Frage von WhoNose, 62

Zählen Online-Umfragen, Sonntagsverkauf, usw. auch zum Minijob?

Wenn ich schon 450 in irgendeinem Minijob verdiene, darf ich dann z.B. noch sonntags verkaufen gehen, mit einem Blog Geld verdienen, mit Online Umfragen, etc., sodass der monatliche/jährliche Endverdienst über dem steuerfreien liegt, oder zählt das dazu? Zb ist Bloggen ja keine Tätigkeit für unter 3 Monate und auch kein Vertrag vorhanden (Sorry für die vielen Arbeitsfragen in letzter Zeit, aber irgendwie muss ich's ja lernen) Im Internet fand ich keine konkrete Beschreibung dazu

Antwort
von siola55, 30

Hi WhoNose,

hast dich wohl noch nicht mit der minijob-zentrale.de angefreundet???

450-Euro-Minijob

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (450-Euro-Minijob) liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig im Monat 450 Euro nicht überschreitet. Bei der Prüfung, ob die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat überschritten
wird, ist vom regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt auszugehen.

Das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht. Der Betrachtungszeitraum umfasst dabei maximal 12 Monate. Das entspricht einer Verdienstgrenze von maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender, mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung.

Dem regelmäßigen monatlichen Arbeitsverdienst sind neben den
laufenden auch einmalige Einnahmen hinzuzurechnen
, die mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich gezahlt werden, wie zum Beispiel das Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.

Das Problem dabei ist, dass du nicht mehr kostenlos bei deinen Eltern in der Familien(kranken)versicherung mitversichert bist!

Infos findest du auch in klicktipps.de unter Eigenes Gewerbe gründen

-> Gewerbe, Freiberufler, Angestellter, Nebeneinkünfte

Ausser den Punkten 1 - 6 solltest du unbedingt den letzten Satz beachten:

Fast alles an Tätigkeiten und Dienstleistungen, was bis hierher nicht aufgezählt wurde muss als Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit angemeldet und  ausgeführt werden (§15, Absatz 2 Einkommensteuergesetz).

Gruß siola55

Kommentar von siola55 ,

für volljährige gilt folgendes:

www.klicktipps.de/gewerbe3.php#studenten

Kommentar von siola55 ,

für Minderjährige (unter 18 Jahre) wird dies ganz schön kompliziert:

www.klicktipps.de/gewerbe3.php#minderjaehrige

Kommentar von siola55 ,

aller guten Dinge sind drei - alternativ zur  zeitaufwendigen und umständlichen Gewerbeanmeldung für Minderjährige folgender Tipp:

Eventuelle Alternative für den Minderjährigen:

Das Gewerbe wird zunächst auf ein Elternteil oder ein älteres Geschwister angemeldet und in dessen Verantwortung betrieben.
Später wird es auf den dann über 18-Jährigen umgemeldet.


Gruß und viel Erfolg damit wünscht dir siola55

Kommentar von WhoNose ,

Deine Antworten sind immer so umfangreich, haha... Hast Recht mit der Website konnte ich mich noch nicht 100 pro anfreunden, das ist eine solche Infoflut 

Danke dir

Antwort
von wfwbinder, 33

Mit einem Blog Geld verdienen, Onlineumfragen usw. da hast Du doch keinen Arbeitgeber, der Dir einen Lohn zahlt.

Da bekommst Du wohl Gutschriften für klicks die dann ausgezahlt werden usw.

Das hat mit Minijob nichts zu tun. das fällt unter "gewerbliche Tätigkeit," was aber schlimmer klingt als es ist.

Vermutlich sind das ja auch nur ein paar hundert Euro im Jahr.

Antwort
von ErsterSchnee, 33

Für die Steuer ist das egal - aber dann musst du dich selber krankenversichern. Und damit lohnt sich das schon nicht mehr...

Kommentar von WhoNose ,

Bin ja noch durch meine Eltern krankenversichert, aber danke für die Info :)

Kommentar von ErsterSchnee ,

Nein, genau das bist du dann eben NICHT mehr! Dann fliegst du aus der Familienversicherung und musst dich selber versichern! 

Kommentar von WhoNose ,

Aber wie will man das denn kontrollieren? Da guckt doch keiner wie viel ich auf dem Flohmarkt verdiene...?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Man geht davon aus, dass du ehrlich bist und dich nicht durchs Leben schmarotzen willst. Außerdem sollte man nicht die besorgten Mitbürger vergessen, die schon mal gerne der Krankenkasse oder dem Finanzamt einen Tipp geben.

Und das mit den Blogs ist ja schnell nachvollziehbar.

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