Frage von Mabur, 131

Zeugniscode: Wie gut ist das folgende Arbeitszeugnis?

Herr XXX ... Einleitung über Beschäftigungsverhältnis ungefähr eine 1/2

Halbe Seite Auflistung von Aufgabenbereichen

1/4 Seite eine Auflistung von konkreten Aufgaben

Jetzt beginnt die eigentliche Bewertung

Wir schätzen Herrn XXX als einen kompetenten Entwickler, der alle ihm übertragenen Aufgaben stets mit großer Einsatzbereitschaft und Zielstrebigkeit und zu unserer vollen Zufriedenheit zum Erflog geführt hat.

Herr XXX bearbeitete und löste alle Problemstellungen seines Aufgabengebietes stest selbstständig, systematisch, sorgfältig, zuverlässig und mit großer Effizienz zu unserer vollen Zufriedenheit.

Das Verhalten von Herrn XXXX war stets einwandfrei und vorbildlich, und von großer Loyalität gegenüber unserer Firma geprägt. Er gnoss über die gesamte Beschäftigungszeit unser vollstes Vertrauen. Wegen seiner freundlichen Art und kooperativen Wesensart und Zuverlässigkeit war Herr XXX bei Vorgesetzen und Kollegen gleichermaßen geschätzt.

Das Arbeitsverhältnis endet ... Frist. Wir bedauern, dass wir Herr XXX zur Zeit betriebsbedingt kein unbefristetes Arbeitsverhältnis anbieten können. Wir danken Herrn XXX für die stets sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihm beruflich und persönlich alles Gute und viel Erfolg.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DoeJohn101, 70

Abgesehen davon, dass Du das auf einschlägigen seiten persönilch abgleichen solltest, weil ich nicht die Zeit habe, für Dich die Arbeit  zu machen, hier meine geschätzte Wertung:

Absatz 1:  Note 2.   Stets + zur vollen   (  stets + zur vollsten wäre die 1)

Absatz 2: Note 2. Stehts + vollen Zufriedenheit

Absatz 3: Ich tippe auf eine 2, aber da solltest Du nochmal drübergehen. Wichtig ist die reihenfolge Vorgesetzten / Kollegen (nicht andersrum). Vollstes und Loyalität ist auch immer gut. Gibt hier aber auch Fallen.

Absatz 4: Ebenfalls gut, stehts sehr gut,  berufliche und persönliche wünsche.  (weiterhin viel Erfolg fehtl hier, weswegen ich auf eine 2 Tippe).

Alles in allem würde ich von einer soliden 2  (Gut) ausgehen.

Kommentar von Mabur ,

Vielen Dank du nimmst mir etwas die Angst ich dachte schon es wäre ein schlechtes Zeugnis weil ich das stets nicht auf das zu vollen Bezog :)... jetzt bin ich etwas erleichtert

Kommentar von DoeJohn101 ,

Keine Ursache, aber um sicher zu gehen würde ich das nochmal mit ein paar Webseiten von Hand abgleichen. Da dürften dieselben Sätze zu finden sein. Habe gerade keine zur Hand, aber Zeugnisbewertung oder Zeugniscode müsste Dir weiterhelfen auf google.

Kommentar von Everklever ,

weil ich nicht die Zeit habe, für Dich die Arbeit  zu machen

Da du den direkten und rauen Ton wohl schätzt, darf ich auch so kommentieren: Hättest du es gleich ganz gelassen, wären dem Fragesteller fehlerhafte Informationen und wirklich sachkundigen Usern eine Menge Korrekturarbeit erspart geblieben.

Kommentar von DoeJohn101 ,

Du hälst Deine Antwort also für Sachkundig. Danke für den Lacher :)

Kommentar von DarthMario72 ,

Du hälst Deine Antwort also für Sachkundig.

Bitte entschuldige, aber @everklever gibt bei Zeugnisfragen durchaus sachkundige Antworten.

Kommentar von Mabur ,

Ja du hattest recht mit deiner Einschätzung - ich habe heute jemanden gefragt, der in einer größeren Firma Personalverantwortung hatte und er sagte vom Inhalt her 2 und vom Umgang mit den Kollegen sehr gut.

