Frage von whiskyforthewin, 75

Was findet ihr besser für längere Trekking touren?

Was findet ihr besser für längere Trekking touren? ein Im Verhältnis schwereres Zelt im Vergleich zu einem leichteren Tarp/Basha

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chazsmyr, 46

Kommt darauf an, wo es hingehen soll und zu welcher Jahreszeit, sowie, ob du die Möglichkeit hast einen feuchten/nassen Boden trocken zu legen oder nicht, wie wetter- und kälteempfindlich du bist und noch vieles mehr.

Natürlich will man gerade auf längeren Touren nicht mehr mit sich herumschleppen, als unbedingt nötig.

Je nach Jahreszeit habe ich einen Biwacksack, einen Tarp oder ein leichtes Zelt mit. Letzteres aber eigentlich nur, wenn abzusehen ist, das es viel regnet oder generell sehr feucht (oder insektenverseucht) wird. So kann ein Leichtbau-Zelt mit Mückennetz Gold wert sein, wenn es warm ist und man durch Gegenden reist mit vielen Mücken, da man dann einfach nur das Mückennetz zumacht, das Zelt aber zur besseren Durchlüftung etwas offen lassen kann. Man sollte dann nur keine von denen mit bei sich einsperren. ;-)

Wenn man gut darin ist einen guten Lagerplatz zu finden (trockener Boden, regenwassergeschützt), dann reicht auch ein Tarp. Solltest du in einem Wald übernachten schließt sich ein Zelt aus. Generell sollte man immer fragen, ob man dort zelten darf, wo man zelten will. Ebenso ist ein Lagerfeuer, außer an explizit dafür vorgesehen Stellen, ebenso nicht erlaubt. ^^

Bevor ich deine Frage also wirklich beantworten kann, ergeben sich mehrere Fragen:

  • Wohin soll es gehen?
  • Zu welcher Jahreszeit?
  • Zeltplatz zum Schlafen oder 'draußen', wo sich ein (erlaubter) Platz findet?
  • Wieviele Personen?
  • Wie lang soll die Tour gehen?

Ich persönlich kann die Frage nach dem 'besser' nicht so ohne weiteres beantworten, da alles seine Vor- und Nachteile hat.

Viele Grüße!

Chazsmyr

Kommentar von whiskyforthewin ,

Werde demnächst öfter Touren machen.

Vorwiegend Wald

Evtl. auch andere Länder (wo auch mehr erlaubt ist ;) ) wie Schottland (hab ich fest vor) Schweden etc

Unterschiedlich jenachdem wann ich die Zeit dazu finde. 

Wie gesagt hauptsächlich Wald oder auch manchmal Lagerplätze mit Feuerstellen

Im normalfall 1 Person (ich)

auch unterschiedlich kann dann schon mal 3/4 Tagetour sein oder länger mit ordentlichen Marschweg 

Kommentar von whiskyforthewin ,

an sich mag ich gern ein Tarp/Basha da man einfach mehr Möglichkeiten hat 

Kommentar von Chazsmyr ,

Ok, wenn du im Wald campen willst fällt ein Zelt zumindest in Deutschland eh weg, da bleibt dir dann nur ein Biwacksack (ohne Gestänge, denn dann gilt es in der Verordnung lustigerweise auch als Zelt) oder ein Tarp.

Ich weiß jetzt nicht, wie das mit dem Campen/Feuer machen in anderen Ländern aussieht. Dort machst du dich dann am Besten vorher schlau, da einige Länder doch sehr empfindliche Strafen haben, wenn man was falsch macht.

Ich persönlich habe mit einer BW Allzweckplane mit Ösen angefangen (Gewicht rund 720 g ohne Tasche). Nun liebäugel ich mit einem Loue I von Vihe Vaellus (Gewicht ohne Tasche 746 g), wobei man hier wieder in Deutschland mit dem Gestänge aufpassen muss (Definition Zelt, grob zusammengefasst: Hülle und Tragkonstruktion. Wobei Abspannseile nicht als Tragkonstruktion gelten.).

Um Gewicht zu sparen solltest du dir vor allem überlegen:

  • Was muss zwingend mit?
    Notfall-Kit, ein paar längere Kordeln, etc., wasserdichte Hüllen für die Technik (Smartphone, etc.).
  • Worauf kann ich verzichten?
    Müssen es wirklich 2-3 Ersatzhosen, T-Shirts, Pullis, etc. sein? Welches Geschirr muss zwingend mit, was kann man bleiben lassen?
  • Was wären leichtere Alternativen?
    Gibt es xyz auch in einer leichteren Ausführung?

Helfen kann bei sowas schon ein kleinerer Trekkingrucksack, der einen direkt von Anfang an dazu zwingt, über das, was mit soll/muss nachzudenken.

