Zahnriemen gerissen nach Gebrauchtwagen Verkauf?

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8 Antworten

Du müsstest nur dann die Abschleppkosten tragen, wenn bereits bei Übergabe des Autos ein Sachmangel vorlag.

Es spricht - wie andere hier bereits angedeutet haben - einiges dafür, dass bereits kein Sachmangel vorliegt. Das Auto bzw. in dem Fall der Zahnriemen muss gem. § 434 Abs. 1 Nr. 2 BGB nur die Beschaffenheit aufweisen, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist.

Ich bin zwar kein Automobil-Experte, aber ich denke mal, dass es sich beim Zahnriemen um ein Verschleißteil handelt. Bei 20 Jahre alten Autos dürfte es normal sein, dass der Zahnriemen irgendwann einmal reißt. Diesen Punkt kann ein Gutachter in einem späteren Prozess natürlich auch anders beurteilen.

Selbst wenn ein Gutachter zu dem Ergebnis kommen würde, dass ein Mangel vorliegt, dann müsste der Käufer auch noch beweisen, dass dieser bereits bei Übergabe vorlag. Die vielfach zitierte sechsmonatige Vermutung (§ 476 BGB) dürfte hier nach der Art des Mangels nicht greifen.

Zusammenfassend bleibt damit zu sagen, dass es zwar möglich ist, dass der Käufer gegen Dich einen Anspruch hat. Jedoch steht dieser Anspruch auf extremst wackeligen Beinen. Sollte er anwaltlich gegen Dich vorgehen macht es Sinn, sich möglichst früh auf einen Vergleich einzulassen.

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Kommentar von mercedes27
11.11.2016, 11:12

Der Kunde ist damit knapp zwei Wochen gefahren bis es dann passierte mit dem Zahnrienem und ohne meines Wissen wurde das auto wieder zu mir gebracht und jetzt fordert der Anwalt die kauf preis summe zurück und die abschleppen kosten.

Denn Kaufpreis könnte ich zurückerstatten.

Da sich der Aufwand für die Reparatur für solch ein altes auto nicht lohnt.

Aber die abschleppen kosten das nicht, mir wurde nicht die Möglichkeit  gegenben bzw. Mir wurde  keine Frist gesetzt um  das Fahrzeug abzuschleppen.

Ist es denn richtig?

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Kommentar von Havenari
11.11.2016, 14:35

Es ist auch bei 20 Jahre alten Autos keineswegs normal, dass der Zahnriemen reißt. Dieses Bauteil muss zwingend in regelmäßigen Intervallen getauscht werden, weil bei seinem Versagen die Folgen erheblich sind. Das ist auch allgemein bekannt. Insbesondere ein Kfz-Händler muss das wissen.

Wenn der Zahnriemen nicht ordnungsgemäß gewartet wurde, liegt allein deswegen schon ein Mangel vor.

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Das ist richtig. Als Händler kannst du die Gewährleistung nicht ausschließen. Damit haftest du in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf uneingeschränkt für alle Sachmängel am Auto, sofern diese dem Käufer beim kauf nicht bekannt waren. Kannst du nachweisen, dass dieser Mangel, hier der Zahnriemen, ursächlich erst nach dem Kauf schaden genommen hat und nicht bereit vorgeschädigt war, haftest du natürlich nicht. Nach 6 Monaten muss der Käufer im Rahmen der Beweislastumkehr dir beweisen, dass der Schaden bereits beim Kauf bestand bzw. ein Umstand vorlag, der Ursächlich für diesen Schaden war.

 

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Kommentar von AalFred2
11.11.2016, 13:15

Ich zweifle grundsätzlich an, dass ein gerissener Zahnriemen bei einem 20 Jahre alten Auto ein Sachmangel ist.

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In welchem Zustand wurde das Auto verkauft? Wurden die Wechselintervalle eingehalten?

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Der Riss eines Zahnriemens ist kein Sachmangel und daher muss ein Händler dafür auch nicht grade stehen. Der Zahnriemen ist eben ein Verschleißteil, das kann passieren. Zu solchen Fällen gibt es auch schon einige Gerichtliche Urteile die zugunsten des Händlers ausfielen. Einfach mal googlen.