Kommentar von DoeJohn101 ,

Danke für die Rückmeldung und das Sternchen. Freut mich sehr. Viel Erfolg bei der Jobsuche.

Antwort
von Everklever, 45
  1. Ein Zeugnis kann nur dann seriös bewertet werden, wenn es komplett, Wort für Wort, hier natürlich anonymisiert, vorliegt. Komplett heißt: Von der Überschrift bis Datum. Ein Ausschnitt ist nie repräsentativ für das gesamte Zeugnis. Überall, aber auch wirklich überall, können auf- oder abwertende Formulierungen und Zusatzinformationen enthalten sein, die dem Laien oftmals entgehen.
  2. Eine merkwürdige Schwerpunktsetzung:
  • Herr XXX ... Einleitung über Beschäftigungsverhältnis ungefähr eine 1/2
  • Halbe Seite Auflistung von Aufgabenbereichen
  • 1/4 Seite eine Auflistung von konkreten Aufgaben
  • Jetzt beginnt die eigentliche Bewertung

Das sind ja schon gesammelte Werke. Aber darin maximal 25 % Leistungsbeurteilung.

Antwort
von DarthMario72, 47

Man kann Zeugnisse nur dann ordentlich bewerten, wenn man sie vollständig liest, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Überall dort können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind. Trotzdem folgende Anmerkungen:

Einleitung über Beschäftigungsverhältnis ungefähr eine 1/2

Halbe Seite Auflistung von Aufgabenbereichen

1/4 Seite eine Auflistung von konkreten Aufgaben

Das ist viel zu umfangreich. Die eigentliche Beurteilung kommt dann viel zu kurz.

Wir schätzen Herrn XXX als einen kompetenten Entwickler, der alle ihm übertragenen Aufgaben stets mit großer Einsatzbereitschaft und Zielstrebigkeit und zu unserer vollen Zufriedenheit zum Erflog geführt hat.

Herr XXX bearbeitete und löste alle Problemstellungen seines Aufgabengebietes stest selbstständig, systematisch, sorgfältig, zuverlässig und mit großer Effizienz zu unserer vollen Zufriedenheit.

Da fehlt einiges. Fachkenntnisse, Belastbarkeit und einiges mehr. Die Zusammenfassung deutet auf ein "befriedigend" hin.

Das Verhalten von Herrn XXXX war stets einwandfrei und vorbildlich

Was denn nun, einwandfrei (= gut) oder vorbildlich (= sehr gut)? Dieser Satz ist widersprüchlich.

Wir danken Herrn XXX für die stets sehr gute Zusammenarbeit

Das widerspricht der "vollen Zufriedenheit".

Wir danken Herrn XXX für die stets sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihm beruflich und persönlich alles Gute und viel Erfolg.

Oh. Du hattest offenbar in dem Job keinen besonderen Erfolg. Jedenfalls sagt das dieser Satz aus.

Es tut mir leid, aber ich kann den Optimismus z. B. von @DoeJohn101 nicht teilen. Das ist ein Zeugnis voller Widersprüche, das du umgehend beanstanden solltest.

Kommentar von DoeJohn101 ,

Belastbarkeit und Fachkenntnisse sind, wie so viele andere Dinge rein optional. Ich würde der Abwesenheit nicht allzuviel Gewicht beilegen, zumal wir nicht wissen, wie lange er da war.

Dein pauschales "Zu Lang"-Argument muss ich auf entkräftigen, ich habe ein Zeugnis für 15 Arbeitsjahre und 1 Seite wäre nachweislich viel zu kurz gewesen. So viel zu Pauschalurteilen.

Wünsche für das weitere Berufs- und privatleben sind ebenfalls optinoal, sie sind aber grundsätzlich immer gut, wenn sie aufgenommen werden. Das gehört aber zum Standardrepertoire was man wissen sollte.

Also der letzten Aussage von Dir muss ich direkt mal widersprechen. Keine idee wo Du die Weisheit her hast.

Kommentar von Mabur ,

Hmm Ich habe effektiv 1 Jahr dort gearbeitet und vorher (1 Jahr als dualer stutend (habe aber schon ein anderes abgeschlossenes Studium))

Kommentar von DarthMario72 ,

Dein pauschales "Zu Lang"-Argument muss ich auf entkräftigen, ich habe ein Zeugnis für 15 Arbeitsjahre und 1 Seite wäre nachweislich viel zu kurz gewesen. So viel zu Pauschalurteilen.

