Frage von Maxam09, 46

Zitieren: Richtig Zitieren Fußnote?

Hallo zusammen,

ich schreibe gerade eine wissenschaftliche Arbeit. In einem Teil dieser Arbeit zitiere ich sinngemäß eine wichtige Stelle (habe ich mit Fußnote markiert). Im Verlauf dieser Arbeit komme ich in verschiedenen Kapiteln immer wieder auf dieses Zittat zurück bzw. nenne es erneut. Muss ich dann jedes mal wenn ich diese Stelle nenne eine Fußnote setzten?

Ich denke mir: Wenn der Leser diese stelle in einem anderen Kapitel liest ohne Fußnote, denkt er ja, dass ich das "erfunden" habe, dabei hat es ja jemand anders geschrieben. Deshalb habe ich immer die Fußnote gemacht.

Vielen Dank für EURE Hilfe

Antwort
von DerTroll, 31

ja, du setzt jedesmal die Fußnote und gibst dort die Quelle an. Wenn es zweimal aufeinanderfolgend dieselbe Quelle ist, würde ich da einfach "ebenda" reinschreiben. bzw. du sagst, daß du sinngemäß zitierst, dann natürlich "vgl. ebenda" und dahinter dann nur noch die Seitenangabe. Wenn du zwischendurch eine andere Quelle verwendet hast, mußt du es wieder vollständig (also Name des Autoren, Datum und Seitenangabe) hinschreiben. Und versuche zu viele "ebenda"s zu vermeiden.

Aber wenn du das Zitat schon einmal genannt hast, würde ich es später nicht noch einmal nennen, sondern einfach nur sagen, daß du wieder über das Zitat redest. Dann kommst du auch nicht in die Bedrängnis, wieder eine Quelle angeben zu müssen.

Kommentar von Maxam09 ,

Hallo,

danke für deine Antwort. Mein Problem ist, dass ich in einem Kapitel am Anfang verschiedene Merkmale zusammentrage und mit Quellen belege. Also sollte ich im weiteren Verlauf, wenn ich erneut auf die Merkmale eingehe, auf die Quellen verzichten?

Kommentar von DerTroll ,

Die Quellenangabe ist dann wichtig, wenn du du sagst, daß es das Merkmal gibt und was du darüber in der Quelle findest. Wenn du dann später dies Merkmal aufgreifst und aber nichts neues aus der Quelle übernimmst, mußt du die Quelle nicht erneut angeben. Wenn du neue Informationen angibst, die du aus einer Quelle entnimmst, mußt du natürlich für diese neuen Informationen wieder eine Quelle angeben.

Ich mache mal ein ganz plumpes Beispiel. Angenommen du beschreibst die Regierung. Dann wirst du sicher einmal anführen, daß Frau Merkel unsere Bundeskanzlerin ist und als Quelle vielleicht die Internetseite vom Bundestag angeben. Wenn du später wieder über sie schreibst, mußt du nicht noch einmal erneut belgen, daß sie Bundeskanzlerin ist. Aber wenn du dann etwas neues über sie sagst, was sie so gemacht hat, dann mußt du für das neu gesagte eine Quelle angeben. Wenn du aber dann eine Bewertung abgibst, die auf deinen eigenen Erkenntnissen beruht, dann brauchst du natürlichkeine weitere Quellenangabe.

Ich würde den Text eher so formulieren, daß man erkennt, auf welchen von dir schon zuvor zitierten Sachverhalt du dich beziehst. Also z.B. mit Formulierungen wie "in dem auf Seite 4 dargestellten Sachverhalt bezüglich ... zeigt sich, daß..."

Antwort
von Chrismatic, 6

Hallo,

zumindest in den mir bekannten Wissenschaften gibt es eine gute Möglichkeit das zu lösen.

Im ersten Beleg führst du in der Fußnote den gesamten Beleg an, also etwa mit:

Autor: Buchtitel, Untertitel, evtl. Herausgeber, Auflage, Erscheinungsjahr und Ort.

Im folgenden Text musst du natürlich immer eine Fußnote setzen, wo du Ideen aus einem anderen Text entnimmst, wie du richtig sagst, würde man sonst glauben die Ideen sind von dir! Aber du kannst es in Kurzform tun:

Autor: Kurztitel. (evtl) Jahr              (der Kurztitel besteht aus dem ersten                                                        Substantiv des Titels)

Antwort
von susicute, 18

Hi,

alle Gedanken (egal wie oft du sie wiederholst), die nicht von dir sind, müssen immer belegt werden. Wenn du Gedanken Dritter verwendest ohne die Quelle zu nennen plagiierst du.

Lg Susan

Antwort
von Bethmannchen, 9

Hast du nur 1-10 Quellen aus denen du schöpfst, kannst du das auch ganz anders handhaben. Hinter dem Text und vor dem Glossar fügst du ein Quellenverzeichnis ein, das du auch ins Inhaltsverzeichnis aufnimmst.

Zum Verständnis: als je eine Quellenangabe gilt ja: Buch XY etc.pp  Seite 3/4 / Zeitschrift YZ Seite 64 / Buch XY etc.pp Seite 3/4 

In Kapitel eins schreibst du z.B: Zitat [1] ... Zeitat [2] ... Zitat [3] ... Zitat [4]

in dem Quellenverzeichnis Unterüberschrift Kapitel 1 sieht das so aus, eingerückte Aufzählung:

[1] [3] Buch XY etc.pp Seite 3/4

[2] Zeitschrift YZ Seite 64

[4] Buch XY etc.pp Seite 123

Da führst du für jedes Kapiel die einzelnen Quellen in der Reihenfolge wie im Kapitel verwendet mit ihrer Zitiernzummer auf. Ob du in jedem Kapitel wieder mit 1 beginnst oder forlaugend nummerierst, ist dir überlassen. Bei wenigen Quellen empfielt sich ein fortlaufends Nummerieren durchs ganze Buch (sonst wird es verwirrend). 

Ich hoffe es ist erschtlich wie ich das meine, sonst schreibe gerne einen Kopmmentar hier hinzu und ich komme darauf zurück.

Ich finde diese Lösung jedenfalls eleganter als sich ständig beinahe gleichlautend wiederholende Fußzeilen, die eher den Lesefluss stören, als dass sie hilfreich sind.

Kommentar von susicute ,

Endnoten bitte nur in einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit verwenden, wenn der Betreuer oder die Vorgaben der Fakultät dies ausdrücklich erlauben. Die Verwendung von Endnoten ist in einer Hausarbeit eher unüblich und macht vor allem in Sammelbänden Sinn.

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