Frage von rotesand, 137

Zeitweilige Hundehaltung in Wohnung, die das eigentlich laut Vertrag ausschließt?

Hallo!

Eine Bekannte von mir wohnt in einer Mietwohnung, in der Hundehaltung bzw. Haustierhaltung lt. Vertrag streng untersagt ist. Sie hat einen Hund, der aufgrund diesem Mietvertrag eigentlich zwar bei ihren Eltern lebt, jedoch holt sie ihn in letzter Zeit aus Sehnsucht nach dem Tier ständig in eben jene gemietete Wohnung, in der Haustiere nicht gestattet sind.

Der Hund ist seit einigen Wochen meistens das ganze Wochenende bei ihr (wenn sie nicht arbeitet), ehe sie ihn wieder zu ihren Eltern bringt. Manchmal hat sie ihn auch schon unter der Woche mitgenommen, wenn sie etwa frei hatte. Mir sagte sie, dass sie sofern jmd. nachfragt erklärt, der Hund gehöre Besuchern.. sie macht sich da weiters keine Gedanken!

Kann es da nicht rechtliche Probleme bzw. zur Kündigung führende Gründe geben, wenn sowas ans Tageslicht kommt oder ist das noch im grünen Bereich bzw. 'ne Grauzone da der Hund ja eigentlich nicht direkt bei ihr wohnt sondern mehr bei den Eltern?

Danke für Antworten & 'nen schönen 2. Weihnachtsfeiertag!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dsupper, Community-Experte für Hund, 76

Hallo,

ein Mietvertrag, der eine Hundehaltung generell - und nicht individuell - ausschließt - ist null und nichtig, bzw. die entsprechende Klausel ist es.

Ansonsten sind Besucherhunde natürlich nicht verboten, aber ständige Besucherhunde schon - und zum Hund fehlt ja nun auch der Besuch.

Das kann natürlich schon arg nach hinten losgehen - vllt. sollte sich deine Freundin lieber schon einmal in Ruhe nach einer hundefreundlichen neuen Wohnung umsehen. Wenn man das in Ruhe machen kann, ist es einfacher, als wenn es Stress gibt.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von rotesand ,

Hallo Daniela,

herzlichen Dank für deine Antwort.. sehr fachkundig :)

Genau das ist hier auch meine Vermutung: Der Hund gehört ja keinem Besucher, sondern der Mieterin & es ist kein Besuch da, dem er gehören könnte.

Kommentar von imager761 ,

ein Mietvertrag, der eine Hundehaltung generell - und nicht individuell - ausschließt - ist null und nichtig

Und? Erstens wisen wir nicht um die übereinstimmende mievertragliche Vereinbarung eins individuellen Mietvertrages und zweitens gäbe das eben keinen Freibreif her, ungefagt einen Hund zu halten.

Kommentar von dsupper ,

Beides habe ich auch NICHT geschrieben! Bitte richtig lesen, bevor du meinst, einen Kommentar abgeben zu müssen.

Ich habe nur geschrieben, dass ein generelles Hundehaltungsverbot im Mietvertrag mittlerweile nicht mehr gültig ist - nicht mehr und nicht weniger.

Antwort
von Interesierter, 75

Würde es sich tatsächlich nur um Besuche handeln, wäre das schon in Ordnung.

Wenn aber der Hund ohne Herrchen zeitweise sogar über mehrere Tage in der Wohnung ist, handelt es sich eindeutig um keinen Besuch mehr.

Das heisst, die Dame verstößt gegen ihren Mietvertrag. Sie riskiert hier eine Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar die Kündigung.

Kommentar von rotesand ,

So habe ich ihr ggü. auch schon argumentiert --------> ein Besucher, der 2-3 Stunden bleibt darf bestimmt mit Hund kommen, aber wenn das Tier dann tagelang da bleibt & im Grunde auch keinem "Besucher" gehört, ist es nicht mehr okay!

Ob sie das Tier während es in der Wohnung ist alleinlässt weiß ich nicht. Allerdings wohnt sie da alleine & muss sicher am Wochenende auch mal einkaufen oder so.

Danke für deinen Kommentar!

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 20

Kann es da nicht rechtliche Probleme bzw. zur Kündigung führende Gründe geben, wenn sowas ans Tageslicht kommt oder ist das noch im grünen Bereich bzw. 'ne Grauzone da der Hund ja eigentlich nicht direkt bei ihr wohnt sondern mehr bei den Eltern?

Ja, es kann zur Kündigung führen.

Besuch mit Hund kann der Vermieter in der Regel nicht verbieten aber einen Hund der zur Pflege oder zu besuch ist schon.

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Exakt da sehe ich auch das vorrangige Thema -----------> der Hund ist ja nicht wirklich "zu Besuch" (z.B. über wenige Stunden) in dieser Wohnung, sondern wenn er mal da ist über mehrere Tage hinweg, ohne dass Besuchspersonen da sind.