Du hast nicht richtig gelesen. Das "zu lang" bezieht sich auf den Teil vor der Leistungsbeurteilung, also Einleitung und Aufgaben. Das ist im Vergleich zur eigentlichen Beurteilung viel zu umfangreich.

Kommentar von DarthMario72 ,

Ich würde der Abwesenheit nicht allzuviel Gewicht beilegen, zumal wir nicht wissen, wie lange er da war.

Warum nicht? Bei einer Beschäftigungszeit von einem Jahr hätte man da ein paar Worte drüber verlieren können. Da die Punkte fehlen, heißt das: nicht belastbar.

Wünsche für das weitere Berufs- und privatleben sind ebenfalls optinoal, sie sind aber grundsätzlich immer gut, wenn sie aufgenommen werden. Das gehört aber zum Standardrepertoire was man wissen sollte.

So ist es. Aber wenn diese Schlussformel vorhanden ist, muss sie zum Rest des Zeugnisses passen. Die fehlende Bescheinigung des Erfolgs passt aber nicht zur "stets sehr guten Zusammenarbeit" - denn dann hätte man ja Erfolge gehabt.

Also der letzten Aussage von Dir muss ich direkt mal widersprechen. Keine idee wo Du die Weisheit her hast.

Nicht? Dann lies nochmal, ich habe das vorher begründet.

Kommentar von Mabur ,

Danke - nein besonderen Erfolg hatte ich nicht - sonst würde ich dort noch arbeiten. Und ich hatte ein schlechtes Arbeitszeugnis erwartet.

Antwort
von anon6378, 38

Einmal hast du vergessen deinen Namen Xxx zu machen Herr S. :/

Kommentar von Mabur ,

Vielen Dank für den Hinweis habe die Frage jetzt zur erneuten Bearbeitung eingereicht.

Antwort
von FGO65, 55

2 bis 3 in Schulnoten

Antwort
von Otilie1, 71

sie sind mit dir °°nur°° voll zufrieden, noch besser wäre , zu unserer vollsten zufriedenheit. aber im groben ein ganz ordentliches az

Kommentar von DoeJohn101 ,

Sie sind dies aber stets. Lest doch mal richtig.

Kommentar von Otilie1 ,

ja sicher mit dir zuifrieden, aber eben nicht 1000%ig

Kommentar von Mabur ,

Ach mit diesen Sachen kann ich alles Leben... Hauptsache ich finde eine neue Stelle :)

Kommentar von PeterSchu ,

Kein Betrieb hat auch nur perfekte Leute. Es kann nicht jeder ein "sehr gut" kriegen.

Kommentar von lenzing42 ,

@Otilie1: 100 % Zufriedenheit würden voll und ganz reichen. ;-)

Antwort
von potelux, 77

"zu unserer vollen Zufriedenheit" bedeutet sowas wie "befriedigend (3)"

Kommentar von Mabur ,

Also würdest du sagen ist insgesamt eine 3?

Kommentar von DoeJohn101 ,

Das ist falsch.

Kommentar von PeterSchu ,

Es steht aber ein "stets" davor, was die Bewertung auf eine 2 anhebt.

Kommentar von potelux ,

Aber nicht vor der "vollen Zufriedenheit"

Kommentar von DoeJohn101 ,

Das ist doch im Zusammenhang zu sehen. Keiner schreibt in eimem Satz 2 mal stets rein.

Kommentar von DarthMario72 ,

Das hätte man dann aber tun müssen. So ist das nicht eindeutig genug.

Kommentar von Everklever ,

Das ist doch im Zusammenhang zu sehen

Das ist deine Lesart, meine jedoch nicht. Was nicht an uns liegt, sondern am Zeugnisschreiber, womit wir bei einem entscheidenden Schwachpunkt dieses Zeugnisses sind. Es mangelt an Eindeutigkeit. 

Keiner schreibt in eimem Satz 2 mal stets rein

Ist aber nötig, wenn es der Klarheit dient. Notfalls unter Verwendung von Begriffen wie "immer", "jederzeit" usw. oder einen anderen Satzbau.

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