Frage von Kat027, 133

Zeugen Jehovas. Was ist das genau?

Hallo. Ich und ein paar Freunde von mir haben demnächst ein Referat über die Zeugen Jehovas und machen dafür ein kleines Interview. Wisst ihr vielleicht ein paar passende Fragen die man Stellen könnte oder evt. wo ich viele Informationen über die Zeugen Jehovas herbekomme?

Antwort
von Waldem, 133

Jehovas Zeugen bilden eine internationale Gemeinschaft, die von anderen Religionsgemeinschaften unabhängig ist. Hauptsitz ist zwar in den Vereinigten Staaten, aber die meisten Zeugen Jehovas leben in anderen Ländern. Etwas genauer: Gut 8 Millionen Zeugen Jehovas sind in mehr als 230 Ländern und Inselgebieten als Bibellehrer aktiv.  Ihre Motivation? Jesu Worte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis“.

Zeuge Jehovas sind im Normalfall gesetzestreu und politisch neutral. Der Grund dafür ist die Vorgabe, die Jesus für Christen festlegte: „Sie sind kein Teil der Welt.“ Deshalb beziehen sie weder in politischen Angelegenheiten Stellung noch unterstützen wir in irgendeiner Weise Krieg (Johannes 15:19; 17:16). Im Zweiten Weltkrieg wurden Zeugen Jehovas eingesperrt, gefoltert und sogar getötet, weil sie sich kompromisslos neutral verhielten. Ein ehemaliger Bischof aus Deutschland schrieb über sie: „Sie können für sich in Anspruch nehmen, die einzigen Kriegsdienstverweigerer großen Stiles zu sein, die es im Dritten Reich gegeben hat.“ Siehe auch: http://www.jw.org/de/

Antwort
von Sturmwolke, 88

Jehovas Zeugen halten sich so eng wie möglich an die christlichen Lehren, die Jesus gelehrt hat und nach denen seine Apostel gelebt haben. Im Folgenden werden einige unserer wesentlichen Glaubenslehren zusammengefasst:

Gott. Wir beten den allein wahren und allmächtigen Gott an, den Schöpfer von allem. Sein Name ist Jehova (Psalm 83:18; Offenbarung 4:11). Er ist auch der Gott von Abraham, Moses und Jesus (2. Mose 3:6; 32:11; Johannes 20:17).

Bibel. Für uns ist die Bibel die Botschaft von Gott an die Menschheit (Johannes 17:17; 2. Timotheus 3:16). Unsere Glaubensansichten stützen sich auf alle 66 Bücher der Bibel, also sowohl auf das „Alte Testament“ als auch auf das „Neue Testament“. Jason D. BeDuhn, Professor für Religionswissenschaften, formulierte es sehr treffend, als er über Jehovas Zeugen schrieb, dass sie „ihre Glaubenslehre und -praxis auf dem reinen Bibelwort aufbauen, ohne etwas hineinlesen zu wollen“. *

Für uns ist alles, was in der Bibel steht, gültig — aber wir sind deswegen keine christlichen Fundamentalisten. Wir sind uns bewusst, dass einige Teile der Bibel in übertragener oder symbolischer Sprache verfasst wurden und dementsprechend nicht wörtlich aufzufassen sind (Offenbarung 1:1).

Jesus. Wir halten uns an die Lehren und das Beispiel von Jesus Christus. Wir erkennen ihn als unseren Erlöser und als Sohn Gottes an (Matthäus 20:28; Apostelgeschichte 5:31). Wir sind also Christen (Apostelgeschichte 11:26). Allerdings glauben wir nicht, dass Jesus der allmächtige Gott ist. Genauso gibt es keinen biblischen Beleg für die Lehre der Dreieinigkeit (Johannes 14:28).

Das Reich Gottes. Das Königreich Gottes ist eine reale Regierung im Himmel, nicht irgendetwas in uns oder in unserem Herzen. Es wird alle Regierungen auf der Erde ablösen und das umsetzen, was Gott für die Erde vorgesehen hat (Daniel 2:44; Matthäus 6:9, 10). Das wird schon bald geschehen, denn die Bibel zeigt klar, dass wir „in den letzten Tagen“ leben (2. Timotheus 3:1-5; Matthäus 24:3-14).

Jesus ist der König von Gottes Königreich im Himmel. Er regiert seit 1914 (Offenbarung 11:15).

Rettung. Erlösung von Sünde und Tod ist nur durch den Opfertod Jesu Christi möglich (Matthäus 20:28; Apostelgeschichte 4:12). Um gerettet zu werden, muss man an Jesus glauben, aber auch sein Leben umstellen und sich taufen lassen (Matthäus 28:19, 20; Johannes 3:16; Apostelgeschichte 3:19, 20). Durch entsprechende Taten zeigt man, ob man einen lebendigen Glauben hat (Jakobus 2:24, 26). Allerdings kann sich niemand die Rettung verdienen. Wir sind auf die unverdiente Gnade Gottes angewiesen (Galater 2:16, 21).

