Frage von Creditsharky, 65

Wutanfälle eher ADHS typisch oder Autismustypisch?

Hi,

Früher (bis ich ungefähr 13 war) habe ich regelmäßig Wutausbrüche gehabt, weil ich etwas nicht durfte oder etwas, worauf ich mich gefreut habe, abgesagt wurde. Ich wollte dann diese Tatsache nicht akzeptieren und war völlig verzweifelt, weil ich mich extrem darauf gefreut habe (oder ich etwas sehr gerne machen wollte, aber nicht durfte). Ich war so elendig verzweifelt, das ich in diesem Moment mich fast selbst verletzen konnte, nur um meine Eltern damit "zu erpressen".
Angenommen, ich freute mich auf eine Fernsehsendung oder einen Film, und ich habe dann Fernsehverbot bekommen, wollte ich es erst nicht wahrhaben. Dann kam halt diese schreckliche und völlig übertriebene Verzweiflung hoch, dass ich nichts mehr retten konnte und mein ganzer Abend versaut war. Da ich das nicht akzeptieren konnte, machte ich in meinem "Wahn" die komischsten Sachen: ich verdrehte z.b. Meine Hand so doll, das es von außen echt schmerzhaft aussah um so noch für mein Ziel quasi zu kämpfen, während ich einsah, das ich es nicht erreichen konnte.

So sahen früher meine Wutanfälle aus, hört das sich eher nach ADS oder Asperger an???

Danke ;)

Antwort
von rotesand, 36

Hallo!

Für mich hört sich das nach keiner dramatischen Diagnose an, sondern nach einer Phase, die sich offensichtlich wohl verwachsen hat. "Zwergenaufstand" ist ein Ausdruck dafür, der es vllt. ganz gut trifft. Mach' dir keine Sorgen!

Antwort
von kiniro, 18

Weder Menschen mit ADHS noch mit Autismus machen solche Handlungen, um andere bewusst zu beeinflussen (manipulieren), sondern es sind vielmehr Spontanhandlungen.

Ich denke es war mehr aus Verzweiflung über Verbote oder zunichte machen eines Planes, über den du dich gefreut hattest.

Hat für mich weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun.
Beides hört nämlich nicht von heut auf morgen auf, sondern begleitet die Betroffenen ein Leben lang.

Antwort
von Illuminaticus, 19

Nein, normaler Mensch, also all die Sachen, die wir auch durchleben mussten, es hassten, aber es ertragen mussten.

Das Problem ist, dass wir Dinge tun mussten oder eben nicht tun konnten, die wir nicht ertragen wollten. Da kam Wut hoch, ganz normal, also, Gott sei Dank, erstmal keine Krankheit.

Unsere Plaene sind durchkreuzt worden und wir wollten es nicht wahrhaben.

Wir fuehlten uns klein und unerfuellt. Das ist auch heute noch so, manchmal kriegen wir unseren Willen, doch meistens ist es ausweglos!

Heute sind wir bewusster und koennen erkennen, dass nichts niemals nach unserem Willen laeuft, in Wahrheit alles nach dem Leben selbst.

Das Leben wollen wir vielleicht nicht, aber das ist dem Leben egal, weil es danach geht, was du eigentlich tief in deinem Inneren willst, das sind meistens nicht die besten Sachen, weil sie unterdrueckt worden.

Du bist kerngesund, du musst nur deine Stellung den Dingen gegenueber ueberdenken und den Widerstand aufgeben, dann bist du frei! Alles Gute!

Antwort
von MKausK, 34

Das spricht für eine schwerwiegende frühkindliche Verletzung in der so genannten Trotzphase, und hat zur Folge, dass man in die damals abrufbaren Verhaltensmuster (Trotz) zurück fällt. Ist eine neurotische Erkrankung die therapierbar ist....

Antwort
von halbsowichtig, 9

Das ist ganz normales Kinderverhalten. In der Trotzphase machen es alle, in der Vorpubertät machen es viele.

Egal wie lange du suchst - du hast keinen Autismus. Statt nach Diagnosen zu angeln, solltest du deine Zeit und Energie lieber nutzen, um mit deinem "normalen" Selbst zurecht zu kommen.

Antwort
von Rendric, 34

Eigentlich hört es sich nur etwas seltsam an, aber nicht wie etwas, was man medizinisch einordnen kann.

Antwort
von WelleErdball, 35

Möchtest du uns mit deinen ewigen Fragen eigentlich hier zum Narren halten?

Antwort
von einfachichseinn, 9

Das trifft weder auf das eine noch auf das andere wirklich zu.

Antwort
von Aleqasina, 10

Das ist mangelnde Frustrationstoleranz. Mehr nicht.

Antwort
von Lichtpflicht, 20

Nach keins von beidem. Eher eine Impulskontrollstörung mit niedriger Frustrationstoleranz. Darunter leiden viele Kinder... Manche würden so weit gehen, es noch im Spektrum "normal für das Alter" zu verorten.

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