Frage von Allvogel, 154

Zählt das schon als Ehebruch, wenn ich eine geschiedene Frau oder Witwe heiraten würde?

Antwort
von Predbabe, 62

Da der Eheschwur der meisten Religionen "Bis das der Tod euch scheidet (oder ein super überteuerter Scheidungsanwalt das für euch regelt)"  bedeutet, ist es nicht verwerflich oder als "Ehebruch" zu sehen, wenn du mit einer geschiedenen oder verwitweten Frau anbandelst.


Der Rest an Emotionen und Gefühlen ist mit deinem eigenen Gewissen zu vereinbaren.

Wenn du dich dabei unwohl fühlst, dann lass es. Dann mach der Frau aber auch keine Hoffnungen und lass sie nicht eiskalt fallen! Sondern sag ihr ins Gesicht, dass du dich unwohl dabei fühlst und es nicht deinen Moralvorstellungen entspricht!

Kommentar von Allvogel ,

 Dann mach der Frau aber auch keine Hoffnungen 

Wo hast Du das gelesen ? Hab diese Frage nur aus Interesse gestellt. 

Kommentar von Predbabe ,

Meine Antwort zu deiner Frage ergibt sich aus der Beantwortung meiner Theorie :D

Oder anders: Sollte er tatsächlich mit der Frau schon was haben, sich aber nach wie vor nicht sicher sein ob das moralisch/emotional gescheit ist - soll er der Frau sagen, was Sache ist und sie nicht eiskalt wie ne heiße Kartoffel fallen lassen ;)

Kommentar von Predbabe ,

Verzeihung, meinte im zweiten Absatz meiner Antwort natürlich mit Er - Ihn - Allvogel :P

Antwort
von josef050153, 20

Bei einer Witwe sicherlich nicht.

Bei einer Gescchiedenen auch nicht. Es gibt aber Extremisten, die eine Ehe mit einer Geschiedenen als Ehebruch werten.

Kommentar von Allvogel ,

Dann bin ich eben ein sogenannter Extremist.

Kommentar von josef050153 ,

Möglich, ich kenne dich nicht.

Antwort
von Irina55, 70

Du weißt was eine Ehebrechung ist? Eine Ehe kann nur gebrochen werden, wenn einer von beiden verheiratet ist ..in deinem Beispiel ist das jedoch nicht der Fall.

Kommentar von Allvogel ,

In diesem Beispiel waren beide Frauen verheiratet und ich weiß grad nicht ob das vor Gottes Gericht als Ehebruch gezählt wird.  

Kommentar von Irina55 ,

Wie du schon sagtest, WAREN. Sie sind an keiner Person mehr gebunden. Ich weiß zwar nicht, von welcher Religion du redest, aber in denen die ich kenne ist es Frauen erlaubt ein zweites Mal zu heiraten.

Kommentar von Predbabe ,

Jashin sei Dank!

Redet Allvogel von Bespielen oder von tatsächlichen Situationen?

Kommentar von comhb3mpqy ,

Sie können ja mal gucken, was in der Bibel zu Ehebruch steht.

Antwort
von MarkusKapunkt, 20

Das kommt auf die theologische Auslegung an.

In Matthäus 19, 8-9 steht:

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens
erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so
gewesen. Ich
aber sage euch : Wer seine Frau entläßt, es sei
denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und
wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.



Es ist demnach streng genommen verboten, Ehen überhaupt aufzulösen, da der Ehebund ein vor Gott geschlossener und somit heiliger Bund ist. Wer es dennoch tut, hat ein hartes Herz und nimmt sein Wort, dass er sowohl dem Ehepartner als auch Gott gegeben hat, nicht ernst und bricht dieses Wort. Diese Auffassung herrscht zum Beispiel in der katholischen Kirche bis heute.

In dieser Bibelstelle geht es aber darum, dass derjenige, der nach einer Scheidung erneut heiratet, die Ehe bricht, von demjenigen, der als "zweite Wahl" geheiratet wird, steht dort kein Wort. Die Frage, ob auch nur einseitig die Ehe gebrochen werden kann, ist also eine andere.

In den meisten aufgeklärten Kreisen ist eine Wiederheirat heutzutage völlig normal. Vielfach wird darauf hingewiesen, dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dieser strengen Ehegesetze heute nicht mehr bestehen. Eine Scheidung hat heute weder für den Mann noch für die Frau die Folge, dass es als Schande angesehen wird, die so groß ist, dass es für die geschiedenen Leute unmöglich wird, einen neuen Partner zu finden. Außerdem tragen heutzutage meist sowohl Mann als auch Frau gemeinsam zum Einommen in der Familie bei, was die beiderseitige Unabhängigkeit zur Folge hat.

Wenn Ehrverlust und Abhängigkeit nicht mehr gegeben sind, spricht nichts mehr dagegen, dass Ehen aufgelöst werden, wenn diese nicht mehr harmonisch sind. Es wäre für das beiderseitige Wohlergehen sogar förderlich, die unglückliche Ehe zu scheiden. Sogar die gemeinsamen Kinder profitieren davon, wenn die Eltern sich nicht mehr ständig in den Haaren liegen. Ständiger Streit unter den Eltern traumatisiert Kinder oftmals mehr als eine Trennung der Eltern, wage ich einmal zu behaupten.

