Frage von pppp22305, 64

Was mache ich gegen Zitterattacken und Druck?

Hallo,
ich bin seit mehreren jahren depressiv etc und ebenfalls traumatisiert. Als ich heute beim Therapeuten alles von vorne detailreich wiedergeben musste, fing alles an. Mir ging bzw geht es wirklich mehr als kake wenn mans so ausdrücken kann. Ich habe seitdem immer Zitteranfälle (sehr doll) und angstzuständen etc.. Ich weis gerade echt nicht weiter, wisst ihr irgendwelche ablenkungsstratergien? Ich habe mich in solchen situationen eigentlich immer selbstverletzt, da ich derzeit aber in einer klinik bin, kann ich mir so einen rückfall nicht leisten. Ich bin für jeden ratschlag dankbar!

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 37

das ziel einer psychotherapie ist, dass diese emotionen hochkommen und dann verarbeitet werden können. falls du noch nicht bereit dazu bist, sage dies deinem therpeuten.

als ablenkung würde ich dir sport empfehlen. dies baut innere anspannung ab (gemäss diversen wissenschaftlichen studien).

Antwort
von inka188, 29

Ich hatte vor einem Jahr Neuroleptika abgesetzt und es ging mir damit richtig dreckig. Ich hatte auch extreme Zitteranfälle, starken inneren Druck und starke Unruhe. Das waren aber keine Entzugserscheinungen, diese Medikamente machen nicht abhängig, sondern eine psychische Reaktion. Für mich war es damals wichtig, nicht alleine zu sein, ich brauchte die Sicherheit, dass jemand da ist und die hast du ja in der Klinik zum Glück. Dinge wie lesen oder fernsehen waren nicht möglich, ich hatte keinerlei Konzentration dafür und konnte auch nicht still sitzen. Bei mir hat Bewegung etwas geholfen. Ich bin in der Zeit kilometerweit spazieren gegangen, das hat mich etwas runter geholt . Bin auch in der Wohnung auf und ab getigert. Und in die Badewanne gehen oder lange duschen hat beruhigt. Du kannst auch Sachen wie Entspannungsübungen oder Aufmerksamkeitsübungen versuchen, wenn du dazu in der Lage bist. Oder Skills, um das erstmal zu durchbrechen. Wenn du nicht weißt, was das ist, frage deinen Therapeuten, der kann es dir zeigen. Du solltest das sowieso besprechen, sei froh, dass du in der Situation in der Klinik bist, nutze das! Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit, bei Bedarf ein Benzodiazepin zu bekommen. Das hilft gut, ist nur nichts auf Dauer, die machen abhängig. Kläre das auf jeden Fall ab. 

Kommentar von inka188 ,

Du kannst jederzeit das Pflegepersonal ansprechen und darum bitten, einen Arzt oder Therapeuten sprechen zu können. Wenn es dir so schlecht geht, ist da  immer jemand erreichbar, das ist ja der Vorteil an einem Klinikaufenthalt. Keine Hemmungen, dafür sind die da.

Antwort
von nobytree2, 18

Fange mit Boxen und Karate an, vielleicht hilft das, weil das Körper und Geist diszipliniert, aktiv und damit beherrschbarer macht.

Man lernt loszulassen.

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