Himmel. Jehova, Jesus Christus und die treuen Engel leben im Himmel als Geistwesen (Psalm 103:19-21; Apostelgeschichte 7:55). * Eine relativ kleine Anzahl von Menschen, nämlich 144 000, werden nach ihrem Tod im Himmel leben und dort zusammen mit Jesus regieren (Daniel 7:27; 2. Timotheus 2:12; Offenbarung 5:9, 10; 14:1, 3).

Erde. Gott schuf die Erde, damit sie für immer von Menschen bewohnt wird (Psalm 104:5; 115:16; Prediger 1:4). Wer sich an Gottes Gebote hält, wird von ihm mit vollkommener Gesundheit und ewigem Leben im Paradies auf der Erde belohnt (Psalm 37:11, 34).

Das Böse. Es fing an, als ein Engel Gottes rebellierte (Johannes 8:44). Dieser Engel, der danach als „Satan“ und „Teufel“ bezeichnet wurde, verleitete die ersten beiden Menschen dazu, ebenfalls gegen Gott zu rebellieren. Die Folgen für ihre Nachkommen waren verheerend (1. Mose 3:1-6; Römer 5:12). Um die grundsätzlichen Fragen zu klären, die Satan aufwarf, lässt Gott das Böse für eine gewisse Zeit zu. Aber er wird allem Bösen und allem Leid ein Ende setzen.

Tod. Wer stirbt, hört auf zu existieren (Psalm 146:4; Prediger 9:5, 10). Keiner wird in einer Hölle gequält.

Gott wird aber Milliarden Menschen wieder auferwecken (Apostelgeschichte 24:15). Doch wer dann nicht auf Gott hören will, wird für immer vernichtet — ohne Hoffnung, jemals wieder zu leben (Offenbarung 20:14, 15).

Familie. Wir richten uns nach Gottes ursprünglichem Standard für die Ehe — ein Mann und eine Frau. Der einzige rechtmäßige Grund für eine Scheidung wären sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe (Matthäus 19:4-9). Wir sind davon überzeugt, dass die Weisheit der Bibel zum Familienglück beiträgt (Epheser 5:22 bis 6:1).

Kommentar von Sturmwolke ,

Fortsetzung ...

Unser Dienst für Gott. Wir verehren weder das Kreuz noch andere Symbole, Bilder oder Figuren (5. Mose 4:15-19; 1. Johannes 5:21). Zu den wesentlichen Bestandteilen unseres Dienstes für Gott zählen:

-> Zu Gott beten (Philipper 4:6)

-> Bibellesen und Bibelstudium (Psalm 1:1-3)

-> Über die Lehren der Bibel nachdenken (Psalm 77:12)

-> Uns mit Mitgläubigen treffen, um zu beten, die Bibel zu studieren, zu singen, über unseren Glauben zu sprechen sowie uns und anderen Mut zu machen (Kolosser 3:16; Hebräer 10:23-25)

-> Die „gute Botschaft vom Königreich“ predigen (Matthäus 24:14)

-> Bedürftigen helfen (Jakobus 2:14-17)

-> Königreichssäle und andere Gebäude bauen und instand halten, die wir für unser weltweites biblisches Bildungswerk nutzen (Psalm 127:1)

-> Katastrophenhilfe leisten (Apostelgeschichte 11:27-30)

Unsere Organisation. Wir sind in Versammlungen (Gemeinden) organisiert; jede wird von einer Ältestenschaft geleitet. Die Ältesten bilden aber keine gehobene Klasse von Geistlichen und sie werden auch nicht bezahlt (Matthäus 10:8; 23:8). Bei uns gibt es keinen Zehnten und es gibt auch niemals Kollekten bei unseren Gottesdiensten (2. Korinther 9:7). Wir finanzieren uns ausschließlich durch anonyme, freiwillige Spenden.

Eine kleine Gruppe von erfahrenen Christen, die leitende Körperschaft, hat ihren Sitz in unserer Weltzentrale und übernimmt für Jehovas Zeugen weltweit die Führung (Matthäus 24:45).

Unsere Einheit. Weltweit haben wir dieselben Glaubensansichten (1. Korinther 1:10). Und wir setzen alles daran, uns nicht durch soziale, ethnische oder gesellschaftliche Unterschiede trennen zu lassen (Apostelgeschichte 10:34, 35; Jakobus 2:4). Wir legen zwar viel Wert auf Einheit, aber trotzdem hat jeder ein großes Maß an persönlicher Freiheit. Jeder Zeuge Jehovas trifft Entscheidungen, die sich auf sein eigenes, von der Bibel geprägtes Gewissen stützen (Römer 14:1-4; Hebräer 5:14).

Unser Verhalten. Wir wollen immer und überall christliche Nächstenliebe zeigen (Johannes 13:34, 35). Wir wollen niemals etwas tun, was Gott missfällt; dazu gehört auch der Missbrauch von Blut durch Bluttransfusionen (Apostelgeschichte 15:28, 29; Galater 5:19-21). Wir leben friedlich und beteiligen uns nicht am Krieg (Matthäus 5:9; Jesaja 2:4). Wir respektieren die jeweilige Regierung des Landes und halten uns an die Gesetze — solange diese nicht im Widerspruch zu Gottes Geboten stehen (Matthäus 22:21; Apostelgeschichte 5:29).

