Frage von asareffe, 240

Zeugen Jehovas fragen?

Hi :) Gleich zu beginn bitte keine Hass-Sprüche wie schließ dich denen nicht an die sind so und so blabla. Ich intressiere mich einfach für andere Religionen und habe ein paar fragen.

Ich habe eine Freundin die gerade erst beigetreten ist. und ich will sie nicht darüber ausfragen also frage ich hier.

Wie ist das, wenn man beitritt und dann aber schon einmal Sex hatte, wird einem das vergeben? Darf sie überhaupt beitreten? oder was wenn sie schon einmal eine Bluttransfusion erhalten hat? Dürfen Zeugen Jehovas Blut abnehmen? (medizin)

Wird sie mit 23Jahren überhaupt noch einen Mann finden? Da heiratet man ja ziemlich früh.

Und wöchentlich muss man ja in die Kirche, nicht? Was wenn man aus beruflicher sicht dafür keine Zeit hat?

Antwort
von oelbart, 99

Was in der Vergangenheit passiert ist, kann vergeben werden. Der Wachturm und Erwachet sind voll von Geschichten von Leuten, die ein "sündhaftes" Leben hatten und irgendwann umgekehrt sind.

Bluttransfusion ist so einer der Knackpunkte: Nach der Lehre soll es eigentlich nicht angenommen werden. Es gibt im Alten Testament die Anweisung "Du sollst kein Blut trinken"; zwar gehen die meisten Theologen davon aus, dass sich dieses Verbot auf fremde Religionen oder okkulte Praktiken bezogen hat, bei Zeugen jedoch wird es so interpretiert, dass auch Transfusionen nicht erlaubt sind.
Ob der einzelne das in der konkreten Situation auch so hält, sei mal dahingestellt...

Wie das mit den Gottesdienstzeiten und dem Beruf ist, weiß ich nicht. Kommt vermutlich auch darauf an, in was für einer Gemeinde Du bist und wie selbstbewusst Du bist - kann mir durchaus vorstellen, dass einige Druck ausüben, dass Du Dir eine Stelle suchst, in der ein Gottesdienstbesuch regelmäßig möglich ist.
Ob das aber immer und überall so gehandhabt wird - ich würds bezweifeln.

Antwort
von Giustolisi, 108



ich will sie nicht darüber ausfragen 

Sie würde dir eh nicht alles sagen. Was die Allgemeinheit über die internen Vorgänge bei den zeugen weiß, hat sie von Aussteigern.

Wenn man buße tut, wird einem auch bei den zeugen vergeben.

Blut dürfen die Zeugen nicht annehmen, selbst wenn das ihren Tod bedeuten würde.

Mit 23 wird sie schon noch einen finden, es werden ja immer neue Mitglieder aller Altersgruppen angeworben

Bei den Zeugen muss man drei mal die Woche in die Kirche. Wenn man nicht kann, geht Gott vor. Seltene Ausnahmen werden aber geduldet, zum Beispiel wenn man im Urlaub ist. Neben der Kirche haben die aber auch andere Treffen, Bibelstunden und so weiter. Missionierung gehört auch zum Pflichtprogramm, ein zeuge muss bereit sein, seine Freizeit dafür zu opfern

 Du wirst bemerken, dass sich deine Freundin ziemlich rar macht. Die Zeugen werden nämlich darauf gedrillt, vorzugsweise mit "Ihresgleichen" zu verkehren und Andersgläubige zu meiden, wenn es nicht gerade um Missionierung geht. Die Zeugen haben also einen recht vollen Terminplan und hängen bevorzugt mit anderen Zeugen ab. das hat System, denn so wirkt die Indoktrinierung nicht nur besser, denn wenn ein zeuge sein soziales Umfeld nur noch in der Sekte hat, können die Anderen die Abweichler enorm unter Druck setzen. Wer nicht mehr glaubt, verliert dann sein komplettes soziales Umfeld und macht deswegen meistens lieber weiter.

Vorsicht ist also angesagt, wenn es um Zeugen geht. Deine Freundin wird also entweder dich überzeugen mit zu machen, oder du wirst sie ganz verlieren. Das ist die traurige Wahrheit.

Kommentar von brettpit ,

Er hat doch oben gebeten keine 'Hass sprüche' loszutreten..kannst du dich nicht daran halten? Man frägt doch Aktive und nicht Aussteiger oder meist Rausgeschmissene..oder?

Alles was bei denen so exotisch anmutet, steht glasklar in der Bibel.

Natürlich müssen sie NIcht 3 x wöchtl. Zur Kirche

Blut nehmen sie nicht an und wenn man die aktuellen Berichte im Gesundheitssektor sieht, sind sie uns da weit voraus

Man geht in die kirche wie oft man selber entscheidet! Wen  mir dies aber Spass macht ..kann jeder dies auskosten wie oft er will.

Die Bibel empfiehlt, sich- wenns geht- mit Gleichgläubigen abzugeben

Wenn ich aus meinem geliebten Tennisverein austrete..hab ich auch mein soziales Umfeld verloren .ist doch klar.  Bei Fussballer doch genauso 

Jesu gab den Auftrag..sein Wort überall zu verkündigen..und wer macht es? Nur die Zeugen

https://www.jw.org/de/

Kommentar von Giustolisi ,

Er hat doch oben gebeten keine 'Hass sprüche' loszutreten..kannst du dich nicht daran halten?

