Frage von FelinasDemons, 138

Zählt das auch als Suizidgedanken?

Ich denke mir oft Geschichten in meinem Kopf aus mit fiktiven Charakteren. In letzter Zeit geht's darin vermehrt um psyschiche Erkrankungen/Probleme und Suizid. Die meisten von ihnen überleben einen Suizidversuch,werden entweder gerettet oder machen einen Rückzieher. Natürlich gibt's auch welche die erfolgreich Suizid begehen. Jedoch wenige,um genau zu sein nur 2. Bei einer der beiden lasse ich es mir immer wieder durch den Kopf gehen wie sie es tut. Auch allgemein die Suizidversuche der anderen lasse ich mir immer wieder durch den Kopf gehen. Zählt das meinerseits als Suizidgedanken, auch wenn nicht ich mich selbst dabei nicht vorstelle,sondern andere? Das interessiert mich. Würde mich über hilfreiche Antworten freuen:)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KumpelblaseLP, 33

Ich glaube du hast lediglich ein grosses interesse allgemein am Thema Suizid und hast viel Fantasie, mit Suizidgedanken ist aber eigentlich die eigene tötung in Gedanklicher Form gemeint, wenn du also noch nie ernsthaft über einen eigenen Suizidversuch nachgedacht hast, zählt das nicht als Suizidgedanken :)

Kommentar von FelinasDemons ,

Doch hab ich ja..Ich hab Suizidgedanken. Wollte nur wissen,ob diese Art auch dazuzählt.

Antwort
von EinNarr, 36

Jein.

Fiktive Figuren im Rahmen einer Geschichte sterben zulassen, deutet nicht zwingend auf eine Suizidalität hin. In der Kunst, egal in welche Richtung man blickt, findet man viele Beispiele für eine Auseinandersetzung mit dem Suizid und das auch von Künstlern, die keine Suizidalität aufweisen respektive von sich selbst sagen, keine persönliche Nähe zu diesem Thema zu kennen. Auch eine "nüchterne Auseinandersetzung" mit dem Suizid, wie ihn beispielsweise Psychologen und Therapeuten führen, sind kein Teil der Suizidalität - in diesem Fall ist es Teil des Berufs und des eigenen Interesses.

Was deutlich wird ist, dass die Intention und die Distanz die entscheidenden Faktoren bilden. Die Frage, die man sich selbst stellen kann, wäre:

"Welches Ziel verfolge ich mit meinen Gedanken und kenne ich dieses überhaupt?"

Tastet man sich langsam aber sicher an die Antwort heran, wird deutlich wie diese einzuordnen sind. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass man die eigene Suizidalität auf fiktive Figuren projiziert und unter solchen Umständen, wären deine beschriebenen Gedanken als suizidale Fantasien durchaus einzuordnen - nur um ein Beispiel zu nennen für ein mögliches "Ja." als Antwort auf deine Frage.

Allerdings kann man an dieser Stelle auch noch weiter differenzieren. Wenn das projizieren auf fiktive Charaktere dich in eine Situation bringe, dich mit deinen Suizidgedanken - ich denke an der Stelle an andere Fragen von dir - mit einer "gesunden Distanz" aufzuarbeiten und am Ende etwas Konstruktives für dich herausziehst, so wären diese Fiktionen Teil der Genesung. Gerade das du alle Eventualitäten durchgehst - "Rückzieher" "Vollendet" "Unvollendet" - könnte am Ende den Ich-bezogenen Suizidgedanken entgegenwirken. Die "künstlerisch-fiktive Aufarbeitung" ist nicht selten und hat das potential positiv gewertet zu werden.

Kurzum - Die Intention und das angestrebte Ziel sind die entscheidenden Aspekte, um deine Gedanken einordnen zu können. Wenn du dir unsicher bist, dann hinterfrage deine Gedanken und versetze dich auch in die Situation, wenn du eine Antwort gefunden hast, deine Gedanken kontrolliert in eine Richtung lenken zu können - eine Konstruktive. 

Liebe Grüße.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 43

Hallo FelinasDemons,

wir 'kennen' uns ja nun schon ein wenig :) Ich habe daher den Eindruck, dass Du Deine Suizidgedanken, die Du aufgrund Deines Glaubens nicht verwirklichen darfst, auf eine andere Ebene transportierst, sozusagen als Kompensation, Ersatzhandlung.