Die Witwenrente ist im Christentum jedoch meiner meinung nach ohne weitere Probleme erlaubt. In Lukas 20, 27-40 steht:

Auch aus den Reihen der Sadduzäer, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und legten ihm eine Frage vor. »Meister«, sagten sie, »Mose hat uns folgende Vorschrift gegeben: >Wenn ein verheirateter Mann kinderlos stirbt, soll sein Bruder die Witwe heiraten und dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹ Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb jedoch kinderlos. Daraufhin heiratete der zweite Bruder die Witwe, aber auch er starb kinderlos. Nach ihm heiratete sie der dritte, und so ging es weiter; alle sieben starben, ohne Kinder zu hinterlassen. Zuletzt starb auch die Frau. Wie ist es nun mit der Frau bei der Auferstehung? Wem von ihnen gehört sie dann? Alle sieben waren schließlich mit ihr verheiratet gewesen.« Jesus antwortete: »In der jetzigen Welt heiraten die Menschen und werden verheiratet. Aber diejenigen, die für würdig erachtet werden, von den Toten aufzuerstehen und an der kommenden Welt teilzuhaben, heiraten dann nicht mehr. Sie können dann ja auch nicht mehr sterben, sondern sind den Engeln gleich; als Menschen der Auferstehung sind sie Söhne Gottes. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose deutlich gemacht. In der Geschichte vom Dornbusch nennt er den Herrn ›den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs‹. Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; für ihn sind alle lebendig.« Einige der Schriftgelehrten sagten darauf: »Meister, das war eine gute Antwort.« Aber niemand wagte mehr, ihm eine Frage zu stellen.

Antwort
von Yannie3, 80

Für wen wäre die Frage ... solange du nicht verheiratet bist ist das kein Ehebruch, die Witwe oder geschiedene Frau hat ja keine/n Partner/in mehr. 

Antwort
von Whitekliffs, 19

Was sagt denn Jesus dazu?

Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

Matthäus 19

Ansonsten: bis dass der Tod euch scheidet!

Antwort
von Katsa1, 17

Hallo,
ich kann dir aus katholischer Sicht antworten. Eine katholische Ehe kann bis auf wenige Ausnahmen nur durch Tod getrennt werden. Wenn geheiratet wird, wird immer standesamtlich und manchmal auch kirchlich geheiratet. Die standesamtliche Hochzeit kann durch Scheidung aufgelöst werden, die katholische Hochzeit nicht. Im katholischen Sinne wäre es somit Ehebruch eine geschiedene Frau zu heiraten. Eine Witwe wäre ok, denn es heißt ja "...bis der Tod uns scheidet"

Antwort
von ASBAS, 3

Eine Witwe zu heiraten ist kein Ehebruch. Aber eine geschiedene Frau schon.

Antwort
von Wilkinson, 9

Wie in so vielen Kommentaren geschrieben, ist es völlig legitim, eine Witwe zu heiraten.    Eine geschiedene Frau...     Da will und muss ich doch an die Kritiker der "Geschiedenen-Heirat" eine Frage stellen:  

Warum wurde denn die Geschiedene seinerzeit geschieden???

Wie viele Frauen müssen sich denn in eine Scheidung "flüchten", weil die täglichen Misshandlungen des Ehepartners schlichtweg keine andere Alternative mehr zulassen?

Soll sich eine Frau lieber totschlagen lassen, anstatt durch eine Scheidung einem vorhersehbar lebenslangen Martyrium zu entgehen?? 

Und wenn sie den Mut gefasst hat, diesen Schritt zu gehen, dann soll sie als Ausgestoßene gelten? 

Dies gerade jetzt, im 21. Jahrhundert, noch einmal gründlich zu überdenken, erscheint mir mehr als angebracht.

Ich bin als glücklich Verheirateter ein unumstößlicher Befürworter der Ehe. Und ich heiße es auch nicht gut, wegen jedem Sch****ß   sogleich ein "Ich lass mich scheiden"  über die Lippen zu bringen.  (An alle jetzt kritisch Aufhorchenden: Ich bin seit 30 Jahren verheiratet)

Aber eine Ehe um jeden Preis?  Vielleicht sogar um den Preis des eigenen Lebens?  Das kann weder von Mose, geschweige denn von unserem Herrn so angedacht gewesen sein. 

Das zu sagen nehme ich mir auch und gerade als Christ gerne mal heraus.

Antwort
von Materianer, 67

Wenn du verheiratet bist dann schon.

Wenn nicht dann nein ʘ̚͜ʘ̚

Antwort
von Dennis1616, 73

Du brichst die ehe wenn du verheiratet bist

Kommentar von Allvogel ,

Wenn ich Single bin auch ? 

Kommentar von Predbabe ,

Dann nicht.

