Frage von NoAnderstand, 109

Zahlen Rentner für ihre Krankenversicherung 100% selbst?

Angestellte bekommen ja die Hälfte zu ihrer Krankenversicherung vom AG dazu. Aber wie ist das bei Rentnern? Müssen die wirklich 100% von ihrer schmalen Rente selber an die Krankenversicherungen zahlen? Und gibt es da Beitragsunterschiede? Ich würde dann die billigste wählen. Die Leistungen sind doch wohl gleich. Oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kevin1905, 109

Zahlen Rentner für ihre Krankenversicherung 100% selbst?

Nein. Sie erhalten einen Zuschuss von 7,3% Punkten seitens des DRV.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung müssen sie allerdings komplett selbst tragen.

Und gibt es da Beitragsunterschiede?

Der allgemeine Beitragssatz aller gesetzlichen Kassen ist identisch ebenso die Leistungen, die durch den Leistungskatalog festgelegt sind. Seit 2015 können Kassen allerdings individuelle prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben.

Antwort
von maccvissel, 107

Wer vor dem Renteneintritt privat versichert war (als besserverdienender Angestellter, als Selbständiger usw.) zahlt seine Krankenversicherung zu 100% selbst.

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung war und eine bestimmte anzahl von Beitragsjahren war, erhält den Status des "Krankenversicherten als Rentner". Da übernimmt die Deutsche Rentenversicherung die Hälfte des Krankenkassenbeitrages, analog zum Beschäftigtenverhältnis als Arbeitnehmer.

Kommentar von NoAnderstand ,

herzlichen Dank; doch was heisst bitte, "eine bestimmte Anzahl von Beiträgen" ?

Kommentar von maccvissel ,

Beitragsjahre, nicht Beiträge (obwohl das letztendlich auf dasselbe hinausläuft). Hier stehts:

https://de.wikipedia.org/wiki/Krankenversicherung_der_Rentner#Vorversicherungsze...

Kommentar von DolphinPB ,

Quatsch, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal nichts sagen.

Erstens, auch privat Versicherte bekommen im Alter einen zuschuss der Rentenversicherung zu Ihrer Krankenversicherung so sie denn Anspruch auf eine gesetzliche Rente haben. Und das haben ja min. alle Angestellte !

In die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) kommt man nicht weil "man eine gewisse Anzahl von Beitragsjahren hat". Sondern man muss Anspruch auf eine gesetzliche Rente haben (und hier scheitern schon so manche), diese natürlich auch beantragen und man muss min. 9 Zehntel der zweiten Hälfte des Erwerbslebens gesetzlich krankenversichert gewesen sein.

Kommentar von nersd ,

Korrekt Dolphin! Der Zuschuss seitens der GRV steht in keinem Zusammenhang mit der Art der Krankenversicherung. Der Zuschuss ist absolut identisch!

Antwort
von DolphinPB, 83

Als Rentner mit Anspruch auf gesetzliche Altersrente - nein (7,3 %, aber nicht mehr als die Hälfte des KV-Beitrages, gibt es vom Rentenversicherungsträger).

Hierbe ist es egal ob man als Rentner gesetzlich oder privat versichert ist.

Als Rentner ohne Anspruch auf gesetzliche Altersrente - ja

Antwort
von nersd, 78

Die Leistungen sind nicht gleich! Da gibt es eine ganz erhebliche Abweichung. Bevor man Rentner ist, haben alle gesetzlich Krankenversicherten, die den allgemeinen Beitragssatz zahlen, Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag. Wer z.B. freiwillig versichert ist und kein Krankengeld möchte, zahlt den ermäßigten Beitragssatz.

Rentner haben keinen Anspruch auf Krankengeld mehr, müssen dennoch den allgemeinen Beitragssatz zahlen.

Der Rest wurde ja schon korrekt beantwortet. Zuschuss ist der gleiche (egal ob GKV oder PKV) und die Plegevers. muss der Rentner alleine zahlen, dafür gibt's also keinen Zuschuss.

Kommentar von Apolon ,

Wer z.B. freiwillig versichert ist und kein Krankengeld möchte, zahlt den ermäßigten Beitragssatz.

Dafür lieferst Du doch sicherlich noch die Rechtsquelle ?

Kommentar von nersd ,

Ähm......die Frage ist jetzt nicht ernst gemeint. Oder doch?

§243 SGB V

Und wer Anspruch auf KG hat, zahlt den allgemeinen Beitragssatz (§241 SGB V).

Was machst du eigentlich beruflich?

Kommentar von Apolon ,

Was machst du eigentlich beruflich?

Diese Frage muss ich an dich zurück geben, denn dir ist der Unterschied zwischen deiner Antwort und dem Gesetzestext ja noch nicht einmal aufgefallen!

Deine Antwort lautete:

Wer z.B. freiwillig versichert ist und kein Krankengeld möchte, zahlt den ermäßigten Beitragssatz.

Im Gesetz steht aber:

Für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt ein ermäßigter Beitragssatz.

Ist doch ein gravierender Unterschied.

Denn nach deinem Text, könnte ja auch ein freiwillig Versicherter Beamte Krankengeld erhalten.

Gruß Apolon

Kommentar von nersd ,

Das "z.B." willst du nicht sehen, oder?

Okay, dann konkretisiere ich den Passus: z.B. können freiwillig versicherte hauptberuflich Selbstständige sowohl den ermäßigten, als auch den allgemeinen Beitragssatz wählen. Natürlich gilt das auch nicht pauschal, denn es gibt Ausnahmen, die ich aber nicht alle im Einzelnen erläutern möchte. Ist zudem auch nicht Gegenstand der Frage.
Früher gab es sogar noch flächendeckend verschiedene erhöhte Beitragssätze, wo z.B. freiwillig versicherte hauptberuflich Selbstständige eine kürzere Karenzzeit wählen konnten.

Und da Beamte keinen Anspruch auf Krankengeld haben, zahlen auch sie den ermäßigten Beitragssatz nach §243 SGB V. Ich habe nirgendwo behauptet, dass Beamte auch den allgemeinen BS wählen könnten ;)

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass bei Rentnern, trotz §243 SGB V abweichend der allgemeine Beitragssatz gilt.

Und zu der zurückgegebenen Frage, du weichst einer Antwort ja aus, ich bin (unter anderem, diverse Fachwirte usw. lasse ich jetzt der Übersichtlichkeit halber mal weg) Sozialversicherungsfachangestellter und Versicherungsfachmann ;)

Kommentar von nersd ,

Und wie du aus meiner Formulierung: "Wer z.B. freiwillig versichert ist und kein Krankengeld möchte, zahlt den ermäßigten Beitragssatz." herauslesen willst, dass ich behaupte, dass Beamte sich auch mit Krankengeld versichern könnten ist mir absolut schleierhaft.

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