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Zölibat ! Heute kam raus, dass der Kaplan (kath.) hier schon länger eine Freundin hat. Was nun ?

gefragt von solf1solf1 am 05.07.2007 um 13:44 Uhr

Der gute Mann ( 41-jährig ) ist sehr beliebt und ein toller Seelsorger. Der Bischof wird ihn wohl entlassen müssen. Wie lange kann sich die Kath.Kirche diesen Schwachsinn noch leisten? Was meint ihr dazu?


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gri1su
beantwortet von gri1su am 5. Juli 2007 14:08
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Ich habe die katholische Kirche noch nie so richtig verstanden: Zölibat, Sex nur zur Zeugung, keine Verhütung, keine Abtreibung (aus welchen Gründen auch immer)..... usw. usw. Traditionen und Werte sind ja ganz schön, wenn sie denn auch der Zeit angepasst werden!!!!

Also Kameraden, vorwärts, wir müssen zurück (in die Steinzeit)

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 5. Juli 2007 14:10

Ja, Möönsch, dafür hat doch der Herr Luther vor geraumer Zeit die Konkurrenz gegründet! Wer katholisch sein will, der muss halt auch die Konsequenzen in Kauf nehmen!

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 5. Juli 2007 14:15

ich bin weder katholisch, noch denke ich, dass man sich willenlos den "Gebräuchen" der katholischen Kirche beugen muss, zumal sie teilweise wirklich weltfremd sind.

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 5. Juli 2007 14:21

Das meine ich allerdings auch! Danke

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 5. Juli 2007 16:15

über Regeln läßt sich ja streiten, aber wenn man einen Arbeitsplatz zu bestimmten Bedingungen annimmt muß man sich auch dran halten. Wenn nicht maß man halt den Job wechslen, kann aber nicht drauf hoffen seinen Arbeitsplatz zu behalten. Dies ist überall so.

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 5. Juli 2007 18:54

Ach, und deshalb darf die katholische Kirche weiterhin so weltfremd agieren??? Es geht nicht um den Priester, sondern um die Thesen der Kirche. Der Priester muss vielleicht persönliche Konsequenzen ziehen, aber mit welcher Berechtigung?

Kommentar von Teleminchen am 9. Juli 2007 06:03

Tut sie doch überhaupt nicht - in Afrika gibt es verheiratete Priester... Und wenn niemand mehr Priester werden will, gibt es hier auch Änderungen - jede Wette. Schließlich gibts auch immer mehr Frauen in der Katholischen Kirche, die nicht nur ehrenamtliche Aufgaben erfüllen - das war vor Jahrzehnten auch undenkbar.


lachnieth
beantwortet von lachnieth am 5. Juli 2007 13:53
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Ich als Protestant stehe dem Zölibat mit gemischten Gefühlen gegenüber. Was meiner Meinung nach sehr Wirkungsvoll sein kann, ist daß wenn Euer Seelsorger entlassen oder versetzt wird, die gesamte Gemeinde auf die Barrikaden geht und ggf. mit geschlossenem Kirchenaustritt oder übertritt zum Protestantischenglauben droht. Euer Seelsorger wäre dann auch nicht der Erste, der die Kirche wechselt.
Die Geschicht hat doch immer wieder bewiesen, daß die, die am lautesten Keuschheit und Armut predigen die größten Sünder sind.

Kommentar von A931f4de3f7d6f2da7e9bfaf618312f7smallbarnabas am 6. Juli 2007 12:31

Sorry, aber solche Pauschalverurteilungen wie die in deinem letzten Satz habe ich noch nie gemocht. Aber Du hast insoweit Recht, dass es bei denen am deutlichsten auffällt. Gruß Barnabas


anonym
beantwortet von Teleminchen am 5. Juli 2007 14:21
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Ich bin auch Protestant, aber ich vertrete die Meinung, dass jemand, der einen Beruf ergreift, der an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, diese auch einhalten sollte. Ein Model, das einen Vertrag schließt mit der Bedingung, sein Gewicht zu halten oder nicht schwanger zu werden, muss auch aus dem Vertrag, wenn sie sich nicht daran hält. Eine Diakonisse oder Nonne darf ebenfalls nicht heiraten. Es gibt auch andere Berufe, die man im Falle eine Kündigung durch den Arbeitgeber woanders nicht im gleichen Maße ausüben kann - genau wie ein Priester (z.B. Polizist, Justizbeamter etc.) Gerade solche Hürden bewirken zusätzlich, dass Priesteranwärter sich wirklich intensive Gedanken zu ihrer Berufswahl machen, weil es eben so eine weitreichende Entscheidung ist. Wenn ich daran denke, welche moralische Last ein Priester tragen muss! Wenn sie einen "Fehler" machen, regen sich die Leute ganz besonders auf.

