Frage von meljani,

Wurzelbehandlung inkorrekt!!Zahnverlust!!Schadensersatz??

Hallo, eine kleine Geschichte... :) leider nicht so ausführlich hier möglich... Wurzelbehandlung wurde Anfang des Jahres (nach 10 Besuchen) abgeschlossen. Porzellan-Füllung für 40 Euro. Diese fing nach ca 4 Mon an zu bröckeln. War aber nur ein ganz kleines Stück. Jedenfalls is dann vor kurzem noch ein stückchen ausgebrochen und dann ist der komplette Zahn beim MÜSLI essen einmal durchgebrochen. "Der muss raus" sagt er Arzt und ich war froh da der Zahn eh immer nervte und ich eine Riesenlücke seit dem hatte...da konnt ich mir nachm Essen n halbes Hähnchen raus pulen;) Jedenfalls hat er dann aber nur die Innenwand rausgebrochen und weigerte sich weiteres zu tun und lies mich stehen samt Betäubung. Ich fand eine andre Ärztin..sie macht ein Röntgenbild und erklärt: Die Wurzelbehandlung war mehr als schlecht..die Wurzeln nur halb gefüllt und auch wenns nicht so lange her ist war es unten am Ende der Wurzeln ganz dunkel. Es ist alles entzündet ..Knochenabbau..etc. Aufgrund der Entzündungen und das einfach zu viel an dem Zahn "rumgemacht" wurde, ist dieser nicht mehr zu retten...so das ziehen dauert nun 1 1/2 Stunden und es kostet ca. 6 Spritzen..und tat trotzdem weh...:-( danach hab ich nur noch geheult da ich einfach zu angespannt war denn ich bin einer der grössten Schisser..kann ich evtl Schadensersatz verlangen..für die falsche Wurzelbehandlung, die bezahlte Füllung?? ..

Antwort von Cubaner,

Eine unvollständige Wurzelfüllung ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, immer ein Kunstfehler. D. h. Du hast einen Anspruch auf Schadenersatz und evtl. Schmerzensgeld.

Unbedingt alles, was der Beweissicherung dient, von der letzten Behandlerin festhalten un dokumentieren lassen. Die Krankenkasse einschalten. Ein Gutachterverfahren von der Krankenkasse einleiten lassen. Wenn die sich, in der Regel wegen Faulheit, zieren sollten, Rechtsanwalt einschalten und zwingen.

Wenn Gutachterverfahren und Schlichtungsbemühungen nicht zum Erfolg führen, (wieder) Rechtsanwalt einschalten und vor Gericht gehen.

Das Ganze erfordert viel Zeit, Nerven, Geduld und anfangs auch Geld. Das gibt´s bei Gewinn des Prozesses zurück. Der Ausgang ist aber selbst bei klaren Verhältnissen ungewiss, wenn der Anwalt eine Niete ist. Man ist vor deutschen Gerichten wie auf hoher See eben in Gottes Hand. Viel Glück.

Antwort von LiviaCat,

Schwere Frage - da musst du zu einem Anwalt für Medizinrecht gehen.

Aber wenn der Fall so ist, wie du ihn geschildert hast, stehen deine Chancen ganz gut.

Nerven und Durchhaltevermögen braucht man aber, wenn man gegen Ärztepfusch vorgehen will!

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