Ziehen sich Massen ab einer gewissen distanz nicht mehr an?

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8 Antworten

Das Plancksche Wirkungsquantum gibt nur die Quantelung der übertragenen Wirkung bei einem Prozess an.

Es müsste mit der Quantengravitation dasselbe sein wie mit Licht:

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Photon (Graviton) in großer Distanz empfangen wird, wird mit wachsender Entfernung immer kleiner. Aber sie wird nie ganz null.

Und wenn ein Photon (Graviton) empfangen wird, tauscht es eine Wirkung mit dem empfangenden System aus, die ein ganzzahliges Vielfaches des (reduzierten) Planckschen Wirkungsquantums ist.

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Kommentar von Pretan4
23.01.2016, 00:20

ok....wir haben enorm kleine massen (elektronen oder so), die millionen lichtjahre von einander entfernt sind.

x=planklänge    t=plankzeit


jetzt ziehen die sich auf einmal an.

angenommen die Gravitation bewirkt eine beschleunigung ,eines der elektronen von weniger als einer planklänge pro plankzeit

beginnt es dann nur mit einer wahrscheinlichkeit zu beschleunigen ?





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"Wirkung" und "Kraft" sind aber zwei ziemlich verschiedene physikalische Größen. Das erste ist ein Skalar, das zweite ein Vektor.

Die Eigenschaft des einen, gequantelt zu sein und nicht beliebig klein werden zu können, kannst du nicht einfach so auf das andere übertragen.

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Hallo Pretan4,

die beiden Dinge haben überhaupt nichts miteinander zu tun.

Das Newtonsche Gravitationsgesetz beinhaltet eine unendliche Gravitationswirkung. Dies lässt sich auch an der Gleichung

F= G  m1m2/r hoch2

Dies beschreibt eine rasanve Abschwächung der Gravitationskraft bei immer größeren Entfernungen (sieht man an r hoch 2).

Das Plancksche Wirkungsquantum hingegen beschreibt hingegen nur die Quantelung der Wirkung des Photons bei der Schwarzkörperstrahlung. Also, wie PWolff schon gesagt hat, nur eine gequantelte Wirkung nach E=hf  ist.

Fortsetzung folgt.

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Kommentar von Astroknoedel
22.01.2016, 16:26

== Fortsetzung==

Nun, da jetzt aber die meisten Grundkräfte gequantelt auftreten, bzw. durch Eichbosonen beschrieben werden, sind natürlich auch diese auf eine gewisse Weise gequantelt. Das wirkt sich aber nicht auf die beschriebene Kraft direkt aus.

Sie sagt nur, dass deren Wirkung nicht kontinuierlich ist, also eine "Untergrenze" hat (nicht zu verwechseln mit der "Obergrenze" in der Flüchtlingspolitik).

Die Abnahme der Gravitation würde aber wahrscheinlich in den entsprechenden Quantenfeldtheorien genauso beschrieben, wie in der Newtonschen Dynamik.

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Nein. Die Gravitation wird zwar schwächer aber sie verschwindet praktisch nie komplett.

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Gravitation reicht ins unendliche, es ist nach einer gewissen entfernung zu "verdünnt" um was auszumachen, F ist prop. Zu 1/r^2! Ich glaube analog wie licht!

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Wenn du schon so tief ins Thema einsteigst, wäre es es angebracht, die derzeit anerkannte Theorie der Gravitation zu verwenden, die Spezielle Relativitätstheorie.
Die hatte ja jüngst ihren 100. Jahrestag.

Demnach ist die Gravitation eine Scheinkraft, denn die Raumzeit selbst ändert=krümmt sich unter dem Einfluss von Massen.

Dass Raum und Zeit gequantelt sind, ist bislang nur eine Annahme, sicher wohlbegründet, weil alles (andere) gequantelt ist. Ein Beweis ist das noch nicht. Soweit ich weiß, gibt es auch noch keine Anhaltspunkte dafür.

Will nicht sagen, dass die Gravitation, also Raum und Zeit, nicht gequantelt sind, aber die Schwäche der Gravitation erleichtert Experimente nicht gerade.
Womit willst du das denn nachweisen? Umgeben von rieseigen Massen, die jeden Quanteneffekt um das Phantastilliardenfache übersteigen?

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Kommentar von Astroknoedel
22.01.2016, 16:27

Du meinst die Allgemeine Relativitätstheorie.

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Kommentar von PWolff
23.01.2016, 15:18

Ich denke, bei den genannten extremen Bedingungen können wir die nur-speziell-aber-nicht-allgemein-relativistische Quantengravitation als mehr als hinreichend genaue Näherung nehmen. Oder gleich eine Näherung, die die Bewegung von Massen nichtrelativistisch und die von Feldern halbklassisch als sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitend betrachtet - analog zur Elektrodynamik mit klassischen Ladungen und gequantelten Feldern (Photonen).

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Wie soll man das denn rausfinden? Am besten eine Galaxie auf den linken Rand des Universums setzen, eine andere auf den rechten, dazwischen den Platz freiräumen und dann die Kraft messen? Sorry, aus dem Experiment wird wohl in den nächsten Jahren nichts werden.

Und ohne Experiment kann man sich keine Weisheit aus der Nase ziehen.

Vermutlich gibt es irgendwelche Quanteneffekte, wenn man zu kurzen Abständen und/oder kleinen Massen geht. Bei langen Abständen? Weiß wohl keiner.

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Kommentar von Astroknoedel
22.01.2016, 13:43

Es gibt keinen "Rand" im Universum.

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Kommentar von Pretan4
23.01.2016, 00:10

Wie soll man das denn rausfinden? Am besten eine Galaxie auf den linken
Rand des Universums setzen, eine andere auf den rechten, dazwischen den
Platz freiräumen und dann die Kraft messen? Sorry, aus dem Experiment
wird wohl in den nächsten Jahren nichts werden




hat wer was von rausfinden gesagt ?

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Ja so ist es. Gravitation oder das Schwerefeld geht ja immer von einer Masse aus und richtet sich nach deren Masse und Bewegung! Nur wenn eine andere Masse oder dessen Schwerefeld in den Wirkungsbereich der ersten Masse kommt, ziehen sie sich entsprechend an!

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Kommentar von Astroknoedel
22.01.2016, 16:30

Das Schwerefeld schwächt sich zwar ab, aber findet kein Ende. Die Gravitation einer Masse wirkt unendlich, aber ab einer gewissen Zeit lphnt es sich nicht mehr, diesen Effekt zu berücksichtigen.

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