Smash am 04.09.2008 um 23:13 Uhr
Wie lange sollte man Doxycyclin prophylaktisch nehmen, wenn die Zecke ca. 15 nach den Befall entfernt wurde, leichte Hautrötung, sonst keine weiteren Anzeichen einer Infektion.
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Schlicht und ergreifend so lange, wie es der Arzt verordnet hat. Das ist ein Antibiotikum, daher sollte man es nicht nach eigener Meinung einfach so absetzen. Das kann zur Folge haben, dass die Krankheit ausbricht und eine intensive Behandlung notwendig wird. Jedenfalls hat man mir das so erzählt.

welche dosis sollst du denn wie oft täglich für wieviele tage nehmen? interessiert mich jetzt echt mal.
Smash am 4. September 2008 23:23 Der Arzt sagte 3 Tage 200 mg 1 x tgl. Der Apotheker meinte 5 Tage. Das Robert Koch Institut empfiehlt noch länger, aber genaue Daten in welcher Zeit eine mögliche Infektion durch Antibiotika abgetötet werden sind nirgends zu finden.
Imbecillitas am 4. September 2008 23:24 ich würd mich mit den drei tagen begnügen. 200mg 1x/d?
Imbecillitas am 4. September 2008 23:25 glaub, wenn man zuviel geld hat kann man einfach die zecke ins labor schicken und die gucken dann mal ob die überhaupt borrelien beherbergt.
Smash am 4. September 2008 23:32 Ja vielen Dank, leider hatte ich die zecke blöderweise zu schnell weggeworfen. Aber dks für Deine Antwort
Das Risiko einer Borreliose-Infektion durch infizierte Zecken (nicht jede Zecke ist Überträger) steigt mit der Dauer des Blutsaugens. Erst ab 10-12 Stunden Saugdauer besteht ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko. Wenn- wie in Ihrem Fall - die Zecke nur kurz auf der Haut war, erfolgte mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Übertragung der Krankheitserreger. Eine Antibiotika- Therapie macht man nicht nach jedem Zeckenstich "prophylaktisch" und schon gar nicht über 3 Tage. Wenn es Anhaltspunkte für eine Infektion gibt (z.B. eine sog. Wanderröte; Erythema migrans und/oder ein Anstieg von bestimmten Antikörpern im Blut)) wird 3 Wochen lang mit 200mg Doxycyclin /Tag behandelt.
Hallo Smash,
man merkt, dass keiner richtig Ahnung zum Thema Zecken hat --> auch nicht dein Arzt. Die Borreliosen befinden sich im Darmtrakt der Zecke. Bei der Nahrungsaufnahme - hier das Blutsaugen beim Wirt - würgt bzw. spuckt (regurgiert) die Zecke in regelmäßigen Abständen unverdauliche Nahrungsreste in ihren Wirt zurück. Bei diesem Vorgang können Krankheitserreger, die zuvor bei einem anderen Wirt aufgenommen wurden auf den aktuellen Wirt übertragen werden. Dies dauert aber mind. 8 - 12. Stunden. Eine Zecke, die also 15 min. bei dir Blut gesaugt hatte, kann KEINE Borrelien übertragen haben. Somit wirst du mal wieder mit einem Antibiotikum vollgepumpt, welches du definitiv nicht benötigst!!! Liebe Grüße und Gute Gesundheit
Smash am 5. September 2008 17:13 Danke
Ja kann ich bestätigen. Heeee endlich eine Expertin zum Thema Zecken.
Was ...? 15 ... Minuten, Stunden, Tage woher weisst du das ? Das Zurückgeben vom gesaugten Blut kann auch durch Druck auf die Zecke ausgelöst werden. Der Zeckenbiss ist schmerzlos und so merkt keiner, seit wann die Zecke wirklich dran ist. Ich hatte Borreliose und das war alles andere als lustig.
Würde mal sagen, der Arzt, der es verordnet hat, hat sich was dabei gedacht und dir gesagt wie lange. Bei Antibiotika sollte man sich auch unbedingt dran halten.