Man müsste dir eine arglistige Täuschung nachweisen können, was in so einem Fall aber so gut wie unmöglich ist.

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Kommentar von mercedes27
11.11.2016, 09:33

Es heißt das ich angeblich gesagt habe das das Fahrzeug eine steuerkette hast was ich aber nicht gesagt habe da ich es selber nicht wusste

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Kommentar von mercedes27
11.11.2016, 09:56

Im Kaufvertrag wurde nichts fest Gehalt wie z.b steuerkette oder Zahnrienem eine Angabe für ein lückenloses scheckheft wurde auch nicht fest Gehalt auch nicht erwähnt da es ein 20 Jahre altes Fahrzeug ist und die verkauf Summer unter 1000€ war.

Angeblich gibt es Zeugen

Der das Fahrzeug erwerbt hat hatte ein Dolmetscher dabei und die Lebens Gefährtin.

Allerdings habe ich selber ein Zeuge der dabei war das sowas wie steuerkette erwähnt wurde

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Kommentar von mercedes27
11.11.2016, 09:58

Das Fahrzeug ist 20 Jahre alt und 120 tkm gelaufen an dem Fahrzeug wurden Mängel beseitig die man sah und frischen TÜV hattet er auch erhalten ohne Beanstandungen

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Kommentar von mercedes27
11.11.2016, 09:58

Steuerkette NICHT ERWÄHNT WURDE!! ^^

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Ein zahriemen ist ein Verschleiß Teil und unterliegt nicht der üblichen Garantie, vorausgesetzt die Wechselintervalle sind eingehalten! Alles andere ist Schicksal

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Kommentar von franneck1989
11.11.2016, 09:34

Es gibt keine "übliche Garantie", sondern Gewährleistung.

Auch ein Verschleißteil KANN mangelhaft sein, das müsste man im Einzelfall sehen. Kommt darauf an, in welchem Zustand das Auto angeboten und verkauft wurde und welche Zusicherungen gemacht oder unterlassen wurden

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Kommentar von Doktorfruehling
11.11.2016, 09:59

im übliche Rahmen ist das kein Fall fuer die Gewährleistung. Die Bedingungen stehen in meiner Antwort.

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wie lange nach Verkauf? 

Wechselintervalle wurden sämtlich eingehalten?

Zahnriemen ist ein Verschleißteil - Kolben - die obere Welle hats zerrissen - kurz Motor ist hin

da sind die Abschleppkosten nur das kleinere Übel

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Der Zahnriemen ist ein Verschleißteil und stellt somit keinen Sachmangel dar. In diesem Fall bist du weder für die Reparatur noch für die Abschleppkosten in der Pflicht. Gibt dazu mehrere Urteile.

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Kommentar von franneck1989
11.11.2016, 09:29

Auch Verschleißteile können Sachmängel aufweisen

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Kommentar von Amtsschimmel25
11.11.2016, 09:36

So ein Blödsinn. Woher nimmst du diese Weisheit. Das BGB ist hier eindeutig. Der Verkäufer ist hier gewerblicher Händler. Damit ist der Gewährleistungsausschluß nicht möglich und innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf haftet er für alles, sofern er nicht nachweisen kann, dass dieser Mangel nicht schon vor dem Kauf bestanden hat und der Käufer davon wusste. Nach 6 Monaten tritt die sog. Beweislastumkehr ein und der Käufer muss nachweisen dass der Mangel bereits beim Kauf bestand. Es ist dabei unerheblich, ob es ein Verschleißteil ist oder nicht.

Der Händler haftet also innerhalb von 6 Monaten uneingeschränkt für den Schaden und die daraus entstehenden Folgeschäden wie z.B. Abschleppkosten, Ersatzfahrzeug oder Nutzungsausfall usw.

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Kommentar von Doktorfruehling
11.11.2016, 12:41

Dann ließ dir mal gut die Begründung durch. voellig andere vorraussetzungen

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