Genau daran habe ich mich gehalten.

Man frägt doch Aktive und nicht Aussteiger oder meist Rausgeschmissene..oder?

Die Aktiven geben einem nur nicht alle Informationen. Aussteiger haben das hinter sich. Es ist schon merkwürdig, dass sich die Berichte der Aussteiger so sehr gleichen und das ganz ohne Absprache.

Alles was bei denen so exotisch anmutet, steht glasklar in der Bibel. 

Die Bibel ist aber nur ein Buch voller Geschichten. Ich käme nicht auf die Idee, mein Leben nach einer so unglaubwürdigen Quelle auszurichten.

Blut nehmen sie nicht an und wenn man die aktuellen Berichte im Gesundheitssektor sieht, sind sie uns da weit voraus

In wiefern ist sterben besser als die Chance nicht zu sterben?

Kommentar von Mpischi ,

Ich fange einfach mal die Frage auf: Inwiefern ist Sterben besser als die Chance nicht zu Sterben.

Nun wer sagt das man Heutzutage sterben muss wenn man kein Blut zu sich nimnt? Die Blutfrage ist einfach nur ein Vorurteil von Leuten die sich nicht wirklich über das Thema informieren.

Nehmen wir einen schweren Verkehrsunfall, die Personen sind schwer verletzt, starker Blutverlust. Der Notarzt ist vor Ort und kümmert sich um die Patienten. Was glauben Sie bekommen diese Patienten verabreicht? Tipp: Blut ist es nicht. Damit die Adern nicht zusammenfallen wegen der geringen Blutmengen bekommen sie erst Elektrolyten die das Volumen herstellen sollen. Da diese aber nicht wie das Blut Sauerstoff transportieren ( denn das ist die Haupaufgabe des Blutes - Transport vom Sauerstoff und anderen Mineralien ) bekommen die Patienten Blutersatz.

Schauen sie sich mal die ARD Reihe Böses Blut an. 

Hier in der nähe von mir gibt es ein KrankenHaus was aus der Not wegen fehlder Blutkonserven eine Tugend gemacht hat. http://m.rp-online.de/nrw/staedte/nettetal/blutkonserven-sind-in-nettetal-fast-u...

Kommentar von Giustolisi ,

Das ist doch kein Grund, Bluttransfusionen generell abzulehnen, denn man kann sie noch lange nicht in allen Bereichen weglassen. Es gibt noch genug Situationen, in denen eine Bluttransfusion die Überlebenschancen erhöht, bzw ein Überleben überhaupt erst ermöglicht. Es wäre doch dumm, in so einem Fall darauf zu verzichten.

Kommentar von Mpischi ,

In den meisten Operationen kommt der Cell Saver zum Einsatz der nicht nur das Blut auffängt sondern es auch reinigt und dem Körper wieder zu fügt. So kommt es zu keinen Blutverlust.

In welchen Bereichen brauch man den Heutzutage unbedingt Blut für eine Op?

Kommentar von Mpischi ,

Übrigens machen bei dem PBM -Patienten Blood Management über 125 Kliniken mit

Kommentar von Giustolisi ,

Blut ist unverzichtbar, wenn der Hämatokritwert unter 20% sinkt, dann besteht nämlich Lebensgefahr. Normalerweise liegt er bei 40-50%. In der Unfallchirurgie oder bei einer Anämie können Blutkonserven noch so manches Leben retten.Es gibt noch viele andere Bereiche, in denen Bluttransfusionen Leben retten.

In vielen bereichen kann Blut gespart werden. Das finde ich auch gut, weil es knapp ist. Wo man es braucht und wo es einem helfen kann zu überleben, wäre es aber dumm, es abzulehnen.

Kommentar von Mpischi ,

Der Hämatokrit-Wert ist der Anteil der Blutzellen am Gesamtblut, also das Verhältnis von festen zu flüssigen Blutbestandteilen. Je höher der Prozentsatz desto fester das Blut was sehr schlecht wäre. Was du meinst ist der Hämoglobinwert, und den kann an Bis auf 3(HB-Wert) für eine kurze Zeit runterfahren

Kommentar von Giustolisi ,

Du liegst falsch. Der Hämokritwert bezeichnet den Anteil des Zellvolumens im Blut. Davon sind etwa 99%  Erythrozyten, also rote Blutkörperchen. Hämoglobin ist das sauerstoffbindende Protein, aus dem die Erythrozyten zum Teil bestehen.
Unterm Strich kann man das Blut etwas mehr als zur Hälfte verwässern, dann wird es seiner Aufgabe nicht mehr gerecht, weil einfach zu wenig Blutkörperchen drin sind. Dann hilft eine Bluttransfusion.

Kommentar von Mpischi ,

Da ich leider einwenig arbeiten muss und meine Pause um ist will ich nur noch zum Abschluss folgendes loswerden.

Jahre Lang wurde immer wieder Propagiert das man Blut unbedingt brauch. Viele Reden immer davon das der Mensch sich technisch weiter entwickelt. Aber sobald das Thema Bluttransfusion aufkommt, werden die technischen Fortschritte verteufelt.

Anstatt den Leuten die Möglichkeiten aufzuzeigen die es heute gibt dazu zählt der Cell saver. Werden Zeugen Jehovas als Böse Menschen dargestellt die lieber sterben wollen als Blut zu nehmen. Sie neinen kein Fremdblut. Aber dafür ziehen sie andere Möglichkeiten on betracht.

