Wutanfälle beim Kleinkind. Wer hat Tipps?

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11 Antworten

Ich sehe das eher als Machtspiel.
Kinder haben noch viel feinere Antennen als wir Erwachsenen und fühlen schnell, wann und wie sie uns herausfordern können.
Dies machen sie natürlich keinesfalls aus Böswilligkeit, sondern einfach, weil sie es halt müssen.
Du magst ihn im Außen schon ignorieren, aber er spürt es ganz deutlich, dass du innerlich kochst und am verzweifeln bist.
Solange du innerlich nicht auch eine Änderung vornehmen kannst, wird er auch weiterhin Macht über dich haben.

Aufgrund deiner Ängste und Sorgen, die so so hast, frei nach dem Motto: Was werden bloß die anderen denken, kann man dich leicht einschüchtern bzw. unsicher und  machen, ja sogar erpressen. Dadurch gibst du anderen Macht über dich, weil du es ihnen ja recht machen willst, um akzeptiert zu werden.
Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass es dir über diesen Weg wohl nicht gelingen wird, an die gewünschte Akzeptanz zu kommen.
Überprüfe doch mal, welche Menschen mit welchem Charakter bzw. mit welchen Eigenschaften besonders akzeptiert werden!

Wären dir die Wutanfälle deiner Kinder egal, weil du weißt, dass es ein Machtspiel ist und du keinerlei Bedenken haben könntest, was dein Umfeld dazu sagt, so würde dein Kind damit aufhören, weil er dich damit nicht mehr "erreichen" könnte. Dein Kind würde spüren, dass es auf diesem Weg keinen Erfolg mehr haben kann und es somit bleiben lassen.

Setzte auch weiterhin Grenzen, weil er diese sucht, weil er sie braucht. Sie geben ihm Halt, Sicherheit und Geborgenheit. Also wehre Schläge und zu Grobes ab!
Dein Kind fordert dich zu mehr Standhaftigkeit und Selbstsicherheit auf.
Sehe dies als Chance zu mehr Freiheit und einer höheren Lebensqualität!
Erlaube dir mehr dahingehend!
Wir alle haben Schwächen und gehen durch einen Lernprozeß in unserem Leben, keiner also muss perfekt sein :-))))

Hm, wer wird bei euch Zweien wohl den stärkeren Willen am Ende haben? Hoffentlich du!  ;-)

Hör' mal auf den Text, finde ich ganz gut.... ;-)


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In den genen liegt das nicht. Diese "Wutanfälle" sind in dem Alter ganz normal - er versucht, seine Grenzen auszutesten.

Du reagierst genau richtig. Lass ihn einfach - das gibt sich mit der Zeit.

Vlt. kannst Du Dich darüber mal mit Deiner Mutter unterhalten - als Kleinkind war das bei Dir ganz sicher auch so.

Auf das Gerede der Leute musst Du nichts geben.

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Kommentar von ShilaMauz
09.05.2016, 10:24

Genau das ist es was mich so ratlos macht: meine Mutter sagt ich hätte als Kind zwar mal ein Spielzeug geworfen aber nicht gehauen oder den Kopf auf den Boden gehauen 😳

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Diese sogenannte Trotzphasen sind völlig normale Erscheinungen, so wie ein paar Jahre später die Pubertät. Die Trotzphase ist quasi die Vorwäsche.

Kinder haben auch schon ihre Bedürfnisse und Vorstellungen. Und wie fast jeder Mensch drücken auch viele Kinder durch Emotionen aus, wenn ihnen was querläuft. Die Heftigkeit ist dabei entscheidend.

2jährige sind nun vom Verstand her noch Kleinkinder, denen man nicht mit erwachsener Logik oder der Spiegeltechnik kommen braucht. Ihre Welt ist noch anders zusammengesetzt.

Deshalb muss man als Eltern schauen, wie eine entsprechende Situation entsteht. Kommt der Wutanfall aus dem Nichts oder entwickelt er sich langsam.

Deine bisherigen Maßnahmen und Reaktionen sind schon gut, die kannst du auch beibehalten. Beobachte ihn wie gesagt aber auch. Greife ein, wo es unbedingt nötig ist, dass er merkt, dass es Grenzen gibt. Versuche aber auch seine Gedanken zu verfolgen.

Wenn er zum Beispiel etwas möchte, was er nicht bekommt, was genau passt da nicht ins Konzept? Möchte er zum Beispiel vor dem Mittagessen ein Eis essen und versteht nicht, warum er das Eis erst nach dem Essen bekommt?

Wenn er haut, kann man auch mal ganz erschrocken gucken, dass er registriert, dass dieses Verhalten den Gegenüber verunsichert. Wenn er mit Dingen schmeißt, die ihm gehören, kannst du sie wegnehmen und sagen, dass diese Sachen ganz traurig sind und erst zu ihm zurück wollen, wenn er sie wieder ordentlich behandelt.

Auch Kindern kann man schon zeigen, dass man selbst auch traurig über das Verhalten ist, wenn es zu krass gezeigt wird.

Was man aber auch machen sollte ist, viel an die frische Luft zu gehen. Draußen sind immer neue Eindrücke und Kinder können sich da besser austoben, als in einer Wohnung.

