Frage von jayink, 54

Zeit, Interesse; Arbeitszeugnis bewerten?

Wäre jemand interessiert mein Arbeitszeugnis zu bewerten. Ich find einige Anmerkungen bedenklich, so dass ich nicht weiß ob ich mich damit bewerben kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotreginak02, 23

Hallo Jayink,

stelle das Zeugnis doch mal komplett und anonymisiert hier ein, damit man es wirklich bewerten kann.

Es ist auch wichtig zu wissen, welchen Job du ausgeübt hast bzw. welche Tätigkeiten in dem Zeugnis aufgelistet werden. Solltest du dort mit Bargeld zu tun gehabt haben, wäre der "Ehrlichkeitsvermerk" sinnvoll, ansonsten hat er in dem Zeugnis, so wie er dort steht, Nichts verloren.

Die paar Zeilen, die du hier von deinem Zeugnis abgetippt hast, lesen sich nicht gerade positiv.... sondern eher so, als hätte es Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten gegeben..... Auch das Erwähnen, dass du neue Ideen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe hattest, ohne jeglichen Zusatz, ob sie denn auch zur Verbesserung beitrugen, hört sich eher so an, als hättest du ständig rumgenörgelt.....

Auch die Kürze insgesamt und der einzelnen Sätze lässt vermuten, dass man keinen guten Eindruck von dir hat.

Kommentar von jayink ,

Würd ich gerne machen aber ich weiß nicht wie ich es reinstellen kann. Ich habe keinen Scanner.

Antwort
von Nightstick, 31

Grundsätzlich kann man ein Arbeitszeugnis nur dann beurteilen, wenn man es vollständig liest - von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum/Unterschrift, denn überall können sich ungünstige Formulierungen bzw. versteckte Hinweise für einen potentiellen neuen Arbeitgeber befinden, z.B. in der Reihenfolge der Auflistung der Tätigkeiten.

Die bisherigen Textausschnitte lassen erkennen, dass der Zeugnisautor wenig bis gar keine Ahnung von der Formulierung eines Arbeitszeugnisses besitzt.

Ich rate dazu, das Zeugnis hier noch einmal anonymisiert, jedoch vollständig (!) einzustellen - nur dann kann man endgültig sagen, ob bzw. wie es zu reklamieren ist.

Kommentar von jayink ,

Danke für dein Kommentar. Ich würde es gern reinstellen weiß nur nicht wie.

Kommentar von Nightstick ,

Notfalls 1:1 abschreiben!

Antwort
von Paguangare, 53

Wenn das Zeugnis hier zu lesen wäre, könnte ich es auch bewerten.

Kommentar von jayink ,

Frau xx verfügte über ein umfassendes und fundiertes Fachwissen, dass sie jederzeit gut in die Praxis umzusetzen wusste. Sie hat es verstanden, Probleme schnell und zutreffend zu analysieren und zu lösen, wobei sie mit großem Engagement und Eigeninitiative arbeitete. Drauf arbeitete sehr zuverlässig und gewissenhaft. Sie arbeitete selbstständig und sicher, fand gute Lösungen und hatte neue Ideen, zur Verbesserung der Arbeitsabläufe. Die an sie gestellten Anforderungen erfüllte sie auch bei großem Arbeitsaufkommen gut. Wir lernten Frau xx als ehrliche Mitarbeiterin kennen. Sie erfüllte die ihr übertragenden Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.

Wir danken Frau xx für die Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Kommentar von Paguangare ,

Die Gesamtbeurteilung deiner Leistung und deines Verhaltens entspricht der Schulnote 3, nämlich:

"Sie erfüllte die ihr übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit."

Eine gute Beurteilung wäre: "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" und eine sehr gute Beurteilung wäre "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit".

Was besonders kritisch zu sein scheint: Es fehlt der Satz:

"Ihr Verhalten gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten war (stets) vorbildlich".

Dass dieses Verhalten gar nicht erwähnt wird, deutet auf Defizite hin. Sollte dies nur ein Versehen der Personalabteilung sein, dann versuche, hier noch eine Korrektur zu erreichen.

Bei der Schlussformel, also den guten Wünschen, fehlt der Wunsch nach Erfolg. Aber dieser kann nicht eingefordert werden.

