 2008 23:12
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Ich war 1995 in Kenia und wenn ich daran denke, daß wir, bei einer Safari, einen ganzen Tag durch die Gegend gefahren sind, um eine Löwenfamilie zu sehen... und im Zoo teilen sich fünf Tiere ein paar m²... Da fällt mir nichts mehr dazu ein. Und Rolf so gern ich Dich lese, aber hier muß ich Dir widersprechen. Meine Tochter hat einen Cairn Terrier. Die Rasse ist mal für die Jagd gezüchtet worden. Sie werden aber schon seit 100 Jahren nicht mehr dafür genutzt. Wenn die Kleine bei mir ist, (ich wohne im Wald) rennt die 24 Stunden am Tag am Zaun hin und her, ist kurz vor dem durchdrehen. Gegen das Argument der Arterhaltung, kann ich allerdings nichts sagen.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:28

Waldgeist, danke für deine Worte. Zum Argument Artenerhalt sage ich nur: Wozu eine Rasse erhalten, die in freier Wildbahn nicht mehr überlebensfähig ist? Das erinnert mich immer so an diese Schaustellergruppen: "Die Dame ohne Unterleib!!" In der Evolution gab es das immer schon, dass die schwächeren Arten irgendwann entweder ausstarben oder sich zu angepassteren Tieren entwickelt haben.

Kommentar von 14c6ad7117d2f508bb59b7ef5bae18fdsmallwaldgeist am 4. April 2008 00:10

Ja Tanzwiesel das stimmt schon, aber haben nicht wir durch unsere Umweltpolitik dafür gesorgt, daß einige Tiere nicht mehr überlebensfähig sind? Und stehen wir jetzt nicht in der Pflicht, diese Arten zu erhalten? Allerdings könnte man das auch in deren Heimat machen. Aber Du hast schon Recht, wenn der Pol schmilzt, brauchen wir keine Eisbären zu züchten. Wo sollen die denn dann mal leben?


Cy
beantwortet von Cy am 3. April 2008 23:03
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Ich verstehe dein Unbehagen, Tanzwiesel, aber ich glaube, die Kinder merken nichts davon. Der Eisbär KNUT ist mit Sicherheit total verhaltensgestört, aber trotzdem will mein Enkelsohn (6) ihn jedesmal sehen, wenn er mich in Berlin besucht. Und ich gehe mit ihm hin, denn vielleicht ist das der Anfang von Tierliebe oder dem Interesse an der Zoologie. Meine Gedanken würden ihm die Freude verderben. Ich erzähle ihm aber, wie die Tiere in ihrer Heimat leben, und dass sie auch nicht "lieb" sind, sondern eben Tiere. Fressen sich gegenseitig auf usw.
Alles andere soll er selbst merken, wenn er älter ist.
Ich beruhige mein Gewissen damit, daß wir ja seit über 30 Jahren ein Artenschutzabkommen haben und daß so in den Zoos das Schlimmste verhindert wird. Als Arche Noah für bedrohte Arten sind sie sogar wichtig.

Interessant fand ich dieses hier: http://www.zeit.de/2007/18/Zoo-Editorial




Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:25

Cyberoma, ich denke nicht daran, ob das meinem Sohn die Freude an den Tieren vermiesen würde. Mir geht es darum, ob ich ihm da nicht eine Akzeptanz einer Sache vorlebe, die eigentlich (für mich erkannt) daneben ist, nur damit wir unseren Spaß haben. Das sind nicht die Werte, die ich meinem Kind mit auf den Weg geben will.

Kommentar von 9b60c7ef4282523335108252ad82a974small Cy am 3. April 2008 23:29

Lass es ihn selbst entdecken. Er hat noch so viel Zeit. Alles können wir nicht mit auf den Weg geben, und alles hat auch seine Zeit. Er ist doch erst 3. Oder 4? Dann: herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 3. April 2008 23:37

3, Oma, er wurde heute drei Jahre alt. Aber er lernt sehr viel und merkt sich so viel. Er ist wie ein Schwamm, saugt alles in sich auf. Und ich habe halt Bedenken, dass ich ihm da etwas falsches vorlebe.

Danke für die Glückwünsche.


MarcSu
beantwortet von MarcSu am 4. April 2008 00:39
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Ich finde, ein Zoo ist für viele Tiere immer noch besser als irgend so ein kleiner Wanderzirkus, wo es bekanntermaßen zu extremen Tierquälereien kommt.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 4. April 2008 00:52

Ein schlimmeres Unrecht macht ein anderes nicht besser.

Kommentar von Mausepiepsel am 4. April 2008 02:21

Das vll nicht aber ein Zoo hat immernoch einen Sinn. Ein Zirkus jedoch dient wirklich nur der Belustigung und die ärztliche Versorgung und generell das leibliche Wohl der Tiere spielt dort so gut wie keine Rolle. Das dürfte in einem Zoo wohl kaum der Fall sein. Immerhin sind die Überwachung durch die Veterinärämter schon von erheblicher Bedeutung in solchen Einrichtungen.


anonym
beantwortet von Mausepiepsel am 4. April 2008 02:05
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Sicher ist es nicht das Gleiche, als wenn die Tiere in Freiheit leben würden. Aber Sinn und Zweck eines Zoos ist es unter anderem auch vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten oder die Population wieder anzukurbeln. Deshalb halte ich das Besuchen von Zoos immernoch für eine Gute Sache. Und es gibt auch weitaus Schlimmeres, wenn man bedenkt wie die Tiere in China behandelt bzw.gegessen werden oder in anderen Ländern in Tierheimen dahinsiechen oder für die Belustigung der Öffentlichkeit gequält werden.....Das finde ich traurig. Wenn ich soetwas im Fernsehen sehe könnte ich fast heulen. Doch ich kann leider gar nichts dagegen tun.


majubu
beantwortet von majubu am 4. April 2008 14:27
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die frage polarisiert... es kommt immer auf den zoo an: ist er verhältnismäßig naturnah, sieht man die tiere kaum, ist er nur ein "knast", sieht man meist nur verhaltensgestörte tiere. frage ist, was braucht ein tier? wenig: futter, ein revier, regelmäßigkeit, partner. danach strebt es in freier wildbahn, das erhält es im zoo ohne sein leben zu riskieren. würde man ein zootier zum ausbüchsen auffordern (z.b. affen, die mir schon öfter im leipziger zoo vor die füße gewuselt sind...), es würde in aller regel bleiben. weil es die sicherheit schätzt. klingt simpel, ist es auch. und die zoos sind alle in diverse artenschutzprogramme eingebunden, eben weil der mensch so oft mensch ist und populationen zerstört. das ist der erste schritt zur besserung! wer schützt denn später tiere, die er nie gesehen hat?? der zoo von heute ist eher eine chance und darum sollte man auch hingehen.

kleiner buchtip: "schiffbruch mit tiger" von yann martell


curator
beantwortet von curator am 8. April 2008 22:03
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kann beides sein, eine reine quälerei für die hungernden tiere, oder ein wahres paradies mit naturgerechter haltung, kommt also jeweils auf den konkreten einzelfall an.




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