Es wäre meiner Einschätzung nach gut, wenn Du Dir mal Gedanken zu einer psychotherapeutischen Therapie machen würdest.

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar.

LG

Buddhishi

Kommentar von FelinasDemons ,

Therapie ist in Aussicht:D Muss nur noch auf den Anruf warten. Und Danke, deine Antwort war mal wieder sehr hilfreich!

Kommentar von Buddhishi ,

Das ist ja eine sehr gute Nachricht, ich freue mich für Dich, dass Du diesen Schritt gemacht hast.

Gerne, danke für Deine lieben Worte :)

Kommentar von Jazmyn258 ,

viele suchen sich ja nicht Hilfe, aber da stellt sich die Frage: wollen sie wirklcih keine Hilfe oder "trauen" sie sich nich

Kommentar von Buddhishi ,

Hallo Jazmyn258: Was möchtest Du mir mit Deinem Kommentar sagen? LG

Kommentar von FelinasDemons ,

Bitte:)

Antwort
von Katie27, 33

es könnte in die Richtung gehen. auch gut möglich dass du unbewusst etwas verarbeitest oder anderweitige Erfahrungen in der Familie höheren Grades waren?

manche beschäftigen sich auch gerne mit solch extremen Dingen und haben einen gewissen Hang dazu, ähnlich wie bei einer Phobie nur umgekehrt

aber ich würde es schon damit ins Verhältnis setzen.

und dass vielleicht mal psychologisch abklären lassen woher das kommt

möglicherweise siehst du dich auch zu einem gewissen Punkt selbst darin und die Rettung oder der Rückzieher signalisieren den Wendepunkt oder einen Wunsch dass ´navch dir geschaut wird, du das garnicht möchtest es deswegen auf fiktive Dritte projizierst


Kommentar von FelinasDemons ,

Das hätte ich noch erwähnen sollen. Ich hab Depressionen und Selbstmordgedanken,wollte nur wissen ob die Art auch dazuzählt

Antwort
von Mimir99, 31

Hast du denn selbst schon darüber nachgedacht oder identifizierst du dich mit dieser Person ? Dann vielleicht schon. Ansonsten könnte es auch sein, dass du versuchst etwas mit diesen Geschichten zu verarbeiten, also Probleme oder Suizide in deinem Umfeld.

Kommentar von FelinasDemons ,

Ja,ich hab momentan hin und wieder Suizidgedanken.

Kommentar von Mimir99 ,

Dann gibt es da wohl einen Zusammenhang. 

Eins noch : Mach es nicht. 

Antwort
von Gracey10, 19

Ich denke nicht das das Suizidgedanken sind, vielleicht magst du einfach komische Sachen... Falls du dir doch nicht sicher bist kannst du ja mal deine Eltern oder eine vertraute Person fragen was sie dazu meinen.

Antwort
von einfachichseinn, 11

Ich denke aus psychologischer Sicht zählt das nicht, als Suizidgedanken. Dann wäre auch jeder Schriftsteller, der einen Selbstmord schildert auch suizidal.

Wenn das dann ausgeweitet wird, wäre auch jeder Autor, der von Mördern oder anderen Verbrechern schreibt ein potentieller Mörder / Verbrecher.

Antwort
von Braeuniklas, 10

Hey, ich habe gerade auf eine deiner Fragen geantwortet und mich einmal auf deinem Profil umgesehen. Diese Antwort hat absolut nichts mit deiner Frage zu tun, aber ich möchte dich wissen lassen, dass du mir gerne schreiben kannst wenn du jemanden zum zuhören brauchst. Ich habe schon einige Erfahrung (Freundeskreis) mit depressiven/suizidgefährdeten Menschen und würde mich wirklich freuen wenn du mal mit mir, als uneingeschlossene Person darüber redest. Kannst mir ja auf instagram schreiben falls du das besitzt. @niklas_braeuninger

Hab einen schönen Tag

Niklas

Antwort
von Aurorile, 16

Psychologisch gesehen ist es nicht normal. Du sollst mal untersucht werden.

Kommentar von FelinasDemons ,

Ich hab ja Depressionen und ab und zu Suizidgedanken. Das hätte ich erwähnen sollen...Wollte nur wissen,ob das dazuzählt.

Kommentar von Mimir99 ,

Dann irgendwie schon. Du stellst dir ja sogar vor wie es ablaufen würde.

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