Frage von D4nil, 74

Ziele/Zug-Ideen beim Schach?

Hey,

Beim Schachspielen ist meine wohl größte Schwäche die Planung. Klar kommt sowas mit der Zeit und häufigem Spielen, aber gibt es vielleicht grundsätzliche Ziele, welche man beachten muss?

Nach einigen Zügen weiß ich nicht was ich eigentlich vorhabe und kann nur noch versuchen die Strategie des Gegners zu durchschauen. Sprich meine Züge sind alle sinnlos ohne einem festen Ziel...

Freue mich auf eure Tipps :)

Antwort
von Lylil0, 29

Guten Abend,

genau das Problem hatte ich auch, du musst dich unbedingt dahinterklemmen und schauen welche Ideen deine Eröffnung hat und nicht die Züge auswendig lernen das bringt gar nichts.

Als Beispiel, gibt es beim Königsindisch die Möglichkeiten auf den Königsflügel zu spielen oder auf dem Damenflügel. Die Haupttheorie sagt schwarz geht auf den König und weiß greift am Damenflügel an. Der jenige der am Ende schneller durchgebrochen ist hat das Spiel so zu sagen schon gewonnen. Dort gibt es dann auch zisch Möglichkeiten anzugreifen, doch das ist Taktik. Dadurch das du aber diese Idee kennst kannst du dir die Mattmöglichkeit vorstellen und du versuchst Varianten zu rechnen bis du Matt gesetzt hast.

Nun denke ich ist bei dir das Problem, dass du nur nach Taktik suchst. Also nur versuchst zu rechnen um Figuren zu gewinnen. Doch das Prinzip nach der Eröffnung ist es seine Figuren so schnell und so gut wie möglich zu plazieren um z.B. das Zentrum oder allgemein Raumvorteile zu erhalten. Daraus ergeben sich dann die Taktischen Möglichkeiten.

Also erst Positionell denken (aber die Taktik trotzdem nicht vergessen) und dann taktisch den Gewinn planen.

Wenn du willst kann ich dir auch helfen, du musst mir nur sagen was deine Eröffnung ist und wie du gerne spielst. Dann kann ich dir sagen welche Ideen es gibt.

Fritz und Chessbase sind auch zu empfehlen. Bei chessbase kannst du einen Eröffnungsreport machen und dir die Ideen anzeigen lassen.

Aber im Normalfall ist das Ziel ja immer irgendwie Matt zu setzen und zu gewinnen.


Antwort
von Noidea333, 24

Ja, ich weiß, was du meinst. Wenn ich im Verein oder bei Turnieren Schachpartien spiele, habe ich auch immer das Gefühl, als wüsste ich, was der Gegner spielt. Er spielt meistens das, was ich auch spielen würde. Aber meine Figuren spielen auch irgendwie gegen mich^^

Was auf jeden Fall hilft, sind Beispiele aus Büchern, Internet, YouTube usw. Man muss sich wirklich die Zeit nehmen, einfach ein paar Partien auf sich wirken zu lassen. Warum machen beide Leute diese Züge. Vor allem in Büchern und Zeitschriften sind wirklich gute Erklärungen zu finden.

Eine Grundregel soll ja sein, seine Figuren gut zu positionieren, damit man angreifen kann. Auch Opfer sollten nicht unterschätzt werden, wenn man damit siegreiche Tempos bekommen kann.

Ich spiele auch im Internet gerne viele Fernschachpartien gleichzeitig über längere Zeit oder mit meinem Handy schnelle Schachpartien in der Ubahn in sehr kurzer Zeit (ca. 3-5 Minuten pro Spiel) usw. Beides ist ein gutes Training für mich, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Stellungen zu bekommen :)

Dein Ziel muss also sein: Finde den Schwachpunkt vom Gegner, aber lasse dich nicht in die Irre führen! Denn nicht alle ungedeckte Figuren darf man bedenkenlos schlagen!^^

Kommentar von Lylil0 ,

Deine Idee mit den Partien anschauen ist gut, aber noch besser finde ich die Idee mit dem Blitzen, denn da lernt man auf sein Gefühl zu hören und man bekommt ein Feeling für gewisse Stellungen. Aber Ihr beiden müsst vor allem auf das sogenannte Zusammenspiel der Figuren achten, denn wenn sie zusammenspielen, dann habt ihr nicht mehr das Problem dass sie euch behindern. Aber achtet zuerst auf euch selbst und versucht dem Gegner euer Spiel aufzuzwingen.

Versucht vielleicht am Anfang an diese Regeln zu denken:

"Besetze das Zentrum mit Bauern, kontrolliere es mit Figuren.

Ziehe mit jeder Figur (möglichst) nur einmal.

Vermeide unnötige Bauernzüge.

Mache schnell die Rochade.

Springer stehen am Rand meist schlecht. (Springer am Rand bringt Kummer und Schand.)