Außerdem hoffe ich, dass die Rechtschreibfehler und Zeichensetzungsfehler nur durchs Abtippen entstanden sind, also z.B. das "Fachwissen, das...." (nur mit einfachem s).

An deiner Stelle würde ich unbedingt versuchen, ein verbessertes Zeugnis zu bekommen.

Kommentar von Nightstick ,

Wenn Du schon Verbesserungsvorschläge einbringst, dann bitte richtig!

In dem verbesserten Satz stimmt die Reihenfolge der Aufzählung nicht - es muss heißen: "Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei (oder vorbildlich)". 

Kommentar von Paguangare ,

Wer bestimmt, dass die Vorgesetzten vor den Kollegen genannt werden müssen? Das sind alles ungeschriebene Gepflogenheiten. Oder bedeutet es sonst, dass das Verhalten gegenüber den Vorgesetzten eigentlich doch nicht einwandfrei war? Man kann es mit der Geheimsprache auch übertreiben.

Kommentar von DarthMario72 ,

"Ihr Verhalten gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten war (stets) vorbildlich"

Prima, damit baust gleich noch einen Fehler ein!

Kommentar von jayink ,

Das drauf* hab ich aus versehen getippt. Sorry

Antwort
von slos8, 54

Dann stelle es hier zensiert doch einfach rein.

Kommentar von jayink ,

Frau xx verfügte über ein umfassendes und fundiertes Fachwissen, dass sie jederzeit gut in die Praxis umzusetzen wusste. Sie hat es verstanden, Probleme schnell und zutreffend zu analysieren und zu lösen, wobei sie mit großem Engagement und Eigeninitiative arbeitete. Drauf arbeitete sehr zuverlässig und gewissenhaft. Sie arbeitete selbstständig und sicher, fand gute Lösungen und hatte neue Ideen, zur Verbesserung der Arbeitsabläufe. Die an sie gestellten Anforderungen erfüllte sie auch bei großem Arbeitsaufkommen gut. Wir lernten Frau xx als ehrliche Mitarbeiterin kennen. Sie erfüllte die ihr übertragenden Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.

Wir danken Frau xx für die Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Kommentar von slos8 ,

Ich hoffe die fehlenden Worte sind im Orginal nicht vorhanden. Ansonsten klingt das ganze doch recht positiv, ohne hier eine zweideutigeit erkennen zu können.

Kommentar von Paguangare ,

Hallo slo8,

du bist anscheinend kein fortgeschrittener Arbeitszeugnisexperte. Wenn du meinst, das Ganze klänge doch recht positiv, so kannst du nicht gut zwischen den Zeilen lesen.

Arbeitszeugnisse müssen so formuliert sein, dass nichts explizit Schlechtes darin steht. Man darf z.B. nicht schreiben: "Sie hat sich immer mit ihren Kolleginnen gestritten und den Arbeitsablauf blockiert", also schreibt man dazu eben nichts.

Und wenn man schreibt, dass jemand ehrlich war, es aber bei dem Job außerdem sehr auf Pünktlichkeit ankam, jedoch Pünktlichkeit nicht erwähnt wird, dann war diejenige unpünktlich.

Kommentar von Nightstick ,

@Paguangare, Du bist allerdings ebenfalls kein "fortgeschrittener Arbeitszeugnisexperte", weil Deine Antwort bzw. Dein Kommentar das Gegenteil beweisen.

Kommentar von DarthMario72 ,

du bist anscheinend kein fortgeschrittener Arbeitszeugnisexperte. 

Du offensichtlich auch nicht, denn:

Und wenn man schreibt, dass jemand ehrlich war, es aber bei dem Job außerdem sehr auf Pünktlichkeit ankam, jedoch Pünktlichkeit nicht erwähnt wird, dann war diejenige unpünktlich.

Das ist absoluter Humbug! Es war zwar früher üblich, Pünkltichkeit zu erwähnen; heute sieht man das aber so, dass Pünktlichkeit eine derart banale Selbstverständlichkeit ist, dass deren bloße Erwähnung im Zeugnis negativ zu sehen ist. Ehrlichkeit gehört dann ins Zeugnis, wenn jemand eine besondere Vertrauensstellung hat (z. B. Zugriff auf die Kasse oder auf Firmenkonten); hat jemand nicht solche Aufgaben ist auch hier die Erwähnung der Ehrlichkeit negativ zu sehen.

Kommentar von jayink ,

Welche fehlenden Worte?

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