Informieren Sie sich im Internet auf Ärzte seiten. Besuchen Sie die Homepage vom PBM. 

Kommentar von Giustolisi ,

Ich begrüße den technischen Fortschritt und wo es bessere Alternativen zu einer Bluttransfusion gibt, sollte man sie einsetzen. Leider gibt es noch nicht für alle Bereiche Alternativen, es gibt also immer noch Situationen, in denen eine Bluttransfusion alternativlos ist, um das Leben zu retten. Wer in so einer Situation steckt und eine Bluttransfusion ablehnt, ist keineswegs böse, nur eben dumm.

Kommentar von Abundumzu ,

Das mag schon sein, Giustolisi, dass ein solcher Patient dumm ist, es fragt sich nur, gemessen woran.

Im Hinblick auf den Standpunkt der Bibel und damit im Hinblick auf die Möglichkeit eines endlosen Lebens handelt jeder klug, der Gottes Gebot, sich des Blutes zu enthalten, ernst nimmt (Apostelgeschichte 15:29)  

Außerdem und  im Hinblick auf die Spätfolgen handelt jeder klug und weise,  der nach alternativen Möglichkeiten sucht.  Das müsste inzwischen allen klar sein, die sich die ARD-Dokumentationen  „Böses Blut - Kehrtwende in der Intensiv-Medizin“ und auch die Dokumentation „Gefährliche Bluttransfusionen“ angesehen haben.

Nicht zuletzt Giustolisi, verringert sich unser Abstand als Zeugen Jehovas zu Deiner Dummheit geradezu in den Minus-Bereich, wenn man sich die von Dir als für unverzichtbar gehaltenen HB-Werte ansieht.

Ich habe persönlich den Fall einer Patientin miterlebt,  deren HB-Wert auf unter 3 (Drei) gesunkenen war  und die mit  Hilfe des Medikaments  Erythropoetin (EPO) und unter intensivem ärztlichen Beistand wieder genesen ist  -  übrigens ohne Spätfolgen.

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Kommentar von Abundumzu ,

Im Übrigen sind Deine weiteren Darstellungen unserer internationalen Glaubensfamilie zum Teil falsch und darüberhinaus durchgängig unsachlich. 

Nimm Dir  -  soweit es Bluttransfusionen betrifft  -  bitte ein Beispiel an dem Verhalten von Fachleuten:

Dr. Moisés Calderón, Chefchirurg für Herzoperationen am La Raza Hospital in Mexiko-Stadt beispielsweise, operiert regelmäßig ohne Bluttransfusion. 

Laut Reforma sagte er: „Eine Transfusion ist kein harmloses Verfahren. Es besteht das Risiko, Viren, Bakterien oder Parasiten zu übertragen. Außerdem können allergische Reaktionen auftreten, die sich auf die Nieren- und Lungenfunktion auswirken.“ 

Mit Blick auf die erwähnten Risiken erklärte Dr. Calderón: „Wir operieren alle Patienten so, als wären sie Zeugen Jehovas. Das heißt, wir halten die Blutungen so gering wie möglich, gewinnen ausgetretenes Blut zurück und verwenden blutungshemmende Medikamente.“

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Kommentar von Hyperhaes ,

So, hier ist inzwischen so viel gefährlich und falsch dargestellt worden, dass ich mal einiges klarstellen muss:

1. Ja, es ist richtig, dass BTs auch gefährlich sein können, ABER: das ist kein Grund immer und in jedem Fall auf sie zu verzichten

2. Der Cell-Saver kann eingesetzt werden, das setzt voraus, dass aber noch genug Blut vorhanden ist... Ich habe schon OPs erlebt, wo Menschen mehrere Liter Blut verloren haben und wer auch nur einmal kurz logisch nachdenkt, der wird erkennen, dass man mit maximal verdünntem Blut auch keine ausreichende Gewebsoxygenierung mehr hinbekommt...  mal von solchen Phänomenen wie Dilutionsazidose mit Verschiebung der Bindungskurve will ich gar nicht erst anfangen.... ergo da kommt man ohne BTs nicht mehr aus... Ich habe schon Fälle erlebt, bei denen Patienten über 30 Konserven erhalten haben und nur deshalb überhaupt noch leben... übrigens auch ohne Spätfolgen.

3. Ist hier mal wieder Rosinenpickerei betrieben worden. Herz-OPs können in vielen Fällen ohne BTs auskommen, richtig, schlicht weil viele der OPs in Hypothermie mit Kreislaufstillstand durchgeführt werden. Des weiteren ist eine elektive Herz-OP etwas ganz anderes als z.B. eine Aortenaneurysma-Ruptur... oder ein Milzriss oder ein Polytrauma mit DIC...

4. Wird in der angesprochenen "Dokumentation", die übrigens sehr umstritten ist (und auch später in einer weiteren Doku stark relativiert wurde: Blut - Saft des Lebens?... Sollten sich gerade mal ZJ ansehen) nicht an einer Stelle auch nur erwähnt, dass die Medizin oder die Forschung oder sonst wer einen kompletten Verzicht auf BTs auch nur in Erwägung zieht... schlicht mangels Alternativen... es geht einzig und allein um die Einstellung, dass man damals gedacht hat, "zuviel schadet nicht".

