Bubbles am 10.04.2008 um 17:08 Uhr
Hallo. Mal an alle Hundebesitzer: Es geht um die dämliche Wurmkur. Der Arzt meint, diese müsse alle drei Monate gemacht werden. Ich hingegen sehe darin keinen Grund. Ich denke, in dem Zeugs ist kein Wirkstoff, der vorbeugend wirken und das ganze ist nur ´ne fette Abzocke. Wenn ich in drei Wochen Kopfschmerzen bekomme, nehm ich ja auch nicht heut die Aspirin. Was denkt ihr? Wenn ich also heute die Wurmkur mache und mein Dicker sich nächste Woche ansteckt - dann bringt´s doch nichts mehr.

Wir lassen immer alle sechs Monate den Kot unseres Haus- und Hofhundes untersuchen - ist etwas teurer, aber wesentlich gesünder! Bisher keine Würmer gefunden, hat sich also gelohnt!

So gesehen, hast du recht. Aber du weißt ja nicht unbedingt, wann er sich Würmer holt- oder? Alle drei Monate mache ich das bei meinem auch nicht. Aber gerade wenn er der Hund sich zum Beispiel viel in einem Gebiet aufhält wo es z.B. Fuchsbandwurm gibt oder er viel in Gesträuch unterwegs ist oder auch mal an Nachbars Kompost geht würde ich das einigermaßen regelmäßig machen. Und so teuer ist das auch nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass Würmer auch übertragen werden und dein Hund wahrscheinlich in der Wohnung oder im Haus ist, dann solltest du das schon dir zu liebe machen. Wenn du erstmal siehst, dass er Würmer hat ist es für den Hund a) sehr unangenehm und b) dauert dann die Behandlung evtl. auch länger und kostet mehr.
kleinerPuck am 10. April 2008 17:15 Den Hund beobachten ist auch hilfreich - fährt er Schlitten oder putz sich auffällig oft?
aline1507 am 10. April 2008 17:19 lustiger Ausdruck "Schlitten fahren", aber gut!
Bubbles am 10. April 2008 17:25 Nein, nein. Es handelt sich bei besagtem Hund um so´n kleinen Hosenscheißer ;-) Den hab ich immer im Blick und ich weiß echt genau was er tut. Er läuft auch immer brav neben mir her und schnuppert jetzt nicht überall rum oder frisst "was" (da soll´s ja so Eemplare geben)
kleinerPuck am 10. April 2008 17:27 Dann wird alle drei Monate wirklich nicht nöig sein.

Genau - die Wurmkur hilft gegen Würmer. Wenn Dein Hund keine Würmer hat, dann frißt er nur Chemie, die die Darmflora beschädigt.
Vorbeugend gegen Würmer hilft die tägliche (!) Gabe von Kokosflocken bzw. Kokosfett (kaltgepresst, beides aus dem Reformhaus), je nach Gewicht Deines Hundes 1/2 bis 1 1/2 TL pro Tag. Auch Karotten (als Brei zerrieben mit etwas Öl, damit der Hund auch die fettlöslichen Vitamine aufnehmen kann) sollen vorbeugend helfen. Auch hier: Täglich.
Du kannst alle halbe Jahre eine Kotprobe zur Untersuchung geben. Wenn Würmer da sind: Wurmkur. Wenn nicht: Fein!
kleinerPuck am 10. April 2008 17:22 Woher hast du das mit dem Kokos und den Karotten? Klingt interessant.
Baiana am 20. April 2008 05:56 Habe beides von den Hundefutterexperten und Barf-Experten bei www.dogforum.de und aus diversen Büchern über Hundeernährung.
Bubbles am 10. April 2008 17:31 Auch nicht schlecht. Kokos und Karotten. Karotten frißt er eh ständig. Aber das mit dem Kokoszeug probier ich in jedem Fall aus. Vielen Dank.

Die Entwurmungskur wirkt nicht vorbeugend, sondern wurmtötend. Also es werden nur die Würmer abgetötet, die gerade für den Wirkstoff greifbar sind. Paar Tage nach der Kur kann sich der Hund wieder was holen. Ich habe früher zwei mal jährlich entwurmt und zwar nur, wenn ich den verdacht hatte.
Bubbles am 10. April 2008 17:13 Ja, so sehe ich das auch. Wirklich nur beim Verdacht. Ich mein, nicht dass das Zeug nun schädlich wör, aber man muß die Kleinen ja n´mit nichts zupumpem, wenn´s nichts zwingend erforderlich ist. Ich danke dir vielmals.
Indy72 am 10. April 2008 17:22 Das gift ist relativ niedrig konzentriert und Verursacht in der Regel kaum mehr Nebenwirkungen als Durchfall und Kopschmerzen, wie bei einem ordentlichen Kater.

