Frage von DrSchmitt, 124

Wurden DDR-Ehen in der BRD anerkannt?

Vor der Wiedervereinigung. Nehmen wir an, ein Ehepaar reist aus/flüchtet aus der DDR. Wurde die Ehe in der BRD automatisch anerkannt, oder mussten sie in der BRD neu heiraten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von amdros, 43

Was für eine Frage..genau so könntest du bei jemanden fragen, der nicht der deutschen Nationalität angehört.

Verheiratet ist und bleibt verheiratet..solang der Tod sie scheidet..ob deutsch, spanisch oder was weiß ich, welche Nationalität das Ehepaar auch hat!

Kommentar von DrSchmitt ,

Das stimmt so nicht. Denn wen ein DDR-Bürger mit seiner Frau in die BRD floh, wurden sie ja BRD-Bürger. Und da ist die Frage was mit der Ehe passiert ist.

Übrigens wird nicht jede Ehe anerkannt. Das hat jetzt nichts mit der DDR zu tun (ist sowieso ein modernes Problem), aber wenn ein gleichschlechtliches Paar in den USA heiratet wird die Ehe im Iran sicher nicht anerkannt.

Kommentar von amdros ,

Und da ist die Frage was mit der Ehe passiert ist

Nichts..diese Ehe blieb eine Ehe.

Übrigens wird nicht jede Ehe anerkannt. Das hat jetzt nichts mit der DDR zu tun (ist sowieso ein modernes Problem), aber wenn ein gleichschlechtliches Paar in den USA heiratet wird die Ehe im Iran sicher nicht anerkannt

Du verwechselst da aber Äpfel mit Birnen und dein Logik spielt dir einen Streich..du darfst bitteschön aber in dem Vergleich die jeweiligen Kulturen bzw. Religionen nicht vergessen. 

In deiner Frage ging es lediglich um die Ehe der beiden deutschen Staaten und um nichts anderes!!

Ja, ok..auch wenn ich es über die deutschen Grenzen mit beleuchtet habe!

Kommentar von amdros ,

Ich danke dir fürs Sternchen

Kommentar von Claud18 ,

@DrSchmitt

Die BRD erkannte die DDR-Bürgerschaft nicht an, alle DDR-Bürger waren automatisch BRD-Bürger, wenn sie es in den Westen schafften, und da gab es nicht umzuschreiben.

Übrigens werden alle internationalen Ehen anerkannt, wenn es sich nicht gerade um Polygamie, Homo-Ehe oder Kinder-Ehe handelt.

Antwort
von dresanne, 80

Natürlich galt die Urkunde vom Standesamt der DDR auch in der Bundesrepublik. Deinem Gedankengang nach hätte dann ja jedes Ehepaar aus der DDR nach der Wiedervereinigung neu heiraten müssen...

Antwort
von voayager, 56

Sicherlich wurden die Ehen anerkannt.


Antwort
von andreasolar, 50

1956 Personenstandsgesetz (Deutsche Demokratische Republik)[Bearbeiten]

In der DDR galt das PStG 1937 bis zum 1. März 1957, dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes über das Personenstandswesen vom 16. November 1956,[8] weiter. Durch das PStG der DDR vom 4. Dezember 1981,[9] das am 1. Januar 1982 in Kraft trat, erfuhr das bisher in seinen Grundzügen gemeinsame und in der Bundesrepublik Deutschland fortgeltende Personenstandsrecht gravierende Änderungen. Bei der Herstellung der Einheit Deutschlands waren diese Unterschiede Anlass, im Einigungsvertrag umfangreiche Maßgaben für die Anwendung des neuen Rechts vorzusehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Personenstandsgesetz\_(Deutschland)#1875_Reichsgesetz_.C3.BCber_die_Beurkundung_des_Personenstands_und_die_Eheschlie.C3.9Fung

Antwort
von Fontanefan, 30

Es war staatliches Recht. Man konnte nicht jede Ehe in Frage stellen.

Zwar hat  andreasolar recht, aber eine Rechtsvereinheitlichung war vor der Einigung nicht möglich. Deshalb musste man Rechtssetzungen, die nicht eindeutig Unrecht waren, akzeptieren, auch wenn Bundeskanzler Kiesinger die DDR lieber als "Phänomen" denn als Staat bezeichnete. Im praktischen Vollzug waren solche feinen Unterscheidungen nicht möglich.

Antwort
von Virginia47, 30

Selbstverständlich wurden die anerkannt. Sonst hätten ja alle Leute nach der Wiedeervereinigung erneut heiraten müssen - oder auch nicht.

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