Halt Dich an die Anweisung des Arztes.
Smash am 4. September 2008 23:19 Ja danke, ich gebe es auf hier noch mal eine Frage zus stellen.
Mariechen99 am 4. September 2008 23:22 Sei nicht böse. Aber wer soll hier entscheiden wielange du ein Medikament nehmen sollst? Wer soll hier die Verantwortung darüber übernehmen? Vielleicht ist hier mal ein richtiger Arzt!!!
Qetan am 4. September 2008 23:24 Auch der kann das nicht per Ferndiagnose entscheiden.
Imbecillitas am 4. September 2008 23:26 die dianose ist: er hat nen zeckenbiss gehabt. das kann man aus der ferne schon mal konstatieren.
Smash am 4. September 2008 23:28 Es war eine klare Frage: Wie lange benötigt das hier empfohlene Antibiotikum die Bakterien im Fürhstadium abzutöten. Es braucht ja keine/r zu antworten der es nicht weiss.
Eine prophylaktische Einnahme von Doxycyclin nach einem Zeckenstich ohne Borrelioseverdacht ist eine vollkommen übertriebene Maßnahme und entspricht nicht den medizinischen Standards (Ausnahme: Schwangerschaft).
Das Risiko einer Borreliose-Infektion durch infizierte Zecken (nicht jede Zecke ist Überträger) steigt mit der Dauer des Blutsaugens. Erst ab 10-12 Stunden Saugdauer besteht ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko. Wenn- wie in Ihrem Fall - die Zecke nur kurz auf der Haut war, erfolgte mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Übertragung der Krankheitserreger. Eine Antibiotika- Therapie macht man nicht nach jedem Zeckenstich "prophylaktisch" und schon gar nicht über 3 Tage. Wenn es Anhaltspunkte für eine Infektion gibt (z.B. eine sog. Wanderröte; Erythema migrans und/oder ein Anstieg von bestimmten Antikörpern im Blut)) wird 3 Wochen lang mit 200mg Doxycyclin /Tag behandelt.

togal ist nichts anderes als ass...käse!
du nimmst bei antibiotika bis zu der letzten tablette ein. du wirst wahrscheinlich eine 20er packung bekommen haben und mußt alle 12std eine tablette einnehmen, d.h. in 10 tagen ist es vorbei.
Imbecillitas am 4. September 2008 23:21 hab grad was von drei tagen gelesen. ist zur prophylaxe.
gertrude2 am 4. September 2008 23:22 ok, ich habe die prophylaxe überlesen.
Hallo smash. Ich würde Dir raten das Medikament laut Anweisung des Arztes einzunehmen. Desweiteren würde ich auf jeden Fall eine Blutuntersuchung machen lassen, denn die Gefahr einer Ansteckung durch Borreliose ist bei einer Hautrötung gegeben. Ich spreche aus eigener Erfahrung-lieber einmal Blut abnehmen als dann Borreliose und die Folgen.

wurde die Zecke 15 min oder 15 h nach dem Befall entfernt? Und wann genau danach begann die Hautrötung? Meine Kinder werden täglich im Garten von Zecken gebissen und die bekommen auch nicht täglich prophylaktisch ein Antibiotikum! Die Leute die ich kenne die wirklich Borreliose erwischt haben mußten das AB lange (einige Wochen) in recht hoher Dosierung nehmen. Unser Hausarzt sagt, selbst mit Blutuntersuchung kann man im Anfangsstadium eine B weder nachweisen noch ausschließen. Keine ja-oder nein Antwort, aber Panik ist ebenso unangemessen wie Nachlässigkeit...
Aus meiner Frage kannst Du ersehen, daß ich das auch weiss. Aber die Frage ist, wie lange, denn die Ärzte sind da unterschiedlicher Meinung. Ich hatt halt gedacht, hier ist jemand der wirklich Ahnung davon hat.
ich würde dann demjenigen Arzt vertrauen, der die besseren Argumente hat. Bei sowas würde ich wirklich eher länger als kürzer die Pillen schlucken. Auch ohne, dass sich Symptome zeigen. Was hat man zu verlieren?