Aber es ist nicht grad hochgelobt  und -angesehen, wenn du eine verheiratete Frau rumkriegst :)

Kommentar von Allvogel ,

Ich möchte auch keine verheiratete Frau rumkriegen :)

Antwort
von hummel3, 16

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum du überhaupt diese Frage stellst, denn die Antwort darauf ergibt sich beim Nachdenken von selbst.

Solange du selbst ledig und ungebunden bist, ist es nach unseren weltlichen und auch christlich religiösen Gesetzen kein "Ehebruch" ein geschiedene oder verwitwete Frau zu heiraten. - Wo keine Ehe besteht, kannst du auch keine "brechen"! 

Alles klar?!

Antwort
von mariannelund, 58

geschieden ist ja schon wieder frei und eine witwe ist ebenfalls wieder frei

Kommentar von Allvogel ,

Was Gott verbunden hat das darf der mensch nicht trennen.

Kommentar von mariannelund ,

eine witwe ist ohne mann weil dieser nicht mehr lebt und dadurch ist sie auch von Gott getrennt worden.

eine geschiedene Frau ist geschieden und kann dann nochmal heiraten wenn ihr danach ist, sollte sie so denken wie Du würde sie das dann vermeiden und allein bleiben

doch bei alledem sollte man auch bedenken das Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat und er möchte nicht das wir einsam oder allein sind, ganz im Gegenteil er möchte das wir uns mehren und er möchte das wir glücklich sind

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Du solltest lernen zu unterscheiden ein Wittwenstand ist ganz was anders als die Scheidung .

Gerade die Würde des Menschen welche sich aus der Gottesebenbildlichkeit ableiten lässt ,verlangt dies .

Und laut biblilscher Offenbarung ist noch lange nicht jeder zur Ehe berufen ....du solltest mal die Bibel lesen ...

Kommentar von Predbabe ,

Aber den Papst darf es geben .... weil?

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Wenn du Fragen zum Papst hast und woraus sich das Amt  des Papstes konkret   aus der Biblischen Offenbarung ergibt,dann  stell doch einfach eine eigene Frage dazu .

als Ablenkung für sachliche falsche Antwort ist das nicht so toll ..

Kommentar von abbyW ,

demnach darf es auch keine normale Scheidung geben. und bis das der tod euch scheidet trifft bei der witwe doch zu

Kommentar von Allvogel ,

Das sehe ich genau so. 

Kommentar von Predbabe ,

Hast du denn die Auswahl zwischen zwei Frauen?

Kommentar von mariannelund ,

es wird immer Scheidungen geben weil wir Menschen klein und schwach sind, wir tun täglich Dinge aus unseren Gefühlen heraus die wir im Anschluß bereuen, ebenso werden täglich Ehen geschlossen weil man sich verliebt hat ohne den anderen wirklich zu kennen, kaum hat einen der Alltag eingeholt merkt man wen man da geheiratet hat und fühlt sich nicht mehr wohl, bei den einen dauert es Jahre, bei anderen schon nach kurzer Zeit

Unsere Begierden sind es die uns in schwierige Situationen hineinbefördern

Gott weiß das wir schwach sind , er weiß auch das wir mehr Fleisch essen als uns gut tut, er weiß das wir rauchen und uns das schadet, das wir trinken und uns damit vergiften.

er weiß das alles und läßt das zu und vergibt es uns auch

er würde es aber auch nicht wollen das Menschen in einer Ehe unglücklich leben müssen nur weil sie den falschen Partner ausgesucht haben

Kommentar von Predbabe ,

ER weiß auch, dass sich so manch einer auf unorthodoxe Art und Weise (selbst) befriedigt. Nur mal so als Denkanstoß ;)

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Die  Scheidung  von Bett und Tisch ist auch laut Kirche schon  erlaubt ..nur die Wiederverheiratung nicht ,wenn man  sich eben dann unbedacht sich ins Unglück gestürzt hat .. 

Antwort
von Waldfrosch10, 11

Aus römischer katholischer Sicht ist es kein Problem eine Witwe zu heiraten oder einen Wittwer .

Eine Geschiedene Frau ist aus dem Verständnis der Kirche verheiratet ,denn die Ehe gilt bis zum Tode .

Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. (Lukas 16,18)

Und es traten Pharisäer zu ihm und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie aber sagten: Mose hat gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen. Jesus aber sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit hat er euch dieses Gebot geschrieben; von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Frau geschaffen. „Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein“; daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Und im Hause befragten ihn die Jünger deswegen noch einmal. Und er spricht zu ihnen: Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie. Und wenn sie ihren Mann entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch. (Markus 10,2-12)

Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll – wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann – und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse.(1. Korinther 7,10-11

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Ein Ausweg  aus solcher schwieriger Situation ,könnte das hier sein ,dann wenn ein PArtner  zur  1.Ehe  etwa vorsätzlich getäuscht worden war oder ihr bekannte Fakten welche zur einer Eheunfähigkeit führt ,vorenthalten worden ist .


http://www.bistum-chur.ch/bischoefliches-offizialat/leitfaden-zum-ehenichtigkeit...

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