Entwickel alle Figuren."

http://www.schach-tipps.de/90-schachtraining/eroeffnung

Antwort
von NinWorld120, 8

Ich weiß jetzt nicht auf welchen Spielniveau du dich befindest deswegen fange ich erstmal vom Anfang an. Wenn du das schon weißt kannst du es einfach überspringen ;)

Es gibt drei wichtige Dinge die viele nicht beachten nähmlich Das Zentrum, Entwickelung, Rochade. Fangen wir erstmal mit dem Zentrum an:

Das Zentrum:

Die vier wichtigsten Felder auf dem Schachbrett sind e4; d4; d5; e5. Wenn man diese vier Felder beherscht dann wird es schwer für schwarz seinen Angriff zu starten. also wenn du mit e2-e4 Startest Kontrollierst du zwei Felder nähmlich e4 und d5. Wenn Jetzt schwarz mit h7-h5 Antwortet Kontrolliert er kein Zentrumsfeld und dieser Zug war Sinnlos und du kannst dann mit d2-d4 weiterspielen. Es gibt Natürlich auch passive Eröffnungen wo man wenig im Zentrum macht doch bei diesem muss man viel Theorie können und das wäre für den Anfang noch viel zu Kompliziert.

Die Entwickelung:

Unter dem wort Entwickelung versteht man dass man seine Figuren ins spiel bringt also nur Springer, Läufer die soll man erstmal nur mit einem Zug ins spiel bringen und nicht mehrere Züge an einer Figur verbraten. Wichtig ist dass man die Dame nicht sofort ins Zentrum bringt denn diese wird meistens durchs ganze Spiel gejagt und am Ende hat man nichts erreicht dass selbe gilt auch für den Turm. Also kann weiß seine Figuren ins spiel bringen: Sg1-f3 Lf1-c4 Sb1-c3 Lc1-f4 Wenn man die Figuren so ins spiel bringt soll man beachten dass diese viele Felder Kontrollieren.

Die Rochade:

Die Rochade sollte man allgemein sehr früh machen damit der König gut geschützt ist. Wenn man die Rochade zu spät macht kann es passieren dass der König schnell in Gefahr gerät oder die Rochade wird sogar verhindert.

Ich hoffe es ist gut verständlich falls du da fragen hast schreib mich einfach an. Aber dass war erstmal nur die Grundlagen jetzt vertiefen wir dass ;)

Die Eröffnung:

Die Eröffnung gehört zu den wichtigsten Elementen der Schachkunst! (Satz von Jakow Estrin.) Wenn man weiß ist will man angreifen weil man ja der Anziehende ist und wenn man Schwarz ist muss man schauen dass man sich gut schützt oder einen Gegenangriff starten. Also du sollst dir eine Eröffnug ausuchen und dann die Theorie dir mal anschauen. Ich kann dir dabei helfen eine gute zu finden für Weiß und auch für Schwarz. Schreib mich da einfach an ;)

Plan finden:

Wenn du im Mittelspiel bist musst du dir immer überlegen was hat mein Gegner jetzt vor? Es kommt selten vor dass dein Gegner sinnlos einen Zug macht er will schon etwas bezwecken damit. Überlege ob dein Gegner einen Angriff startet oder einfach nur eine Figur angreift.

Wenn du dir die Theorie bestimmter Eröffnungen anschaust werden dir oft Ideen der Eröffnung erläutert diese kannst du dann versuchen umzusetzen.
Überprüfe auch ob deine Figuren auch Aktiv stehen um einen Angriff starten zu können zum beispiel eine Batterie (Unter einer Batterie versteht man dass man zwei Figuren auf eine Bestimmten wirkungslienie um dann einen Angriff zu erzeugen.)

Okay ich glaube dass reicht erstmal. Ich hoffe ich konnte dir helfen. so ganz pauschal kann man dass leider nicht sagen wie man einen Plan gut finden kann es kommt immer auf die stellung an. Um dass dann zu trainieren mach dann am besten Taktickaufgaben die sind eine sehr gute Übung ;)

Beste Grüsse,

NinWorld120

Antwort
von wolfgang1956, 19

Das Ziel des Schachspiels ist doch klar: Setze den gegnerischen König matt!

Leider sind doch einige „Hürden“ zu überwinden:

  • Der Gegner
  • Das Zusammenspiel eigener wie fremder Figuren
  • Wissen um Eröffnungen, Mittelspiel, Endspiel, Strategie und Taktik, die alle zugleich beachtet werden sollen.
  • Wissen um die Eröffnungspläne der verschiedenen Eröffnungen und um Bauern, Bauernführung und Bauernstrukturen sowie deren Änderungen …
  • Quellen um Schachautoren habe ich an zahlreichen Gelegenheiten hier angegeben. Bei ähnlichen Fragen findest du auch Schachautoren … :-)
Antwort
von Hillermann, 34

Erfahrung ist alles. 

Spiele Weltmeisterpartien nach, spiele mit stärkeren Spielern

Lerne aus eigenen Fehlern.

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