Frage von TinaBambina93, 34

Zahlungsverweigerung für kurzfristige Minijobs?

Hallo, bei mir auf der Arbeit stellen wir immer über den Jahreswechsel für ca. 2 Wochen Schüler, Studenten und Retner auf Minijob-Basis ein. Diese erledigen dann Sachen über den Jahreswechsel. Es wird auch ein ganz normaler Arbeitsvertrag abgeschlossen. So nun meine Frage: Ist es möglich, wenn der Minijobber z.B. seine Arbeit in den zwei Wochen schlecht bis gar nicht macht die Bezahlung zu verweigern? Gibt es da irgendeinen Paragraphen? Diesen Fall hatten wir nämlich im letzten Jahr. Der Minijobber hat auf die Bezahlung fur die geleisteten Stunden bestanden, da in dem Vertrag auch nichts anders geschrieben war. Kennt sich jemand aus ?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, 13

Selbstverständlich muss der AG bezahlen.

Wenn ein Arbeitnehmer seine Arbeit nicht zufriedenstellend ausführt, muss man mit ihm reden und ihn auf seine arbeitsvertraglichen Pflichten hinweisen. Man kann dem AN eine Abmahnung geben und anschließend, sollte sich nichts ändern, kündigen. Lohn verweigern geht auf alle Fälle nicht.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 11

Es gibt leider kein Gesetz, welches die Zahlungsverpflichtung des Arbeitgebers bei Schlechtleistung einschränkt bzw. aufhebt.

Im Arbeitsvertrag sollte deshalb zweckmäßigerweise ein entsprechender Vermerk vereinbart werden, zum Beispiel, dass den Anweisungen des/der direkten Vorgesetzten Folge geleistet werden muss.

Ansonsten kannst du dich über das Bürgertelefon beim zuständigen Ministerium für Arbeit und Soziales von Montags bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 20 Uhr zum Thema Arbeitsrecht beraten lassen.

Kommentar von lenzing42 ,

Als Nachtrag zu meiner Antwort noch die entsprecehnde Rufnummer des Bügertelefons: 030 221 911 004.

Antwort
von Indivia, 9

So einfach ist das nicht.

Hier gasb es die Frage von der Gegenseite shcon mal: https://www.gutefrage.net/frage/darf-ein-arbeitgeber-geld-teilweise-einbehalten-...

Hier gibt es auch noch Infos: https://www.gehalt.de/news/wann-darf-der-chef-mein-gehalt-einbehalten


"
Arbeitsgericht[/URL] Frankfurt/M., Urteil vom 20. Januar 2004 – 4 Ca 4332/03]Keine Kürzung bei schlechter Leistung

Bei schlechter oder nachlässiger Arbeitsleistung darf der Arbeitgeber nicht einfach den Lohn kürzen. Er hat nur die Möglichkeit, eine Abmahnung auszusprechen und dem Arbeitnehmer
oder der Arbeitnehmerin im Wiederholungsfalle zu kündigen. Eine
Lohnkürzung wäre nur in den Fällen zulässig, in denen im Arbeitsvertrag
ausdrücklich ein leistungsbezogener Lohn vereinbart wurde.


(quelle: http://www.juraforum.de/forum/t/keine-lohnzahlung-lohn-wird-teilweise-einbehalte...)

Antwort
von DarthMario72, 5

Was genau heißt denn "schlecht bis gar nicht"?

Zahlen muss man als AG, auch wenn man mit der Arbeitsleistung nicht zufrieden ist. Man kann in dem Fall abmahnen (wie eine vernünftige Abmahnung auszusehen hat, weißt du ja sicher) und u. U. im Wiederholungsfall kündigen.

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