Unser Verhältnis zu anderen. Jesus gab das Gebot: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Matthäus 22:39). Er sagte aber auch, dass Christen „kein Teil der Welt“ sein sollen (Johannes 17:16). Wir möchten also „gegenüber allen das Gute wirken“, bleiben aber in politischen Angelegenheiten strikt neutral und vermischen uns auch nicht mit anderen Religionen (Galater 6:10; 2. Korinther 6:14). Aber natürlich respektieren wir die Entscheidungen anderer in diesen Belangen (Römer 14:12).


Quelle und weitere Infos auf jw.org

Antwort
von AlbatrossFLIGHT, 108

geht einfach auf JW.org und informiert euch dort objektiv. 

Antwort
von orashimen, 81

Mal in groben zügen. 

Zeugen jehovas ist eine internationale Glaubensgemeinschaft. 

Der Kopf dieser Gemeinschaft bildet die sogenannte leitende Körperschaft oder auch treue und verständige Sklave genannt. Das sind 7 Männer die "gesalbt" sind. Sprich sie sind auserwählt mit Jesu im Himmel zu regieren. Insgesamt sollen dies 144000 sein im Himmel. Der Rest der das sog. Harmaggedon überleben, soll für immer in einem Paradies auf erden leben.

Zeugen jehovas sind überzeugt davon das nur sie den Namen Gottes kennen, der jehova lautet. Außerdem sind sie davon überzeugt, dass ihre lehren die einzig richtige ist. 

Zeugen jehovas feiern aus religiösen Gründen keine Feiertage wie z.b Weihnachten,  Ostern etc....auch Geburtstag wird nicht gefeiert.

Bei den zeugen jehovas gibt es keine kindstaufe. 

Wenn ein zj sich taufen lässt, geschieht dies freiwillig und in sog. "Kongressen". Dort bezeugen sie vor dem Publikum, dass die sich taufen lassen wollen. Danach sind sie ein Bruder oder eine Schwester.

ZJ haben keine Kirche sondern "Königreichsäle". Es gibt dort kein Priester. Es gibt "Älteste" die über ihre Versammlung wachen sollen. 

Das predigen sehen sie als christliche Pflicht an. Müssen hier auch einen Nachweis bringen. (Wie viele std. )

Natürlich kannst du in jw.org viele Informationen(wie sie sich selber sehen) die sie präsentieren nachlesen. Es gibt auch andere Seiten wie z.b bruderinfo, sektenausstieg die die Kehrseite des Glaubens erklären. Diese werden von zj gerne als dummes gewäsch von "Abtrünnigen " dargestellt um ihre Glaubwürdigkeit in frage zu stellen. 

Hoffe ich könnte etwas beitragen.

Kommentar von wickedsick05 ,

Wenn ein zj sich taufen lässt, geschieht dies freiwillig und in sog. "Kongressen". Dort bezeugen sie vor dem Publikum, dass die sich taufen lassen wollen. Danach sind sie ein Bruder oder eine Schwester.

und das sehr wohl auch im Kindesalter...


Kommentar von orashimen ,

Ich meinte damit Baby taufe. ;) 

Antwort
von handyman, 123

gut dass es wikipedia gibt

Antwort
von wickedsick05, 45

klar hier ein paar fragen mit antworten:

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

Hass – Ein Kennzeichen wahrer Christen

„Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß“ (Psalm 139:22)

Der Wachtturm lässt keinen Zweifel daran, dass Christen Abtrünnige hassen müssen. „Die Verpflichtung, Gesetzlosigkeit zu hassen, bezieht sich … auf sämtliche Aktivitäten Abtrünniger. Zu Abtrünnigen sollten wir so eingestellt sein wie David, der erklärte: … ‚Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß‘“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1992, Seite 12). Doch „Jesus meinte damit sicher nicht, daß seine Nachfolger … [Abtrünnige] buchstäblich hassen sollten, da er den Menschen schließlich gebot, sogar ihre Feinde zu lieben“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1995, Seite 8). „Jemanden oder etwas zu ‚hassen‘ bedeutet in der Bibel zuweilen, jemanden oder etwas weniger zu lieben“ (Der Wachtturm, 15. März 2008, Seite 32). „In Übereinstimmung mit diesem Verständnis heißt es in der Bibel, daß Jakob Lea ‚haßte‘ und Rahel liebte, womit gemeint ist, daß er Lea nicht so sehr liebte wie ihre Schwester Rahel“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1995, Seite 8).

Es ist deshalb offensichtlich, dass Christen Abtrünnige einfach ‚weniger lieben‘ sollen. Liebe zu anderen Menschen weckt in Christen normalerweise „den dringenden Wunsch, ihnen von Gottes Königreich zu erzählen“ (Erwachet!, 22. August 1985, Seite 11). Indem sie Abtrünnigen nicht mehr ‚von Gottes Königreich erzählen‘, können sie somit zeigen, dass sie sie weniger lieben.

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb „Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

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