Geduld ist jetzt wichtig, nach wie vor Liebe und aber auch Konsequenz. Denn Kinder brauchen eine klare Linie, an der sie sich wie an einer dicken Schnur festhalten und orientieren können.

Gibt es auch einen Vater, der sich an der Erziehung aktiv beteiligt?

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Kommentar von ShilaMauz
09.05.2016, 10:31

Danke! Ja, der Vater des Kindes lebt mit uns zusammen und beteiligt sich an der Erziehung. Allerdings mit den selben (bis jetzt nicht erkennbaren) erfolgen wie ich...

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es wurde hier ja schon ausreichend bemerkt, dass dies ziemlich normal erscheint. Ich möchte noch anmerken, dass auch schon Kleinkinder ein hervoragendes Gespür dafür haben, wenn Eltern in bestimmten Situationen unsicher sind. Du musst deinem Kind vermitteln auch in solchen Situationen "Herr der Lage" zu sein und vor allem dürfen die Wutanfälle niemals zum gewünschten Erfolg führen. Am besten übst du in solchen Situationen völlig gelassen zu reagieren - auch verbal - also mit ruhiger Stimme und ohne hektische Reaktionen. Dann erledigt sich das mit der Zeit von ganz alleine und auch in der Kita wird man dir keine Vorwüfe machen- die geben dir im Zweifelsfall eher noch gute Tipps.


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Ich habe vor einiger Zeit einen Vortrag einer Kinderpsychologin gehört, in dem sie mir einen weiteren Grund für solche Trotzanfälle nannte, außer denen, die hier auch schon genannt wurden: Sehnsucht nach Nähe. sie erzählte dazu, dass Babys und kleinkinder heutzutage sehr viel gekuschelt werden, dies lässt aber rapide nach, wenn die Kinder größer werden, obwohl das Bedürfnis weiter bleibt. Wir ersetzen gemeinsame Kuschelzeit durch reden und erklären, obwohl die Kinder noch nicht groß genug sind, um die Worte wirklich verstehen zu können.
Ich kuschel zwar viel mit meinem Kind, habe es aber noch mal gesteigert, und siehe da: die Wutanfälle haben sich in Luft aufgelöst. Wenn einer droht, reicht mittlerweile ein einfaches: Möchtest du in den Arm genommen werden? dann wird hemmungslos geweint und nach ein paar Minuten ist der Spuk schon wieder vorbei. Vielleicht hilft euch das auch weiter. mit fällt das zumindest leichter, als "daneben zu stehen" wenn mein Kind schreiend auf dem Boden liegt ;-) Alles Gute für euch!

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Wenn er haut dann gehe ich und sage aua und nein.

Das ist für ihn vielleicht schon ein Erfolg. Du zeigst dich verletzlich ("aua") und gibst im die Vollmacht, dich zu vertreiben.

Bleib in solchen Situationen ganz gelassen, greife das Handgelenk des Schlagarmes und halte ihn fest. Mit "fest" meine ich FEST. Dann sag ganz unaufgeregt, aber streng und eindeutig "nein!"

Im Wort "eingreifen" steckt "greifen" drin. Das sollten sich Eltern ruhig trauen. Auch wenn er dann tobt.

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Kommentar von ShilaMauz
09.05.2016, 10:39

Habe ich auch schon gemacht. Das Problem: sobald ich seinen Arm loslasse haut er wieder ...

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Ich denke, die Trotzphase ist in dem Alter normal. Er kann sich halt noch nicht anders zur Wehr setzen. Aber es ist richtig, dass er lernt, damit nicht durchzukommen.

Für mich reagierst du richtig.

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2 Jahre, das ist das Trotzalter. Da versuchen unsere Kinder durch Schreien, auf den Bodenwerfen und Werfen von Gegenständen ihren Willen durchzusetzen.

Wenn das Ignorieren und Schimpfen überhaupt nichts nutzt und das so langsam aber sicher extreme Ausmaße annimmt, solltest Du zu einer klassisch arbeitenden Homöopathin gehen.

Die Homöopathie kennt das: Ekalierende Wutausbrüche, die man als Mutter nicht eindämmen kann.

Das liegt nicht an Dir oder an den Genen, das machen andere Kinder auch, allerdings darf es nicht solche Ausmaße annehmen.

Er selbst wird auch darunter leiden, wenn er derartige Wutanfälle hat, die Homöopathie kann hier sein inneres Gleichgewicht wiederherstellen und dann geht es Euch allen auch wieder besser. lg Lilo

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Kommentar von beangato
09.05.2016, 10:19

Homöopathie bringt da gar nichts. Das gehört zur Kindesentwicklung dazu.

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Ich habe meine Kinder dann immer gut zugeredet noch doller zu schreien. Wenn ich "geschlagen" wurde dann sind die Kinder in den Flur gekommen mit dem Hinweis, ich schlage dich nicht und will von dir auch nicht geschlagen werden. Das hat genützt.

Die Kinder suchen ihre Grenzen und die müssen sie auch bekommen (natürlich ohne Schläge)

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Geh bitte zu deinem Kinderarzt und besprich das mit ihm, dann eventuell zum Kinderpsychologen.

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