Kommentar von Simple_avatar5smallVollstrecker am 5. Juli 2007 14:40

Die Antwort finde ich sehr gut! Das sollte man mal wirklich Arbeitsrechtlich prüfen!


anonym
beantwortet von panda am 5. Juli 2007 13:52
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Macht eine Kollekte für seine Hochzeit. ;-)


anonym
beantwortet von Szintilator am 5. Juli 2007 14:31
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Da fragt ein Kaplan den anderen, werden wir es noch erleben, daß das Zölibat abgeschafft wird? Nein, sagt der andere, wir nicht aber unsere Kinder wohl!¡

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 5. Juli 2007 14:37

danke für diese lustige Antwort!Ich sage es ja nur, weil der Support jetzt meint, dass ich zu Tode betrübt sein müsste! :-))

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 5. Juli 2007 15:33

Soll ich's beanstanden? :-)


anonym
beantwortet von maxxx am 5. Juli 2007 14:37
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Herzlichen Glückwunsch zu so einem Kaplan, der mitten im Leben steht. Mich wundert es nicht, dass er (trotzdem)ein toller Seelsorger ist. Er hat vielen seiner Kollegen entscheidende Erfahrungen voraus, die diese wohl nie machen werden und kann somit die Menschen besser verstehen und sich in sie hineindenken.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 5. Juli 2007 15:28
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Es ist gar nicht so sicher, daß die Kirche den Kaplan entlassen wird. Bleibt seine Liebe weiterhin "geheim", so toleriert die Kirche dieses oft sehr wohl. Sie haben einfach Nachwuchssorgen. Hier im Münsterland gab (oder gibt es noch) ein regelmäßiges Treffen von Frauen, die mit Priestern leben und auch Kinder haben. Ich wünsche dem Kaplan alles gute. Für seinen Job und seine Liebe!


Luise
beantwortet von Luise am 5. Juli 2007 19:11
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Es gibt seit ca. 2 Jahren erstmals einen verheirateten katholischen Priester in Deutschland. Habe das im Radio gehört. Er war schon evangelischer Pfarrer und verheiratet und ist konvertiert zum katholischen Glauben. Da musste der Vatikan abwägen zwischen dem Sakrament der Ehe und dem Sakrament der Priesterweihe. Man hat ihn verheiratet in die Kath. Kirche übernommen. Das ist doch schon mal was und geht in die richtige Richtung.

Kommentar von A931f4de3f7d6f2da7e9bfaf618312f7smallbarnabas am 6. Juli 2007 12:33

Das gibt es häufiger. Auch in meinem Stadtteil öffnet die Frau des Priesters, wenn man am katholischen Pfarrhaus klingelt. Gruß Barnabas


anonym
beantwortet von nefataria am 5. Juli 2007 14:47
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Mal ganz ohne Emotionen geschrieben: Wer sich an die Spielregeln nicht hält, fliegt vom Platz. Ich muß ja nicht in einen Verein eintreten, wenn mir das Regelwerk nicht gefällt. Davon abgesehen, denke ich, die Kirche und die katholische im Besonderen, ist unnütz. Der oben benannte Kaplan bleibt doch der selbe Mensch, auch wenn er nicht von der Kirche bezahlt wird. Also kann er doch weiterhin seinen seelsorgerischen Auftrag, zu dem er sich offenbar berufen fühlt, seinen Mitmenschen zuteil kommen lassen. Dazu ist eine Verkleidung nicht notwendig, denn nur die Worte sollen doch helfen.

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 5. Juli 2007 14:55

Danke!


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 5. Juli 2007 17:26
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Auf diese Art hätte die Kirche keine "Nachwuchs"-Sorgen mehr!


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 5. Dezember 2007 18:07
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Am besten fragst du den Papst, wann er das Zölibat aufhebt (er spricht ja deutsch). Ich bin nämlich nicht der Meinung der BILD-Zeitung, dass "Wir Papst sind".


stefvol
beantwortet von stefvol am 7. Juli 2007 11:04
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Nenne mir einen einzigen katholischen Pfarrer - der sich an das Zölibat hält.


barnabas
beantwortet von barnabas am 6. Juli 2007 12:29
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Houston, wir haben da ein Problem. Die innerkirchlichen Strukturen der katholischen Kirche machen es einigermaßen schwer, einmal gefällte Entscheidungen so einfach wieder umzustoßen, wie sich das vielleicht eine "normale" Firma leisten könnte. Dem steht das im 19. Jahrhundert aufgestellte Dogma von der Unfehlbarkeit des päpstlichen Lehramtes entgegen. Das bedeutet zwar nicht, dass sich ein Papst nie irren kann, aber es bedeutet, dass vom päpstlichen Lehramt abgegebene Erklärungen und Lehraussagen nicht 100%ig revidiert, sondern maximal angeglichen werden können. Das ist auch der Grund dafür, dass es immer einen theologischen expertenkreis gibt, die dann überprüfen müssen, wie sich neue Erklärungen des amtierenden Papstes mit bereits abgegebenen Erklärungen der alten Päpste vertragen. Und erst wenn das alles o.k. ist, tritt der Papst an die Öffentlichkeit. So kann der Papst also nicht einfach sagen: "Ihr lieben Priester, ab heute dürft ihr heiraten." Das würde einfach den früher abgegebenen Erklärungen widersprechen. Und das ist nicht vorgesehen. Der Grund für diese für unsere heutigen Ohren schwierige Regelung sind schlechte Erfahrungen in früheren Jahrhunderten, wo manche Päpste eher die eigenen Machtinteresen als das Wohl der Kirche im Auge hatten. Luthers manchmal geradezu gehässige Kritik am römischen Klerus war ja nicht aus der Luft gegriffen. Also hat man dann einen sehr steilen Riegel geschmiedet, der ausschloss, dass Papst X den Himmel für grün erklärt und Papst Y für rot. Sied also bitte barmherzig :-) Gruß Barnabas


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