Frage von ecuuuu, 32

Zeitarbeit, Lohn auch bei Nichteinsatz?

Hallo ihr lieben, im Internet habe ich gelesen, dass die Arbeitnehmer in Zeitarbeitsunternehmen auch bei Nichteinsatz ihren Lohn erhalten.. wie läuft das denn ab? also wenn ich gerade keine Arbeitsstelle habe, wie kriege ich denn Lohn? was und wieviel wird mir da gezahlt? ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen:)

Antwort
von wuselant, 21

Du bekommst den einsatzlosen Tag mit 7 Stunden Arbeitszeit (entspricht der Sollzeit bei ein 35 Stundne Woche) multipliziert mit deinem tariflichen Stundenlohn vergütet. Aber Achtung: Hier zählt nur die tarifliche Grundvergütung der Entgeltstufe in die du eingestuft wurdest. Branchenzuschläge oder Einsatzzulagen werden nicht gezahlt, auch wenn du die ggf. im vorherigen Einsatz hattest.

Also ein Beispiel: Wenn du in EG3 eingruppiert bist und somit 11,23 Euro die Stunden bekommst, dann wird der einsatzlose Tag mit 78,61 Euro (11,23 * 7) bezahlt.

Kommentar von ecuuuu ,

Also schließe ich mit der Firma einen Vertrag ab (zB. 35 Wochenstunden wird vereinbart)... vereinbart wird auch das ich beispielsweise ab 01.09 anfange, aber wenn die für mich bis dahin immer noch keine Stelle haben, werde ich trotzdem den vereinbarten Lohn kriegen (zB. bei 35 Wochenstunden mit dem Stundenlohn 11,23€ komme ich fast auf die 1,600.. das hängt ja noch mit den Arbeitszeiten ab). 

Hab ich das richtig verstanden? :D

Und ich werde in die Entgeltgruppe 3 eingestuft. 

Kommentar von IngoBa ,

Lass Dir keine Minusstunden auf Dein Konto aufbrummen - daß ist nur dann zulässig, wenn Du diese selber verursacht hast, also z.B. durch (tatsächlich) freiwillig genommenen Urlaub !

Unterschreibe keine Urlaubsscheine bei Nichteinsatz - daß ist ein rechtswidriger Vorgang Seitens der Zeitfirmen. Die Zeitfirma muss Dir in jedem Fall die Stunden voll zahlen, die im Vertrag stehen, auch, wenn z.B. fünf Tage kein Einsatz vorhanden war. Das ist nur deren Unternehmer-Risiko.

Siehe auch:

https://www.gutefrage.net/frage/zeitarbeit-darf-das-arbeitszeitkonto-zum-ausglei...

Das Bundesarbeitsgericht hat nämlich am 13.12.2000 (Az.: 5 AZR 334/99) entschieden, dass eine Verrechnung des Arbeitgebers nur dann möglich ist, wenn der Arbeitnehmer Einfluss auf das Entstehen von Minusstunden hatte. Dies ist jedenfalls dann nicht der Fall, wenn nicht genug Arbeit im Betrieb vorhanden war, denn darauf hat der Arbeitnehmer keinen Einfluss.

https://kanzas.de/2011/11/25/keine-verrechnung-mit-vergutungsanspruchen-bei-nega...

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