5. Kann der Hb durchaus auch unter 3 absinken, WENN das 1. langsam passiert, 2. keine weiteren schweren Erkrankungen beteiligt sind 3. keine Azidose dabei entsteht 4. eine günstige genetische Disposition vorhanden ist. Korrekterweise sollte dazu auch gesagt werden, dass ein schneller Abfall des Hbs max. bis zu einem Hb von ca. 5 kompensiert werden kann (und das auch bei weitem nicht bei jedem...) spätestens ab dann wird es aber akut lebensgefährlich und es drohen schlimme Spätfolgen bis hin zum Tod.

6. EPO kann u.U gegeben werden.... wenn man denn mehrere Tage Zeit hat. Die frühst-mögliche Wirkung von EPO setzt nach ca. 2-3 TAGEN ein, in vielen Fällen ist aber absolut unverantwortlich einen Menschen so lange hypoxisch zu halten und Spätfolgen sind extrem wahrscheinlich. In vielen anderen Fällen (die die Zeugen Jehovas natürlich immer wieder einfach ausblenden) hilft auch kein EPO z.B. bei Leukämien bzw. generell bei Patienten in Aplasie (ob Chemotherapie- oder Krebsbedingt oder weil sie schlicht an einer aplastischen Anämie leiden) oder z.B. MDS-Patienten... Gerade bei MDS kann es sein, dass Patienten trotz EPO sogar 1-2x pro Woche (Extremformen, meist eher 1-2x/Monat) eine BT brauchen, um nicht zu sterben... schlicht weil das Knochenmark völlig insuffizient ist (einzige Möglichkeit für die Patienten ohne BTs zu überleben wäre eine Transplantation, die aber auch mit einer Sterblichkeit von 30-40% nicht ganz ohne ist, wenn man überhaupt einen passenden Spender findet)

Ich könnte die Liste noch durchaus erweitern... bei Bedarf...

Also liebe ZJ glaubt bitte an was ihr wollt, aber bitte verbreitet nicht so ein gefährliches Halbwissen, bei einem so wichtigen Thema... und vor allem zeigt dann nicht mit dem Finger auf andere...

Kommentar von Giustolisi ,

Im Hinblick auf den Standpunkt der Bibel und damit im Hinblick auf die Möglichkeit eines endlosen Lebens handelt jeder klug, der Gottes Gebot, sich des Blutes zu enthalten, ernst nimmt 

Die Bibel ist eben nur keine besonders gute Quelle, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Die Versprechung des ewigen Lebens ist so verlockend wie leer. Das hier und  jetzt ist eine ziemlich sichere Sache. Es nicht so lange und intensiv wie möglich auszukosten ist dumm, denn aller Wahrscheinlichkeit nach kommt danach nichts mehr.

Die Geschichten von den gefährlichen Bluttransfusionen erinnert mich an die Geschichten von Leuten, die den Sicherheitsgurt im Auto ablehnen. Ja, es haben schon Leute schwere Unfälle ohne Gurt überlebt und es hat auch schon Fälle gegeben, in denen die Personen ohne Gurt wahrscheinlich überlebt hätten. Aber man sollte sich davon nicht blenden lassen, sondern Risiko und Nutzen abwägen und da sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache zu Gunsten des Gurts. Mit den Bluttransfusionen ist es ähnlich, nur dass es dazu in einigen Fällen Alternativen gibt, nur eben nicht in allen.

Antwort
von Alpako995, 107

Die Zeugen wollen neu Mitglieder und werben auch dafür! Das diese nicht immer perfekt ihrer ideologi entsprechen, ist ihnen klar! Sie freuen sich über jedes neues Mitglied!

Kommentar von brettpit ,

Falsch ... es dauert Jahre..bis sie überhaupt jemand aufnehmen. Da sie keine Abgaben oder Kirchensteuern haben ist es ja sinnlos. 

Was sagte Jesus zu seinen Jüngern? Hier kannst es in der Headline gleich lesen

https://www.jw.org/de/

Kommentar von Abundumzu ,

Und nochmal  FALSCH  lieber Alpako995,

wobei Du sicherlich einer der Letzten bist, der wissen würde, "was ihnen klar ist . . "

Sei so gut   -  um Deinen Informationsstand zu aktualisieren  -  und google mit diesem Suchtext

Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs videos

In weniger als drei Minuten erfährst Du, wie unser kostenfreier Kurs abläuft. 

Vor allem aber wird Dir folgendes ganz offizielle bestätigt:

". . . egal wann und an welchem Ort Sie mit uns studieren, Sie müssen deshalb kein Zeuge Jehovas werden  . . . "

ok?

Trotzdem alles Gute

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Antwort
von Abundumzu, 56

Lieber asareffe,

es ist zwar sehr anerkennenswert, dass Du Dir Klarheit verschaffen möchtest über alles, was auf das Leben Deiner Freundin in Zukunft Einfluss nehmen wird - aber im Großen und Ganzen sind deine Sorgen - bis auf eine - unbegründet.

Der Reihe nach: 

Soweit es die Vergangenheit eines Menschen betrifft, ist das in Gottes Wort und daher auch bei uns, bei den Zeugen Jehovas, kein Diskussionspunkt über den Wert eines Individuums. Das ändert sich erst ab dem Moment, wo jemand den Entschluss gefasst hat, Gottes Maßstäbe in seinem Leben zu beherzigen.

Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt, bei dem „Beitreten“. Es ist nämlich unmöglich der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas einfach so beizutreten.   

Wie ja allgemein bekannt ist, unterzieht sich jeder Zeuge Jehovas unmittelbar vor Beginn seines neuen Lebensweges einer Wassertaufe. Das geschieht auf eigenen Wunsch des Täuflings und es geschieht erst im Anschluss an ein umfangreiches und zeitintensives Bibelstudium. Entsprechend der dabei gewonnenen Erkenntnis hat die Taufe einen bedeutsamen Grund: Durch das Untertauchen macht er/sie nämlich seine Willensentscheidung öffentlich, fortan (beachte bitte: fortan oder ab sofort) sein/ihr Denken und Handeln und damit sein ganzes Leben nach Grundsätzen auszurichten, die unser Schöpfer in seinem Wort verankert hat. Durch diesen symbolischen Akt bringt er gleichzeitig zum Ausdruck, dass er es bereut, genau das in seinem bisherigen Leben nicht gemacht zu haben.

Um es mit den Worten der Bibel aus 1. Petrus 3:21 zu sagen, ist also die Taufe „. . . die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen . . .“. Dadurch wird zwar keine Vergangenheit ungeschehen gemacht, aber sie wird nicht mehr bewertet bzw. ihrer wird nicht mehr gedacht. Überprüfe diese grundsätzliche Einstellung Gottes bitte direkt in der Bibel, denn treffender als dort in Jesaja 1:18 - 19 kann das nicht formuliert werden (lässt sich direkt ergooglen).   

Soweit also zum Beitreten und der vorausgegangenen Umkehr bzw. Reue.

Als nächstes plagt Dich die Frage nach der Bluttransfusion und der Blutentnahme zum Zweck der Blutanalyse.

Während die Entnahme einer Blutprobe zu Untersuchungszwecken für einen Zeugen Jehovas kein Problem darstellt, lehnen wir Blutübertragungen bekanntermaßen ab. Ausführlich habe ich das hier schon einmal beantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/zeugen-jehova-blutspende?foundIn=answer-listing#...

Und obwohl man uns in dieser Frage jahrzehntelang heftig angegriffen hat, zeigen die Tatsachen inzwischen,  wie bspw. in der ARD – Dokumentationen „Böses Blut - Kehrtwende in der Intensiv-Medizin“ und auch „Gefährliche Bluttransfusionen“ belegt, dass unser Standpunkt auch deshalb richtig war, weil er zu viel besseren Ergebnissen geführt hat.

Dann sind da noch Deine Sorgen um das Heiraten: Die Bibel schreibt nicht vor, bis wann spätestens jemand geheiratet haben sollte, das entscheidet jeder selbst. Wohl aber enthält Gottes Wort den ernst zu nehmenden Rat aus 2. Korinther 6:14 „ . . .Lasst euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. . . .“. Zeugen Jehovas sehen sich also nach einem Partner gleichen Glaubens um. Und tatsächlich bestätigt das praktische Leben die Weisheit dieser Regelung, eben weil übereinstimmendes Denken in Lebensgrundsätzen die ohnehin vielfältigen Herausforderungen einer Ehe einfacher meistern lässt und Probleme sehr viel kleiner hält. 

Und zu guter Letzt ist es Dir aufgefallen, dass man „wöchentlich in die Kirche gehen muss“ - obwohl das unter Umständen mit beruflichen Interessen schwer vereinbar ist. Grundsätzlich „muss“ keiner von uns Zusammenkünfte besuchen, weil andere darauf bestehen. Dennoch sind  -    sogar zweimal wöchentlich    -   durchschnittlich achtzig Prozent aller Zeugen Jehovas in ihren Zusammenkünften versammelt, weil sie Freude daran haben und diese Möglichkeit des Zusammenkommens sehr zu schätzen wissen. Die gegenseitige Erbauung im Glauben bewegt uns dazu und fördert den Wunsch, die enge Verbundenheit zu suchen.

Bleibt nur noch die eine Sorge, von der ich eingangs sagte, sie sei begründet: Und diese Sorge, die bist Du. Ich sage Dir das aus edlen Beweggründen so ganz offen, denn ich habe dabei Euer (Deiner und Deiner Freundin) Wohl im Sinn. Im 2ten Absatz über diesem habe ich 2. Korinther 6:14 zitiert „ . . . Lasst euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. . . .“. Lies also den Absatz über das Heiraten bitte einfach nochmal und wende die Anregungen auf Dich und Deine Freundin an. Bitte.

Grüße bitte meine Schwester von mir - und Dir wünsche ich viel Erfolg und alles erdenklich Gute.

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Kommentar von Hyperhaes ,
und obwohl man uns in dieser Frage jahrzehntelang heftig angegriffen hat, zeigen die Tatsachen inzwischen,  wie bspw. in der ARD – Dokumentationen  „Böses Blut - Kehrtwende in der Intensiv-Medizin“ und auch „ Gefährliche Bluttransfusionen“ belegt, dass unser Standpunkt auch deshalb richtig war, weil er zu viel besseren Ergebnissen geführt hat.