Oft ist leichter & gut auch eine Kostenfrage, denn viele Dinge, die qualitativ sehr gut und leicht sind, sind meist auch teu(r)er.

Viele Grüße!

Chazsmyr

Kommentar von whiskyforthewin ,

Wahre Worte ... Deswegen hab ich mir hauptsächlich erst mal das nötigste gekauft (alles möglichst leicht ) den rest kauf ich nach und nach dazu geht nämlich echt ganz schön ins Geld leider

aber ist halt ein schönes Hobby ;)

Paar Wasserdichte behältnisse muss ich mir noch besorgen ... Denke da an so Zip beutel mal schaun

Kommentar von Chazsmyr ,

Ich habe bis heute noch nicht viel Geld ausgegeben, aber ich habe auch nicht auf ultraleicht geachtet. ^^

ZIP-Beutel sind immer gut.

Antwort
von sim0024, 16
Basha

Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass man, wenn man nur eine Nacht übernachten will ohne Probleme mit einem Basha zurechtkommt. Desweiteren muss man auch beachten, dass ein Zelt (meist) eine größere Oberfläche hat und somit mehr Wasser haften bleibt, was ein erhöhtes Gewicht bewirkt, wenn es mal geregnet hat.

Eine weiteres Interessantes Phänomen (was aber auch an der fehlenden Erfahrung der anderen Camper liegen könnte) ist mir nach dem WSJ in Japan passiert:

Während andere Camper erhebliche Probleme mit dem Regen hatten blieben wir in unserem Schwarzzelt-Planen-Basha vergleichsweise trocken geblieben sind   

Antwort
von Artus01, 28
Zelt

Ein vernünftiges Zelt ist durch nichts zu ersetzen, vor allem wenn man längere Touren plant.

Viele mögen mich nun steinigen. Natürlich ist es in Deutschland im Allgemeinen verboten im Wald zu zelten. Ich mache das nun schon seit fast 50 Jahren und kann die Nächte im Wald nicht mehr zählen. Wenn man sich dabei nicht allzu dämlich anstellt fällt man auch nicht auf. Ich bin in der ganzen Zeit nur zweimal erwischt worden, passiert ist nichts. Allerdings sollte man mit Lagerfeuern sehr vorsichtig sein. Wer dabei erwischt wird kommt nicht so glimpflich davon.

Wichtig allerdings.

Egal wo Du Dein Zelt aufschlägst, verlasse den Platz wieder genau so wie Du ihn vorgefunden hast.

Mehr als die Löcher im Boden von den Zeltnägeln sollte nicht zurückbleiben. Du hast es geschafft Deine Sachen dorthin zu schleppen, dann kannst Du sie auch wieder mit zurückschleppen.


Kommentar von Chazsmyr ,

Dann hast du Glück gehabt, wenn trotz erwischt werden nichts passiert ist. Kommt halt stark auf den Förster drauf an, der einen erwischt. Kann aber auch nach hinten losgehen. Darauf verlassen, das nichts passiert sollte man sich deswegen nicht unbedingt.

Der alte Förster bei uns war, was zelten anging, immer sehr kulant (sofern man alles so hinterlassen hat, wie man es vorgefunden hat und kein Lagerfeuer gemacht hat (oder nur am dafür vorgesehenen Ort)). Der neue Förster hingegen ist da weit weniger umgänglich, aber der ist auch sonst recht unfreundlich und würde wohl am Liebsten alle aus dem Wald schmeißen, die sich abseits der Wege aufhalten.

Mit dem Feuer hast du recht und mit dem Satz, das man alles immer so hinterlassen sollte, wie man es vorgefunden hat, ebenfalls, aber das sollte eigentlich auch selbstverständlich sein - mit Betonung auf 'sollte'. Gibt ja trotzdem leider genug, die ihren Müll liegen lassen.

Kommentar von Artus01 ,

Na ja, selbst wenn der Förster was machen würde, es ist zunächst nur eine Ordnungswiedrigkeit, die allerdings bei einem Lagerfeuer empfindlich stärker geahndet werden wird. Im Übrigen haben nur die Mitarbeiter der Forstbehörde und die Polzei was zu sagen, der Jäger als Pächter des Jagdreviers nicht. Allerdings sollte man sich nicht auf unsinnige Diskussionen einlassen, er kann ohne weiteres die Polizei verständigen. Diese wird nur dann mitten im Wald aufkreuzen, sonst wohl nicht. Dann geht es allerdings ohne Bußgeld wohl nicht mehr ab. Also packt man seine Sachen und verschwindet. bzw. man sucht sich einen verborgeneren Platz.

Wie ich oben schrieb, wer sich nicht allzu dumm anstellt wird auch nicht entdeckt.

Antwort
von GerdHalle, 20

Ich finde die leichteren besser, weil das am Ende sonst echt auf dem Rücken wehtut...

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