Frage von Type852, 46

Zahlt die Versicherung meines Bekannten?

Ein Bekannter wollte mir meine Rückfahramera ans Autoradio anschließen. Da er ein Fehler gemacht hat(Kabel falsch angeschlossen) ist diese kaputt gegangen. Nun ist meine Frage ob dies eine Private Haftpflichtversicherung (gefälligkeitsschaden?) übernimmt? Bzw. Ob es eine andere Versicherung übernimmt?

Antwort
von RudiRatlos67, 9

Wie Du richtig eingeschätzt hast, liegt hier ein gefälligkeitsschäden vor. Solche Schäden sind normalerweise nicht versichert, können aber gegen mehrbeitrag bis zu einer geringen schadenshöhe (oft auf 5.000 Euro Deckung begrenzt) eingeschlossen sein. Da Du der Auftraggeber warst, hast Du auch das Risiko getragen. Eine andere Versicherung außer der privaten Haftpflicht Versicherung deines Bekannten sofern gefälligkeitsschäden eingeschlossen sind, kann nicht für den Schaden in Anspruch genommen werden. Ausnahme: in der Kaskoversicherung des Kfz sind Schäden wegen Verpohlung ausdrücklich eingeschlossen und nicht auf die Verpohlung der Batterie oder auf Starthilfe begrenzt. Allerdings greift bei der Kasko Versicherung auch noch die Selbstbeteiligung. Außerdem kann der Schaden je nach Anbieter unter teilkasko oder vollkasko fallen und bei vollkasko muss zusätzlich noch eine rückstufung der SF Klasse in kauf genommen werden.

Antwort
von Menuett, 29

Das kommt darauf an, ob es grob oder leicht fahrlässig war.

Leichte Fahrlässigkeit wird nicht erstattet, grobe Fahrlässigkeit wird auch bei Gefälligkeitsschäden erstattet.

Es sei denn, seine Versicherung schließt leichte Fahrlässigkeit bei Gefälligkeit mit ein.

Bei leichter Fahrlässigkeit besteht gemäß Gesetz kein Schadensersatzanspruch.

Kommentar von Type852 ,

Was ist denn der Unterschied von grober Fahrlässigkeit und leichter?

Kommentar von Menuett ,

Das ist eine gute Frage.

Bei Umzügen ist das pi mal Daumen durch Fensterkitt so geregelt.

Helfer und Umzügler tragen gemeinsam den Fernseher die Treppe hinunter, Helfer rutscht der TV aus der Hand - leichte Fahrlässigkeit.

Helfer trägt einen 160 Zoll TV alleine die Treppe hinunter - grob fahrlässig.

Kommentar von Type852 ,

Also ich würde das als grobe Fahrlässigkeit einschätzen.(weil sie das nicht so einfach machen dürfte, eigentlich müsste sowas ja ein Spezialist machen, oder sehe ich das Falsch?).. das heißt also der Bekannte muss dann zur Versicherung, den Schaden melden und hoffen, dass die Versicherung das genauso sieht und dann wird das bezahlt, oder?

Schon mal danke im voraus

Kommentar von Menuett ,

In D gibt es keinerlei Pflicht einen Spezialisten zu engagieren.

Sie sollte es mal melden.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Da hat ja mal jemand überhaupt keine Ahnung.... Und davon eine ganze Menge.... Um das mal ein wenig zu entwirren.... In einer privaten Haftpflicht Versicherung ist grundsätzlich fahrlässigkeit versichert, grobe fahrlässigkeit kann bis zu einer geringen schadenshöhe mitversichert sein. Gefälligkeitsschäden sind auch nur optional gegen mehrbeitrag oder in Top Tarifen versichert. Fahrlässigkeit ist wenn ein Schaden trotz der nötigen Aufmerksamkeit versehentlich entsteht, grobe fahrlässigkeit liegt vor, wenn das Schadensereignis absehbar war und der schädiger es billigend in Kauf genommen hat..... In diesem Fall halte ich fahrlässigkeit für möglich, allerdings müssen auch Gefälligkeitsschäden versichert sein denn ansonsten gilt in diesem Fall der Auftraggeber als haftpflichtig, der bekommt jedoch nichts von seiner Versicherung da es ein Eigenschaden ist und man nicht gegen sich selbst haftpflichtig sein kann.

Kommentar von Menuett ,

Grobe Fahrlässigkeit ist immer mitversichert.

Eine Haftpflichtversicherung versichert die gesetzliche Haftfplicht.

Deswegen muß sie Vorsatz ausschließen. Grobe Fahrlässigkeit wird in keinem Vertrag ausgeschlossen.

Lieber Himmel, das war mein Job und ich habe ausgezeichenete Zeugnisse.

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