Das ist falsch! Wo wird denn in der Doku auch nur angedeutet, dass man komplett und immer auf BTs verzichten kann? Kennst du die Folgedoku dazu (Blut - Saft des Lebens?... Dort kommt auch die Produzentin der von dir angesprochenen -im übrigen massiv umstrittenen- Doku zu Wort und es wird das Problem mit der generellen Ablehnung der BTs seitens der ZJ besprochen... z.B. auch anhand eines Beispiels wo der der behandelnde Arzt klar aussagt, dass der ZJ nur wegen seiner Ablehnung einer BT gestorben ist!)

Aber da du dich ja angeblich mit dem Thema genauer auskennst, kannst du doch sicher auch folgende Fragen beantworten:

1. Wie behandelst du Patienten in Aplasie mit kritischem Hb? Schonmal vorab: EPO wird da rein garnichts bringen

2. Wie behandelst du Patienten mit MDS und kritischem Hb? Auch hier wird EPO nichts bringen...

3. Wie behandelst du Patienten, die bereits mehrere Liter Blut verloren haben und schon etliches an Volumen bekommen haben? Weiter einfach nur Volumen? EPO? Wie sieht das aus, wenn die dann noch nichtmal die meist mehrstündigen Not-OPs mit weiterem massivem Blutverlust angefangen haben? 

4. Wie behandelst du Patienten nach Trauma mit starkem Blutverlust und zusätzlich noch einer kardialen Problematik? Sagen wir mal der Hkt sinkt unter die Laktat-Grenze von 15%...

Ich kann dir Patientenbeispiele nennen, die über 30 oder 40 Transfusionen bekommen haben und ohne die zu 100% nicht mehr am Leben wären... Die obige Liste kann ich bei Bedarf auch noch erweitern

Also bitte bringe konkrete Vorschläge aber bitte komme nicht wieder mit Beispielen aus elektiven Eingriffen, sondern konkret auf die o.g. Faktoren bezogen.

Das was richtig ist, ist dass man den Fehler gemacht hat mit die Mentalität "zuviel schadet nicht" bzw. "im Zweifel einfach mal eine geben" nicht schnell genug abgelegt zu haben, ABER das ist etwas ganz anderes als ein genereller Verzicht, vor allem wenn keinerlei adäquaten Alternativen vorhanden sind! Leider, noch nicht! Im übrigen lege ich dir (noch einmal) die Carson et al Studie "Transfusions" ans Herz ... eine Kohortenstudie u.a. mit Zeugen Jehovas, die aufzeigt, dass die Mortalität gerade bei BT-Verweigerern unterhalb der 5-7 mg/dl Hb-Grenze rapide gegenüber Transfusionsempfängern ansteigt... auch bestätigt durch eine weitere spätere Studie (Tobian et al.)... 

Also bitte erteile nicht "Ratschläge" in medizinischen Gebieten, in denen du dich nicht wirklich auskennst und somit das Leben von Menschen gefährdest!!

Kommentar von Hyperhaes ,

Tippfehler: es sollte g/dl heißen

Kommentar von Abundumzu ,

Werter Hyperhaes

Zunächst einmal ist es Falsch, was Du in Deinem einleitenden  „Das ist falsch!“ – Zitat unterstellst, nämlich  „Wo wird denn in der Doku auch nur angedeutet, dass man komplett und immer auf BTs verzichten kann?“    Weder angedeutet noch überhaupt thematisiert habe ich die Frage,  worauf  „man komplett verzichten kann“.  Meine Anmerkung lautet lediglich  „weil er [unser Standpunkt] zu  viel besseren Ergebnissen geführt hat“

Außerdem Falsch ist Deine Darstellung im Zusammenhang mit der von Die erwähnten “Folgedoku“ ,  in der Du behauptest   „der behandelnde Arzt [habe] klar aussagt, dass der ZJ nur wegen seiner Ablehnung einer BT gestorben ist!“  Richtig ist vielmehr, dass die Kommentatorin berichtet, der DRK-Arzt (!)  habe erleben müssen, „wie ein Patient nach einer Herzoperation starb, nur weil er eine Transfusion ablehnte“  -  ob der Arzt und  was der Arzt wirklich und wörtlich gesagt hat oder gesagt haben soll, bleibt unerwähnt.

Der Mediziner wäre auch juristisch sehr schlecht beraten, wenn er zum voraussichtlichen Erfolg oder Misserfolg einer Behandlungsmethode verbindliche Aussagen machen würde. 
Darüber hinaus ist die nachträgliche Aussage, der Patient sei nur
gestorben, weil er eine Transfusion abgelehnt habe solange substanzlos, solange der Arzt keine Garantieerklärung vorlegen kann, die er vor Behandlungsbeginn  ausgestellt und in der er den erfolgreichen Verlauf des Eingriffs für den Fall zugesichert hat,  dass der Patient in eine Bluttransfusion einwilligt.

Fakt ist nach wie vor: Der Patient trägt das Risiko und muss
unterschreiben, dass ihm das ausdrücklich erklärt wurde und er es ganz bewusst zu übernehmen bereit ist. Alle anderen Darstellungen sind  Augenwischerei.

Auf die zahlreichen übrigen sachlichen Fehler in der Doku  „Blut - Saft des Lebens?“ gehe ich nicht weiter ein.

Im Übrigen lesen sich Deine Kritiken immer so, als sei es unser Lebensinhalt, Bluttransfusionen abzulehnen.  Das  allerdings
ist mehr als sehr realitätsfern.