Also generell würde ich bei einen Hund der mit Würmern infiziert ist 2 Wurmkuren auf einander folgend machen. Ich bringe meinen Tierarzt eine Stuhlprobe und las Sie testen. Hat mein Balou Würmer bekommt er das passende Mittel. Ich glaube einfach das so viele Medikamente, auch Flohmittel, nicht gut für einen Hund ist. Aber billiger ist es wahrscheinlich den Hund zu entwurmen.
Bubbles am 10. April 2008 17:29 Ja, das stimmt. Aber hier geht´s ja nicht um´s Geld. Hauptsache dem Racker geht´s gut. Und wenn er nun wirklich Würmer hat? Wie eilig ist´s dann? Was, wenn ich´s nicht gleich bemerke? Spiegelt sich das an seinem Verhalten wieder?
Wolpertinger am 10. April 2008 17:43 Ja Hunde die Würmer haben rutschen mit dem Po über den Boden. Der Bauch ist hart. Er nimmt ab obwohl er gut frisst. Manchmal sieht man am After ein kleinen weisen Wurm. -Wenn Dein Hund Würmer hat solltest Du ihn schnell entwurmen und auch innerhalb von kurzer Zeit zwei mal hintereinander. evtl. Nach der 2. Wurmkur nochmal eine Stuhlprobe machen lassen. Aber Balou hat schon seid Jahren keine Würmer mehr gehabt, obwohl er über all rum streunert.

Meine Hunde sind im Welpenalter 2x entwurmt worden,seitdem verzichte ich darauf(mit Einwilligung meines Tierarztes!).Ich achte auf den Kot und Würmer sieht man!!Dann ist immer noch Zeit für eine Wurmkur.Aber!!!Ich habe auch keine kleinen Kinder im Haus. LG
Wolpertinger am 10. April 2008 17:17 Es gibt Studien die besagen, das ein Infektion mit Würmer das Abwehrsystem stärkt, sowie das diese Menschen weniger Allergien entwickeln. Meine ich habe auch mal gelesen, das die Ureinwohner in Afrika weniger Darmkrebs bekommen, was auch auf den Wurmbefall zurück zu führen ist...
Bubbles am 10. April 2008 17:27 Echt? Ist ja krass! Das ist mir neu. Vielen Dank.
Bubbles am 10. April 2008 17:28 Ich kontrolliere übrigens auch immer. Bin da schon recht vorsichtig. War mir aber nie ganz sicher, ob man Würmer wirklich sieht oder ob die viel zu kleine sind.
Wolpertinger am 10. April 2008 17:46 Es gibt ja unterschiedliche Würmer, manche sind so klein, das man sie nur unter einem Mikroskop sehen kann andere kann man mit bloßen Augen sehen. Am sichersten ist wirklich die regelmäßige Stuhlprobe.

Das mit der Wurmkur ist ein Schuss ins Dunkle. Du weißt ja auch nicht welche Würmer evtl. vorhanden sind und eine gängiges Wurmmittel deckt nicht alle Arten ab. Da, das Wurmmittel den Organismus auch zusätzlich belastet würde ich das nicht alle 3 Monate geben sondern höchstens alle 6 Monate. Den Tip von Kati mit der Stuhluntersuchung finde ich klasse und durchaus sinnvoll und die Untersuchungen sind auch bezahlbar. Da Parasiten sich am und im geschwächten Körper besser ansiedeln können, machen solche Stuhltests vor allem nach Erkrankungen Sinn und bei geschwächten/älteren Tieren oder bei Tieren die ab und zu rohes Fleisch erhalten. ich persönlich lasse meine Katzen zum Beispiel auch nicht jedes Jahr impfen, sondern nur alle 3 Jahre. Das hat viel mit der persönlichen Erfahrung zu tun und das sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Bubbles am 10. April 2008 17:32 Ich danke dir vielmals. Schön, dass wir alle einer Meinung sind. Die Tierärzte (vorallem hier in berlin) sind eh die miesesten Abzocker - unverschämt!
Wolpertinger am 10. April 2008 17:48 Ja, mit dem Impfen hat sich ja auch etwas geändert. Es gibt ja jetzt TIerärzte die die Abstände vergrößert haben. Finde ich gut, konnte mir noch nie Vorstellen warum der Impfstoff nur ein Jahr halten soll.
Marah am 10. April 2008 18:31 In Amerika sind die Tierärzte sowieso schon der Meinung das man nur alle zwei Jahre impfen sollte und dort gibt es verdammt gute Tierärzte. Das Impfverhalten der meisten Deutschen Tierärzte richtet sich nach dem Impftiter im Blut. Aber nur weil die Werte im Blut nicht mehr voll da sind, heißt das nicht das der Impfschutz nicht mehr genügend vorhanden ist- die tatsächliche Immunresistenz lässt sich also nicht nachweisen da sie sich auch in anderen Bereichen des Körpers manifestiert. Sehr gut nachweisen lässt sich aber die Unverträglichkeit der Impfstoffe auf den Organismus der einzelnen Tiere- Stichwort: Impfsarkom! LG
Wir geben unseren Tieren seit einiger Zeit eine vorbeugende Kräutermischung (Verm-X von online-vetshop.de) Ist jedoch keine therapeutische Wurmkur (also bei bestehendem Wurmbefall) sondern, wie gesagt, eine vorbeugende Maßnahme. Bisher keine Würmer mehr aufgetreten! Und bei unserer "Lakritze" ist es seitdem auch mit dem Erbrechen vorbei. Scheint also auch tatsächlich eine positive Wirkung auf den Organismus zu haben.
Ich gebe auch keine Wurmkur ohne den tatsächlichen Wurmbefall diagnostiziert zu haben. Die Kotuntersuchung macht der TA und ist sogar günstiger als die Wurmkur.
Einen Wurmbefall hatte ich die letzten 4 Jahre nicht, obwohl meine Hündin leidenschaftliche Mäusejäger-, und Fresserin ist.
Das geht? Hm, ist ja auch ´ne Möglichkeit. Schön! Vielen Dank! Super.