Frage von catbird, 61

Zeitarbeit Bezahlung nach eigenständiger Kündigung- 3 Wochen gearbeitet, wie verhält sich der Lohn mit der letzten 4. Woche?

Hallo allerseits,

ich habe eine Frage zu dem Thema Zeitarbeit. Undzwar folgender Hintergrund: Ich hab über eine Zeitarbeitsfirma 3 Wochen in einem Betrieb gearbeitet und dann eigenständig gekündigt. Kündigungsfrist 1 Woche, also genau zum Monatsende. Nun wurde mir bei der Abrechnung die komplette letzte Woche nicht bezahlt, obwohl ich ja theoretisch arbeiten konnte, aber eine Anstellung für 1 Woche nicht gelohnt hätte und mir deshalb gesagt wurde ich könne zu Hause bleiben (von Lohnabzug war nie die Rede). In der Abrechnung steht "Freizeitausgleich" Wisst ihr nun Vllt wie das mit den Abzügen ist, wenn ich nun betriebsbedingt eine Woche nicht arbeiten musste, ob die mir das wirklich abziehen durften?

Tarifvertrag laut BAP/DGB

Wisst ihr wo man sich Vllt vorher informieren kann, damit man nicht komplett hilflos beim ehemaligen Arbeitgeber anruft? Gibt es Vllt irgendwo zentrale Telefonstellen oder ähnliches die sich mit Lohnfragen beschäftigen?

Vielen Dank!

LG

Antwort
von loarkn, 34

Die stellen vermutlich darauf ab, dass laut Tarifvertrag bei einer Eigenkündigung bis zu 35 Minusstunden verrechnet werden können.

Die meisten Gerichte sehen das einseitige Verrechnen von Minusstunden inzwischen unproblematisch.

Es gibt aber inzwischen glaub auch Gerichte, die darin eine unzulässige Übertragung des Unternehmerrisikos auf den Arbeitnehmer sehen. Ohne Anwalt und etwas Durchhaltevermögen fürchte ich, wirst du schlechte Karten haben.

Kommentar von loarkn ,

Ein paar Informationen zu dem Thema mit Querverweisen auf Urteile findest du hier: http://www.rechtslupe.de/arbeitsrecht/negativer-saldos-auf-dem-arbeitszeitkonto-...

Kommentar von catbird ,

Leider wurden mir jedoch mehr als 35 h abgezogen

Kommentar von loarkn ,

Ob es rechtens ist einseitig Stunden aus dem Freizeitkonto abzubauen ist immer wieder Streitpunkt vor Gerichten. Die meisten segnen es aber ab, wenn der Mitarbeiter für seine gesamte Beschäftigungsdauer Lohn erhält. Ein Passus im Tarirvertrag (der abhängig davon, wie das Minus zustande kam als nicht ganz einwandrei angesehen wird) erlaubt bei Eigenkündigung bis zu 35 Minusstunden zu verrechnen. Frag mal nach auf welcher Grundlage sie dir Stunden abziehen. Du hast deine Arbeitskraft schließlich zur Verfügung gestellt. Wenn die Leihfirma das nicht annimmt ist das Annahmeverzug und der darf nicht dir zu Lasten gehen.

Antwort
von maggylein, 15

Ich empfinde das auch als falsch befürchte aber dass die sich da in einer Grauzone aufhalten und du da nicht viel gegen machen kannst...

Antwort
von AntwortMarkus, 43

Gehe dringend zu einem Anwalt für Arbeitsrecht. Die Burschen legen dich  rein.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community