Infolgedessen ist es auch nicht unsere Sorge, uns durchgängig mit den vielen möglichen und denkbaren Ausnahmesituationen, wie Du
sie aufzählst, auseinanderzusetzen.

Wir sind auf der ganzen Welt (buchstäblich und wirklich auf der ganzen Welt !!) für solche und andere exotischen Fälle insofern gut
vorbereitet, als dass wir durch unsere Ärzteverbindungskomitees ständigen Kontakt zu den Könnern in der Chirurgie pflegen.  Zu Ärzten, die unseren Standpunkt kennen und respektieren  und es als Herausforderung betrachten, für jeden auch noch so komplizierten Fall die denkbar beste Lösung zu finden.

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Kommentar von Hyperhaes ,

Werter Abundumzu, 

war es nicht deine Aussage, dass die Einstellung der ZJ zu besseren Ergebnissen geführt hat? Bzw. in anderen Posts auch dass ja durch die Doku wieder die Bibel recht gegeben werde? Ergo: Eine totale Ablehnung von EKs und einigen anderen Blutbestandteilen (sehr selektiv übrigens und ohne jegliche Begründung)... 

Ebenso hat auch "euer Standpunkt" nicht zu immer zu besseren Ergebnissen geführt, sondern nur in einem sehr eingeschränkten Spektrum. Studien wo du diese Ergebnisse nachlesen kannst habe ich dir inzwischen mehrfach (auch oben) genannt.

Der Mediziner wäre auch juristisch sehr schlecht beraten, wenn er zum voraussichtlichen Erfolg oder Misserfolg einer Behandlungsmethode verbindliche Aussagen machen würde. 

Natürlich wird kein Mediziner jemals eine Garantieerklärung abgeben, das wäre schlicht falsch. ABER: In der Medizin geht es um die Abwägung von Wahrscheinlichkeiten, wenn ich jetzt so wie du argumentiere und auf Garantien beharre, könnte man die ganze Medizin abschaffen... ebenso könnte man ja behaupten, dass es keine Garantie gibt, wenn jemand z.B. einen Herzinfarkt erleidet, dass dieser den überlebt, wenn man den Rettungsdienst ruft... also sollte man es bleiben lassen oder wenigstens versuchen dem Patienten eine Chance zu geben?

Fakt ist aber derzeit nunmal, dass es in vielen Fällen leider keine Alternativen für BTs gibt. Wie ich schon mehrfach gesagt habe, war die Einstellung, dass "zuviel ja nicht schadet" falsch, aber das ist etwas völlig anderes als ein genereller Verzicht. In manchen Fällen kann man auf BTs verzichten, manchmal überlebt auch jemand, der absolut kritische Werte hatte, aber das ist bei weitem nicht die Regel, sondern Ausnahme!

Im Übrigen lesen sich Deine Kritiken immer so, als sei es unser Lebensinhalt, Bluttransfusionen abzulehnen.  Das  allerdings
ist mehr als sehr realitätsfern.

Nein, mir sind auch eure anderen Ansichten durchaus bekannt, wie man evtl. auch in anderen Antworten nachlesen kann. Allerdings kann ich beurteilen wie realitätsfern eure "Begründungen" bzgl. der Ablehnung von BTs sind.

Infolgedessen ist es auch nicht unsere Sorge, uns durchgängig mit den vielen möglichen und denkbaren Ausnahmesituationen, wie Du
sie aufzählst, auseinanderzusetzen.

Das sind bei weitem keine Ausnahmesituationen... Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen... sowohl durch meine Erfahrung im Rettungsdienst als auch durch meine Erfahrungen während des Medizin-Studiums... Im Trauma-Bereich oder in der Onkologie komplett auf BTs zu verzichten würde die Todesrate massiv nach oben schnellen lassen. Ich könnte dir etliche solcher Fälle runterbeten. Was meinst du was jeden Tag in den großen Trauma-Zentren passiert? Verbringe doch mal einen Tag in einem Schockraum in einer Unfallchirurgie... empfehlenswert ist da z.B. der Beginn der Motorradsaison... Oder auf einer hämatologischen Station... Patienten in Aplasie sind keine Ausnahmesituation, sondern leider noch in sehr großer Zahl...

Wir sind auf der ganzen Welt (buchstäblich und wirklich auf der ganzen Welt !!) für solche und andere exotischen Fälle insofern gut
vorbereitet, als dass wir durch unsere Ärzteverbindungskomitees ständigen Kontakt zu den Könnern in der Chirurgie pflegen.  Zu Ärzten, die unseren Standpunkt kennen und respektieren  und es als Herausforderung betrachten, für jeden auch noch so komplizierten Fall die denkbar beste Lösung zu finden.

Tja, ich kenne einige dieser Könner persönlich und auch die sagen, dass man in sehr vielen Fällen nicht ohne auskommt. Dieses ständige herauspicken von Rosinen, so wie du es hier betreibst ist doch nur Augenwischerei. Klar elektive Eingriffe kann man vielfach ohne BTs ausführen, klappt sogar in vielen Fällen besser als mit, ABER wehe es geht was schief... oder wehe es muss wirklich schnell gehen... es ist nunmal Fakt, dass die pauschale Ablehnung von BTs genauso falsch ist wie die Einstellung, dass man diese ja quasi ohne Begrenzung geben könnte. Ich habe schon Fälle selber im OP erlebt, wo aus einer stabilen Situation ganz plötzlich eine kritische wird, ohne dass man es vorher hätte erkennen können, oder wie Traumapatienten quasi "auslaufen" weil sie eine trauma-induzierte Gerinnungsstörung haben. Auch hier gibt es Studien, die ein deutlich besseres Outcome mit passender EK/FFP-Strategie, während die nur erhöhte Volumengabe stark mit der Entwicklung einer solchen Gerinnungsstörung korrelierte und die Mortalität stark ansteigen lässt (und das betrifft Millionen weltweit).