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 28

Die Haltung von Hund und Katze bedarf tatsächlich der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters.

Zwar kann der VM weder Besucher verbieten noch, das sie als Hundehalter ihrer Vierbeinier mitbringen. Spätestets bei Übernachtungen oder Wochenendaufenthalten wäre es aber keine Besucher-Hunde mehr, zumal wenn der Hundehalter garnicht mit übernachten würde.

Ich würde der Freundin ja mal Anschrfiten von Tierpensionen übergeben, die für diese Fälle Dienstleistungen abieten und auf die mietvertragliche Reglung hinweisen, die ein Unterlassungsverlangen des VM und sogar dessen fristlose Kündigung hergäben, wenn sie die Wohnung derart vertragwidrig nutzt :-O

G imager761

Kommentar von Georg63 ,

bedarf tatsächlich der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters.

Wenn es kein wirksames Verbot gibt, brauche ich keine Zustimmung,

Allerdings riskiert man ein späteres wirksames Verbot.

Antwort
von silberwind58, 72

Dann ist der Hund ja eigentlich nur ein Besucher-Hund ! Da solltet Ihr Euch erkundigen,wie das mit Besucher-Hunden geregelt ist. 

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Also meinst du, sie sollte einfach beim Vermieter anklopfen & das erfragen?

Kommentar von silberwind58 ,

Ja,bevor böse Nachbarn Ihr zuvorkommen. Bei einem Besucher -Hund dürfte es eigentlich keine Schwierigkeiten geben.Aber das letzte Wort hat natürlich der Vermieter.

Kommentar von wotan0000 ,

Dafür fehlt der Mensch zum Besucherhund.

Kommentar von imager761 ,

Nein, ohne Halter ist der Hund kein Besucherhund und regelm. Übernachten und Wochenendaufenthalte des Tiers stehen dem auch entgegen :-)


Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 56

besuchshunde sind erluabt -wird das aber reglemaessig sollte sie bei der verwaltung nachfragen - weil sie sonst die fristlose kuendigung riskiert...

hundehaltung darf nicht pauschal untersagt wreden, es muss begruendet werden - aber man braucht eine genhemigung zur hundehaltung

Kommentar von rotesand ,

Danke :)

Kenne den Mietvertrag nicht en detail, aber meine Bekannte erwähnte, dass er Hundehaltung bzw. Tierhaltung ausschließt. Glaube da ging es um Geruchs- und Lärmbelästigung in dem Mehrfamilienhaus wenn ich das recht verstanden habe!

Kommentar von inicio ,

dann muss sie halt argumentieren, dass niemand wegen geruch oder laerm sich beschwert hat... und ihr hund sich mustergueltig benimmt. dann hat sie vielleicht glueck

Antwort
von Georg63, 23

Wo kein Kläger da kein Richter.

Solange niemand was sagt - bzw. schreibt - ist alles kein Problem. Oft haben Vermieter solche Klauseln aus Prinzip im Vertrag und berufen sich erst darauf, wenn es Beschwerden gibt. Also sollte sie alles tun, damit sich eben niemand beschwert.

Aber selbst wenn, kann ihr nichts passieren, da erstmal eine schriftliche Abmahnung erfolgen muss, bevor eine Kündigung möglich ist. Falls sie eine Abmahnung bekommt, sollte sie ihren Hund bis zu einer Klärung bei ihren Eltern lassen.

Kommentar von rotesand ,

Vielen Dank!

Antwort
von larry2010, 73

es widerspricht sich, wenn es nur ab und zu sein soll udn du dann schreibst, das sie ihn immer öfter bei sich hat.

zudem wird man sich auch wundern, das der hund da ist und keine besucher.

von dahe rist das nciht mehr im grünen ode rgrauen bereich, sondern schon im roten

Kommentar von rotesand ,

So sehe ich das eigentlich auch! Der Hund ist am Wochenende eig. ständig in dieser Wohnung, auch unter der Woche wenn sie frei hat ist er wiegesagt da.

Exakt das mit dem "Besucherargument" halte ich auch für bedenklich.. zumal was ist, wenn das Tier nachts bellt, jault usw.?! Ist ein dünnwändiges Mehrfamilienhaus, da hörst du alles.. das kriegen die Leute sicherlich raus, ist nur mehr 'ne Zeitfrage!

Vermieter wohnt allerdings nicht vor Ort sondern rd. 100 Km entfernt soweit ich weiß.

Was wäre dann zu befürchten für meine Bekannte?

Kommentar von larry2010 ,

eine abmahnung, als vorwarnung, ansonsten die kündigung

Kommentar von rotesand ,

Danke, sowas in der Art hatte ich auch vermutet!

Antwort
von wotan0000, 41

Besucher mit Hund für 6 Wochen kann kein Vermieter verbieten.

Was Deine Bekannte da macht, kann zur Abmahnung und Kündigung führen.

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