Kannst du u.a. hier nachlesen: http://www.aerzteblatt.de/archiv/116413

Also wenn du aus Glaubensgründen auf BTs verzichten willst, bitte es steht dir frei, aber bitte "berate" nicht andere mit solch einem gefährlichen Halbwissen. Es geht dabei um Menschenleben und nicht um Religion. 

Antwort
von chanfan, 114

Eine andere Religion ist das eigentlich nicht. Die legen die Bibel unter anderem nur anders aus.

Bluttransfusion ist nicht erlaubt. Allerdings hatte sie die ja vorher. Sich Blut abnehmen lassen...... ?

Die gehen nicht in die Kirche sondern in den Königreichssaal. Zudem finden regelmäßige Sitzungen statt, um den Inhalt des Wachturms zu besprechen und die passenden Argumente auf mögliche Fragen von nicht Zeugen, zu lernen.

Streng genommen wird sich auf längerer Sicht hin deine Freundin von dir abwenden müssen, wenn du nicht der Glaubensgemeinschaft beitrittst.

PS.: Ich kenne das auch nur so von Bekannten, die mehr oder weniger Probleme wegen uns hatten.

Antwort
von Jogi57L, 99

Es geht ja dabei NICHT darum, was man vorher für ein Mensch war, oder was man getan, SONDERN darum.. was man ab der Taufe der ZJ... dann tut ( anhängig von zunehmender "Erkenntnis")

Einfach "beitreten" kann man da nicht.. es geht voraus ein sog, "Bibelstudium"... wo einem die entsprechenden Glaubensgrundsätze anhand der NW-Übersetzung der Bibel erklärt werden.. dann gibt es einige Punkte.. mit denen man  übereinstimmen muss..

.(z.B. dass Jesus nicht gekreuzigt wurde... sondern  an einen "Pfahl" starb... soll heißen die Arme waren nicht seitwärts ausgestreckt, sondern überm Kopf...) dann erst die Taufe

Die NWÜ hat (eigentlich) keine wesentlich anderen Inhalte, als andere Bibelübersetzungen... jedoch werden Wortpartikel und Präpositionen teils so verwendet ( anders übersetzt) .. die manchen Texten eine leicht andere Bedeutung geben...

z.B. 

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort

>>>>

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort"

"Müssen" muss man eigentlich nichts.. aber man sollte (!) den Wunsch haben... bzw. entwickeln ... oder: in sich spüren... nach bestem Wissen und Gewissen.. im Rahmen der individuellen Möglichkeiten....an den Versammlungen teilzunehmen.

....also z.B. so Dinge wie "Unlust".. oder: "Da geh ich lieber schwimmen"...wären eher abträglich.

Man sollte schon den Wunsch haben... die "Gottesdienste und Zusammenkünfte" zu besuchen....

.. wenn man den Wunsch NICHT verspürt.. sollte man sich fragen... WAS einem wichtig ist.. und für sich selbst eine Entscheidung treffen.

Blut:

Es geht um die Aufnahme von "Blut".. 

...sei es essen von Blutwurst.. oder auch Bluttransfusion... o.ä.

die Bibel z.B. : sagt in der Lutherbibel 1912:

daß ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von der Hurerei; so ihr euch vor diesen bewahrt, tut ihr recht. Gehabt euch wohl!

natürlich darf und soll man als ZJ auch andere Bibelübersetzungen lesen... es fördert oft das bessere Verständnis... weil --je nach Zeit--... die aktuelle Sprache und die frühere Sprache interessante und verschiedene "Worte" verwenden....

z.B.. statt

"Er gewahrte".. dann: ---"Er bemerkte"....o.ä.

Das ist auch gut für den individuellen Wortschatz....

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Allerdings, so fürchte ich, wird es zunehmend schwierig für Dich werden (können) weiterhin einen "normal-westlichen" Umgang mit Deiner Freundin haben zu können....

Es könnte sein... dass sie dich als "zur Welt" zugehörig empfindet... und "die Welt" folgt oft anderen Regeln... als die von den ZJ erkannten Regeln "Jehovas"

Es mag sich blöd lesen... aber ich dachte manchmal schon:

die ZJ sind vergleichbar....die " strengen Mosleme" des Christentums....

Antwort
von Patchouli, 100

Deine Freundin freut sich bestimmt, wenn du sie fragst, also nur zu.

Für ZJ ist das "Vorleben" kein Hinderungsgrund für einen Beitritt. Sobald man es aber Erwägung zieht beizutreten, muss man sich an die Regeln halten. Es gibt ja auch reuige Strafgefangene, die zu den Zeugen konvertieren.

ZJ sind auch in ihrem Beruf sehr zuverlässig, meine Kollegin besucht dann einfach eine andere Versammlung, die sich zu einem anderen Zeitpunkt treffen.

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